Amigo Café International Testbericht

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ab 8,36
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten

Erfahrungsbericht von Lieselotte5

Das schönste, bunteste Cafe unter den Spielen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Draußen regnet es in Strömen, der Himmel ist total dunkel und es ist einfach nur ungemütlich. Zum Glück sitze ich mit meiner Familie in der warmen Wohnung und wir quatschen über Gott und die Welt. Auf einmal sagt meine Kusine:" Ach, lasst uns doch mal Café International spielen!". Ich hatte das Spiel bisher noch nie mitgespielt, aber heute musste einfach mal der erste Tag sein, an dem ich mitspiele. Das Spiel hat mir so gut gefallen, dass ich hier darüber berichten muss.

Als ich auf die Packung geguckt hab, hab ich erst gedacht, naja so toll kann das ja nicht sein, da stand nämlich "Spiel des Jahres 1989". Ich habe an so ein Spiel gedacht, dass wahrscheinlich total langweilig ist, weil es ja schon ziemlich alt ist. Aber da habe ich mich heftig getäuscht.

In dem Spiel geht es darum Männer und Frauen aus verschiedenen Nationen (Deutschland, Italien, Spanien, Amerika, Afrika, China...) in einem Café zu platzieren. Es gibt außerdem noch Joker, die keiner Nation angehören. Jeder Spieler erhält zu Anfang fünf Kärtchen. Pro Zug darf man ein bis zwei Karten ablegen. Man muss immer wieder so viele ziehen wie man abgelegt hat, außer man hat einen Nationentisch "herrgestellt". Auf den Tischen, an denen jeweils vier Stühle sind ist eine Flagge eines jeweiligen Landes. Da dürfen dann auch nur die Männer und Frauen aus dieser Nation Platz nehmen. Es gibt aber auch noch Stühle zwischen zwei, auf denen dürfen dann Menschen aus zwei Nationen Platz nehmen.

Je nachdem wie man die Personen hinsetzt gibt es mehr oder weniger Punkte. Die Schwierigkeit dabei ist nicht nur, dass man die Nation beachten muss, sondern man darf nicht eine Person alleine, Frauen alleine oder zwei Männer alleine an einen Tisch setzen. Es muss immer eine Person beider Geschlechter da sein. Ein Tisch ist nur komplett wenn zwei Frauen und zwei Männer dran sitzen. Wenn man einen Tisch voll kriegt, an dem nur Personen einer Nation sitzen (Nationentisch), dann bekommt man 8Punkte (Höchstpunktzahl). Die Karten werden offen hingelegt so dass jeder sehen kann, was man momentan hat. Das kann Vorteile aber auch Nachteile mit sich bringen.

Die Personen müssen aber nicht zwingend an den Tischen Platz nehmen. Es gibt auch noch die Bar. Hier nehmen die Personen Platz, die an den Tischen keinen Platz mehr finden. Es gibt nämlich etwas mehr Personen als Plätze. Am Anfang ist es an der Bar noch sehr schön. Die ersten 6 (glaube ich, vielleicht auch 5, 7?) bekommen noch ein bis zehn Punkte fürs hinsetzen. Doch danach muss man zwischen 4 und 18 Punkte abgeben.. Das Spiel ist zu Ende, wenn jeder Platz an den Tischen besetzt ist, oder wenn ein Spieler keine Karten mehr hat. Die anderen Spieler, die noch Karten haben müssen für jede 5 Punkte (für Joker 10) abgeben. So ich denke, ich habe jetzt genug über die Spielregeln erzählt, nun zu meiner Meinung.

Ich habe das Spiel zwar heute zum ersten Mal gespielt, aber ich habe vorher schon oft dabei zu gesehen. Wir haben das Spiel heute drei oder vier mal gespielt und uns ist dabei keine Spur langweilig geworden. Es macht Spaß, denn man muss immer gut überlegen wo man wen platziert um möglichst viele Punkte zu bekommen. Das die Karten offen liegen finde ich auch gut, denn so kann man seine Züge so planen um dem nächsten Spieler zu schaden oder auch zu helfen. Für Jüngere Spieler oder Spielanfänger ist es außerdem schön, denn so versteht man die Regeln leichter.

Die Optik des Spiels ist auch sehr schön. Auf den Kärtchen würde man auch ohne Flagge erkennen zu welcher Nation die Person gehört, da sie immer typisch für ihr Land aussehen. Zum Beispiel die Amerikanerin ist mit Schmuck behangen und hat eine Sonnenbrille auf. Der Deutsche Mann hat Lederhosen an und sieht aus, als würde er direkt vom Oktoberfest kommen. Das Spielbrett sieht auch sehr schön aus. Auf den Tischen ist immer die Flagge des jeweiligen Landes gemalt und die Stühle haben die Farbe, die in der Flagge häufig vorkommt. Die Stühle, die zu zwei Nationen gehören sind dann natürlich auch zweifarbig. Die Lehne hat eine Farbe und der Sitz eine andere.

Über den Preis des Spieles kann ich leider nichts sagen, denn wir haben es nicht und die, den es gehört, habe ich nicht gefragt. Ich denke aber, dass es nicht so teuer ist, da es ja schon etwas älter ist. Dem Erfinder des Spieles kann ich nur ein Riesen Lob ausprechen, denn das Spiel ist einfach aufgebaut und leicht zu verstehen, aber es macht einfach mordsmäßigen Spaß. Bei dem Spiel ist es ganz egal wie alt man ist. Meine Oma (74) hat mitgespielt und mein kleiner Cousin (6) und es hat allen gleich viel Spaß gemacht.

Einen kleinen Nachteil finde ich, dass man es nur mit bis zu vier Spielern spielen kann. Da wir eine ziemlich große Familie sind, wenn alle da sind, müssen wir uns halt abwechseln oder eine andere Methode: Wir einfach in Teams. Es können sich ja auch zwei oder drei beraten wo sie hinsetzen wollen. Außerdem finde ich schade, dass es nur ca. eine halbe Stunde dauert aber dagegen hilft: Einfach zwei drei mal hintereinander spielen.

Ich hoffe ich konnte euch hiermit das Spiel Café International etwas näherbringen. Obwohl es schon ziemlich alt ist, macht es einen riesen Spaß. Wer es noch nie gespielt hat muss unbedingt mal in seinem Bekanntenkreis nachfragen, ob das Spiel da ist und dann einfach drauf los spielen. Ich wünsche euch dabei viel Spaß und bin mir sicher, dass ihr ihn auch haben werdet.

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