Der Alchimist. 2 CDs. (Hörbuch) / Paulo Coelho Testbericht
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Erfahrungsbericht von Lachesis
Dieses Buch ein Weltbestseller?!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
\'Sie haben sich schon so an mich gewöhnt, dass sie meinen Rhythmus kennen\', dachte er. Aber nach kurzer Überlegung kam er zu dem Schluss, dass es auch umgekehrt sein könnte: Er selber hatte sich dem Rhythmus seiner Schafe angepasst!(...)
1996 hat Paulo Coelho mit seinem Büchlein Der Alchimist großes Aufsehen erregt.
Mir geriet der Mini-Roman nun rein zufällig in die Hände und nachdem ich ihn gelesen habe, kann ich all diesen Trubel nur bedingt nachvollziehen...
Story:
Die Geschichte erzählt von dem jungen andalusischen Hirten Santiago, dem in einem wiederkehrenden Traum von einem Schatz im fernen Ägypten erzählt wird. Schließlich bricht er auf, um seinem Traum zu folgen und begegnet auf seiner Reise allerlei Menschen, angefangen mit dem alten König Melchisedek, die ihm jeweils kluge Ratschläge erteilen. Außerdem muss er den einen oder anderen Schicksalsschlag überstehen, philosophiert permanent und denkt nach.
Der Alchimist selbst taucht erst im letzten Drittel des Buches auf.
Meinung:
Also ich kann den ganzen Jubel um diesen Roman nicht nachvollziehen.
Verpackt in eine Märchen-/Legenden-/Orientwelt kam mir das Büchlein irgendwie doch permanent vor wie einer jener in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Finde-dich-selbst-Ratgeber - ein Thema, das der Autor zum genau richtigen Zeitpunkt gekonnt aufgenommen zu haben scheint. Oft völlig zusammenhanglos sind an allen Ecken der Geschichte mehr oder weniger bekannte und banale Lebensweisheiten allá \"Folge deinen Träumen\", \"Glaube an dich selbst\" und \"Du musst nur wollen\" eingestreut bis hin zum denkbar banalen Ende, das auch Goethe schon mit seinem altbekannten \"Warum in die Ferne schweifen...\" wunderbar ausgedrückt hat.
Die Erzählkunst und die Spannung bleibt darüber beinahe völlig auf der Strecke, stattdessen bleibt der Eindruck, dass Coelho beim Schreiben nur der Überlegung folgte, welchen geistreichen Spruch er als nächstes irgendwo hinbasteln könnte.
Ständig wiederholt wird unsere Aufgabe auf Erden (dem persönlichen Lebensplan zu folgen und die Zeichen zu achten) sowie die Bedeutung der Weltenseele. Auf diese positive Energie, der man näher kommt wenn man seinem persönlichen Lebensplan folgt und die mit Gott verbunden ist (inwiefern möchte ich nicht verraten), kommt der Autor alle paar Seiten zurück.
Alles ist Schicksal und Vorhersehung und wird wahr (\"Maktub - es steht geschrieben\"), wenn man seinen Weg geht. \"Wenn Du etwas ganz fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass Du es auch erreichst\"...
So nett und wahr einige der kleinen Weisheiten auch sein mögen, im Ganzen sind sie dermaßen banal und eindimensional, dass es allzu oft sehr dicht an Naivität und kritikloses Heile-Welt-Denken heran kommt. Ich habe schon einige Bücher gelesen, bei denen ich feuchte Augen bekam, weil ich mich so darin wiederfand oder einfach wirklich das Gefühl hatte daraus etwas mitnehmen zu können. \"Der Alchimist\" klappte ich zu, legte es weg und empfand absolut nichts.
Mit den Figuren kann man sich nicht einmal ansatzweise identifizieren. Dies ist aufgrund der Parabelform des Buches wohl auch so gedacht, tut dem Esoterik-Lehrbuch-Charakter des Buches aber keinen Gefallen.
Fazit:
Weder hat mich das Buch in irgendeiner Weise berührt, noch zum Nachdenken angeregt. Es ist etwas für Leute, mit simplen Alles-wird-gut-Sprüchen zu begeistern sind, ohne einen tieferen Sinn dahinter zu benötigen.
