Chrysler Sebring Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von magnifico
Edler Frischluft-Spaß made in USA
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„The american way of drive“ – das neue Sebring Cabrio von DaimlerChrysler dürfte genau unter diesem Motto den europäischen Markt erobern und der hierzulande noch weitestgehend argwöhnisch beäugten Marke „Chrysler“, die viele allenfalls als Sargnagel für Jürgen Schrempp kennen (Daimler-Chrysler-Fusion – Halbierung der Aktienkurse nach nur drei Jahren), zumindest in diesem Preisessegment zu einem sehr guten Image verhelfen. Der Sebring – benannt nach eine Rennstrecke in Florida – hat wahrhaft das Zeug dazu, besticht der doch durch ein ausdrucksstarkes und elegantes Erscheinungsbild, wodurch sich der Frischluftspaß zu einem waschechten Hingucker mausert. Stolze 4,92 Meter Länge sowie eine Breite von 1,79 Metern sorgen dafür, daß zumindest im schnellen Vorbeirauschen eine kurze optische Wahrnehmung möglich ist.
Doch auch die inneren Werte können sich sehen lassen: die langestreckte Haube dieses dynamischen Viersitzers verbirgt ein Aggregat, nach dem sich so mancher PS-Enthusiast sehen wird: aus 2.736 ccm Hubraum schöpft der Sechs-Zylinder stolze 203 „Pferdchen“, die sich insbesondere auch auf einen „scharfen Galopp“ bei 5.900 U/min verstehen. Das maximale Drehmoment, das bei 4.300 U/min abgerufen werden kann, beträgt 262 Nm, durch die eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden ermöglicht wird. Tempospitze ist bei dem großzügig angelegten Cabrio bei 210 km/h – für Deutschlands überlastete Autobahnen wohl völlig ausreichend!
Doch auch in Sachen Ökologie/-nomie vermag der Sebring zu punkten: dank modernem Motormanagement, die sich durch insbesondere High-tech wie sequentielle Mehrpunkteinspritzung auszeichnet, erfüllt der Vollaluminiummotor mit seinen vierundzwanzig Ventilen die Euro-III-Abgasnorm, was durchaus einen Steuervorteil einbringen kann. Dabei genehmigt sich der Wagen mit ordentlichen 61 Litern Tankinhalt zwischen 10,9 und 14,3 Litern, wobei in der Stadt so zwischen 13,8 und 15,2 Liter anfallen, auf der (Land-)straße hingegen sparsame 8,5 Liter ausreichen. Ohne, daß dabei dem Cabrio die standesgemäße Aussprache abhanden kommt: ein seidenweiches Laufgeräusch, das sich, ganz nach US-Manier, zum Cruisen durch die Landschaft einlädt. Komfortabel und in völlig relaxter Haltung, versteht sich!
Für den sportlich angehauchten Fahrer, für den der Griff zum Schaltknüppel erst so richtig Spaß am Steuer bedeutet, bietet sich die serienmäßig angebrachte Viergang-Autostick-Automatik die Möglichkeit, selbst die Drehzahl zu bestimmen – wenn auch nur durch Antippen des Wahlhebels, aber vielleicht ist gerade die damit verbundene Lässigkeit der „Kick“! Einziges Manko des Sebring ist seine nicht ganz so gelungene Isolation, die sich insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, so ab den 130 km/h, dahingehend bemerkbar macht, daß der Innenraumgeräuschpegel schnell die Dezibelskala erklimmt; nichts für Leute, die auch noch bei 180 eine Stecknadel fallen hören können wollen.
Wesentlich überzeugender hingegen – auch wieder im amerikanischen Stil – das Innenleben des Cabrios. Vier Erwachsene kommen ohne weiteres in den Genuß des Open-Air-Spaßes, ohne daß sie ihr Gepäck mit dem Zug nachsenden müssen; insoweit also die amerikanische Antwort auf den CLK, 3er Cabrio oder Volvo C70 Cabrio, wobei der Sebring die absolute Spitzenposition in seiner Klasse einnimmt. So fallen insbesondere auch die Integral-Vordersitze auf, in denen die gesamte Sicherheitsgurt-Mechanik verschwindet. Somit gestalten sich neben dem An- und Abschnallen auch Ein- und Ausstieg erfreulich einfach und zügig vollziehbar.
