Canon EOS 350D Body Testbericht




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- Bildqualität:
- Ausstattung:
- Zuverlässigkeit:
- Akkulaufzeit:
- Bedienkomfort:
- Verarbeitung:
Erfahrungsbericht von enir04
kamera vom feinstem:9
Pro:
einfach zu bedienen
Kontra:
recht kostspielig
Empfehlung:
Ja
- Wer bin ich?
- Was ist das hier für ein Bericht?
- Spiegelreflex? Was 'n das?
Der eigentliche Bericht
- Warum Canon?
- Die EOS 350D
- Handhabung allgemein
- Handhabung Zubehör (Tasche, Objektivwechsel)
- Mit der EOS fotografieren (Erste Inbetriebnahme, die Aufnahmemodi)
- Persönliche Erfahrungen mit der EOS
Fazit
Wer bin ich?
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Ihr werdet mir sicher zustimmen, wenn ich sage, dass man einen persönlichen Erfahrungsbericht nur dann sinnvoll verwerten kann, wenn man sich ein wenig in die Berichtende Person hineinversetzen kann, und ein Gefühl dafür bekommt, welche Schwerpunkte die Person setzt.
Ich bin aktuell 24 Jahre alt, habe eine Ausbildung als Fachinformatiker (Systemintegration) hinter mir und arbeite momentan im Bereich EDV-Lösungsvertrieb/Beratung für gewerbliche Kunden.
Fotografieren hat mir eigentlich schon immer Spaß gemacht, jedoch hatte ich bis zu meiner Ausbildung immer nur mehr oder weniger hochwertige Kompaktkameras (analoge) in der Hand.
Nachdem ich bei einer kleinen Schulung einmal ein paar Canon-Digital-Kameras in der Hand hatte (von der Ixus V2 bis zur Powershot G2) und auf einer Studienfahrt eine Powershot G3 live erleben durfte, bin ich irgendwie ein Fan der Powershot G-Serie gewesen. Die G5 habe ich mir dann im Dezember 2003 zugelegt, und auch nach und nach immer tiefer in die photografische und technische Trickkiste greifen können.
Ein gewisses fotografisches Grundtalent ist vorhanden (so sagt man mir), aber ich bin weit entfernt vom Profi. Es macht mir halt Spass, und ich kann's so ein bisschen.
Damit meine ich nicht, dass ich eine ruhige Hand habe und besonders gut mit Kameras umgehen kann…sondern lediglich etwas Gefühl für interessante Bilder.
Wie's so schön heisst:
Gutes Fotografieren sind 10% Kamera, 30% Licht und 60% Fotograf.
Was ist das hier für ein Bericht?
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Als ich mich dazu durchgerungen habe, mir die EOS 350D zu kaufen, hat mir eines ein wenig gefehlt...
Die Sicherheit, dass ich auch wirklich mit der Kamera umgehen können würde.
Ich habe unheimlich viel über technische Details gelesen, ein bisschen was übers fotografieren gelernt, erfahren, dass die Packung der EOS 350D rot und hellgrau ist…
Aber im Vorfeld herauszufinden, ob ich damit zurechtkommen würde, erwies sich als etwas schwierig.
Letztlich fiel die Entscheidung kurz vor Weihnachten 2005 nach den folgenden Punkten:
- ich hatte irgendwann mal für 2 Minuten eine EOS 300D in der Hand
- ich kenn die Art, auf die Canon-Kameras an sich zu bedienen sind
- ich hab ein bisschen fotografisches Talent
- ich komme mit Technik ganz gut klar
- ich hab das Geld gerade
- wenn x und y damit umgehen können, kann ich das auch (ich habe an verschiedenen Quellen sehr obskure Statements zu der Kamera gelesen)
- ICH WILL SIE JETZT UNBEDINGT HABEN (der Komm-Spielen Werbespot war schuld)
Daher werde ich mich an technischen Details hier kurz fassen, und um so mehr darauf eingehen, was es bedeutet, mit einer EOS 350D "spielen" zu gehen, wie sich die Kamera tatsächlich in der Hand eines Hobbyfotografen verhält.
