Dänemark Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Goregrind
Langeland...schön und aufregend!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo meine Freunde und diese die es noch werden wollen ;o)!!!!!
So, wie soll ich denn anfangen...... also, Heute will ich euch einen Beitrag über die wunderschöne Insel Langeland und etwas über Dänemark präsentieren. Er wird vielleicht nicht die Ausführlichkeit seiner Vorgänger erreichen, doch ich hoffe, dass ihr ein wenig spaß am Lesen finden werdet !!!! Ok genug der lehren Worte ich beginne dann mal.
ABREISE:
Am 11.09.1999 begann ich meinen Koffer zu packen, denn ich und mein Vater haben eine Reise nach Dänemark geplant. Da sich meine Schwester und meine Mutter weniger für solch eine kleine Insel und die Kälte des Nordes interessieren, beschlossen wir allein zu fahren. Außerdem sollte dieser Urlaub nicht nur der Erholung dienen, sondern auch dem Bedürfnis des Anglers Abhilfe zu schaffen. Also kann man sagen, dass es ein Angelurlaub war ;o). Wir machten uns dann in der Nacht zum 12.09.1999 auf den Weg in die Idylle und Ruhe von Langeland.
Also, nichts wie Tickets in die Tasche (Schifftickets), Angeln in den Kofferraum und los geht’s. Als wir so ca 10 km von unserem Haus wegwaren, bemerkte mein Vater, dass wir die Geldbörse und die Kameras zuhause gelassen haben. Also, wieder auf Nachhause. Ich hab nur darum gebetet, dass dieses Vergessen die einzige Pleite des Urlaubs wird..... doch ich täuschte mich, aber lest weiter. :o) !!
Nach 5 Stunden fahrt und einer halben Stunde Rast auf einem kleinen Parkplatz vor Hannover sind wir dann endlich um 9 Uhr morgens in Kiel angekommen. Das Schiff sollte um 11 Uhr ablegen, so stand es zumindest auf den Tickets. Also haben wir uns mal ein wenig auf den Haven herumbewegt und die Meeresluft genossen. Doch trotzdem wunderten wir uns ständig, warum wir die einzigen waren, die auf das Schiff warteten, denn sonst war der Parkplatz immer überfüllt.
Na gut. Wir bewegten uns um 15 min vor 11 Uhr zur Rezeption. Und was bekamen wir dort zu hören. Ich zitiere :“ Ihr Schiff nach Langeland wird heute aufgrund eines starken Ebbeeinfalls erst gegen 17 Uhr ablegen.“ Der Wind lag an dem Tag sehr ungünstig, und der Wasserpegel der zu der Zeit vorhanden war, hat nicht ausgereicht um ein vollbeladenes Schiff aus dem Hafen von Kiel herauszubringen. Wir haben uns zuerst sehr aufgeregt, doch dann nach Alternativen gefragt. Unsere Schifftickets wurden daraufhin gegen andere eingetauscht und wir bekamen ein wenig Geld wieder. Doch wir mussten zum einlösen der Tickets noch 220 km weiter bis nach Kolding (Dänemark) fahren. Und wir hatten dafür auch nur noch bis 13 Uhr Zeit. Denn genau um 14 Uhr würde die nächste Fähre Abfahren. Ich wollte schon aufgeben, doch mein Vater hat sich ein Herz gefasst und sprang in das Auto. Er drücke das Gaspedal richtig durch, und wir brausten volle knülle in Richtung Kolding. Auf halber Strecke, so ca bei Flensburg, wurden wir dann von der Polizei angehalten, aufgrund dessen, das mein Vater mit 200 km und mehr über die Autobahn gebraust ist. Doch die netten Herren in grün verstanden unsere Lage und ließen uns mit einem Knöllchen in der Tasche weiter fahren. Aber sie haben uns auch gleichzeitig dazu aufgefordert langsamer zu fahren. Wir haben es aber trotzdem tatsächlich geschafft, 20 Minuten vor der Fähre in Kolding zu sein. Welch Erleichterung uns übers Herz kam, nachdem wir angekommen sind, ist unbeschreiblich :o) .
ANKUNFT:
Nach der 2 Stündigen Schifffahrt, sind wir dann endlich auf Langeland angekommen. Mir waren die kleinen Häuschen (die ich persönlich sehr süß finde) und die Umgebung schon recht vertraut vor, da wir bis zu dieser Zeit, die Insel bereits dreimal besucht haben.
