Erfahrungsbericht von UncleKracker18w
Andrea hat es auch getan
Pro:
Sieht gut aus
Kontra:
Alles
Empfehlung:
Nein
Nachdem ich hier einige Berichte gelesen hatte, habe ich mich letzte Woche auch entschieden mir ein Brustwarzen Piercing machen zu lassen. Ich habe ja schon eins in der Zunge, und eins im Bauchnabel. Daher kenne ich mich schon ein bisschen damit aus. Allerdings hatte ich wirklich Panik vor diesem 3ten Piercing, eben weil es an so einer empfindlichen Stelle ist.
Piercing Studio:
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Ich habe mir dann also ein Studio ausgesucht, bei dem ich sicher war, dass dieses Sauber und korrekt arbeitet. Natürlich kann man das nicht immer 1000% sagen, aber es gibt eine kleine Checkliste. Anhand der Checkliste, kann man schon sagen, ob das Piercing Studio okay ist
Mit dieser Checkliste findest Du schnell und sicher heraus, ob sich Dein Piercer gut in seinem Fach auskennt und die vorgeschriebenen Richtlinien einhält.
Getrennter Arbeits- und Beratungsraum
Die Oberflächen im Arbeitsbereich sind glatt und gut wischbar wie Fußboden, Geräte, Einrichtung, etc.
Der Arbeitsbereich ist übersichtlich und ordentlich. Es finden sich hier nur Dinge die zum Piercen notwendig sind. Zeitungen, Zigaretten, Aschenbecher, alles Private hat hier nichts zu suchen
Die verwendeten Chemikalien zur Desinfektion sind DGHM gelistet. Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
meist ist dies auf den Etiketten vermerkt.
Es werden ausschließlich vorsterilisierte Einwegnadeln verwendet.
Es werden nur sterile Handschuhe benutzt
Wiederverwendbare Instrument werden nach jedem Gebrauch desinfiziert, gereinigt und dann sterilisiert.
Der Piercer verwendet keine lokalen Betäubungsmittel.
Der Piercer klärt ausführlich über mögliche Komplikationen, Risiken
und die notwendige Nachsorge auf.
Ich erhalte eine schriftliche Nachsorgeanweisung.
Erstschmuck ist ausschließlich Titan, med. Kunststoff, Gold etc. Chirurgie Stahl, Inplantatstahl, darf nicht als Erstschmuck eingesetzt werden.
Das Studio verfügt über eine Haftpflichtversicherung
Der hygienische Gesamteindruck ist gut
Der/Die Piercer/in ist mir symphatisch
Hierbei sieht man dann schon ob das Studio Okay ist, oder man lieber ein anderes nehmen sollte.
Vor dem Piercen:
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Ich betrat nun also das Piercing Studio. Als ich dann meinen Wunsch geäusert hatte, wurde ich ausführlich darüber aufgeklärt, wie alles abläuft. Mir wurde gesagt, wie ich mich nach dem Piercing zu verhalten habe, und was ich alles beachten muss. Dann musste ich noch ca 5 Minuten warten bis ich dran war. Die Piercing Sachen ( Braunüle, Stecker etc ) wurden alle vor dem Piercen steril gemacht.
Piercen selbst:
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Ich musste nun also mein T-Shirt + BH ausziehen, und mich vor den Piercer stellen. Das fand ich schon sehr unangenehm, da ich den Mann ja nichtmal kannte. Er war aber total nett, und sagte, dass ich einfach locker sein soll. Dann sollte ich mir eine Seite aussuchen. Ich nahm die rechte Brustwarze, da ich es einfach schöner fand. Dann wurde die Brust mit einem Spray desinfiziert. Er zeichnete dann mit dem Edding Stift 2 Punkte neben meine Brustwarze. Daran sollte er dann beim Piercen erkennen, wo er genau stechen musss, damit auch nichts schief ist. Ich musste dabei ganz still halten, und durfte meinen Kopf auch nicht bewegen, damit nichts verrutscht. Als er dann damit fertig war, sollte ich mich auf die Liege legen. Das fand ich auch besser so, weil ich Angst hatte, umzukippen.