Das Ambiente hingegen wirkt trotz des üppigen Ledereinsatzes sowie chromeingefaßter Instrumente mit klassisch schwarzen Ziffern und Zeigern irgendwie eher nüchtern und bieder, was aber letztlich Geschmacksache des Käufers ist. Ein klarer Pluspunkt wieder das Fahrwerk, das komfortabel ausgelegt ist und es bei einem Radstand von reichlichen 2.692 Millimetern versteht, in jeder Straßenlage einen guten Kontakt zum Bodenbelag herzustellen. Um dem Fahrspaß noch zusätzlich auch die Sprünge zu helfen, läßt sich der „Striptease“ innerhalb einer normalen Rotphase an jeder Ampel erledigen. Dank innengefüttertem Verdeck sowie beheizbarer Glas-Heckscheibe muß der Sebring keinen „Winterschlaf“ halten, sondern kann auch in der naßkalten Jahreszeit seine Züge zur Schau stellen.
Eines sollten allerdings die Hinterinsassen berücksichtigen: die turbulenten Luftverhältnisse, die im open-Betrieb aufgrund der sehr weit nach hinten gelegten Plätze entstehen; die dadurch entstehende Beinfreiheit, die eingeschlaffene oder verkrampfte Beine wohl nicht zuläßt, ist auch dringend erforderlich, falls der (stolze) Besitzer eines Toupets selbigem im Eilschritt nacheilen muß.
Dafür sind Ausstattung und Sicherheit – ASB, EBV – ganz klare Boni bei Chrsylers Cabrio. Ein Premium Gold CD Sound System mit 120 Watt ist ebenso an Bord wie sechs Lautsprecher und Zentralverriegelung mit Plip. Die Karrosserieverfestigung schließlich macht sich bemerkbar, falls die vakuumunterstützten Scheibenbremsen an allen vier 205/60 R 16-Rädern mal nicht die erforderliche Kürze der Bremsstrecke zu Stande bringen.
Insgesamt kann man daher sagen, daß für die 64.900,- DM, die für einen solchen Wagen den Eigentümer wechseln müssen, sehr viel Auto geboten werden, bei dem es neben dem Frischluft-Vergnügen auch die aufmerksamen Blicke von staunenden Passanten gratis dazu gibt.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
"The american way of drive" - das neue Sebring Cabrio von DaimlerChrysler dürfte genau unter diesem Motto den europäischen Markt erobern und der hierzulande noch weitestgehend argwöhnisch beäugten Marke "Chrysler", die viele allenfalls als Sargnagel für Jürgen Schrempp kennen (Daimler-Chrysler-Fusion - Halbierung der Aktienkurse nach nur drei Jahren), zumindest in diesem Preisessegment zu einem sehr guten Image verhelfen. Der Sebring - benannt nach eine Rennstrecke in Florida - hat wahrhaft das Zeug dazu, besticht der doch durch ein ausdrucksstarkes und elegantes Erscheinungsbild, wodurch sich der Frischluftspaß zu einem waschechten Hingucker mausert. Stolze 4,92 Meter Länge sowie eine Breite von 1,79 Metern sorgen dafür, daß zumindest im schnellen Vorbeirauschen eine kurze optische Wahrnehmung möglich ist.
Doch auch die inneren Werte können sich sehen lassen: die langestreckte Haube dieses dynamischen Viersitzers verbirgt ein Aggregat, nach dem sich so mancher PS-Enthusiast sehen wird: aus 2.736 ccm Hubraum schöpft der Sechs-Zylinder stolze 203 "Pferdchen", die sich insbesondere auch auf einen "scharfen Galopp" bei 5.900 U/min verstehen. Das maximale Drehmoment, das bei 4.300 U/min abgerufen werden kann, beträgt 262 Nm, durch die eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden ermöglicht wird. Tempospitze ist bei dem großzügig angelegten Cabrio bei 210 km/h - für Deutschlands überlastete Autobahnen wohl völlig ausreichend!