Wir haben unsere Agentur gesucht um so schnell wie möglich in unser bereits gemietetes Häuschen zu gelangen. Nach einpaar formalen Gegebenheiten haben wir dann die Schlüssel für unser Domizil und auch für unser Boot bekommen. Dieses 50 m² Häuschen hatten wir nun eine Woche für uns allein. Es hat 500 DM gekostet und hatte eine wunderbare Lage an einem kleinen See, indem sich große Mengen von Karpfen und Welsen tummelten. Doch leider waren diese noch nicht die größten Exemplare. Für das Boot mussten wir 600 DM für die ganze Woche bezahlen. Bei dem Boot waren zwei 20l Benzinkanister beigelegt worden und wir hatten einen schönen Anlegeplatz am Hafen.
Die Eingewöhnungszeit hat nicht lange gebraucht um sich bei uns einzunisten. Während mein Vater noch am selben Tag an den Angeln herumbastelte, hab ich mich ein wenig mit dem Boot und dem Sammeln von Bernsteinen beschäftigt. Am ersten Abend hab ich mindesten 4 Liter Benzin verfahren, aber war ja halb so schlimm. Da Bernsteine ungeschliffen aussehen wie normale Steine, hatte ich bei denen nicht soooooooo viel Glück. Ich fand aber doch ein schönes Exemplar mit einer kleinen Schnecke drin. Da es aber schon sehr spät war und die Knochen müde wurden, musste ich mich müheselig zum Bett schleppen.
Tag 1:
Der Tag begann schon sehr früh für uns, da wir noch die Morgenstunden zum Angeln nutzen wollten. Wir haben unsere müden Knochen um 5 Uhr morgens aus dem Bett bewegt und uns fertig gemacht, um den Kampf anzutreten. Wir haben nachdem wir aus dem Haus gegangen sind noch mal im Angelgeschäft, das schon ab 5.30 Uhr offen hatte vorbei geschaut und uns Wattwürmer (die besten Köder zu der Jahreszeit) gekauft. So gegen 6 Uhr waren wir dann an dem kleinen Hafen und schwenkten unsere Hintern in unser Boot rein. Der erste Angeltag, tat mal wieder richtig gut, nach solch einer langen Zeit wieder seine Rute in das Wasser zu werfen. Der fang war jedoch erst ein wenig träge. Nur 10 Dorsche, 2 Schollen und 3 Köhler. Wir entschlossen uns dann so gegen 12 Uhr wieder den Heimweg einzutreten.
Wir haben für jeden Tag natürlich auch einen Ausflug geplant, sodass der Aufenthalt in Langeland nicht nur aus angeln bestand :o). An den Tag war zu aller Anfangs erst mal ein kleine Stadt in Langeland geplant, doch außer einem Hafen und einpaar Häusern war dort nicht besonders viel los. Also sind wir wieder zu unserem Häuschen zurück gekehrt und beschlossen zu wandern. Wir haben die Ruhe und die teils bergige Landschaft sehr genossen und auch viele Fotos gemacht, doch die Vorfreude auf den nächsten Tag war schon groß.
Tag 2:
Dieser Tag begann auch schon wie der vorherige Tag mit einer kleinen Angeltour. Doch diesmal wollten wir ein wenig mehr an den Bootsrand holen als nur läppische 15 Fische. Wir blieben diesmal zu Anfang, etwas näher am Land. An den Stellen, wo manche einheimische Fischer ihre Netze rausgeworfen haben. Und Tatsache, die Entscheidung etwas näher am Land zu angeln war genial. Aus nur 5 Meter tiefe hab ich meinen zu der Zeit größten Dorsch herausgeholt. Es war der erste Fisch an dem Tag. Der Kampf hat genau 1 Stunde und 12 Minuten gedauert und meine Muskeln schwollen an bis sie aussahen wie die vom Arnold Schwarzenegger ;o). Nach einem beschwerlichen Kampf und 10 Fotographien durch meinen Vater später, hab ich den Fisch ans Boot geholt. Er war 1.43 m lang und wog 31 kg. Ich konnte an dem Tag keine Angel mehr anschauen ;o).
Nachdem wir wieder nachhause gekehrt sind (und diesmal einen fang von über 40 Fischen gemacht haben) haben wir uns auf den Weg gemacht, ein wenig außerhalb der Insel Dänemark zu erforschen. Wir sind dann mit einer Fähre nach Fünen geschiffert und haben uns dort ein wenig umgeschaut. Von dort aus sind wir in die große Stadt Odense gefahren. Wir haben uns dort eine mittelalterliche Burg angeschaut und einpaar Ruinen von Odense dazu. Es war wirklich aufregend sich die verschiedensten Waffen der früheren Krieger anzuschauen, die in der Burg ausgestellt wurden. Am späten Abend kehrten wir dann wieder zurück um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.
