Erfahrungsbericht von colada1985
Katzenjammer [I/III]
Pro:
Idee, eigentlich die Schauspieler
Kontra:
Umsetzung, Kameraführung, nicht vorhandene Darstelllung des Zwiespalts von Catwoman, dass diese teils hochkarätigen Schauspieler sich auf sowas einlassen, Anspruchslosigkeit, Effekte, ..
Empfehlung:
Nein
Liebe Leserinnen und Leser,
heute möchte ich euch einen Bericht über die Comicverfilmung präsentieren, welche ich vor einiger Zeit im Kino gesehen habe.
+> Vorgeschichte
Da ich ein großer Fan der Schauspielerin Halle Berry bin und sie mich bisher in jedem ihrer Filme hat begeistern können, stand natürlich sofort fest, dass ich auch den aktuellen mit ihr ansehen muss! Die Tatsache, in welche Rolle sie da schlüpfen würde, liess mich zusätzlich neugierig werden. So schnappte ich mir also meinen Freund und auf ging es in den schönsten Amüsierbetrieb überhaupt - das Kino...
++> Schauspieler
Halle Berry, Sharon Stone, Benjamin Bratt, Lambert Wilson, Frances Conroy, Alex Borstein, Michael Massee, Byron Mann, Kim Smith, Christopher Heyerdahl, Peter Wingfield, Berend McKenzie, ...
+++> Inhalt
Die ebenso talentierte wie verklemmte Patience Phillips arbeitet in der Werbeabteilung des Kosmetikkonzern "Hedare Beauty". Bisher wurde ihre Arbeit dort nicht gewürdigt und auch ansonsten ist ihr Leben eher trist: ständig lässt sie sich unterbuttern und zu Irgendetwas breitschlagen! Zusätzlich verdankt sie ihrem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein auch noch, dass sie keinen Partner hat und nicht mal gelegentlich ein schönes Date.
Doch von einer Minute auf die andere, ändert sich ihr Leben schlagartig, als sie zwei große Chancen erhält. Zum Einen soll sie die Werbekampagne für das neueste Produkt der Firma leiten und zum Anderen lernt sie den gutaussehenden Detective Lone kennen. Doch prompt als Patience anscheinend erst richtig zu existieren beginnt, kommt sie einem unfassbaren Geheimnis auf die Schliche - und wird kurzerhand beseitigt.
Wer nun denkt, der Film wäre bereits am Ende, der irrt, denn nun geht es erst richtig los! Am nächsten Morgen wacht besagte Tote nämlich in ihrer Wohnung auf und kann sich an die vergangene Nacht nicht mehr erinnern. Allerdings wird schnell klar, dass sie nicht mehr die selbe ist! Ausgestattet mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten einer Katze, macht sich Patience auf, herauszufinden, was mit ihr geschah..
*Wird sie sich sowohl an ihr altes Leben als auch das dunkle Geheimnis ihrer ehemaligen Arbeitgeber erinnern? Kann sie noch etwas tun? Und was ist mit dem Detective?*
++++> weitere Filmangaben
Buchvorlage: Bob Kane, Theresa Rebeck, John D. Brancato, Michael Ferris
Drehbuch: John Rogers, John D. Brancato & Michael Ferris
Filmlänge: ~ 104 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action-Adventure
Internet: www.warnerbros.de/movies/catwoman/
Kamera: Thierry Arbogast
Kostüme: Angus Strathie
Land/Jahr: USA 2004
Musik: Klaus Badelt
offizieller Kinostart: 17.08.2004
Produzenten: Denise Di Novi, Edward L. McDonnell
Regie: Jean-Christophe "Pitof" Comar
Schnitt: Sylvie Landra
Ton: Rob Young
+++++> eigene Eindrücke
Insgesamt vergebe ich an diesen Film einen von möglichen fünf Sternen. Wie es dazu kommt, möchte ich euch gerne in den folgenden Zeilen näherbringen. Gleich zu Anfang sei gesagt, dass meine ERWARTUNGEN eigentlich recht hoch waren. Das kam vor allem durch die teils hochkarätigen Schauspieler (=> Halle Berry, Sharon Stone, .. ), aber auch meine Neugier, die automatisch aufkam, da ich mich fragte, ob Catwoman hier eher als die Böse oder doch die Heldin dargestellt werden würde! Dennoch versuchte ich mich innerlich zu bremsen, da mich so manche lautwerdende Kritik stutzig werden liess. Aber in solchen Fällen ist es nunmal am besten, man macht sich selbst ein Bild.