Den Soldaten interessiert es auch nicht, dass sein G36 ein Gasdrucklader mit Drehwarzenverschluss mit sechs Verriegelungsnocken ist. Aber evtl. die Tatsache, dass dadurch das Gewehr unempfindlicher gegen Verschmutzung durch seine eigenen Pulvergase ist. ;o)
Wer sowas trotzdem wissen möchte, der möge in den anderen Berichten oder noch besser auf der Homepage von Canon (sehr informativ im übrigen) nachschauen.
Daher nun der nötige Hinweis:
Wenn ihr diesen Bericht lest, weil ihr nicht sicher seid, ob ihr den Schritt zu Spiegelreflex machen sollt, und wenn ja, auch nicht wisst, welche Kamera…
Richtig! Weiterlesen!
Und du, du Profifotograf…lächele ruhig über die Erfahrungen des DSLR (Digital Single Lens Reflex)-Anfängers, aber les ruhig weiter. Vielleicht findest du eine interessante Anregung, vielleicht nicht. Im Zweifelsfall lass mich einfach wissen, wie/ob dir der Bericht gefällt.
Du kannst mir auch gerne den ein oder anderen Tip geben, was für die eigentliche Zielgruppe hier noch interessant sein könnte, oder auch etwas, das ich beim Fotografieren mit der EOS verwerten kann. Ich freu mich über alles.
Spiegelreflex? Was 'n das?============================================
Mit der EOS 350D und anderen Spiegelreflexkameras kann man keine kleinen Videofilmchen drehen, und es gibt keine Live-Vorschau übers Display. Wer sich nicht damit abfinden kann, durch den Sucher zu schauen, um das zu knipsende Bild zu sehen, ist mit so was falsch bedient. ;)
Wer allerdings gefallen daran findet, Digital zu Fotografieren, und dabei durch den Sucher 1 zu 1 das Motiv durchs Objektiv zu betrachten und nicht über das Sichtfensterchen einer Kompaktkamera, und auch gerne mal mit lustigen Einstellungen herumexperimentiert…
Wer sich daran erfreut, dass man nicht zwei Sekunden zu warten, bis dann tatsächlich ausgelöst wird und der Vogel gerade weggeflogen ist, und der Eishockeyspieler aus dem Bild geflitzt…
Für die Leute, die immer noch Angst vorm Sucher haben:
- man schaut direkt durchs Objektiv: keine Verschiebung, keine verzerrten Winkel im Vergleich zum Originalbild
- Man kann Schärfe u.ä. direkt und gut Beurteilen…in der Auflösung des eigenen Auges und nicht mit einem runtergerechneten 2-Zoll-Display
Warum Canon?
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Nun noch kurz etwas zu meiner Wahl des Herstellers Canon.
Einer der Gründe war natürlich, dass ich mich schon ein bisschen mit den Canonkameras auskannte.
Aber es gibt noch mehr, was für Canon im Bereich Fotografie spricht.
Mit Canon holt man sich nicht nur einen Hersteller ins Haus, der den Markt mit jeder Menge Zeichen setzenden Eigenentwicklungen gesetzt hat (Bildprozessor, Objektivtechnik, CMOS-Chip, etc…) sondern auch jemanden, der in 9 von 14 Ländern von Verbrauchern den Preis für den Most Trusted Brand 2005 (vertrauenswürdigste Marke) in der Kategorie Fotografie bekommen hat.
Das nicht ohne Grund, schließlich ist Canon schon seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich auf diesem Sektor aktiv. Die haben halt einfach Erfahrung und kennen sich aus. Ist irgendwie so. ;)
Die EOS 350D ============================================
Kommen wir nun zum eigentlichen Thema…
Die Kamera!
Die EOS 350D ist eine für Einsteiger in die Welt der Digitalen Spiegelreflex-Fotografie konzipierte Kamera und kostet in einem Starter-Bundle mit einem kleineren und einem Teleobjektiv rund 1000 Euro.
Die Außenverkleidung besteht zum größten Teil aus Kunststoff, in der Regel Schwarz (es gibt scheinbar auch eine Silbergraue Variante), der etwas empfänglich für Staub, oder auch Abrieb von Fingernägeln und etc ist. Das ist aber jeweils durch Pusten oder Wegwischen behebbar.
Kleiner Hinweis vor dem Kauf: Es ist KEINE Speicherkarte enthalten. Unbedingt Compact-Flash (mindestens 1GB, möglichst schnelle Zugriffszeit) oder IBM Microdrive besorgen. Ich tendiere wegen Robustheit und Stromverbrauch zu ersterem.