Doch auch in Sachen Ökologie/-nomie vermag der Sebring zu punkten: dank modernem Motormanagement, die sich durch insbesondere High-tech wie sequentielle Mehrpunkteinspritzung auszeichnet, erfüllt der Vollaluminiummotor mit seinen vierundzwanzig Ventilen die Euro-III-Abgasnorm, was durchaus einen Steuervorteil einbringen kann. Dabei genehmigt sich der Wagen mit ordentlichen 61 Litern Tankinhalt zwischen 10,9 und 14,3 Litern, wobei in der Stadt so zwischen 13,8 und 15,2 Liter anfallen, auf der (Land-)straße hingegen sparsame 8,5 Liter ausreichen. Ohne, daß dabei dem Cabrio die standesgemäße Aussprache abhanden kommt: ein seidenweiches Laufgeräusch, das sich, ganz nach US-Manier, zum Cruisen durch die Landschaft einlädt. Komfortabel und in völlig relaxter Haltung, versteht sich!
Für den sportlich angehauchten Fahrer, für den der Griff zum Schaltknüppel erst so richtig Spaß am Steuer bedeutet, bietet sich die serienmäßig angebrachte Viergang-Autostick-Automatik die Möglichkeit, selbst die Drehzahl zu bestimmen - wenn auch nur durch Antippen des Wahlhebels, aber vielleicht ist gerade die damit verbundene Lässigkeit der "Kick"! Einziges Manko des Sebring ist seine nicht ganz so gelungene Isolation, die sich insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, so ab den 130 km/h, dahingehend bemerkbar macht, daß der Innenraumgeräuschpegel schnell die Dezibelskala erklimmt; nichts für Leute, die auch noch bei 180 eine Stecknadel fallen hören können wollen.
Wesentlich überzeugender hingegen - auch wieder im amerikanischen Stil - das Innenleben des Cabrios. Vier Erwachsene kommen ohne weiteres in den Genuß des Open-Air-Spaßes, ohne daß sie ihr Gepäck mit dem Zug nachsenden müssen, stehen doch stolze 230 Kofferraumvolumen zur Verfügung ; insoweit also die amerikanische Antwort auf den CLK, 3er Cabrio oder Volvo C70 Cabrio, wobei der Sebring die absolute Spitzenposition in seiner Klasse einnimmt. So fallen insbesondere auch die Integral-Vordersitze auf, in denen die gesamte Sicherheitsgurt-Mechanik verschwindet. Somit gestalten sich neben dem An- und Abschnallen auch Ein- und Ausstieg erfreulich einfach und zügig vollziehbar.
Das Ambiente hingegen wirkt trotz des üppigen Ledereinsatzes sowie chromeingefaßter Instrumente mit klassisch schwarzen Ziffern und Zeigern irgendwie eher nüchtern und bieder, was aber letztlich Geschmacksache des Käufers ist. Ein klarer Pluspunkt wieder das Fahrwerk, das komfortabel ausgelegt ist und es bei einem Radstand von reichlichen 2.692 Millimetern versteht, in jeder Straßenlage einen guten Kontakt zum Bodenbelag herzustellen. Um dem Fahrspaß noch zusätzlich auch die Sprünge zu helfen, läßt sich der "Striptease" innerhalb einer normalen Rotphase an jeder Ampel erledigen. Dank innengefüttertem Verdeck sowie beheizbarer Glas-Heckscheibe muß der Sebring keinen "Winterschlaf" halten, sondern kann auch in der naßkalten Jahreszeit seine Züge zur Schau stellen.
Eines sollten allerdings die Hinterinsassen berücksichtigen: die turbulenten Luftverhältnisse, die im open-Betrieb aufgrund der sehr weit nach hinten gelegten Plätze entstehen; die dadurch entstehende Beinfreiheit, die eingeschlafene oder verkrampfte Beine wohl nicht zuläßt, ist auch dringend erforderlich, falls der (stolze) Besitzer eines Toupets selbigem im Eilschritt nacheilen muß.
Dafür sind Ausstattung und Sicherheit - ASB, EBV - ganz klare Boni bei Chrsylers Cabrio. Ein Premium Gold CD Sound System mit 120 Watt ist ebenso an Bord wie sechs Lautsprecher und Zentralverriegelung mit Plip. Die Karrosserieverfestigung schließlich macht sich bemerkbar, falls die vakuumunterstützten Scheibenbremsen an allen vier 205/60 R 16-Rädern mal nicht die erforderliche Kürze der Bremsstrecke zu Stande bringen.