Der BEGINN des Spektakels ist recht vielversprechend: ziemlich düster gehalten, beginnt dieser Film dort, wo andere üblicherweise enden - und zwar mit dem Tod der Hauptdarstellerin. Dann bekommt Zuschauer schon bald zu Gesicht, was sich so alles abgespielt hat. Meiner Ansicht nach wurde dieser Einstieg von den Machern absolut klug gewählt, da die Menschen im Saal nun neugierig und gespannt waren.
Wenden wir uns nun der STORY des Filmes zu, welche normalerweise doch maßgeblich für die Qualität der restlichen Faktoren ist. Frei nach dem Ausspruch, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, werde ich hier eines besseren belehrt. Immerhin stehe ich der Story an sich nämlich geradezu positiv gegenüber, auch wenn selbst sie schon erste Anzeichen eines Griffs in die Übertriebenheitskiste erahnen lässt. Es geht eben um eine Frau ohne Selbstbewusstsein, deren richtiges Leben erst nach ihrem Tod zu beginnen scheint! Das klingt soweit ganz reizvoll und wenn man nicht sonderlich darüber nachdenkt und stattdessen einfach auf das, was da kommen mag, wartet, ist dieser Punkt mit einem Plus am Ende abzuhaken.
Aufmerksam zwischen den Zeilen lesenden Menschen dürfte klar sein, dass ich als Nächstes auf die UMSETZUNG zu sprechen kommen möchte, nachdem der Zuschauer durch den Beginn und die Story auf eben diese gespannt ist! Ich möchte gleich klarstellen, dass mir das Ergebnis überhaupt nicht zusagen konnte und anschließend gerne näher auf das "wieso" eingehen. Zum Einen wäre da die in den ersten Minuten absolut katastrophale KAMERAFÜHRUNG zu nennen, bei der ich zuerst dachte, ich würde mich in einem schlechten Computerspiel befinden. Oder ich glaube, wie in einem Musikvideo trifft es dann doch besser! Immerhin wurde ständig dieses Schlenkern praktiziert, an das ich mich nur schwer und nach längerer Zeit gewöhnen konnte..
Weiter geht es damit, dass sich die Macher ein Eigentor bei der Auswahl des Genres geschossen haben. Action-Adventure wurde da gesagt, aber dank der riesigen Portion HUMOR, welche mit der Zeit in Lächerlichkeit ausartet, ist dies wohl kaum ernstzunehmen! Zuschauer, die genau wie ich von dieser Wahl wussten und sich dementsprechend auch auf solch ein Spektakel einstellten, werden einfach nur enttäuscht und kommen sich teilweise so richtig veräppelt vor! Da wären beispielsweise die neuen Fähigkeiten der Katzenfrau zu nennen. Okay, sie ist nach ihrem Tod schneller und beweglicher, aber das Anfauchen von Hunden am hellichten Tag auf offener Straße muss nun nicht wirklich sein, oder? Wenn das Alles wäre, könnte ich sicherlich noch ein Auge zudrücken, aber da sich ähnliche Situationen häufen, muss ich mich einfach nur fragen, wessen Idee das war und was man damit bezwecken wollte?!
Natürlich habe ich mich an manchen peinlichen Stellen so richtig amüsiert und lauthals gelacht, aber es dürfte Jedem klar sein, dass bei solchen Tatsachen, unter anderem die SPANNUNG leidet, was wiederum eine wenig überzeugende Umsetzung zur Folge hat. Eine recht große Portion Absehbarkeit ist auch in diesem Film vertreten, was ich persönlich nicht mag, aber in diesem Fall nicht das Schlimmste ist. Schlimmer finde ich, dass bei "Catwoman" die erwartete ACTION quasi nicht vorhanden ist bzw. einfach nicht so wirkt, wie die Macher sie gerne 'rüberkommen sehen würden. Dabei gebe ich einem anderen wichtigen Faktor bei einem Film diesen Genres die Schuld - den EFFEKTEN nämlich.
