Hasbro Cluedo Testbericht

Hasbro-cluedo
ab 14,87
Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Paukenfrosch

War es Frau Weiß in der Halle mit dem Leuchter ???

5
  • Präsentation:  sehr gut
  • Schwierigkeitsgrad:  leicht
  • Spaßfaktor:  sehr gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie
  • Spieldauer:  durchschnittlich, bis zu 1 Stunde
  • Das Spiel für:  Hobby-Spieler
  • Spielerzahl:  ab 3

Pro:

spannender Spielspaß für kluge Köpfe

Kontra:

erst ab 3 Mitspieler

Empfehlung:

Ja

Ich möchte Euch mal wieder an ein Spiel erinnern, welches wohl in die Grundausstattung eines jeden Spiele-Haushaltes gehört:

„Cluedo –Das klassische Detektivspiel“

aus dem Hause Parker.

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Herstellerinformationen
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Die Firma Parker wurde 1887 gegründet und ist heute eine Tochterfirma des Spieleverlages Hasbro. Wohl jeder kennt das Spiel „Monopoly“. Doch auch viele andere Parker-Spiele erfreuen sich großer Beliebtheit. So eben auch Cluedo…

Parker
Max Planck Straße 10
63128 Dietzenbach
Tel: 06074-8060
Fax: 06074-806197

Werft auch mal einen Blick auf die Internetseite www.hasbro.de. Dort könnt Ihr Euch einen Überblick über sämtliche Parkerspiele beschaffen.

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Spielinformationen
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Ich besitze noch die ältere Ausgabe des Spiels. Meine Coverabbildung weicht etwas von obigem Bild ab. Aber es ist ebenfalls ein länglicher Karton, der alle Spielutensilien enthält. Dazu gehören das Spielbrett, die Mordwerkzeuge, die Spielfiguren, Karten nebst Kartentasche, 2 Würfel , Notizzettel und natürlich die Spielregelanleitung.

Das aufklappbare Spielbrett ist quadratisch. Darauf abgebildet sind auf einem Kästchenraster alle in Frage kommenden Tatorte wie: Wintergarten, Küche; Arbeitszimmer, Bibliothek, Halle, Salon, Speisezimmer, Musikzimmer und das Billardzimmer. Es ist zwar auf jedem Spielfeld noch einmal die entsprechende Räumlichkeit zu erlesen, jedoch sind die Illustrationen so gelungen dargestellt, daß man es auch so leicht erkennen kann.

Die Spielfiguren sind kleine verschiedenfarbige Plastikbüsten auf einem kleinen Sockel. Dazu gehören: Fräulein Gloria, Baronin von Porz, Oberst von Gatow, Reverend Grün, Frau Weiß und Professor Bloom. Die Figuren sind sehr niedlich, auch wenn mir Holz als Material besser gefallen hätte.

Recht süß sind auch die Tatwerkzeuge: Rohrzange, Heizungsrohr, Leuchter, Pistole, Seil und Dolch. Das Seil ist aus Plastik, alle anderen Werkzeuge sind aus Metall gefertigt.

So gibt es also 9 Tatorte, 6 Tatwerkzeuge und 6 Täter. Zu jedem dieser gibt es eine entsprechende Spielkarte. Die Karten sind ganz hübsch, jedoch gefallen mir die Karten von meiner Nichte etwas besser. Sie hat eben schon eine neuere Ausgabe des Spiels.

Zum Spiel gehörig sind auch die Notizzettel, von denen jeder Mitspieler einen bekommt. Hierauf kann man seine Kreuzchen, Punkte, Striche machen oder andere Stichpunkte während des Spiels festhalten. Der Zettelanzahl sind gar zu wenig. Ich habe mir schon etliche Male welche kopiert, denn wir haben dieses Spiel schon sehr oft gespielt.

Zu guter letzt gibt es noch das kleine Spielregelheftchen, welches sehr übersichtlich gestaltet ist. Die Regeln werden einfach und sehr gut verständlich beschrieben. Man hat also keinerlei Schwierigkeiten, sie zu verstehen.

Das Spiel kostete mich vor einigen Jahren ca. 40 DM. Auch heute noch ist das Spiel in Spielwarengeschäften erhältlich für einen Preis von ca. 20 Euro. Doch man kann sein Glück ja auch bei ebay versuchen…

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Spielverlauf
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Der Graf wird ermordet in seiner Villa aufgefunden. Die Mitspieler müssen in diesem Spiel herausfinden, wer der Mörder ist und mit welchen Tatwerkzeug dieser Täter den Grafen in welchem Raum getötet hat.

Gedacht ist das Spiel für Kinder ab 8 Jahren. Der Mitspieler müssen es mindestens 3 sein, maximal jedoch 6.

Zur Vorbereitung werden die Karten vorerst nach Ort, Täter und Raum sortiert und einzeln gut durchgemischt. Eine Person entnimmt jedem Stapel verdeckt je eine Karte. Die drei Karten werden dann in die Kartentasche gesteckt. Hier ruht jetzt die Lösung des Spiels. Die restlichen Karten werden alle zusammen gemischt und an alle Mitspieler aufgeteilt.