Tag 3:
Am Mittwoch sind wir morgens mal ausnahmsweise nicht angeln gefahren, da wir uns die Stadt Kopenhagen anschauen wollten und wir der Meinung waren, dass dieser Ausflug den ganzen Tag in Anspruch nehmen würde. Wir sind vom bekannten Langeland Hafen dann mit einer Fähre bis nach Koror gesegelt :o). Von da aus mussten wir dann über 100 km mit dem Auto zurück legen, um bis nach Kopenhagen zu kommen. Nach einer Stunde fahrt, waren wir soweit, um in Kopenhagen einzudringen. Hätten wir einen kleinen Stadtführer nicht dabei gehabt, hätten wir uns mit 100 Prozentiger Wahrscheinlichkeit verfahren. Denn diese Stadt ist wirklich groß.
Wir suchten erst mal einen Parkplatz für das Auto, um die Stadt zu fuß zu erforschen. Zuerst fanden wir nicht wirklich etwas Sehenswertes, da wir wohl mitten im Stadtzentrum gelandet sind, doch nachdem wir die Orientierung gefunden haben, haben wir uns auf den Weg gemacht die berühmte Kopenhagener Meerjungfrau von Christian Andersen zu finden. Nach etwas suchen, war sie dann endlich vor uns. Doch wir bemerkten, dass der Kopf wiedermal ein neuer war. Aufgrund dessen, dass manchmal irgendwelche Freaks den Kopf absägen, muss er schon mal erneuert werden.
Nachdem wir einpaar Fotos geschossen haben, haben wir uns in Richtung der berühmten Straße „Ströget“ (übersetzt der Strich) gemacht. Der Ströget ist eine vollkommen gerade Straße, die vom Hauptbahnhof zum Königlichen Theater führt und die als die längste Fußgängerzone der Welt gilt. Sie heißt übersetzt der Strich, aufgrund dessen, weil sie so lang und gerade ist, nicht weil’s eine pornographische Straße ist ;o)). Es war einfach wunderbar über diese Straße zu stolzieren und sich die Geschäfte anzugucken. Dort gibt es wirklich alles zu kaufen, von Möbeln oder Kleidung, bis hin zu Elektronikgeräte und die verschiedensten Sportgeräte. Beliebte Modemacher wie Gucci, Kenzo, Versace und Dolce & Gabbana haben auf dem Ströget ihre Läden platziert und präsentieren dort immer ihre neusten Moden. Ein wunderschöner Anblick, doch der Geldbeutel hat da nicht zu lachen. Wunderbar Speisen konnte man natürlich auch in den Nobelrestaurants und auch in den normalen Imbisbuden.
Nachdem wir uns dort von den bösen Geschäften losgerissen haben, sind wir zum Königlichen Theater am Kongens Nytorv gegangen. Es war wirklich wunderschön mit anzuschauen. Es war von außen genau so schön wie von innen, doch wir wollten nicht wirklich so viel Geld für eine Theatervorstellung ausgeben, wie von uns verlangt wurde. Also sind wir wieder aus dem Theater entschwunden und begaben uns in Richtung von Schloss Amalienborg. Dort haben wir uns einen kleinen Schlossführer besorgt und haben uns durch das wunderschöne Schloss, mit seinen Gärten und auch wunderschön ausgestatteten Wänden, führen gelassen. Also wenn man schon mal in Kopenhagen ist, dann muss man dieses Schloss wirklich gesehen haben. Es ist echt ein Traum. Wir sind dann zur späterer Abendstunde am Parlament vorbei wieder in die Innenstadt gegangen. Ich wollte mir aufjedenfall auch noch das Hard Rock Cafe` Kopenhagen anschauen und so sind wir noch mal durch die halbe Stadt gelaufen. An den schönen Fachwerkhäusern und an den vielen Bars und Pubs vorbei. Im Hard Rock Cafe` haben wir uns dann so ca eine halbe Stunde aufgehalten, und dann war es auch schon wieder so weit, den Heimweg anzutreten.
Wir sind dann über Nakskov mit der letzten Fähre wieder nach Langeland geschiffert. Als wir wieder an unserem Hüttchen angekommen sind, war es bereits 23 Uhr und wir waren sehr müde.
Tag 4:
Der Donnerstag sollte ganz allein meiner Lieblingsbeschäftigung dienen.... dem ausruhen und entspannen. Da wir noch von Vortag sehr geschwächt waren, ist am Donnerstag auch nicht sonderlich viel passiert. Also werde ich mal einen Tag weiter schalten ;o) !!!