Handhabung allgemein
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Natürlich ist die Kamera nicht ganz so Kompakt wie eine Ixus, oder auch eine 15-Euro-Analog-Knipse, aber dennoch nicht zu klobig, um Sie auch mal an belebteren Orten einzusetzen.
Mit einem der kleineren Objektive wiegt sie zwischen 500 und 1000g (der Korpus alleine ca 450), wenn man natürlich das 1600mm-Tele dranhängt, muss man 16,5kg herumschleppen. ;)
Die Kamera liegt gut in der Hand, wobei der Hauptgriffpunkt auf der rechten Seite (wo sich auch der Auslöser befindet) für größere Hände etwas zu klein ist.
Damit lässt sich sehr gut leben, und man braucht auch als Kleinhandfotograf keine Angst zu haben, sich eine zu große Kamera anzuschaffen, hier hat man dann den perfekten Sitz.
Ein kleines Manko, mit dem man vermutlich bei den meisten D-SpiegelreflexKameras leben muss, ist die Nase. Die eigene Nase. Schaut man mit einem Auge durch den Sucher, kann es (laut Erfahrungen anderer) vorkommen, dass man mit der Nasenspitze einen der Knöpfe neben dem Display betätigt, zudem beschlägt das Display beim Ausatmen unter umständen schon mal.
Die Lage der einzelnen Bedienelemente lässt sich sehr gut auf der Homepage von Canon nachvollziehen, alternativ kann man auch gerne in den Anderen Berichten stöbern, hier gibt's oft ausführlichste Beschreibungen. Da es mir aber nicht darum geht, sei an dieser Stelle nur gesagt, dass ich zufrieden mit der Anordnung bin.
Noch ein Hinweis zur Bedienbarkeit: Sogar mit (nicht zu dicken) Handschuhen (Wolle, Leder, etc) lässt sich die Kamera vernünftig bedienen, also sind auch durchaus mal Spontanfotos im Winter möglich, ohne dass man sich gleich umziehen muss.
WENN man die Kamera denn rechtzeitig griffbereit hat.
Handhabung Zubehör
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Tasche
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Zusammen mit der Kamera habe ich mir die so genannte "Bereitschaftstasche" EH18L gekauft.
Die sieht ganz nett aus (hübsches Leder), und da passt die Kamera mit dem 18-55mm-Objektiv rein.
Ich habe allerdings sowohl im Internet als auch in der Packung vergeblich nach einer Gebrauchsanweisung gesucht. Okay, es gab einen Hinweis darauf, dass die Tasche nichts tauge. Stimmt.
Nachdem ich herausgefunden hatte, wie man die Kamera in der "Fassung" fixiert, durfte ich Feststellen, dass es nicht wirklich einfach ist, sie schnell aus der Tasche auszuklinken (Druckknöpfe zwischen Fassung und Tasche).
Für diejenigen, die es wissen möchten: Man setzt die Kamera in die Fassung ein, so dass die Schraube in das Stativgewinde zeigt und kann dann mit dieser Schraube die Fassung um die Kamera fixieren.
Von der Tasche muss ich also abraten, bis mir jemand einen Hinweis gibt, wie die Tasche schnell und sinnvoll zu benutzen ist. ;)
Objektivwechsel
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Ich habe mich dafür entschieden, die Kamera mit zwei Objektiven zu kaufen, eins für "Standardaufnahmen" (EFS 18-55mm) und ein Teleobjektiv mit längerer Brennweite (EF 75-300mm USM.
Das hat natürlich den Nachteil, dass ich unter Umständen mehr mit mir herumtragen muss, aber ich bin irgendwie auch ein Fan von Spezialisierung. Ich habe immer das Gefühl, bei Allround-Gerätschaften einen Kompromiss abzuschließen. Im Falle eines z.B. 18-200mm Objektives (also Weitwinkel bis Tele) habe ich mir sagen lassen, dass ich bei der Lichtstärke zurückstecken müsste, also bei schlechtem Licht nachteile habe.
So habe ich mich damit abgefunden, öfter unter ungünstigen Bedingungen das Objektiv wechseln zu müssen.