Nun können schon erste Notizen gemacht werden, denn die Karten, die man auf der Hand hält, können schon einmal als Täter, Tatort und Tatwerkzeug ausgeschlossen werden.

Alle Spielfiguren werden auf die Startfelder des Spielbrettes gestellt. Es müssen immer alle Figuren genommen werden, egal wie viele Personen als Mitspieler fungieren, denn jede Figur könnte ja der Täter sein.

Nun würfelt der erste Spieler, sucht sich eine Figur aus, die er dann das ganze Spiel über als Spielfigur behält, und setzt sie der gewürfelten Augenzahl entsprechend vorwärts. Ziel ist es, einen Raum betreten zu können, denn nur dann kann man seine Mitspieler befragen.

Gefragt wird jeweils nach dem Raum, in welchem man sich befindet, nach einem Werkzeug und nach einer Person. Die Figur der Person, nach welcher gefragt wird, sowie das nachgefragte Tatwerkzeug werden in den Raum gelegt, nach welchem man fragt. Beim Fragen bleibt es jedem selbst überlassen, ob man eventuell selbst Karten davon auf der Hand hält oder nicht. Der nächste Mitspieler muß nun eine Karte zeigen, die Antwort auf eine der drei Fragen gibt. Kann er dies nicht, so ist der nächste Spieler mit zeigen dran.

Beispiel: Ich setzte meine anfangs gewählte Spielfigur in die Halle. Meine Frage lautet: War es Frau Weiß in der Halle mit der Pistole? Die Figur der Frau Weiß und die kleine Pistole lege ich dazu auf das Feld der Halle. Ich selbst habe die Karten für Frau Weiß und die Halle auf der Hand. Keiner der Mitspieler kann mir die Karte der Pistole zeigen. Somit habe ich bereits das Tatwerkzeug gefunden. Oder mir zeigt jemand die Pistolenkarte. Dann kann ich diese als Tatwerkzeug ausschließen.

So geht es Runde für Runde. Durch geschicktes Fragen und cleveres Kombinieren kommt man der Lösung jedes Mal ein Stück näher. Ist man sich sicher, die richtige Lösung gefunden zu haben, so darf man seine Vermutung äußern. Zur Kontrolle darf dieser Spieler die drei Karten aus der Kartentasche nehmen. Hat er Recht, so ist er Gewinner des Spiels. Liegt er mit seiner Vermutung daneben, steckt er die Karten wieder in die Tasche zurück und das Spiel geht für die anderen Mitspieler weiter. Man selbst darf dann nur noch seine Karten bei der Befragung zeigen, aber nicht mehr mitraten.

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Fazit
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Ich finde Cluedo einfach großartig. Ich bin ja eh ein kleiner Krimifan und hier kann man sich so richtig schön an der Aufklärung eines Falles auslassen.

Eventuell bedarf das Spiel einiger Übung, denn das richtige Fragen und auch das clevere Kombinieren muß geschult werden. So ist es aber das richtige Spiel für kluge Köpfe. Ich würde es Kindern ab 10 Jahren empfehlen. Nach oben natürlich keine Altersgrenze, denn auch ältere Gehirnzellen müssen auf Trab gehalten werden.

Nervenaufreibend ist es natürlich auch, wenn nach der Person gefragt wird, die man sich als Spielfigur gewählt hat. Die kann einen quer übers Spielbrett sausen lassen, dorthin, wo man eigentlich gar nicht hin möchte. Wird man aber in einen Raum gesetzt, in welchem man selbst noch nicht war, so braucht man beim nächsten Mal nicht zu würfeln und kann gleich seine Frage stellen. Kann also auch positiv sein.

Leider kann man das Spiel erst ab drei Personen spielen. Das kommt bei mir leider nicht sehr häufig vor. Doch wenn meine Nichten kommen, dann wird fast immer Cluedo gespielt.

Auch die Aufmachung des Spiels gefällt mir gut. Mein einziger Wunsch wären Spielfiguren aus Holz. Das mag ich einfach lieber. Doch das tut dem Spielspaß in keinster Weise einen Abbruch. Ca. 60 Minuten Spaß, Spannung und Nervenkitzel sind garantiert. Etwas Würfelglück gehört aber auch dazu.

Wem der Preis für ein neues Spiel zu hoch ist, der kann (wie schon gesagt) mal bei ebay reinschauen. Doch ich vergebe diesem Spiel die volle Sternenanzahl.

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PS: Für alle Cluedo-Fans > es gibt jetzt auch Super-Cluedo. Das Spielprinzip ist gleich. Aber es gibt noch mehr Tatverdächtige, noch mehr Tatorte und noch mehr Tatwerkzeuge. Da sich auch dieses Spiel in meiner Sammlung befindet, folgt dazu auch bald ein Bericht…

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