Tag 5:
Wieder vom Entosiasmus gepackt und mit neuer Frische am Werk, legten wir am Freitag schon um 4 Uhr morgens mit dem Angeln los. Es war alles noch Stockenduster und ich habe die Ausfahrt aus dem Hafen kaum gesehen. Ich bin mit dem Boot oft an andere gestoßen und mein Dad war nur am schimpfen ;o). Nachdem ich ihn ans Steuer gelassen hab und er noch weniger Erfolg hatte als ich, hat er mich wieder fahren gelassen. Nach einpaar atemberaubenden Minuten, haben wir es aber schließlich doch geschafft uns mit dem Boot an den Felsen und Steinen vorbeizuschlängeln und unser Ziel war diesmal das große Belt. Dazu waren wir dann mehr als eine Stunde mit dem Boot unterwegs. Doch der aufwand hat sich doch gelohnt. Nachdem wir angekommen sind, erwartete uns schon eine Fischschar wie selten zuvor. Kaum hatten wir die Angeln im Wasser begannen die ersten bisse. Das Problem war, dass wir nun mit dem Pater Noster System geangelt haben. Bei dem System hat man sofort 3 oder 4 Haken an einer Angelschnur angebracht, sodass man mehr Fische mit einem Schlag rausholen kann. So nachdem wir zwei Stunden geangelt haben, bog sie auf einmal die Angel meines Vaters ziemlich heftig. Er schreckte zurück und stieß den ganzen Angelkasten, wo die meisten Haken und die ganzen Utensilien drin waren um, sodass sich das ganze Zeug im Boot verteilte.
Während mein Vati seinen Megafisch am reinziehen war, konnte ich die Drecksarbeit erledigen und die ganzen Utensilien wieder aufsammeln. Nach einem Kampf um Leben und Tod, der genau 2 Stunden und 23 Minuten dauerte, zog er seine Beute langsam aufs Boot. Ich sah den (ersten) Fisch auf uns zu kommen, und ich bewaffnete mich schon einmal mit einem Haken, mit dem ich den Fisch an Land ziehen wollte.
Doch was war DAS????? An der Angel hing nicht nur einer.... sondern vier. Und nicht gerade die kleinsten. Ganz oben am ersten Haken, war ein Dorsch dran, der ein Gewicht von 16 kg hatte und eine Länge von 1.05m. Am zweiten Haken hing ein Seelachs, mit dem Gewicht von 8 kg und einer Länge von 68cm. Am dritten Haken hing wieder ein Dorsch, mit dem Gewicht von 12 kg und der Länge von 89cm. Und an letzter Stelle hing ein seltener Besucher unseres Angelurlaubs. Nämlich ein Heilbutt. Dieser Plattfisch hatte den Durchmesser von 60 cm. Er wog 15kg und war wirklich ein Riese.
Welch Glück, dass mein Vater gerade seine einser Schnurr dran hatte. Denn ohne die, wäre dieser Wunderbare fang verloren gegangen.
Um 17 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Domizil begeben. Wir haben an dem Tag 127 Fische an Bort geholt. Mit Abstand war das unser bester und auch gleichzeitig letzter Angeltag. Denn leider stand die Abfahrt kurz bevor. Wir legten uns noch ein letztes mal in unsere Bettchen schlafen.
Letzter Tag:
Am Samstag ist in unserem Hüttchen nicht sonderlich viel passiert, da wir schon um 11 Uhr unser Haus geräumt haben und uns auf den Heimweg gemacht haben.
Der Heimweg verlief eigentlich sehr Komplikationsfrei. Wir sind dann mit der normalen Föhre von Langeland bis nach Kiel geschifft und dann wieder ab nachhause. Und so kamen wir wieder unbeschadet zu hause an. Den Fischvorrat hatten wir eine sehr lange Zeit in der Kühltieftruhe. So hat man das Geld für den Urlaub wieder herausbekommen, denn hätten wir uns den Fischvorrat selber kaufen müssen, dann hätten wir noch mehr bezahlen müssen, als wenn wir jetzt selber am angeln waren. Denn ein Kilo Dorsch kostet ja heut schon an die 10 DM. Oder vertu ich mich da? Naja, egal ;o)......
So eins muss ich noch hinzufügen, denn wer heutzutage nach Langeland will, kann nicht mehr über Kiel hinkommen, denn diese Schiffsrute hat Pleite gemacht, aufgrund dessen, dass zu wenig Leute diese Rute benutzt haben..... schade deswegen.
ENDE.......
So das war mein kleines Abendteuer für heute...... ist ja doch ziemlich lang geworden ;o) hab mit weniger gerechnet........
Ich bedanke mich sehr für das Lesen und ich hoffe man ließt sich wieder.....
Gruß euer goregrind.....