Ebenso wie beim Humor wurde auch hier nicht die Grenze zwischen gut portioniert und übertrieben gefunden. Stattdessen erleben wir Katzenfrau bei den unmöglichsten Stunts. Natürlich ist es nett, dass hier demonstriert werden sollte, wie sie die Fähigkeiten einer Katze angenommen hat. Aber unmöglich deshalb, weil ein Mensch sie gar nicht ausführen könnte und ihnen auch ohne geschultes Auge sofort anzusehen ist, dass sie quasi per Mausklick herbeigeführt wurden! Sowas finde ich in der heutigen Zeit ziemlich verwunderlich, wenn man doch aus großen Kinofilmen kennt, wie es anders und somit besser gemacht werden kann!
Unten in der Auswahlleiste gibt es noch den Punkt ROMANTIK, dem auch ich hier ein kleines Plätzchen einräumen möchte. Wieso? Naja, im Film selber war es genauso. Zwar wurde einerseits auf den Charakter Detective Lone und das Anbandeln der Beiden bestanden, andererseits reichten dann aber wohl nicht die Zeit aus, um das Ganze zu vertiefen oder ihm wenigstens einen Touch Echheit zu verleihen. Dabei sollte man meinen, dass es nicht so schwer ist, aber was sollen die Schauspieler solch eine Situation auch retten, wenn das Drehbuch es nicht zulässt?!
Da ist es mir doch glatt ein leichtes, auf einen anderen Bereich zu kommen, der mich sehr enttäuscht hat - der ZWIESPALT der Patience Phillips. Oder besser gesagt, wie man es schaffte, diesen Faktor beinahe vollständig auszublenden! An dieser Stelle muss ich sogar "Spiderman 2" loben, denn dies ist ein Punkt, der mir dort sehr gut gefallen hat. Und da zwischen der schüchternen Patience und der dominanten, selbstbewussten Catwoman Welten liegen, dachte ich so bei mir, dass die Macher doch sicherlich darauf eingehen, wie diese krasse Veränderung für Patience ist und was sie in ihr auslöst. Jedoch wurde dieser Part in gelegentlichen Telefonaten Patience' mit ihrer
guten Freundin abgehandelt. Ganz klar zu wenig!
Hier fällt mir doch glatt Schauspielerin Michelle Pfeiffer als VERGLEICH ein, die es im Jahre 1994 in "Batmans Rückkehr" schaffte, mich in der Rolle der Katzenfrau vollends zu überzeugen! Meiner Ansicht nach wurde dort auf besser auf den inneren Konflikt eingegangen. Beispielweise so, dass sie einem Anfall von mittlerer Geistesgestörtheit verfiel. Ich weiß noch wie heute, dass mich die Pfeiffer damals total in ihren Bann gezogen hat. Noch heute ist es so, dass sich bei mir eingeprägt hat, eine "kühle Blonde" in der Rolle der Catwoman wäre passender als eine heiße, schwarzhaaarige Powerfrau. Man darf mir aber ruhig glauben, dass ich mich zu gern vom Gegenteil hätte überzeugen lassen! Übrigens kann ich zum Comic Catwoman selbst nichts sagen, was wohl auch noch vor meiner Zeit war, weshalb ich mir wilde Spekulationen an dieser Stelle spare..
Ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, etwas über das KOSTÜM des Hauptcharakters zu sagen. Es hat mir bis auf die Ohren, die eher an einen Besuch im Disneyland erinnern, doch recht gut gefallen, obwohl ich eine Frau bin und Halle Berry solch eine Aufmachung meiner Ansicht nach gar nicht nötig hätte, da sie eine der Grazien ist, die selbst in einem Kartoffelsack noch wunderschön ist. Auch hier muss der Vergleich mit Michelle Pfeiffer sein, die es vor zehn Jahren schaffte, mit einem etwas weniger sexy Outfit zu überzeugen...
Bevor es zu einem der wichtigsten Punkte bei einem Filmbericht geht, möchte ich nun einige kleinere Randeindrücke näher beschreiben. Mit 104 Minuten FILMLÄNGE ist "Catwoman" einer der kürzesten Streifen, den ich bisher in meinem jungen Leben gesehen habe. Dennoch ist es komischerweise so gewesen, dass ich bereits nach kurzer Zeit auf die Uhr geguckt habe und mich fragte, wann es denn nur endlich vorbei sein würde.. ich denke, das allein spricht schon Bände! Ich glaube nicht, dass diese Verfilmung durch eine längere Lauftzeit gleich um mehrere Klassen an Wert gewonnen hätte, aber vielleicht wäre so wenigstens eine Teilrettung möglich gewesen. Immerhin blieb so ja gar keine Zeit auf Schlüsselmomentan genauer einzugehen, sodass es größtenteils einfach nur wie folgt wirkte => "Wir haben doch keine Zeit!" ...