Wer hiervor etwas Angst hat, der sei beruhight:
Mittlerweile bin ich dazu in der Lage, in Edinburgh auf dem Castle Hill stehend, ein Objektiv aus der Umhängetasche zu nehmen, den unteren Objektivdeckel abzunehmen, das aktuelle Objektiv abzunehmen, das neue Objektiv aufzusetzen, den Objektivdeckel auf das alte Objektiv zu setzen und es in die Tasche zu stecken. Und das ohne die Kamera aus der Hand zu legen und in relativ kurzer Zeit.
Aber Vorsicht:
Besser ist es, das ganze ein paar Mal zu üben!
Die Objektive sind zwar ziemlich robust, aber wer lässt schon gerne Optik im Wert von 200 bis 300 Euro fallen.
Praxisbeispiel zur Robustheit:
Mir ist zu Ohren gekommen, dass ein 75-300mm-Teleobjektiv (280 Euro) von einem Schreibtisch gerollt ist, mit einem Fuß auf halber Höhe gebremst wurde und danach auf den Boden gefallen ist.
Einziger aufgefallener Schaden: eine einzige Schramme im Plastik.
Keine Verschiebungen der Linsen, Fokussierung etc….keine Beeinträchtigung feststellbar.
Trotzdem: Keine gute Idee!
Mit der EOS fotografieren
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Erste Inbetriebnahme
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Nach dem auspacken sollte der Akku 2-3 Stunden (auch wenn die Lampe vorher leuchtet) im Ladegerät laden.
Voll Aufgeladen hält der Akku laut verschiedener Angaben bis zu 600 Bilder lang (teilweise mit Blitz.)
Mein Rekord liegt bisher bei 430 Bilder innerhalb von etwa 2 Stunden im Sportmodus (bei einem Eishockeyspiel).
In der Zwischenzeit kann man gerne ein Objektiv aufsetzen und schon mal durchschauen, zoomen und den manuellen Fokus ausprobieren.
Keine Sorge, es gibt einen sehr guten Autofokus, und der manuelle ist einfach nur ein Drehring am Objektiv zum Scharfstellen. Kinderleicht.
Nun kommt das Komplizierteste an der ganzen Sache:
Das Einfädeln des Trageriemens nach Handbuch (es gibt ein kleines, verständliches, und ausführliches Handbuch sowie ein Faltblatt als Taschenkarte je Sprache, und das sind eine Menge).
Tatsächlich ist das die komplizierteste Tätigkeit, die man durchführt, bevor man loslegen kann.
Aber keine Sorge: Der Riemen ist für die Fotos irrelevant, und außerdem habe sogar ich das hinbekommen.
Und, wie gesagt, genau DARUM geht's in dem Bericht. Es ist keine Hexerei mit der Kamera umzugehen. ;)
Dann noch die Speicherkarte hinein und los geht's. Man sollte sich vorab mit dem Menü vertraut machen und die ein oder andere Einstellung anpassen, insbesondere die Qualität der Bilder.
Auf mittlerer Qualitätsstufe mit niedriger Komprimierung erhält man Bilder in einer Auflösung von 2496x1664, die zwischen einem und etwas über zwei MB groß werden. Man bekommt also knapp 450-500 Bilder auf eine 1GB-Speicherkarte.
Nun kann man eigentlich einschalten und loslegen. Laut Hersteller benötigt die Kamera ca. 0,2 Sekunden, um schussbereit zu werden. Ich habe nicht nachgemessen, aber tatsächlich ist keine spürbare Wartezeit vorhanden.
Natürlich kann man die geschossenen Bilder auf dem Kamera Display betrachten, und ggfs. löschen, schützen, rotieren.
Ein Wort zu Brennweiten
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Fotografieanfänger werden oft von Brennweiten, Blendenöffnungen und ISO-Zahlen verschreckt.
Alles halb so wild.
Bei der EOS, bzw. deren Standard-Objektiven fangen die Brennweiten bei 18mm an.
Das ist die kleinste Einstellung und bedeutet minimaler "Zoom" und maximale "Weitwinkel"-Einstellung.
Digitale SLR-Kameras haben die Eigenschaft, dass die Fotos wirken, als wären die Brennweite (bei der EOS) um den Faktor 1,6 größer, als die Einstellung am Objektiv behauptet. (Einstellung bedeutet hier: Durch drehen nach links zoome ich "weg" und nach rechts "heran")
Das wird fälschlich als Brennweitenverlängerungsfaktor bezeichnet, aber der Begriff ist durchaus ok, um sich die Wirkung zu veranschaulichen.