Und wie immer ein Knutschi an alle die es haben wollen ;o))))
So, wie soll ich denn anfangen...... also, Heute will ich euch einen Beitrag über die wunderschöne Insel Langeland und etwas über Dänemark präsentieren. Er wird vielleicht nicht die Ausführlichkeit seiner Vorgänger erreichen, doch ich hoffe, dass ihr ein wenig spaß am Lesen finden werdet !!!! Ok genug der lehren Worte ich beginne dann mal.
ABREISE:
Am 11.09.1999 begann ich meinen Koffer zu packen, denn ich und mein Vater haben eine Reise nach Dänemark geplant. Da sich meine Schwester und meine Mutter weniger für solch eine kleine Insel und die Kälte des Nordes interessieren, beschlossen wir allein zu fahren. Außerdem sollte dieser Urlaub nicht nur der Erholung dienen, sondern auch dem Bedürfnis des Anglers Abhilfe zu schaffen. Also kann man sagen, dass es ein Angelurlaub war ;o). Wir machten uns dann in der Nacht zum 12.09.1999 auf den Weg in die Idylle und Ruhe von Langeland.
Also, nichts wie Tickets in die Tasche (Schifftickets), Angeln in den Kofferraum und los geht’s. Als wir so ca 10 km von unserem Haus wegwaren, bemerkte mein Vater, dass wir die Geldbörse und die Kameras zuhause gelassen haben. Also, wieder auf Nachhause. Ich hab nur darum gebetet, dass dieses Vergessen die einzige Pleite des Urlaubs wird..... doch ich täuschte mich, aber lest weiter. :o) !!
Nach 5 Stunden fahrt und einer halben Stunde Rast auf einem kleinen Parkplatz vor Hannover sind wir dann endlich um 9 Uhr morgens in Kiel angekommen. Das Schiff sollte um 11 Uhr ablegen, so stand es zumindest auf den Tickets. Also haben wir uns mal ein wenig auf den Haven herumbewegt und die Meeresluft genossen. Doch trotzdem wunderten wir uns ständig, warum wir die einzigen waren, die auf das Schiff warteten, denn sonst war der Parkplatz immer überfüllt.
Na gut. Wir bewegten uns um 15 min vor 11 Uhr zur Rezeption. Und was bekamen wir dort zu hören. Ich zitiere :“ Ihr Schiff nach Langeland wird heute aufgrund eines starken Ebbeeinfalls erst gegen 17 Uhr ablegen.“ Der Wind lag an dem Tag sehr ungünstig, und der Wasserpegel der zu der Zeit vorhanden war, hat nicht ausgereicht um ein vollbeladenes Schiff aus dem Hafen von Kiel herauszubringen. Wir haben uns zuerst sehr aufgeregt, doch dann nach Alternativen gefragt. Unsere Schifftickets wurden daraufhin gegen andere eingetauscht und wir bekamen ein wenig Geld wieder. Doch wir mussten zum einlösen der Tickets noch 220 km weiter bis nach Kolding (Dänemark) fahren. Und wir hatten dafür auch nur noch bis 13 Uhr Zeit. Denn genau um 14 Uhr würde die nächste Fähre Abfahren. Ich wollte schon aufgeben, doch mein Vater hat sich ein Herz gefasst und sprang in das Auto. Er drücke das Gaspedal richtig durch, und wir brausten volle knülle in Richtung Kolding. Auf halber Strecke, so ca bei Flensburg, wurden wir dann von der Polizei angehalten, aufgrund dessen, das mein Vater mit 200 km und mehr über die Autobahn gebraust ist. Doch die netten Herren in grün verstanden unsere Lage und ließen uns mit einem Knöllchen in der Tasche weiter fahren. Aber sie haben uns auch gleichzeitig dazu aufgefordert langsamer zu fahren. Wir haben es aber trotzdem tatsächlich geschafft, 20 Minuten vor der Fähre in Kolding zu sein. Welch Erleichterung uns übers Herz kam, nachdem wir angekommen sind, ist unbeschreiblich :o) .
ANKUNFT:
Nach der 2 Stündigen Schifffahrt, sind wir dann endlich auf Langeland angekommen. Mir waren die kleinen Häuschen (die ich persönlich sehr süß finde) und die Umgebung schon recht vertraut vor, da wir bis zu dieser Zeit, die Insel bereits dreimal besucht haben.
