Budapest Testbericht

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Erfahrungsbericht von EinKleinerStrolch

Budapest - Tips für die Ankunft (Flugzeug) + mehr

Pro:

eine wunderschöne Stadt mit beeindruckenden Bauten

Kontra:

ausserhalb der Touristenzentren, teilweise sehr dreckig

Empfehlung:

Ja

Pro: eine wunderschöne Stadt mit beeindruckenden Bauten
Kontra: ausserhalb der Touristenzentren, teilweise sehr dreckig

Empfehlenswert? ja

Kompletter Erfahrungsbericht
Damit es Euch nicht so ergeht wie uns und ihr ziellos auf dem Flughafen von Budapest herumirrt, hier ein kurzer (wird eh wieder ´nen langer) Bericht.

Wir waren im September 2004 in Ungarn, hatten 4 Tage Budapest eingeplant und sind anschliessend nach Nordungarn weitergefahren.

Reiseplanung :
Wenn Ihr mit dem Flugzeug anreisen wollt, könnt Ihr aus mehreren Fluglinien auswählen. Die günstigste Airline für unseren Flug war Air Berlin (www.AirBerlin.com). Lufthansa (www.Lufthansa.de) und die ungarische Fluglinie Malev (www.Malev.hu), bieten ausreichend Flüge an.

Anders als bei vielen anderen Städten, fliegt auch AirBerlin den Zentralflughafen und nicht irgendeinen \"Pampalandeplatz\" an.

Am Flughafen :
Trotz Hauptstadtflughafen ist der Budapester Flughafen sehr übersichtlich. Ihr kommt im unteren Teil des Flughafens an; der Abflug ist später im oberen Teil.

Der Weg in die Stadt :
Wer es bequem haben will, kann gleich ein Minitaxi an den Schaltern (neben dem zeitschriftenladen) buchen. Ab 2.300 Forint (etwas weniger als 10 Euro) geht es mit den Taxis, die vor der Tür stehen, in die Stadt.
Wer Geld sparen möchte, kauft sich in dem Zeitschriftenladen ein 10er-Ticketblock für den öffentlichen Nahverkehr. Der Block kostet 1.250 Forint (ca. 5 Euro) für 10 Fahrten. Die Haltestelle ist direkt vor der Tür, hinter den wartenden Taxis.

Im Bus :
Das Taxi muss ich ja nicht weiter erläutern ... im Bus entwertet Ihr das erste Ticket des Blocks. Prinzip wie in Deutschland : Ticket rein in den \"Klingelkasten\". Es gibt nur einen Bus, der Euch an die Endhaltestation der \"Blauen U-Bahn-Linie\" bringt. Die Fahrt dauert ca. 25 - 30 Minuten.

An der U-Bahn-Station :
Immer den Menschenmassen in die U-Bahn-Station folgen. Das Gebäude ist ja nicht zu übersehen. Am Eingang zu den Bahnsteigen (vorbei an den Shops) das 2. Ticket entwerten. Da es die Endhaltestelle ist, könnt Ihr mit dem Einsteigen nicht viel verkehrt machen ... der Einstieg ist übrigens rechts.

in der U-Bahn :
Jetzt sind es ca. 7 Stationen bis zur City, je nachdem wo Ihr hinwollt - nach 15 Minuten seid Ihr im pulsierenden Leben von Budapest.

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Die Rückfahrt :

Klar : wieder gleiche U-Bahn-Linie, raus aus dem Bahnhof. Die Airportbusse fahren rechts vom Ausgang. Die Abfahrten sind mit den Ankunftszeiten der Bahn abgestimmt.

An der Haltestelle steht (netterweise) auch Airport dran. Es ist die Endhaltestelle des Busses - auch hier Fahrzeit ungefähr 25-30 Minuten (laut Plan sollen es 22 Minuten sein - aber da sind wir ja nicht so).

Ihr kommt mit dem Bus unten (Ankunftsterminals des Flughafens) an. Austeigen, rein ins Gebäude und in den 1. Stock fahren. Nicht wie in Deutschland erfolgt zuerst die Gepäckkontrolle - Ihr könnt also direkt einchecken.

Kleiner Tip für Zigarettenkäufer. Wir haben uns im Duty-Free-Shop leider angeschmiert - die Stangen sind in der Stadt (540 Forint pro Schachtel) viel günstiger als im Duty-Free-Shop.

Kleiner Tip für die Übernachtungen in Ungarn :
Pensionen - auf Ungarisch : Panzio, sind die wesentlich günstigere Alternative zu Hotels.
Kleines Beispiel : Übernachtung in einem Hotel in Nordungarn (keine Touristengegend) : 10.500 Forint (Doppelzimmer), in der Pension : 6.500 Forint Doppelzimmer.