Man nimmt also die eingestellte Brennweite mit 1,6 mal um die "gefühlte Brennweite" zu erhalten.
Zwei wichtige Kennzahlen (wenn man damit arbeiten möchte)
Bei 18mm liegt man also bei ca 28mm.
Bei 30mm liegt man etwa bei 50mm
28mm ist die gebräuchlichste Einstellung für Weitwinkelaufnahmen, vor allem dafür geeignet, Objekte in einem größeren Kontext zu zeigen, Landschaften zu fotografieren, oder auch interessante Perspektiveneffekte zu produzieren.
z.B. wirken aus der Nähe (und evtl. aus der Froschperspektive) fotografierte Gebäude wesentlich größer und Imposanter, da sich die Linien etwas verzerren.
50mm ist die Brennweite, bei der man am nächsten an das eigene Auge herankommt. Ein mit 50mm aufgenommenes Foto zeigt also das, was der Fotograf tatsächlich gesehen hat, und auch wie er es gesehen hat.
Mit einer 300mm (also etwa 480mm)-Brennweite ist man in der Lage eine größere Halle über mehrere Kilometer Entfernung bildfüllend ohne Qualitätsverlust zu Fotografieren. Damit man hier nicht wackelt, sollte man auf gutes Licht und entsprechend kurze Belichtungszeit achten.
Die Aufnahmemodi
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Wie die Modi ausgewählt werden, findet man in der Anleitung, hier geht es nur um die Möglichkeiten und Bedienbarkeit der Modi. Allerdings wird man hier auch nicht alle Möglichkeiten finden, sondern nur einen kurzen Abriss, der zeigt, dass man vor den Einstellungen keine Angst zu haben braucht.
Ein kleines Manko vorweg:
Bei den Automatikmodi lässt sich der Blitz nicht deaktivieren, springt also automatisch ein, wenn es zu dunkel ist. Will man hier experimentieren, muss man auf die anderen Modi ausweichen, aber auch das ist keine Hexerei.
Für jeden der Manuellen Modi ist der Blitz im übrigen zuschaltbar, hier wird NICHT automatisch entschieden.
AUTOMATIK
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Vollautomatik
Hier wird nichts dem Zufall überlassen, man kann allenfalls entscheiden, ob man Manuell oder Automatisch fokussieren (scharf stellen) lässt, und direkte oder zeitversetzte Auslösung haben möchte (z.B. Selbstportraits mit Stativ o.ä.)
Beim Autofokus wird, wenn man den Auslöser halb durchlässt, die Belichtung festgelegt, die Blende eingestellt und auf das vermeintliche Hauptmotiv fokussiert. Drückt man dann weiter, wird das Bild ausgelöst. Beim Manuellen Fokus sollte man halt entsprechend am Einstellring vorne am Objektiv auf die gewünschte Schärfe drehen, und dann genau wie im Automatikmodus zunächst halb und dann ganz durchdrücken.
Portrait-Modus
Ist speziell für das Fotografieren von relativ nahen, evtl. auch leicht bewegten Motiven ausgelegt. Das bedeutet: Kurze Belichtungszeiten (weniger Verwackeln) und geringe Tiefenschärfe (nur das Hauptmotiv wird scharf gestellt, der Rest etwas verschwommener)
Außerdem können hier Serienbilder geschossen werden. D.h. beim gedrückt halten des Auslösers werden so lange Bilder ausgelöst, bis der interne RAM der Kamera voll ist, und die Bilder auf die Speicherkarte schreiben muss.
Landschaftsmodus
Das Gegenstück zum Portraitmodus, hier wird auf große Tiefenschärfe wert gelegt, damit jeder Baum, und jeder Hügel klar zu erkennen ist.
Makromodus
Der Makromodus ist vor allem geeignet, um sehr kleine Objekte aus nächster Nähe bildfüllend zu zeigen. (Blüten, Insekten, etc…)
Hier kann man mit der Kamera (beim 18-55mm-Objektiv) bis zu ca. 20cm an das Objekt heran, voll heranzoomen und erhält ein Bild, bei dem das Hauptmotiv absolut scharf und der Hintergrund in der Regel sehr verschwommen ist.