Wir haben unsere Agentur gesucht um so schnell wie möglich in unser bereits gemietetes Häuschen zu gelangen. Nach einpaar formalen Gegebenheiten haben wir dann die Schlüssel für unser Domizil und auch für unser Boot bekommen. Dieses 50 m² Häuschen hatten wir nun eine Woche für uns allein. Es hat 500 DM gekostet und hatte eine wunderbare Lage an einem kleinen See, indem sich große Mengen von Karpfen und Welsen tummelten. Doch leider waren diese noch nicht die größten Exemplare. Für das Boot mussten wir 600 DM für die ganze Woche bezahlen. Bei dem Boot waren zwei 20l Benzinkanister beigelegt worden und wir hatten einen schönen Anlegeplatz am Hafen.
Die Eingewöhnungszeit hat nicht lange gebraucht um sich bei uns einzunisten. Während mein Vater noch am selben Tag an den Angeln herumbastelte, hab ich mich ein wenig mit dem Boot und dem Sammeln von Bernsteinen beschäftigt. Am ersten Abend hab ich mindesten 4 Liter Benzin verfahren, aber war ja halb so schlimm. Da Bernsteine ungeschliffen aussehen wie normale Steine, hatte ich bei denen nicht soooooooo viel Glück. Ich fand aber doch ein schönes Exemplar mit einer kleinen Schnecke drin. Da es aber schon sehr spät war und die Knochen müde wurden, musste ich mich müheselig zum Bett schleppen.
Tag 1:
Der Tag begann schon sehr früh für uns, da wir noch die Morgenstunden zum Angeln nutzen wollten. Wir haben unsere müden Knochen um 5 Uhr morgens aus dem Bett bewegt und uns fertig gemacht, um den Kampf anzutreten. Wir haben nachdem wir aus dem Haus gegangen sind noch mal im Angelgeschäft, das schon ab 5.30 Uhr offen hatte vorbei geschaut und uns Wattwürmer (die besten Köder zu der Jahreszeit) gekauft. So gegen 6 Uhr waren wir dann an dem kleinen Hafen und schwenkten unsere Hintern in unser Boot rein. Der erste Angeltag, tat mal wieder richtig gut, nach solch einer langen Zeit wieder seine Rute in das Wasser zu werfen. Der fang war jedoch erst ein wenig träge. Nur 10 Dorsche, 2 Schollen und 3 Köhler. Wir entschlossen uns dann so gegen 12 Uhr wieder den Heimweg einzutreten.
Wir haben für jeden Tag natürlich auch einen Ausflug geplant, sodass der Aufenthalt in Langeland nicht nur aus angeln bestand :o). An den Tag war zu aller Anfangs erst mal ein kleine Stadt in Langeland geplant, doch außer einem Hafen und einpaar Häusern war dort nicht besonders viel los. Also sind wir wieder zu unserem Häuschen zurück gekehrt und beschlossen zu wandern. Wir haben die Ruhe und die teils bergige Landschaft sehr genossen und auch viele Fotos gemacht, doch die Vorfreude auf den nächsten Tag war schon groß.
Tag 2:
Dieser Tag begann auch schon wie der vorherige Tag mit einer kleinen Angeltour. Doch diesmal wollten wir ein wenig mehr an den Bootsrand holen als nur läppische 15 Fische. Wir blieben diesmal zu Anfang, etwas näher am Land. An den Stellen, wo manche einheimische Fischer ihre Netze rausgeworfen haben. Und Tatsache, die Entscheidung etwas näher am Land zu angeln war genial. Aus nur 5 Meter tiefe hab ich meinen zu der Zeit größten Dorsch herausgeholt. Es war der erste Fisch an dem Tag. Der Kampf hat genau 1 Stunde und 12 Minuten gedauert und meine Muskeln schwollen an bis sie aussahen wie die vom Arnold Schwarzenegger ;o). Nach einem beschwerlichen Kampf und 10 Fotographien durch meinen Vater später, hab ich den Fisch ans Boot geholt. Er war 1.43 m lang und wog 31 kg. Ich konnte an dem Tag keine Angel mehr anschauen ;o).
Nachdem wir wieder nachhause gekehrt sind (und diesmal einen fang von über 40 Fischen gemacht haben) haben wir uns auf den Weg gemacht, ein wenig außerhalb der Insel Dänemark zu erforschen. Wir sind dann mit einer Fähre nach Fünen geschiffert und haben uns dort ein wenig umgeschaut. Von dort aus sind wir in die große Stadt Odense gefahren. Wir haben uns dort eine mittelalterliche Burg angeschaut und einpaar Ruinen von Odense dazu. Es war wirklich aufregend sich die verschiedensten Waffen der früheren Krieger anzuschauen, die in der Burg ausgestellt wurden. Am späten Abend kehrten wir dann wieder zurück um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.
