Bodrum Testbericht

Bodrum
ab 24,14
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Erfahrungsbericht von michimaen

Sonne pur

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mitten im Klausurstress bin ich zum Flughafen Berlin-Schönefeld gefahren, um zu schauen, wo ich mich nach dem Stress für eine Woche erholen kann. Nach dem abklappern einiger Anbieter, entschieden meine Freundin und ich, wir fliegen mit dem Berliner Flugring (BFR) nach Bodrum in die Türkei. Der BFR machte uns ein recht gutes Angebot. 475 Euro für eine Woche mit Halbpension in einem ****+ Hotel. Die Buchung war geschafft und ich konnte mich wieder voll und ganz den Klausuren widmen.

Eine Woche später

Unser Flieger ging um 19:10 Uhr in Richtung Milas/Bodrum. Auf dem Hinflug hatten wir anscheinend Rückenwind, denn der Flieger landete etwas früher als geplant. Die ca. Drei Stunden Flug waren in Ordnung und gingen recht zügig vorbei. Der Flughafen Milas/Bodrum ist noch sehr neu. Er wurde erst vor drei oder vier Jahren eröffnet, um die ganzen Touristen nicht mehr durch die halbe Türkei fahren zu müssen, damit sie auf der Halbinsel Bodrum Urlaub machen können. Gegen halb elf waren wir dann aus dem Flughafen raus und wurden von einem sehr freundlichen Reiseführer abgeholt. Er fuhr uns in seinem Privatauto zum Hotel. Die Fahrt war etwas gewöhnungsbedürftig für einen deutschen Autofahrer. Aber wie sich noch herausstellen sollte, keineswegs ungewöhnlich für türkische Verhältnisse.

Das Hotel

Eine halbe Stunde später kamen wir in unserem Hotel etwas ausserhalb von Bodrum, im Salmakis, an. Auf der Fahrt dahin hatte der Reiseleiter, er sprach sehr gut deutsch, uns schon etwas über Bodrum erzählt, da es unser erster Besuch dort war. Das Hotel machte auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Ein kleinen Happen zu Essen und etwas zu trinken bekamen wir auch noch. Nach dem Einchecken wurden unsere Taschen auf unser Zimmer gebracht. Der Weg dorthin war erstmal etwas verwirrend, aber das System, wie man laufen musste, um irgendwo hinzukommen, bekam man doch schnell raus. Im Zimmer angekommen, haben wir erstmal alles fallen gelassen und uns umgeschaut. Das Zimmer war einfach eingerichtet, hatte einen kleinen Fernseher und einen kleinen Kühlschrank. Der Balkon und der Blick von diesem entschädigte aber für vieles. Wir hatten einen fantastischen Blick auf\'s Meer und in den Hafen von Bodrum. Der Pool sah auch sehr einladend aus.
So weit, so gut. Die erste Nacht gut geschlafen und ab zum Frühstück. Auf den ersten Blick fand ich es etwas wenig Auswahl. Auch auf den zweiten Blick wurde es nicht mehr. Geschmacklich war es aber gut.
Am Abend gab es ein reichhaltiges Angebot an Vorspeisen und Salaten. Die haben super geschmeckt. Dazu kamen zwei bis drei Hauptgerichte je Abend. Als Nachspeise gab es frisches Obst (Melone und Pflaumen, auch etwas mager) und jede Menge Süßes. Die Hauptgerichte waren sehr auf den westeuropäischen Geschmack ausgerichtet. Ich fand es etwas schade, da ich mich über mehr türkische Küche (ausser Döner) gefreut hätte. Je länger der Urlaub dauerte, desto langweiliger wurde das Essen. Das soll heissen, dass die Vorspeisen im großen und ganzen jeden Tag die gleichen waren und auch die Hauptgerichte sich doch ziemlich ähnelten. Geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut.
Als besonderes Highlight haben am Samstagabend sechs Mädels vorgetanzt. Das war natürlich vor allem für die Herren der Schöpfung was für\'s Auge. Sonst gab es alle zwei Tage Livemusik eines Sängers, der aber anscheinend auch nur eine beschränkte Auswahl an Liedern hatte, da immer die gleichen gespielt wurden.
Zu dem Hotel gehörte ein Kiesstrand, wo die Liegen und die Sonnenschirme kostenlos waren. Nur wer weich liegen wollte, musste etwa 1,30 Euro pro Auflage zahlen. Wieder erwarten konnte man barfuss ins Meer gehen, ohne sich die Füße kaputt zu machen. Das Wasser war sehr klar und hatte teilweise eine türkise Farbe. Der Pool war sehr großflächig angelegt. Auch hier waren die Liegen ohne Auflagen und die Sonnenschirme kostenlos. Das Wasser des Pools war sauber, nur für meinen Geschmack sehr warm.
Das Personal war super aufmerksam und nett und überhaupt nicht aufdringlich.
Der Gesamteindruck war in Ordnung. Die Sauberkeit hat gestimmt. Für das etwas langweilige Essen hat der Meerblick unseres Zimmer entschädigt.