Die ALTERSFREIGABE ist hier für ab 12 Jahren befunden worden. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, auch wenn ich schon genügend Filme mit der selben Freigabe gesehen habe, die um einiges blutiger, actionreicher oder freizügiger waren. Hier bekommt man wirklich Nichts schlimmes zu sehen, von welcher Seite aus man es auch betrachtet. So wirklich mit ANSPRUCH gespickt ist "Catwoman" nicht, um ehrlich zu sein, überhaupt nicht. Ein typischer Film eben, in den man reingehen und sich einfach nur berieseln lassen kann. Das Hirn kann beruhigt solange zuhaus im Kühlschrank warten.. Ab und an finde ich solch einen Film mal ganz nett, aber ein bisschen Anspruch hat noch keinem geschadet.
Als Letztes möchte ich nun auf die SCHAUSPIELER und deren Leistungen eingehen, wobei ich mir zwei Damen und einen Herren herausgepickt habe. Einmal natürlich ~Halle Berry~, die Hauptcharakter Patience Phillips darstellte. Für meinen Geschmack war es die enttäuschendste Rolle der Berry bisher überhaupt! Ich denke aber auch, dass sie nicht wirklich was dafür kann, bis auf die Tatsache, dass sie sich überhaupt auf so einen Streifen eingelassen hat. Mit der üblichen Portion Natürlich und Charme versucht sie das Beste aus einer Rolle zu machen, die klar unter ihrem Niveau ist. Der Versuch missling ihr leider, denn auch sie kann nicht zaubern. Zusätzlich kam es den Machern gar nicht auf die Leistung, sondern viel mehr das Aussehen an. Schade, denn diese Frau ist so viel mehr..
~Sharon Stone~, die das Model Hedare verkörperte, zeigte sich von einer etwas anderen Seite. Ich habe sie schon in den verschiedensten Rollen erleben dürfen, aber solch eine war noch nicht dabei! Die Abwechslung, die dadurch geboten wurde, fand ich ganz gut, wenn ich auch zugleich der Meinung bin, dass auch hier das Drehbuch einiges kaputtmacht. Immerhin dürfte der Name Stone bekannt sein. Ebenso, dass er für gute schauspielerische Leistungen steht. Aber auch Sharon bekommt hier nicht wirklich die Möglichkeit, dies unter Beweis zu stellen, wenn auch mehr als Halle! Die spezielle Rolle des bösen Superweibes ist noch gewöhnungsbedürftig, aber dass sie verbittert ist und nur noch etwas für die Kosmetik empfindet, nimmt man ihr vollends ab.
~Lambert Wilson~ alias George Hedare nicht zu vergessen! Bekannt war mir dieser Herr bereits aus der "Matrix"-Triologie. Als Bösewicht hat er mir richtig gut gefallen, obwohl auch hier sicherlich Macher anderer Filme gelacht haben, als sie erfuhren, was sich heutzutage Bösewicht schimpfen darf. Da wurden nämlich Charaktere ausgewählt, bei denen man fast schon sagen kann, dass nicht mal Normalos vor ihnen Angst hätten! Aber bitte. Bei Lambert reichte schon sein Äußeres aus, um ihn für diese Rolle zu qualifizieren. Er lieferte eine Standardleistung ab, die ganz ansehnlich war, ihm aber sicher keinen Preis einbringen wird. # Wie ihr selbst lesen konntet, überwiegen hier leider die Kritikpunkte, weshalb mir nichts anderes übrig bleibt, als einen Stern zu vergeben.
++++++> Fazit
Ich für meinen Teil kann aufgrund der aufgezählten Faktoren nur klar von diesem Streifen abraten! Sonst könnte man als Fan der Hauptdarstellerin ebenso wie ich, recht enttäuscht sein, da man bei diesem Genre doch etwas anderes erwartet! Über das ausgegebene Geld habe ich mich dann aber doch nicht wirklich geärgert, da dieses Werk immerhin durch die Verwandlung zu Catwoman teils richtig amüsant war und ich schließlich diese Rezi hier schreiben durfte... Dennoch gilt auch hier wie bei jedem Bereich wieder, dass Geschmäcker natürlich verschieden sind. Deshalb freue ich mich auch an dieser Stelle wieder über zahlreiche Kommentare und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!