Insgesamt kann man daher sagen, daß für die 64.900,- DM, die für einen solchen Wagen den Eigentümer wechseln müssen, sehr viel Auto geboten werden, bei dem es neben dem Frischluft-Vergnügen auch die aufmerksamen Blicke von staunenden Passanten gratis dazu gibt.
Doch auch die inneren Werte können sich sehen lassen: die langestreckte Haube dieses dynamischen Viersitzers verbirgt ein Aggregat, nach dem sich so mancher PS-Enthusiast sehen wird: aus 2.736 ccm Hubraum schöpft der Sechs-Zylinder stolze 203 „Pferdchen“, die sich insbesondere auch auf einen „scharfen Galopp“ bei 5.900 U/min verstehen. Das maximale Drehmoment, das bei 4.300 U/min abgerufen werden kann, beträgt 262 Nm, durch die eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden ermöglicht wird. Tempospitze ist bei dem großzügig angelegten Cabrio bei 210 km/h – für Deutschlands überlastete Autobahnen wohl völlig ausreichend!
Doch auch in Sachen Ökologie/-nomie vermag der Sebring zu punkten: dank modernem Motormanagement, die sich durch insbesondere High-tech wie sequentielle Mehrpunkteinspritzung auszeichnet, erfüllt der Vollaluminiummotor mit seinen vierundzwanzig Ventilen die Euro-III-Abgasnorm, was durchaus einen Steuervorteil einbringen kann. Dabei genehmigt sich der Wagen mit ordentlichen 61 Litern Tankinhalt zwischen 10,9 und 14,3 Litern, wobei in der Stadt so zwischen 13,8 und 15,2 Liter anfallen, auf der (Land-)straße hingegen sparsame 8,5 Liter ausreichen. Ohne, daß dabei dem Cabrio die standesgemäße Aussprache abhanden kommt: ein seidenweiches Laufgeräusch, das sich, ganz nach US-Manier, zum Cruisen durch die Landschaft einlädt. Komfortabel und in völlig relaxter Haltung, versteht sich!
Für den sportlich angehauchten Fahrer, für den der Griff zum Schaltknüppel erst so richtig Spaß am Steuer bedeutet, bietet sich die serienmäßig angebrachte Viergang-Autostick-Automatik die Möglichkeit, selbst die Drehzahl zu bestimmen – wenn auch nur durch Antippen des Wahlhebels, aber vielleicht ist gerade die damit verbundene Lässigkeit der „Kick“! Einziges Manko des Sebring ist seine nicht ganz so gelungene Isolation, die sich insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, so ab den 130 km/h, dahingehend bemerkbar macht, daß der Innenraumgeräuschpegel schnell die Dezibelskala erklimmt; nichts für Leute, die auch noch bei 180 eine Stecknadel fallen hören können wollen.
Wesentlich überzeugender hingegen – auch wieder im amerikanischen Stil – das Innenleben des Cabrios. Vier Erwachsene kommen ohne weiteres in den Genuß des Open-Air-Spaßes, ohne daß sie ihr Gepäck mit dem Zug nachsenden müssen; insoweit also die amerikanische Antwort auf den CLK, 3er Cabrio oder Volvo C70 Cabrio, wobei der Sebring die absolute Spitzenposition in seiner Klasse einnimmt. So fallen insbesondere auch die Integral-Vordersitze auf, in denen die gesamte Sicherheitsgurt-Mechanik verschwindet. Somit gestalten sich neben dem An- und Abschnallen auch Ein- und Ausstieg erfreulich einfach und zügig vollziehbar.