Als ich dann dort lag wurde mich auch schon schwarz vor Augen. Der Piercer sagte, ich soll einfach ganz ruhig atmen und gleichmäßig Luft holen. Dann holte er die Braunüle aus der Sterilen Verpackung. Ich bekam immer mehr Angst, und hätte am liebsten einen Rückzieher gemacht, aber das ging ja nun nicht mehr so richtig. Er kam dann also mit der Braunüle immer näher und meinte dann, wenn ich schreien möchte, dann kann ich das ruhig tun. Am liebsten hätte ich das auch, aber es waren ja noch andere Leute da, und die wollte ich nicht verschrecken. Nun endlich hatte er dann auch schon zugestochen. Es tat seeeehr weh, und brannte wie Feuer. Nun musste er ja natürlich auch wieder auf der anderen Seite der Brustwarze mit der Braunüle raus. Das bedeutete einen 2ten Stich. Es dauerte ein wenig, bis der Piercer durch meine Brustwarze durch war. Dann endlich war er fertig. Ich schaute zu meiner Brustwarze, und sah einen Schlauch dadurch. Durch diesen Schlauch wurde dann mein Ring eingeführt. Nun musste der Ring nur noch verschlossen werden, und ich war fertig. Ich hatte wirklich tierische Schmerzen und es brannte so doll. Ich hatte dauernd das Bedürfnis zu pusten. Der Piercer klebte mir noch ein Pflaster auf die Brustwarze und sagte mir, dass dieses Pflaster 24 Stunden drauf bleiben muss. Man darf es auch nicht zum vorzeigen ab machen. Gut. Ich habe dann bezahlt und machte mich auf den Heimweg.
Nach dem Piercen:
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Unterwegs hatte ich immer noch totale Schmerzen, und dieses Brennen war auch immer noch da. Ich habe die ganze Zeit immer aufgepasst, dass ich durch eine schnelle Bewegung nicht an mein Piercing komme. Die Leute mussten auch denken, dass ich irgendwie nicht mehr normal bin ;o) Als ich dann zuhause war, ging es mit den Schmerzen schon besser.
Der nächste Tag:
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Als die 24 Stunden dann vorbei waren, durfte ich das Pflaster auch endlich ab machen. Ich betrachtete mein Piercing, und war eigentlich ganz zufrieden damit. Nun ging es aber auch schon los. Meine Brustwarze war soo empfindlich geworden, dass ich sie gar nicht berühren konnte. Sobald die Warze am T Shirt oder ähnlichem rieb, bin ich fast wahnsinnig geworden. Nicht vor Schmerzen, sondern weil es so ein komisches Gefühl war. Ich würde es wie kleine Stromschläge bezeichnen, die wirklich sehr ekelig waren. Ich hatte nur noch einen Gedanken: Das Ding muss da wieder raus !! Gesagt, getan. Ich stand nun also heulend vor dem Spiegel und wollte das Ding wieder raus nehmen. Leichter gesagt, wie getan. Ich hatte einfach Panik, dieses Ding anzufassen. Es kamen ja immer diese Art Stromschläge. Endlich dann hatte ich mich nach 45 Minuten heulen überwunden, dass Ding raus zu machen. Ich war so heilfroh, dass ich es los war. Ich kann gar nicht beschreiben, wie so ein Ding stören kann.
Allgemeines zum Piercing:
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Nachsorge:
Man soll die Wunde 2x täglich mit Arztseife und Wasser durch hin und her bewegen renigen. Dadurch werden Lymphflüssigkeit und Gewebereste ausgespült.
Danach soll man Tyrosur Gel auf die Wunde aufragen. Dieses Gel bekommt man in der Apotheke.
Man soll das so lange machen, bis die Wunde abgeheilt ist. Das kann 2-3 Monate dauern.
Mann soll nur Gel verwenden und keine Salbe. Salben sind in der Regel fetthaltig, verschließen den Stichkanal und verhindern so eine schnelle Heilung
Die Hände immer gründlich desinfizieren bevor man etwas am Piercing macht. Während der Einheilungszeit, soll man auch kein Sperma, Speichel oder andere Körperflüssigkeiten an das Piercing lassen.