Wer es noch lesen will: ich empfehle eine Bibliotheksausgabe, denn 17 Euro für ein so dünnes Büchlein, das diesen Preis auch inhaltlich nicht wert ist, sind schlichtweg unverschämt.
1996 hat Paulo Coelho mit seinem Büchlein Der Alchimist großes Aufsehen erregt.
Mir geriet der Mini-Roman nun rein zufällig in die Hände und nachdem ich ihn gelesen habe, kann ich all diesen Trubel nur bedingt nachvollziehen...
Story:
Die Geschichte erzählt von dem jungen andalusischen Hirten Santiago, dem in einem wiederkehrenden Traum von einem Schatz im fernen Ägypten erzählt wird. Schließlich bricht er auf, um seinem Traum zu folgen und begegnet auf seiner Reise allerlei Menschen, angefangen mit dem alten König Melchisedek, die ihm jeweils kluge Ratschläge erteilen. Außerdem muss er den einen oder anderen Schicksalsschlag überstehen, philosophiert permanent und denkt nach.
Der Alchimist selbst taucht erst im letzten Drittel des Buches auf.
Meinung:
Also ich kann den ganzen Jubel um diesen Roman nicht nachvollziehen.
Verpackt in eine Märchen-/Legenden-/Orientwelt kam mir das Büchlein irgendwie doch permanent vor wie einer jener in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Finde-dich-selbst-Ratgeber - ein Thema, das der Autor zum genau richtigen Zeitpunkt gekonnt aufgenommen zu haben scheint. Oft völlig zusammenhanglos sind an allen Ecken der Geschichte mehr oder weniger bekannte und banale Lebensweisheiten allá \"Folge deinen Träumen\", \"Glaube an dich selbst\" und \"Du musst nur wollen\" eingestreut bis hin zum denkbar banalen Ende, das auch Goethe schon mit seinem altbekannten \"Warum in die Ferne schweifen...\" wunderbar ausgedrückt hat.
Die Erzählkunst und die Spannung bleibt darüber beinahe völlig auf der Strecke, stattdessen bleibt der Eindruck, dass Coelho beim Schreiben nur der Überlegung folgte, welchen geistreichen Spruch er als nächstes irgendwo hinbasteln könnte.
Ständig wiederholt wird unsere Aufgabe auf Erden (dem persönlichen Lebensplan zu folgen und die Zeichen zu achten) sowie die Bedeutung der Weltenseele. Auf diese positive Energie, der man näher kommt wenn man seinem persönlichen Lebensplan folgt und die mit Gott verbunden ist (inwiefern möchte ich nicht verraten), kommt der Autor alle paar Seiten zurück.
Alles ist Schicksal und Vorhersehung und wird wahr (\"Maktub - es steht geschrieben\"), wenn man seinen Weg geht. \"Wenn Du etwas ganz fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass Du es auch erreichst\"...
So nett und wahr einige der kleinen Weisheiten auch sein mögen, im Ganzen sind sie dermaßen banal und eindimensional, dass es allzu oft sehr dicht an Naivität und kritikloses Heile-Welt-Denken heran kommt. Ich habe schon einige Bücher gelesen, bei denen ich feuchte Augen bekam, weil ich mich so darin wiederfand oder einfach wirklich das Gefühl hatte daraus etwas mitnehmen zu können. \"Der Alchimist\" klappte ich zu, legte es weg und empfand absolut nichts.
Mit den Figuren kann man sich nicht einmal ansatzweise identifizieren. Dies ist aufgrund der Parabelform des Buches wohl auch so gedacht, tut dem Esoterik-Lehrbuch-Charakter des Buches aber keinen Gefallen.
Fazit:
Weder hat mich das Buch in irgendeiner Weise berührt, noch zum Nachdenken angeregt. Es ist etwas für Leute, mit simplen Alles-wird-gut-Sprüchen zu begeistern sind, ohne einen tieferen Sinn dahinter zu benötigen.
Wer es noch lesen will: ich empfehle eine Bibliotheksausgabe, denn 17 Euro für ein so dünnes Büchlein, das diesen Preis auch inhaltlich nicht wert ist, sind schlichtweg unverschämt.
36 Bewertungen, 1 Kommentar
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13.11.2008, 23:36 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER
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