Sport/Tierfotografie-Modus
Dieser Modus ist dazu geeignet, schnell bewegte Motive (z.B. Tiere oder Action auf dem Fußballplatz) scharf zu fotografieren, und möglichst viele Fotos in schneller folge zu schießen. Außerdem ist der Blitz vollständig abgeschaltet.
Hierzu wird der Autofokus (sollte man hier nicht deaktivieren) ständig nachgeregelt und die Belichtungszeiten werden kürzestmöglich gehalten. So kann man bei vernünftigem Licht z.B. einen fliegenden Vogel in verschiedenen Stadien des Flügelschlags gestochen scharf festhalten.
Nachtfotographie
Ein Automatikmodus, bei dem vor allem die Lichtempfindlichkeit und die Blitzstärke erhöht werden, um auch bei Dunkelheit gute Bilder machen zu können, wobei immer noch erkennbar bleiben soll, dass es gerade Nacht ist. Da der Blitz nur auf kurze Entfernungen überhaupt sinnvoll ist, eignet sich der Modus nur bedingt für ständigen Einsatz in der Dunkelheit. Hier sollte man auch öfter auf die manuellen Modi umsteigen (s.u.)
Blitzunterdrückung
Funktioniert wie die Vollautomatik, nur dass der Blitz abgeschaltet ist.
MANUELLE MODI
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P
Programmautomatik. Ehrlich gesagt habe ich das nie benutzt und bin mir gerade nicht sicher, was die macht. Der Modus wird aber wohl von kaum einem Einsteiger benutzt werden und ist daher hier weniger relevant.
TV (T=Time)
Hier wird die Belichtungszeit (mit dem Rädchen oberhalb vom Auslöser) eingestellt, und die Kamera legt damit die Blendenöffnung fest.
Ist die Belichtungszeit zu kurz um vernünftiges Bild zu ergeben, warnt die Kamera (die Blendenanzeige im Sucher blinkt).
Dann hat man folgende Möglichkeiten:
- Die Belichtungszeit erhöhen (Verwacklungsgefahr)
- Den Blitz zuschalten
- Die Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) erhöhen
Bei der Lichtempfindlichkeit ist allerdings Vorsicht geboten!
Zu empfindlichen Einstellung birgt die Gefahr, dass die Bilder hoffnungslos überbelichtet werden (im Extremfall weiße Fläche) oder sehr körnig wirken. (Bildrauschen).
Das hat man mit ein bisschen Ausprobieren aber recht schnell im Griff.
Natürlich gibt es noch mehr Einstellmöglichkeiten, aber die genannten sind die wichtigsten Hilfsmittel für den Anfang.
Der Modus ist einer der beiden Modi, die ich am liebsten Nachts/bei schlechtem Licht verwende, da ich hier direkten Einfluss auf Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit nehmen kann, um so möglichst klare Bilder machen zu können.
Mit bewusst gewählter, langer Belichtungszeit und dazu geschaltetem Blitz können hier natürlich interessante Verwisch-Effekte ohne Bildbearbeitungsprogramm erzielt werden, auch ohne, dass man ein Profifotograf ist.
Meine Empfehlung:
Einfach mal auf 1/6 Sekunde stellen und verschiedene Bewegungen (drehen, ziehen) ausprobieren!
AV (A=Aperture)
Hier wird die Blendenöffnung festgelegt, und die Kamera passt die Belichtungszeit automatisch an.
Die Blende ist einfach das Loch, durch das das Licht fällt, das auf dem Chip/Film ein Bild erzeugt. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht fällt durch.
Dadurch gilt auch folgendes:
Große Blendenöffnung = Geringe Tiefenschärfe (Tiefenschärfe: s. Portraitmodus)
Die weiteren Einstellmöglichkeiten entsprechen dem TV-Modus
M
Hier kann nahezu alles manuell eingestellt werden. Der Modus ist entsprechend für Profis interessant, ich selbst bin noch nicht so weit fortgeschritten, kann daher auch wenig hierzu sagen. Für meine Zielgruppe ist dies dementsprechend auch nicht so relevant, die anderen Modi bieten durchaus genügend einfache Möglichkeiten, um tolle Ergebnisse zu erzielen.