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Was gibt es nun zu sehen in Budapest :
Seit der K. u. K. Monarchie Ungarn -Österreich lebte Budapest in Konkurrenz zu Wien. Das prägte das Stadtbild ernorm und man merkt an den großzügigen Alleen und Plätzen, die um die Jahrhundertwende enstanden sind, dass hier der Bau stark gepuscht wurde. Das Stadtbild ist fast ausschliesslich von Altbauten gesäumt - das finde ich richtig klasse. Direkt an der Donau finden sich leider auch Neubauten (meistens Hotels). Die Bausubstanz ist teilweise schon sehr angegriffen - aber es tut sich was.

Wenn Ihr 3-4 Tage einplant könnt ihr in Budapest auch Wellness mit einschieben. Budapest hat (wie Ungarn ingesamt) viele Thermalquellen und einige Bäder. Wir haben bewusst 1 1/2 Tage für den Besuch der Bäder genutzt. Das einzige passable Bad ist das Gellert Bad. Auch wenn das türkische Bad und das Lukasz-Bad in den Reiseführern empfohlen werden, tut Euch das lieber nicht an. Dieses Erlebnis wünscht Ihr Euch nicht wirklich. Die Gebäude sind teilweise nur von aussen renoviert und innen alles andere als hygenisch. Also wie gesagt, wenn Wellness, dann das Gellert Bad. Eintritt liegt bei ca. 10 Euro pro Person.

Wer lieber den \"alten Teil\" von Budapest sehen, sollte sich Buda (der \"bergige\" Teil der Stadt) ansehen. Die Fahrt nach oben zum Schloss finde ich jedoch ganz schön heftig (ca. 3 Euro für 2 Minuten Gondelfahren). Über eine Treppe kommt man genauso gut nach oben und kann auf den Zwischenstationen noch den Ausblick geniessen. Das Schloss als solches ist nicht besonders sehenswert - es wurde in den 50er Jahren wieder aufgebaut. Beim Bummeln durch die Altstadt fühlt man sich manchmal in eine andere Zeit versetzt. Von der Fischerbastei hat man einen genialen Ausblick über die Stadt.

Ein absolutes Highlight ist die Synagoge, die gleichzeitig die größte in Europa ist. Sie befindet sich in der Dohany Strasse und kann besichtigt werden, ebenso das jüdische Museeum. Synagogenbesuch und Museumsbesuch kosten 1.000 Forint (4 Euro).

In der unmittelbaren Umgebung der Synagoge befinden sich noch 2 weitere Synagogen und diverse jüdische Geschäfte. Es ist das ehemalige Ghetto, dass die Faschisten, wie auch in anderen Städten eingerichtet haben. Auf dem Hof der Synagoge befindet sich ein Baum aus Metall. Auf den Blättern dieses Baums sind die Opfer, die während der Zeit des Ghettos dort starben und auf dem Hof beerdigt wurden, eingraviert.

Wer sich für das Thema intressiert , kann für 1.200 Forint eine Dauerausstellung in der Strasse, Richtung Freiheitsdenkmal (in der gleichen Straße, wo sich die Oper befindet), besuchen. Wir haben diese Ausstellung leider nur durch Zufall gefunden. Das Haus ist unübersehbar, Der Schriftzug TERROR und der Stacheldraht sind nicht zu übersehen.

Besonders schön finden wir übrigens auch das Parlamentsgebäude, dass sehr edel direkt an der Donau steht. Leider ist es nur für Gruppen zu besichtigen.

Wer Zeit und Lust hat, kann die Straße an der Oper vorbei zu Freiheitsdenkmal latschen. Ein längerer, aber lohnenswerter Weg, erst vorbei an Bauten des Jugendstils, dann an kleinen und größeren Villen, in dem sich jetzt Botschaften befinden. Der Platz ist beeindruckend, wenn Ihr weiter über die Brücke geht seht Ihr rechts und links beeindruckende Gebäude, die in unserem Reiseführer leider nicht erwähnt waren (Links ein Bad, was aussieht wie ein Schloss, rechts eine Burganlage, die voll erhalten ist. Für den Spaziergang zahlt ihr nichts).

Die sonstigen Sehenswürdigkeiten möchte ich nicht weiter ausführen. Komischweise findet man ja die schönsten Sachen immerabseits der Touristenpfade. Lasst diese Stadt auf Euch wirken. Sie ist echt schön.

Ich wünsche Euch einen tollen Urlaub und hoffe ich konnte Euch mit meinem Bericht helfen und evtl. Angst vor der Ankunft nehmen.

Viele Grüße
Der Strolch

P.S. : Und hier findet Ihr weitergehende Infos :
http://www.marcopolo.de/reiseziele/budapest.html

Der Reiseführer ist zu empfehlen.



Weitere Details
Wann besucht: dieses Jahr
Dauer der Reise: 2-4 Wochen
Gruppengröße: zu zweit
Sauberkeit: geht so
Sicherheit: sicher
Erholungsmöglichkeiten (Parks etc.): viele
Kulturangebot: groß
Shopping-Möglichkeiten: vorhanden
Reisebudget pro Tag: bis 100 Euro /Tag

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