Buddhismus Testbericht

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Erfahrungsbericht von net_fish

Nur etwas für Asiaten ??

Pro:

eigentlich alles, Toleranz, geistiger Frieden, ..., alles was andere Religionen NICHT haben!

Kontra:

nichts!

Empfehlung:

Nein

Beim Wort Buddhismus denken viele schnell an asiatische Mönche in orangenen Kutten, die vor riesigen Goldstatuen ihre Räucherstäbchen entzünden.

Sie denken an eine geheimnisvolle, mystische Lehre, die nur von uralten chinesischen Weisen verstanden wird.

Der Buddhismus ist aber mehr als das.

Wer war Buddha?
*****************
Siddhartha Gautama, der spätere Buddha ("Erwachte"),
kam ca. 560 v. Chr in Nordindien auf die Welt.
und starb im Alter von 80 Jahren.
Er entstammte dem Adelsgeschlecht der Sakyer und lebte deswegen in Saus und Braus.

Mit 29 Jahren verlässt er den Familienpalast und begegnet einem Greis, einem Schwerkranken und siehr zum ersten Mal einen Toten.
Er erkennt, dass Alter, Krankheit und Tod unausweichlich mit dem menschlichen Leben verbunden sind und dass alle irdischen Freuden und Güter vergänglich wie das Leben selbst sind.
Sein bisheriger Luxus verliert dadurch an Bedeutung und er macht sich auf, das wahre, unvergängliche Glück zu finden.

6 Jahre lang versucht er es mit Askese und der Auseinandersetzung aller Philosophien seiner Zeit, bis er merkt, dass dies alles nichts bringt.
Eines Tages setzt er sich unter einen Feigenbaum und beschließt, erst wieder aufzustehen, wenn er sein Ziel erreicht hat.
Schließlich erkennt er in tiefer Meditation die wahre Natur der Dinge und wird dadurch erleuchtet, also ein Buddha, ein "vollkommen Erwachter".

Nach diesem "Erlebnis" lehrt er 45 Jahre lang, gründet einen Orden und findet viele "Jünger".
Er stirbt im Alter von 80 Jahren und empfiehlt seinen Anhängern kurz vor dem Tod, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles durch die eigene Erfahrung zu überprüfen.



Die Grundlagen des Buddhismus
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Der Kern des Buddhismus bilden die
>> Vier Edlen Wahrheiten <<:

[1.] Solange der Geist seine wahre Natur nicht erkannt hat, gehört zum Leben zwar Freude, aber
auch Leid. Zumindest Alter, Krankheit und Tod sind unvermeidbar und werden als unangenehm erlebt.

[2.] Es gibt gewisse Ursachen, warum der Geist seine wahre Natur nicht erkennt.

[3.] Jeder kann die wahre Natur seines Geistes erkennen, also erleuchtet werden.

[4.] Es gibt Mittel und Wege, um das zu erreichen.


Das wichtige hierbei ist, dass es im Buddhismus keine Dogmen wie in anderen Religionen gibt:
Nichts MUSS geglaubt werden, jeder soll seine
eigenen Erfahrungen mit der Lehre machen.

Sie wendet sich an alle suchenden Menschen, unabhängig von Rasse, Nation, sozialer Herkunft, Persönlichkeit und Geschlecht.
Die Lehre zeichnet sich zudem durch Toleranz und Gewaltlosigkeit aus.



Tod und Reinkarnation
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Im Buddhismus geht es hauptsächlich um die Erkenntnis (die "Erleuchtung"), dass man nicht der eigene Körper IST, sondern diesen nur HAT und ihn darum möglichst sinnvoll (wie ein Werkzeug) nutzen soll.
Was man als das "Ich" erlebt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein unzerstörbarer und unbegrenzter Strom von Bewusstsein (um das besser zu verstehen, sollte man sich näher mit dem Buddhismus beschäftigen).

Im Moment des Todes verläßt das Bewusstsein den sterbenden Körper (also wie ein Fahrer das kaputte Auto), um sich - gelenkt durch unbewusste Eindrücke im Geist (Karma) - nach einer bestimmten Zeit wieder mit einem neuen Körper zu verbinden.
Das Sterben ist für einen Buddhisten also vergleichbar mit dem wechseln der Kleidung ...

Erleuchtete sind nicht mehr von diesem Vorgang abhängig. Sie können das Sterben bewusst steuern,
um eine Wiedergeburt zu erreichen, in der sie für möglichst viele Menschen nützlich sind, oder gleich ins Nirvana (dt. "verwehen") übergehen.


Was ist das Nirvana?
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Nirvana bedeutet "verwehen", "erlöschen".
Der Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) wird unterbrochen, man "verweht" sozusagen in der Ewigkeit.


Wie wird man Buddhist?
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Der Buddhismus ist eher eine Philosophie und Lebensanschauung als eine Religion. Also muss man nicht in irgendein Kloster gehen und sich zum Buddhisten taufen lassen.
Buddhist ist man meiner Meinung nach schon,
wenn die Lehre der eigenen Vorstellung und Weltanschauung voll und ganz entspricht.

Von "offizieller" Seite her heisst es allerdings,
dass man Buddhist sei, wenn man "Zuflucht" zu den sogenannten "Drei Juwelen" (triatna) nimmt:
>> zum Ziel - Buddha (zum "erwacht sein")
>> zum Dharma - der Lehre (also dem Weg dorthin)
>> zur Sangha - der Gemeinschaft (buddh. Gruppe)

(der letzte Punkt spielt meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle)


Meine Meinung
**************
Schon von kleinster Kindheit an konnte ich mit meiner Religion (Christentum) nichts anfangen.
Ich fand es unlogisch und entsprach einfach nicht meinem Gefühl.
Als ich mich das erste Mal näher mit dem Buddhismus beschäftigte, fühlte ich mich gut aufgehoben.
Es gab nämlich verblüffend viele Parallelen zu meiner persönlichen Meinung und Vorstellung und der buddhistischen Lehre.
Was mir am meisten gefällt ist die geistige und soziale Reife dieser Weltanschauung:
Es gibt keinen Gott, über den man sich mit Andersgläubigen streiten oder gar bekriegen kann,
es lehrt Toleranz, (geistigen) Frieden,
und bietet für jeden etwas, egal wer man ist.
Es ist auch nicht einfach ein Versuch primitiver Menschen, für Blitz und Donner eine einfache Erklärung zu finden (das ist der Ursprung vieler theistischer Religionen).

Es ist die Bemühung, die wahre Natur der Dinge zu erkennen, dass alles nur ein fließen ist, vergänglich wie die Wellen auf einer Wasseroberfläche.
Sonst nichts.
Mich würde eure Meinung interessieren.
Was ist eure Weltanschauung, bzw. was haltet ihr vom Buddhismus? Auf die Antworten bin ich jetzt schon gespannt.

Erleuchtende Grüße und Danke für die Aufmerksamkeit, euer
net_fish

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