In diesem Sinne,
colada1985
für die Meinungsportale
ciao und yopi
heute möchte ich euch einen Bericht über die Comicverfilmung präsentieren, welche ich vor einiger Zeit im Kino gesehen habe.
+> Vorgeschichte
Da ich ein großer Fan der Schauspielerin Halle Berry bin und sie mich bisher in jedem ihrer Filme hat begeistern können, stand natürlich sofort fest, dass ich auch den aktuellen mit ihr ansehen muss! Die Tatsache, in welche Rolle sie da schlüpfen würde, liess mich zusätzlich neugierig werden. So schnappte ich mir also meinen Freund und auf ging es in den schönsten Amüsierbetrieb überhaupt - das Kino...
++> Schauspieler
Halle Berry, Sharon Stone, Benjamin Bratt, Lambert Wilson, Frances Conroy, Alex Borstein, Michael Massee, Byron Mann, Kim Smith, Christopher Heyerdahl, Peter Wingfield, Berend McKenzie, ...
+++> Inhalt
Die ebenso talentierte wie verklemmte Patience Phillips arbeitet in der Werbeabteilung des Kosmetikkonzern "Hedare Beauty". Bisher wurde ihre Arbeit dort nicht gewürdigt und auch ansonsten ist ihr Leben eher trist: ständig lässt sie sich unterbuttern und zu Irgendetwas breitschlagen! Zusätzlich verdankt sie ihrem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein auch noch, dass sie keinen Partner hat und nicht mal gelegentlich ein schönes Date.
Doch von einer Minute auf die andere, ändert sich ihr Leben schlagartig, als sie zwei große Chancen erhält. Zum Einen soll sie die Werbekampagne für das neueste Produkt der Firma leiten und zum Anderen lernt sie den gutaussehenden Detective Lone kennen. Doch prompt als Patience anscheinend erst richtig zu existieren beginnt, kommt sie einem unfassbaren Geheimnis auf die Schliche - und wird kurzerhand beseitigt.
Wer nun denkt, der Film wäre bereits am Ende, der irrt, denn nun geht es erst richtig los! Am nächsten Morgen wacht besagte Tote nämlich in ihrer Wohnung auf und kann sich an die vergangene Nacht nicht mehr erinnern. Allerdings wird schnell klar, dass sie nicht mehr die selbe ist! Ausgestattet mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten einer Katze, macht sich Patience auf, herauszufinden, was mit ihr geschah..
*Wird sie sich sowohl an ihr altes Leben als auch das dunkle Geheimnis ihrer ehemaligen Arbeitgeber erinnern? Kann sie noch etwas tun? Und was ist mit dem Detective?*
++++> weitere Filmangaben
Buchvorlage: Bob Kane, Theresa Rebeck, John D. Brancato, Michael Ferris
Drehbuch: John Rogers, John D. Brancato & Michael Ferris
Filmlänge: ~ 104 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action-Adventure
Internet: www.warnerbros.de/movies/catwoman/
Kamera: Thierry Arbogast
Kostüme: Angus Strathie
Land/Jahr: USA 2004
Musik: Klaus Badelt
offizieller Kinostart: 17.08.2004
Produzenten: Denise Di Novi, Edward L. McDonnell
Regie: Jean-Christophe "Pitof" Comar
Schnitt: Sylvie Landra
Ton: Rob Young
+++++> eigene Eindrücke
Insgesamt vergebe ich an diesen Film einen von möglichen fünf Sternen. Wie es dazu kommt, möchte ich euch gerne in den folgenden Zeilen näherbringen. Gleich zu Anfang sei gesagt, dass meine ERWARTUNGEN eigentlich recht hoch waren. Das kam vor allem durch die teils hochkarätigen Schauspieler (=> Halle Berry, Sharon Stone, .. ), aber auch meine Neugier, die automatisch aufkam, da ich mich fragte, ob Catwoman hier eher als die Böse oder doch die Heldin dargestellt werden würde! Dennoch versuchte ich mich innerlich zu bremsen, da mich so manche lautwerdende Kritik stutzig werden liess. Aber in solchen Fällen ist es nunmal am besten, man macht sich selbst ein Bild.
Der BEGINN des Spektakels ist recht vielversprechend: ziemlich düster gehalten, beginnt dieser Film dort, wo andere üblicherweise enden - und zwar mit dem Tod der Hauptdarstellerin. Dann bekommt Zuschauer schon bald zu Gesicht, was sich so alles abgespielt hat. Meiner Ansicht nach wurde dieser Einstieg von den Machern absolut klug gewählt, da die Menschen im Saal nun neugierig und gespannt waren.