Das Ambiente hingegen wirkt trotz des üppigen Ledereinsatzes sowie chromeingefaßter Instrumente mit klassisch schwarzen Ziffern und Zeigern irgendwie eher nüchtern und bieder, was aber letztlich Geschmacksache des Käufers ist. Ein klarer Pluspunkt wieder das Fahrwerk, das komfortabel ausgelegt ist und es bei einem Radstand von reichlichen 2.692 Millimetern versteht, in jeder Straßenlage einen guten Kontakt zum Bodenbelag herzustellen. Um dem Fahrspaß noch zusätzlich auch die Sprünge zu helfen, läßt sich der „Striptease“ innerhalb einer normalen Rotphase an jeder Ampel erledigen. Dank innengefüttertem Verdeck sowie beheizbarer Glas-Heckscheibe muß der Sebring keinen „Winterschlaf“ halten, sondern kann auch in der naßkalten Jahreszeit seine Züge zur Schau stellen.
Eines sollten allerdings die Hinterinsassen berücksichtigen: die turbulenten Luftverhältnisse, die im open-Betrieb aufgrund der sehr weit nach hinten gelegten Plätze entstehen; die dadurch entstehende Beinfreiheit, die eingeschlaffene oder verkrampfte Beine wohl nicht zuläßt, ist auch dringend erforderlich, falls der (stolze) Besitzer eines Toupets selbigem im Eilschritt nacheilen muß.
Dafür sind Ausstattung und Sicherheit – ASB, EBV – ganz klare Boni bei Chrsylers Cabrio. Ein Premium Gold CD Sound System mit 120 Watt ist ebenso an Bord wie sechs Lautsprecher und Zentralverriegelung mit Plip. Die Karrosserieverfestigung schließlich macht sich bemerkbar, falls die vakuumunterstützten Scheibenbremsen an allen vier 205/60 R 16-Rädern mal nicht die erforderliche Kürze der Bremsstrecke zu Stande bringen.
Insgesamt kann man daher sagen, daß für die 64.900,- DM, die für einen solchen Wagen den Eigentümer wechseln müssen, sehr viel Auto geboten werden, bei dem es neben dem Frischluft-Vergnügen auch die aufmerksamen Blicke von staunenden Passanten gratis dazu gibt.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
"The american way of drive" - das neue Sebring Cabrio von DaimlerChrysler dürfte genau unter diesem Motto den europäischen Markt erobern und der hierzulande noch weitestgehend argwöhnisch beäugten Marke "Chrysler", die viele allenfalls als Sargnagel für Jürgen Schrempp kennen (Daimler-Chrysler-Fusion - Halbierung der Aktienkurse nach nur drei Jahren), zumindest in diesem Preisessegment zu einem sehr guten Image verhelfen. Der Sebring - benannt nach eine Rennstrecke in Florida - hat wahrhaft das Zeug dazu, besticht der doch durch ein ausdrucksstarkes und elegantes Erscheinungsbild, wodurch sich der Frischluftspaß zu einem waschechten Hingucker mausert. Stolze 4,92 Meter Länge sowie eine Breite von 1,79 Metern sorgen dafür, daß zumindest im schnellen Vorbeirauschen eine kurze optische Wahrnehmung möglich ist.
Doch auch die inneren Werte können sich sehen lassen: die langestreckte Haube dieses dynamischen Viersitzers verbirgt ein Aggregat, nach dem sich so mancher PS-Enthusiast sehen wird: aus 2.736 ccm Hubraum schöpft der Sechs-Zylinder stolze 203 "Pferdchen", die sich insbesondere auch auf einen "scharfen Galopp" bei 5.900 U/min verstehen. Das maximale Drehmoment, das bei 4.300 U/min abgerufen werden kann, beträgt 262 Nm, durch die eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden ermöglicht wird. Tempospitze ist bei dem großzügig angelegten Cabrio bei 210 km/h - für Deutschlands überlastete Autobahnen wohl völlig ausreichend!
Doch auch in Sachen Ökologie/-nomie vermag der Sebring zu punkten: dank modernem Motormanagement, die sich durch insbesondere High-tech wie sequentielle Mehrpunkteinspritzung auszeichnet, erfüllt der Vollaluminiummotor mit seinen vierundzwanzig Ventilen die Euro-III-Abgasnorm, was durchaus einen Steuervorteil einbringen kann. Dabei genehmigt sich der Wagen mit ordentlichen 61 Litern Tankinhalt zwischen 10,9 und 14,3 Litern, wobei in der Stadt so zwischen 13,8 und 15,2 Liter anfallen, auf der (Land-)straße hingegen sparsame 8,5 Liter ausreichen. Ohne, daß dabei dem Cabrio die standesgemäße Aussprache abhanden kommt: ein seidenweiches Laufgeräusch, das sich, ganz nach US-Manier, zum Cruisen durch die Landschaft einlädt. Komfortabel und in völlig relaxter Haltung, versteht sich!