Tag 3:
Am Mittwoch sind wir morgens mal ausnahmsweise nicht angeln gefahren, da wir uns die Stadt Kopenhagen anschauen wollten und wir der Meinung waren, dass dieser Ausflug den ganzen Tag in Anspruch nehmen würde. Wir sind vom bekannten Langeland Hafen dann mit einer Fähre bis nach Koror gesegelt :o). Von da aus mussten wir dann über 100 km mit dem Auto zurück legen, um bis nach Kopenhagen zu kommen. Nach einer Stunde fahrt, waren wir soweit, um in Kopenhagen einzudringen. Hätten wir einen kleinen Stadtführer nicht dabei gehabt, hätten wir uns mit 100 Prozentiger Wahrscheinlichkeit verfahren. Denn diese Stadt ist wirklich groß.
Wir suchten erst mal einen Parkplatz für das Auto, um die Stadt zu fuß zu erforschen. Zuerst fanden wir nicht wirklich etwas Sehenswertes, da wir wohl mitten im Stadtzentrum gelandet sind, doch nachdem wir die Orientierung gefunden haben, haben wir uns auf den Weg gemacht die berühmte Kopenhagener Meerjungfrau von Christian Andersen zu finden. Nach etwas suchen, war sie dann endlich vor uns. Doch wir bemerkten, dass der Kopf wiedermal ein neuer war. Aufgrund dessen, dass manchmal irgendwelche Freaks den Kopf absägen, muss er schon mal erneuert werden.
Nachdem wir einpaar Fotos geschossen haben, haben wir uns in Richtung der berühmten Straße „Ströget“ (übersetzt der Strich) gemacht. Der Ströget ist eine vollkommen gerade Straße, die vom Hauptbahnhof zum Königlichen Theater führt und die als die längste Fußgängerzone der Welt gilt. Sie heißt übersetzt der Strich, aufgrund dessen, weil sie so lang und gerade ist, nicht weil’s eine pornographische Straße ist ;o)). Es war einfach wunderbar über diese Straße zu stolzieren und sich die Geschäfte anzugucken. Dort gibt es wirklich alles zu kaufen, von Möbeln oder Kleidung, bis hin zu Elektronikgeräte und die verschiedensten Sportgeräte. Beliebte Modemacher wie Gucci, Kenzo, Versace und Dolce & Gabbana haben auf dem Ströget ihre Läden platziert und präsentieren dort immer ihre neusten Moden. Ein wunderschöner Anblick, doch der Geldbeutel hat da nicht zu lachen. Wunderbar Speisen konnte man natürlich auch in den Nobelrestaurants und auch in den normalen Imbisbuden.
Nachdem wir uns dort von den bösen Geschäften losgerissen haben, sind wir zum Königlichen Theater am Kongens Nytorv gegangen. Es war wirklich wunderschön mit anzuschauen. Es war von außen genau so schön wie von innen, doch wir wollten nicht wirklich so viel Geld für eine Theatervorstellung ausgeben, wie von uns verlangt wurde. Also sind wir wieder aus dem Theater entschwunden und begaben uns in Richtung von Schloss Amalienborg. Dort haben wir uns einen kleinen Schlossführer besorgt und haben uns durch das wunderschöne Schloss, mit seinen Gärten und auch wunderschön ausgestatteten Wänden, führen gelassen. Also wenn man schon mal in Kopenhagen ist, dann muss man dieses Schloss wirklich gesehen haben. Es ist echt ein Traum. Wir sind dann zur späterer Abendstunde am Parlament vorbei wieder in die Innenstadt gegangen. Ich wollte mir aufjedenfall auch noch das Hard Rock Cafe` Kopenhagen anschauen und so sind wir noch mal durch die halbe Stadt gelaufen. An den schönen Fachwerkhäusern und an den vielen Bars und Pubs vorbei. Im Hard Rock Cafe` haben wir uns dann so ca eine halbe Stunde aufgehalten, und dann war es auch schon wieder so weit, den Heimweg anzutreten.
Wir sind dann über Nakskov mit der letzten Fähre wieder nach Langeland geschiffert. Als wir wieder an unserem Hüttchen angekommen sind, war es bereits 23 Uhr und wir waren sehr müde.
Tag 4:
Der Donnerstag sollte ganz allein meiner Lieblingsbeschäftigung dienen.... dem ausruhen und entspannen. Da wir noch von Vortag sehr geschwächt waren, ist am Donnerstag auch nicht sonderlich viel passiert. Also werde ich mal einen Tag weiter schalten ;o) !!!