Wenden wir uns nun der STORY des Filmes zu, welche normalerweise doch maßgeblich für die Qualität der restlichen Faktoren ist. Frei nach dem Ausspruch, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, werde ich hier eines besseren belehrt. Immerhin stehe ich der Story an sich nämlich geradezu positiv gegenüber, auch wenn selbst sie schon erste Anzeichen eines Griffs in die Übertriebenheitskiste erahnen lässt. Es geht eben um eine Frau ohne Selbstbewusstsein, deren richtiges Leben erst nach ihrem Tod zu beginnen scheint! Das klingt soweit ganz reizvoll und wenn man nicht sonderlich darüber nachdenkt und stattdessen einfach auf das, was da kommen mag, wartet, ist dieser Punkt mit einem Plus am Ende abzuhaken.
Aufmerksam zwischen den Zeilen lesenden Menschen dürfte klar sein, dass ich als Nächstes auf die UMSETZUNG zu sprechen kommen möchte, nachdem der Zuschauer durch den Beginn und die Story auf eben diese gespannt ist! Ich möchte gleich klarstellen, dass mir das Ergebnis überhaupt nicht zusagen konnte und anschließend gerne näher auf das "wieso" eingehen. Zum Einen wäre da die in den ersten Minuten absolut katastrophale KAMERAFÜHRUNG zu nennen, bei der ich zuerst dachte, ich würde mich in einem schlechten Computerspiel befinden. Oder ich glaube, wie in einem Musikvideo trifft es dann doch besser! Immerhin wurde ständig dieses Schlenkern praktiziert, an das ich mich nur schwer und nach längerer Zeit gewöhnen konnte..
Weiter geht es damit, dass sich die Macher ein Eigentor bei der Auswahl des Genres geschossen haben. Action-Adventure wurde da gesagt, aber dank der riesigen Portion HUMOR, welche mit der Zeit in Lächerlichkeit ausartet, ist dies wohl kaum ernstzunehmen! Zuschauer, die genau wie ich von dieser Wahl wussten und sich dementsprechend auch auf solch ein Spektakel einstellten, werden einfach nur enttäuscht und kommen sich teilweise so richtig veräppelt vor! Da wären beispielsweise die neuen Fähigkeiten der Katzenfrau zu nennen. Okay, sie ist nach ihrem Tod schneller und beweglicher, aber das Anfauchen von Hunden am hellichten Tag auf offener Straße muss nun nicht wirklich sein, oder? Wenn das Alles wäre, könnte ich sicherlich noch ein Auge zudrücken, aber da sich ähnliche Situationen häufen, muss ich mich einfach nur fragen, wessen Idee das war und was man damit bezwecken wollte?!
Natürlich habe ich mich an manchen peinlichen Stellen so richtig amüsiert und lauthals gelacht, aber es dürfte Jedem klar sein, dass bei solchen Tatsachen, unter anderem die SPANNUNG leidet, was wiederum eine wenig überzeugende Umsetzung zur Folge hat. Eine recht große Portion Absehbarkeit ist auch in diesem Film vertreten, was ich persönlich nicht mag, aber in diesem Fall nicht das Schlimmste ist. Schlimmer finde ich, dass bei "Catwoman" die erwartete ACTION quasi nicht vorhanden ist bzw. einfach nicht so wirkt, wie die Macher sie gerne 'rüberkommen sehen würden. Dabei gebe ich einem anderen wichtigen Faktor bei einem Film diesen Genres die Schuld - den EFFEKTEN nämlich.
Ebenso wie beim Humor wurde auch hier nicht die Grenze zwischen gut portioniert und übertrieben gefunden. Stattdessen erleben wir Katzenfrau bei den unmöglichsten Stunts. Natürlich ist es nett, dass hier demonstriert werden sollte, wie sie die Fähigkeiten einer Katze angenommen hat. Aber unmöglich deshalb, weil ein Mensch sie gar nicht ausführen könnte und ihnen auch ohne geschultes Auge sofort anzusehen ist, dass sie quasi per Mausklick herbeigeführt wurden! Sowas finde ich in der heutigen Zeit ziemlich verwunderlich, wenn man doch aus großen Kinofilmen kennt, wie es anders und somit besser gemacht werden kann!