A-DEP
Dieser Modus fällt bei den manuellen etwas aus der Reihe. Hier versucht die Kamera mittels des Autofokus eine Maximale Tiefenschärfe (Vordergrund bis Hintergrund scharf) zu erreichen. Man hat keinen direkten Einfluss auf Blende/Belichtungszeit, hat aber die anderen Möglichkeiten der manuellen Modi (z.B. ISO-Wert, Autofokus-Einstellungen, Serienbilder,…)
Persönliche Erfahrungen mit der EOS
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Mit der EOS 350D habe ich bisher eigentlich erst drei echte "Einsätze" gehabt, die hier auch kurz beschrieben werden.
Hieraus stammen auch die hochgeladenen Fotos.
Erster Outdoor-Test
Mitte Dezember habe ich mir die Kamera und die Objektive geschnappt, um einfach mal etwas rumzuknipsen, ein Gefühl für die Kamera zu bekommen.
Ich hab mich also ins Auto geschwungen, bin den Berg hochgefahren und hab in der Landschaft umhergeknipst, von Weitwinkelpanorama bis hin zu unserer Festhalle aus einer Entfernung von mehreren Kilometern.
Eishockeyspiel Mannheim-Düsseldorf
Als ich von einem unserer Partner bei Fujitsu-Siemens eingeladen worden bin, mir ein Eishockeyspiel anzusehen, bot sich die ideale Möglichkeit, auch mal den Sport-Modus mit dem Teleobjektiv auszuprobieren
Silvester in Edinburgh/Schottland
Hier gabs vor allem die Möglichkeit, Erfahrungen für Nachtaufnahmen zu sammeln, z.B. beim Feuerwerk oder einer Konzertbühne (mit ständig wechselnder Beleuchtung) bei der Royal Bank Street Party zu Silvester
Hier habe ich vor allem die Modi "Nacht", TV und A-Dep verwendet.
Fazit
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Tja, beim Lesen habt ihr hoffentlich euer persönliches Fazit ziehen können, für mich kann ich nur sagen, dass mich mein Bauchgefühl (s. Anfang des Textes) nicht getrogen hat.
Die EOS 350D ist und bleibt eine tolle Kamera, laut Aussagen anderer auch für Profis, und laut meiner Meinung durchaus auch für Amateure, die noch weniger Erfahrung haben als ich.
Was man hier benötigt ist halt etwas Begeisterung, den Willen, sich mit der Kamera zu beschäftigen und das Geld.
Ach ja…auch der soziale Effekt ist nett. Im Rahmen meiner Kaufentscheidung und der Nachbereitung (Knipsen und Bilder zeigen) habe ich auch schon eine Person neu kennen gelernt, die ich eigentlich nicht mehr missen mag. Und mit der ich auch über anderes als die Kamera rede. Huhu, Katrin! ;) *grinsel*
Aber noch eine Warnung, falls es nicht durchgekommen ist:
Auch mit einer 1000-Euro Kamera sind gute/interessante Bilder nicht garantiert.
Wer die Kamera als einzige Vorraussetzung mitbringt, wird von jedem, der auch nur ansatzweise ein Auge dafür hat, mit einer 15-Euro-Kamera in den Schatten gestellt. ;)
Fotograf -> Licht -> Kamera
Also dann…Augen auf beim Kamerakauf!
Ich freu mich über jede Lesung, jede Bewertung, jeden Kommentar oder Gästebucheintrag.
Verbesserungsvorschläge, Anregungen, Tips, etc…alles zu mir!
16 Bewertungen, 8 Kommentare
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31.05.2006, 14:53 Uhr von kate05
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht
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04.03.2006, 23:58 Uhr von aragorn21
Bewertung: sehr hilfreichEin ausgezeichneter Testbericht. Ausführlich mit genauen informationen. Ich möchte mir eine 350D kaufen. Dieser Bericht hat mir bei meiner Entscheidung sehr viel geholfen!
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01.02.2006, 13:07 Uhr von aseman
Bewertung: sehr hilfreichtoller, sehr ausführlicher bericht. danke lg aseman
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21.01.2006, 13:20 Uhr von Lidlefood
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht
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20.01.2006, 23:05 Uhr von kakaue
Bewertung: sehr hilfreichsh lg chris
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20.01.2006, 22:21 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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20.01.2006, 22:20 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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20.01.2006, 22:15 Uhr von rolse
Bewertung: sehr hilfreichmir wäre die Kamera zu groß und zu teuer. gruß Roland
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