Tag 5:
Wieder vom Entosiasmus gepackt und mit neuer Frische am Werk, legten wir am Freitag schon um 4 Uhr morgens mit dem Angeln los. Es war alles noch Stockenduster und ich habe die Ausfahrt aus dem Hafen kaum gesehen. Ich bin mit dem Boot oft an andere gestoßen und mein Dad war nur am schimpfen ;o). Nachdem ich ihn ans Steuer gelassen hab und er noch weniger Erfolg hatte als ich, hat er mich wieder fahren gelassen. Nach einpaar atemberaubenden Minuten, haben wir es aber schließlich doch geschafft uns mit dem Boot an den Felsen und Steinen vorbeizuschlängeln und unser Ziel war diesmal das große Belt. Dazu waren wir dann mehr als eine Stunde mit dem Boot unterwegs. Doch der aufwand hat sich doch gelohnt. Nachdem wir angekommen sind, erwartete uns schon eine Fischschar wie selten zuvor. Kaum hatten wir die Angeln im Wasser begannen die ersten bisse. Das Problem war, dass wir nun mit dem Pater Noster System geangelt haben. Bei dem System hat man sofort 3 oder 4 Haken an einer Angelschnur angebracht, sodass man mehr Fische mit einem Schlag rausholen kann. So nachdem wir zwei Stunden geangelt haben, bog sie auf einmal die Angel meines Vaters ziemlich heftig. Er schreckte zurück und stieß den ganzen Angelkasten, wo die meisten Haken und die ganzen Utensilien drin waren um, sodass sich das ganze Zeug im Boot verteilte.
Während mein Vati seinen Megafisch am reinziehen war, konnte ich die Drecksarbeit erledigen und die ganzen Utensilien wieder aufsammeln. Nach einem Kampf um Leben und Tod, der genau 2 Stunden und 23 Minuten dauerte, zog er seine Beute langsam aufs Boot. Ich sah den (ersten) Fisch auf uns zu kommen, und ich bewaffnete mich schon einmal mit einem Haken, mit dem ich den Fisch an Land ziehen wollte.
Doch was war DAS????? An der Angel hing nicht nur einer.... sondern vier. Und nicht gerade die kleinsten. Ganz oben am ersten Haken, war ein Dorsch dran, der ein Gewicht von 16 kg hatte und eine Länge von 1.05m. Am zweiten Haken hing ein Seelachs, mit dem Gewicht von 8 kg und einer Länge von 68cm. Am dritten Haken hing wieder ein Dorsch, mit dem Gewicht von 12 kg und der Länge von 89cm. Und an letzter Stelle hing ein seltener Besucher unseres Angelurlaubs. Nämlich ein Heilbutt. Dieser Plattfisch hatte den Durchmesser von 60 cm. Er wog 15kg und war wirklich ein Riese.
Welch Glück, dass mein Vater gerade seine einser Schnurr dran hatte. Denn ohne die, wäre dieser Wunderbare fang verloren gegangen.
Um 17 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Domizil begeben. Wir haben an dem Tag 127 Fische an Bort geholt. Mit Abstand war das unser bester und auch gleichzeitig letzter Angeltag. Denn leider stand die Abfahrt kurz bevor. Wir legten uns noch ein letztes mal in unsere Bettchen schlafen.
Letzter Tag:
Am Samstag ist in unserem Hüttchen nicht sonderlich viel passiert, da wir schon um 11 Uhr unser Haus geräumt haben und uns auf den Heimweg gemacht haben.
Der Heimweg verlief eigentlich sehr Komplikationsfrei. Wir sind dann mit der normalen Föhre von Langeland bis nach Kiel geschifft und dann wieder ab nachhause. Und so kamen wir wieder unbeschadet zu hause an. Den Fischvorrat hatten wir eine sehr lange Zeit in der Kühltieftruhe. So hat man das Geld für den Urlaub wieder herausbekommen, denn hätten wir uns den Fischvorrat selber kaufen müssen, dann hätten wir noch mehr bezahlen müssen, als wenn wir jetzt selber am angeln waren. Denn ein Kilo Dorsch kostet ja heut schon an die 10 DM. Oder vertu ich mich da? Naja, egal ;o)......
So eins muss ich noch hinzufügen, denn wer heutzutage nach Langeland will, kann nicht mehr über Kiel hinkommen, denn diese Schiffsrute hat Pleite gemacht, aufgrund dessen, dass zu wenig Leute diese Rute benutzt haben..... schade deswegen.
ENDE.......
So das war mein kleines Abendteuer für heute...... ist ja doch ziemlich lang geworden ;o) hab mit weniger gerechnet........
Ich bedanke mich sehr für das Lesen und ich hoffe man ließt sich wieder.....
Gruß euer goregrind.....
Und wie immer ein Knutschi an alle die es haben wollen ;o))))
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