Unten in der Auswahlleiste gibt es noch den Punkt ROMANTIK, dem auch ich hier ein kleines Plätzchen einräumen möchte. Wieso? Naja, im Film selber war es genauso. Zwar wurde einerseits auf den Charakter Detective Lone und das Anbandeln der Beiden bestanden, andererseits reichten dann aber wohl nicht die Zeit aus, um das Ganze zu vertiefen oder ihm wenigstens einen Touch Echheit zu verleihen. Dabei sollte man meinen, dass es nicht so schwer ist, aber was sollen die Schauspieler solch eine Situation auch retten, wenn das Drehbuch es nicht zulässt?!
Da ist es mir doch glatt ein leichtes, auf einen anderen Bereich zu kommen, der mich sehr enttäuscht hat - der ZWIESPALT der Patience Phillips. Oder besser gesagt, wie man es schaffte, diesen Faktor beinahe vollständig auszublenden! An dieser Stelle muss ich sogar "Spiderman 2" loben, denn dies ist ein Punkt, der mir dort sehr gut gefallen hat. Und da zwischen der schüchternen Patience und der dominanten, selbstbewussten Catwoman Welten liegen, dachte ich so bei mir, dass die Macher doch sicherlich darauf eingehen, wie diese krasse Veränderung für Patience ist und was sie in ihr auslöst. Jedoch wurde dieser Part in gelegentlichen Telefonaten Patience' mit ihrer
guten Freundin abgehandelt. Ganz klar zu wenig!
Hier fällt mir doch glatt Schauspielerin Michelle Pfeiffer als VERGLEICH ein, die es im Jahre 1994 in "Batmans Rückkehr" schaffte, mich in der Rolle der Katzenfrau vollends zu überzeugen! Meiner Ansicht nach wurde dort auf besser auf den inneren Konflikt eingegangen. Beispielweise so, dass sie einem Anfall von mittlerer Geistesgestörtheit verfiel. Ich weiß noch wie heute, dass mich die Pfeiffer damals total in ihren Bann gezogen hat. Noch heute ist es so, dass sich bei mir eingeprägt hat, eine "kühle Blonde" in der Rolle der Catwoman wäre passender als eine heiße, schwarzhaaarige Powerfrau. Man darf mir aber ruhig glauben, dass ich mich zu gern vom Gegenteil hätte überzeugen lassen! Übrigens kann ich zum Comic Catwoman selbst nichts sagen, was wohl auch noch vor meiner Zeit war, weshalb ich mir wilde Spekulationen an dieser Stelle spare..
Ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, etwas über das KOSTÜM des Hauptcharakters zu sagen. Es hat mir bis auf die Ohren, die eher an einen Besuch im Disneyland erinnern, doch recht gut gefallen, obwohl ich eine Frau bin und Halle Berry solch eine Aufmachung meiner Ansicht nach gar nicht nötig hätte, da sie eine der Grazien ist, die selbst in einem Kartoffelsack noch wunderschön ist. Auch hier muss der Vergleich mit Michelle Pfeiffer sein, die es vor zehn Jahren schaffte, mit einem etwas weniger sexy Outfit zu überzeugen...
Bevor es zu einem der wichtigsten Punkte bei einem Filmbericht geht, möchte ich nun einige kleinere Randeindrücke näher beschreiben. Mit 104 Minuten FILMLÄNGE ist "Catwoman" einer der kürzesten Streifen, den ich bisher in meinem jungen Leben gesehen habe. Dennoch ist es komischerweise so gewesen, dass ich bereits nach kurzer Zeit auf die Uhr geguckt habe und mich fragte, wann es denn nur endlich vorbei sein würde.. ich denke, das allein spricht schon Bände! Ich glaube nicht, dass diese Verfilmung durch eine längere Lauftzeit gleich um mehrere Klassen an Wert gewonnen hätte, aber vielleicht wäre so wenigstens eine Teilrettung möglich gewesen. Immerhin blieb so ja gar keine Zeit auf Schlüsselmomentan genauer einzugehen, sodass es größtenteils einfach nur wie folgt wirkte => "Wir haben doch keine Zeit!" ...