Die Stadt Bodrum

Zu Fuss etwa 20 Minuten vom Hotel entfernt, war das Zentrum vom Bodrum entfernt. Dort konnte man zu fast jeder Tageszeit hingehen und es war immer was los. Zwischen etwa 10 Uhr morgens und 3 Uhr nachts konnte man bummeln gehen. Der Stadtkern gliederte sich grob in zwei Zonen auf. In der einen konnte man shoppen gehen, bis der Arzt kommt. In der anderen waren mehr Bars und Kneipen. Wenn man sich viel Zeit nimmt, schafft man es nicht, an einem Abend, wirklich allen Geschäften einen Besuch abzustatten. Viele Geschäfte sind in mehrfacher Ausführung vorhanden. Vor allem Imitate von Sonnenbrillen und Markenklamotten (Adidas, Nike, Diesel, Tommy Hilfiger) und Souvenirs konnte man an jeder Ecke käuflich erwerben. Es gab aber auch viele Läden mit Designer-Klamotten, die in meinen Augen echt waren. Und natürlich konnte man Gold an jeder Ecke kaufen. Sehr von Vorteil fand ich, dass man nicht von jedem Ladenbesitzer angesprochen wurde und genötigt wurde, etwas in seinem Laden zu kaufen. Die Leute waren eher zurückhalten. Man konnte sich mit fast allen auf deutsch unterhalten. Wenn nicht, kam man mit Englisch weiter. Was ihr auf keinen Fall vergessen dürft beim Einkaufen, ist das Handeln. Teilweise sind die Türken dann sauer und andererseits bekommt man so das Objekt seiner Begierde etwas günstiger. Mir jedenfalls hat es Spass gemacht.
In der Barstraße waren etwa 10-15 Bars und Kneipen nebeneinander. Der Abschluss wird vom Halikarnas gebildet, einer großen Disco für etwa 5000 Besucher. Die meisten Bars warben damit, dass man dort Bier für etwa 1,30 Euro trinken kann. Cocktails gab es bereits ab 3,30 Euro. Hier konnte man gepflegt sitzen und was trinken, sich die Leute anschauen, die vorbeigingen oder einfach nur den Blick auf\'s Meer genießen. Im Harlikarnas ist auch jeden Tag was los. Jeden Abend ist ein anderes Motto, z.B. 70er Jahre, Schaumparty, Ladies-Night etc.
Wenn man zurück ins Hotel wollte und nicht laufen wollte, dann nahm man sich einfach einen Dolmus. Dies ist ein kleiner Bus, der mehr oder weniger regelmäßig fährt (eigentlich immer, wenn er gut gefüllt ist) und überall anhält, wo man will. Zudem war er sehr preiswert. Bei der Linie, mit der wir immer gefahren sind, musste man etwa 0,60 Euro bezahlen. Aber selbst über die Halbinsel Bodrum war mit maximal einem Euro dabei. Diese Dolmus\' fuhren bis spät in die Nacht (wir haben um vier Uhr morgens noch einen bekommen), dann aber natürlich seltener. Auch übers Wasser gibt es so eine Art Dolmus. Dieser hat umgerechnet auch etwa einen Euro gekostet, also auch sehr preiswert.

Fazit

Die Stadt Bodrum lohnt sich auf jeden Fall für einen Urlaub. Es ist immer was los, die Leute sind freundlich und höflich und das Leben ist für deutsche Verhältnisse relativ preiswert. Auch kann genügend Ausflüge während seines Urlaubs machen. Eine sogenannte Blaue Reise ist z.B. sehr zu empfehlen. Dabei ist man mit einem Boot entweder einen Tag oder länger unterwegs und fährt die verschiedenen Strände und Buchten ab. Bei den Tagestouren ist das Mittagessen oft im Preis mitenthalten, bei längeren Trips auf jeden Fall. Auch bietet sich an, die Halbinsel mit Hilfe der Dolmus\' zu erkunden. Die Landschaft ist faszinierend. Ausserhalb Bodrums kommt man mit deutsch nicht oft sehr weit, da dieses Gebiet fest in der Hand englischer und holländischer Touristen ist. Sehenswert ist trotzdem. Für mich steht jedenfalls fest, Bodrum ist einen Urlaub wert. Vor allem das Wetter war großartig. Eine Woche lang habe ich keine Wolke gesehen und es waren immer so um die 40 Grad.

michimaen

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