Nach den 24 Stunden, darf man kein Pflaster mehr auf die Wunde machen. Das verlangsamt das Abheilen.
Mit dem Schmuckwechsel sollte mindestens 6 Monate gewartet werden. Eine zusätzliche Manipulation wie z. B. das anhängen von Gewichten kann eine neuerliche Entzündung auch nach erfolgreicher Einheilungsphase verursachen.
Auch nach vollständiger Abheilung, sollte der Schmuck täglich gereinigt werden
Schmuck:
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Normalerweise sollte immer ein Ring eingesetzt werden, weil er einfach zu reinigen, und zu drehen ist. Man verwendet üblicherweise Titan.. Chirugenstahl kann ich nicht empfehlen, da dort Nickel enthalten ist. Da ich eine Nickel Allergie habe, führt das zu Entzündungen. So ist es mir bei meinem Bauchnabel Piercing nämlich ergangen.
Risiken:
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Durch eine Verletzung der Milchausführungsgänge, kann es zu einer Vernarbung dieser Gänge kommen. Sie sind dann für die Muttermilch nicht mehr durchgängig. Will dann die Frau nach einer Schwangerschaft ihr Kind stillen, so ist dies nicht mehr möglich. Die Milchproduktion muß mit Medikamenten gestoppt werden. Aus medizinischer Sicht ist ein Brustwarzenpiercing bei einer Frau im und vor dem gebärfähigen Alter deshalb nicht zu empfehlen.
Preis:
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Ich habe für das Piercing 44 Euro bezahlt. Im Preis enthalten war das Piercen und der Schmuck. Der Preis sollte zwischen 40 und 60 Euro liegen.
Fazit:
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Ich kann das Piercing gar nicht empfehlen. Es tat einfach nur weh, und ist sehr störend gewesen. Es sah wirklich gut aus, aber mehr auch nicht. Ich bereue, dass ich mich zu dem Schritt entschlossen hatte. Meine beiden Piercings die ich nun habe, reichen. Damit bin ich voll und ganz zufrieden. Die Wunde an der Brustwarze ist nun nicht mehr zu sehen, und heilt sehr gut. Da ich das Piercing direkt 1 Tag später rausgenommen habe, sind die 2 Stiche super schnell verheilt und man sieht sie nicht mehr. Durch diese Schlechte Erfahrung, habe ich meine Meinung zu Piercings auch geändert. Ich lasse so was nicht mehr an mich ran. Ich kann Euch nur raten: Finger weg !!!
Vielen Dank fürs Lesen, bewerten und kommentieren
Einen schönen Sonntag noch
Andrea
24 Bewertungen, 5 Kommentare
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01.08.2007, 22:50 Uhr von JustFly
Bewertung: nicht hilfreichHi, sorry aber dein Bericht macht mich stutzig, dein piercer hat eine eigenartige Art zu piercen! Es wird eine klemme an die angemalte brustwarze gesetzt und es ist ein stich! und nich rein und dann nochmal raus... es wird auch deifinitiv kein ring reinge
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30.08.2004, 14:57 Uhr von Onksch
Bewertung: sehr hilfreich...ich habe ja schon vom Lesen Schmerzen bekommen. Das mache ich nie.
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30.08.2004, 10:01 Uhr von AnnaH
Bewertung: sehr hilfreich... warum nicht. Aber hindert das nicht beim stillen ???
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29.08.2004, 20:52 Uhr von Lebenslustige
Bewertung: sehr hilfreichIch finde Piercing in Bauchnabel oder Brustwarze oder intim zwar sexy anzusehen, aber ich trau mich nicht. Liebe Grüße, Karin
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29.08.2004, 20:18 Uhr von Looser1
Bewertung: sehr hilfreichjetzt konnte ich diesen Bericht doch auch noch lesen :-) Hatte ihn schon bei ciao gesehen, aber dort ist er ja in der "ab 18" Rubrik, und als Schweizer kommt man dort nicht rein :-(
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