Für den sportlich angehauchten Fahrer, für den der Griff zum Schaltknüppel erst so richtig Spaß am Steuer bedeutet, bietet sich die serienmäßig angebrachte Viergang-Autostick-Automatik die Möglichkeit, selbst die Drehzahl zu bestimmen - wenn auch nur durch Antippen des Wahlhebels, aber vielleicht ist gerade die damit verbundene Lässigkeit der "Kick"! Einziges Manko des Sebring ist seine nicht ganz so gelungene Isolation, die sich insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, so ab den 130 km/h, dahingehend bemerkbar macht, daß der Innenraumgeräuschpegel schnell die Dezibelskala erklimmt; nichts für Leute, die auch noch bei 180 eine Stecknadel fallen hören können wollen.
Wesentlich überzeugender hingegen - auch wieder im amerikanischen Stil - das Innenleben des Cabrios. Vier Erwachsene kommen ohne weiteres in den Genuß des Open-Air-Spaßes, ohne daß sie ihr Gepäck mit dem Zug nachsenden müssen, stehen doch stolze 230 Kofferraumvolumen zur Verfügung ; insoweit also die amerikanische Antwort auf den CLK, 3er Cabrio oder Volvo C70 Cabrio, wobei der Sebring die absolute Spitzenposition in seiner Klasse einnimmt. So fallen insbesondere auch die Integral-Vordersitze auf, in denen die gesamte Sicherheitsgurt-Mechanik verschwindet. Somit gestalten sich neben dem An- und Abschnallen auch Ein- und Ausstieg erfreulich einfach und zügig vollziehbar.
Das Ambiente hingegen wirkt trotz des üppigen Ledereinsatzes sowie chromeingefaßter Instrumente mit klassisch schwarzen Ziffern und Zeigern irgendwie eher nüchtern und bieder, was aber letztlich Geschmacksache des Käufers ist. Ein klarer Pluspunkt wieder das Fahrwerk, das komfortabel ausgelegt ist und es bei einem Radstand von reichlichen 2.692 Millimetern versteht, in jeder Straßenlage einen guten Kontakt zum Bodenbelag herzustellen. Um dem Fahrspaß noch zusätzlich auch die Sprünge zu helfen, läßt sich der "Striptease" innerhalb einer normalen Rotphase an jeder Ampel erledigen. Dank innengefüttertem Verdeck sowie beheizbarer Glas-Heckscheibe muß der Sebring keinen "Winterschlaf" halten, sondern kann auch in der naßkalten Jahreszeit seine Züge zur Schau stellen.
Eines sollten allerdings die Hinterinsassen berücksichtigen: die turbulenten Luftverhältnisse, die im open-Betrieb aufgrund der sehr weit nach hinten gelegten Plätze entstehen; die dadurch entstehende Beinfreiheit, die eingeschlafene oder verkrampfte Beine wohl nicht zuläßt, ist auch dringend erforderlich, falls der (stolze) Besitzer eines Toupets selbigem im Eilschritt nacheilen muß.
Dafür sind Ausstattung und Sicherheit - ASB, EBV - ganz klare Boni bei Chrsylers Cabrio. Ein Premium Gold CD Sound System mit 120 Watt ist ebenso an Bord wie sechs Lautsprecher und Zentralverriegelung mit Plip. Die Karrosserieverfestigung schließlich macht sich bemerkbar, falls die vakuumunterstützten Scheibenbremsen an allen vier 205/60 R 16-Rädern mal nicht die erforderliche Kürze der Bremsstrecke zu Stande bringen.
Insgesamt kann man daher sagen, daß für die 64.900,- DM, die für einen solchen Wagen den Eigentümer wechseln müssen, sehr viel Auto geboten werden, bei dem es neben dem Frischluft-Vergnügen auch die aufmerksamen Blicke von staunenden Passanten gratis dazu gibt.
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