Die ALTERSFREIGABE ist hier für ab 12 Jahren befunden worden. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, auch wenn ich schon genügend Filme mit der selben Freigabe gesehen habe, die um einiges blutiger, actionreicher oder freizügiger waren. Hier bekommt man wirklich Nichts schlimmes zu sehen, von welcher Seite aus man es auch betrachtet. So wirklich mit ANSPRUCH gespickt ist "Catwoman" nicht, um ehrlich zu sein, überhaupt nicht. Ein typischer Film eben, in den man reingehen und sich einfach nur berieseln lassen kann. Das Hirn kann beruhigt solange zuhaus im Kühlschrank warten.. Ab und an finde ich solch einen Film mal ganz nett, aber ein bisschen Anspruch hat noch keinem geschadet.
Als Letztes möchte ich nun auf die SCHAUSPIELER und deren Leistungen eingehen, wobei ich mir zwei Damen und einen Herren herausgepickt habe. Einmal natürlich ~Halle Berry~, die Hauptcharakter Patience Phillips darstellte. Für meinen Geschmack war es die enttäuschendste Rolle der Berry bisher überhaupt! Ich denke aber auch, dass sie nicht wirklich was dafür kann, bis auf die Tatsache, dass sie sich überhaupt auf so einen Streifen eingelassen hat. Mit der üblichen Portion Natürlich und Charme versucht sie das Beste aus einer Rolle zu machen, die klar unter ihrem Niveau ist. Der Versuch missling ihr leider, denn auch sie kann nicht zaubern. Zusätzlich kam es den Machern gar nicht auf die Leistung, sondern viel mehr das Aussehen an. Schade, denn diese Frau ist so viel mehr..
~Sharon Stone~, die das Model Hedare verkörperte, zeigte sich von einer etwas anderen Seite. Ich habe sie schon in den verschiedensten Rollen erleben dürfen, aber solch eine war noch nicht dabei! Die Abwechslung, die dadurch geboten wurde, fand ich ganz gut, wenn ich auch zugleich der Meinung bin, dass auch hier das Drehbuch einiges kaputtmacht. Immerhin dürfte der Name Stone bekannt sein. Ebenso, dass er für gute schauspielerische Leistungen steht. Aber auch Sharon bekommt hier nicht wirklich die Möglichkeit, dies unter Beweis zu stellen, wenn auch mehr als Halle! Die spezielle Rolle des bösen Superweibes ist noch gewöhnungsbedürftig, aber dass sie verbittert ist und nur noch etwas für die Kosmetik empfindet, nimmt man ihr vollends ab.
~Lambert Wilson~ alias George Hedare nicht zu vergessen! Bekannt war mir dieser Herr bereits aus der "Matrix"-Triologie. Als Bösewicht hat er mir richtig gut gefallen, obwohl auch hier sicherlich Macher anderer Filme gelacht haben, als sie erfuhren, was sich heutzutage Bösewicht schimpfen darf. Da wurden nämlich Charaktere ausgewählt, bei denen man fast schon sagen kann, dass nicht mal Normalos vor ihnen Angst hätten! Aber bitte. Bei Lambert reichte schon sein Äußeres aus, um ihn für diese Rolle zu qualifizieren. Er lieferte eine Standardleistung ab, die ganz ansehnlich war, ihm aber sicher keinen Preis einbringen wird. # Wie ihr selbst lesen konntet, überwiegen hier leider die Kritikpunkte, weshalb mir nichts anderes übrig bleibt, als einen Stern zu vergeben.
++++++> Fazit
Ich für meinen Teil kann aufgrund der aufgezählten Faktoren nur klar von diesem Streifen abraten! Sonst könnte man als Fan der Hauptdarstellerin ebenso wie ich, recht enttäuscht sein, da man bei diesem Genre doch etwas anderes erwartet! Über das ausgegebene Geld habe ich mich dann aber doch nicht wirklich geärgert, da dieses Werk immerhin durch die Verwandlung zu Catwoman teils richtig amüsant war und ich schließlich diese Rezi hier schreiben durfte... Dennoch gilt auch hier wie bei jedem Bereich wieder, dass Geschmäcker natürlich verschieden sind. Deshalb freue ich mich auch an dieser Stelle wieder über zahlreiche Kommentare und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!
In diesem Sinne,
colada1985
für die Meinungsportale
ciao und yopi
44 Bewertungen, 1 Kommentar
-
17.09.2004, 14:16 Uhr von cleo0405
Bewertung: sehr hilfreichdein Bericht erinnert mich an den Film "Drei Engel für Charly II", der wurde genauso ins Lächerliche gezogen! Trotzdem hat mich dein Bericht schon etwas neugierig gemacht und ich will mich selber von der "Qualität" ü
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