Dawn of the Dead (DVD) Testbericht

ab 10,53
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Erfahrungsbericht von MOFFt

NEUVERFILMUNG EINES HORROR-KLASSIKERS

Pro:

zeitgemäßer Remake eines Klassikers, einige Effekte, gute Musik, viel Blut, erst ab 18 (gerechtfertigt), Auflockerung durch Übertreibungen bzw. Gags, gutes Bonusmaterial

Kontra:

sicher nicht jedermans Geschmack

Empfehlung:

Ja

Nervenzerfetzend Spannend! so soll Dawn of the Dead (Directors Cut 2004) laut TV Movie sein. Ob der erst kürzlich in unseren Kinos laufende Horrorstreifen hält was TV-Movie verspricht, werden wir in diesem Bericht erfahren.



=ALLGEMEIN===

Ich habe den Streifen nicht im Kino gesehen, ihn aber von meiner Schwester auf DVD geschenkt bekommen. Dabei handelt es sich um einen Directors Cut (2004)
Das Original (Zombie I - Dawn of the Dead) war ja eine Low-Budget Produktion von George A. Romero mit Tom Savini und David Emge, schwarz/weiß und ein Klassiker unter den Horrorstreifen. Leider hab ich den bis dato noch nicht gesehen, was ich aber demnächst nachholen werde.
2004 folgte also eine (erneute?) Verfilmung des Klassikers unter der Regie von Zack Snyder.
Natürlich in Farbe, damit das viele Blut so richtig zur Geltung kommt, darf man sich auf 105 Minuten Zombie-Horror freuen, vorausgesetzt natürlich man ist 18 Jahre alt, da die DVD keine Jugendfreigabe gemäß JuSchG FSK erhalten hat (ab 18)

Ich habe die DVD wie gesagt geschenkt bekommen, daher kann ich hier keinen aktuellen Preis nennen, ich denke aber er liegt irgendwo zwischen 10 und 15 Euro.
Das Cover zeigt ähnlich dem Original (gibts übrigens derzeit um 18 EUR bei Amazon / ab 16 Jahre), einen Zombie zur Hälfte auf der linken Seite. Ansonsten ist fast das gesamte Cover weiß mit weinroter Aufschrift des Titels und exklusiver Directors Cut.
Die Rückseite lässt schon auf zu erwartende Szenen schließen, allerlei Zombies laufen hier herum und mit roter Farbe wurde auch schon bei der Gestaltung der Rückseite nicht gespart. Eine kurze Story, paar Infos und eine Übersicht zum Bonusmaterial, passend in die Gestaltung eingearbeitet runden das ganze ab.



=STORY===

Eine Seuche dezimiert die Menschen. Doch sie sterben nicht einfach, sondern werden zu Zombies, lebenden Untoten. Die natürlich werden, wie es sich für einen Zombie gehört, getrieben von der Gier nach Menschenfleisch und so machen diese Jagd auf die Überlebenden.
Die noch wenigen Überlebenden suchen Schutz in einem Einkaufzentrum, wo die Zombies aber nicht lange auf sich warten lassen ...



=EINDRUCK/MEINUNG===

Bei Dawn of the Dead wurde nicht mit Blut gespart. Es rinnt nur so aus Kübeln. Da die wenigen Überlebenden schnell dahinter kommen wie man die Zombies töten kann, und zwar nur indem man deren Kopf/Hirn zerstört, gibts bei dem Film allerlei Headshots.
Da sieht man dann auch schon mal einige zermatschte Stückchen durch die Gegend fliegen, wobei ihnen einige neue Effekte geholfen haben, wie im Bonusmaterial zu sehen ist.
Man sieht sich den Streifen an in dem einige grausige Szenen vorhanden sind. Ein richtiges Gruseln kommt zwar nicht auf, aber ein paar Schreckmomente sind schon versteckt. Wer auf reinen Nervenkitzel steht, muss wohl eher in der Kategorie Psycho-Horror kramen. Dawn of the Dead spielt eher in der blutfließenden Splatter-Liga (wenn auch nicht in der extremen)
Leider ist viel zu oft vorauszusehen, was als nächstes passiert, bzw. wen die Zombies als nächstes erwischen, aber das ist man von der Art Filme ja meist sowieso gewohnt.

Schauspierische Leistungen darf man sich nicht wirklich erwarten, obwohl ich hier auch keine richtigen Patzer vermerken kann. Durchwegs durchschnittliche bis gute Leistung würd ich sagen.

Vom Sound her wurden gute Songs draufgepackt, ich denke der Soundtrack wäre auch empfehlenswert. Fetzig gehts hier meist ab, passend zum Zombigemetzel heizt die Musik das Geschehen zusätzlich an.

An vielen Stellen wurde das ganze scheinbar gewollt übertrieben, wobei man dann oft schmunzeln muss, obwohl das Blut nur so spritzt. Irgendwie erinnerten mich da gewisse Szenarien immer an Kill Bill 1, wo Uma ebenfalls allerlei Blut vergoß mit ihrem Abtrennen von Gliedmaßen. Zusätzlich zu den Übertreibungen, wie sie eben in Splatterfilmen immer wieder vorkommen, gibts dann auch noch einige Szenen die mit auflockernden Gags versehen sind. Gewisse Meldungen über neue Zombies treiben einem doch den ein oder anderen Grinser ins Gesicht.

In Summe eine blutiges, zombie-gespicktes Remake eines Klassikers (wobei ich diesen noch nicht gesehen habe) mit einigen Effekten, guter Musik und netten Gags bzw. Schmunzler zur Auflockerung.



=DVD===

Es handelt sich hier um eine PAL2 DVD, mit widescreen Bild 2.35:1
Den Sound gibts in deutsch und englisch, jeweils in DD 5.1
Untertitel ebenfalls in deutsch und englisch

Wie bereits erwähnt sind Bild und Ton in sauberer Qualität, die Musik passend und anheizend zum den einzelnen Szenen.
Am Bonusmaterial wurde auch einiges mit draufgepackt.
Neben den Standard-Bonus-Add-ons wie Trailer, Kommentar vom Regiesseur usw., lässt man den Zuseher hinter einige Effekte blicken, mit denen die so zahlreichen Headshots/Kopfschüsse erzeugt wurden. Mit speziellen Perücken und kleinen Sprengsätzen flogen so Kopfteile durch die Luft. Zwischendurch mal wieder etwas Gehirnmasse, die auch speziell von Maskenbildnern angerührt wurde - sehr lecker! Für die nötigen Blutspritzer sorgte ein Pack, den die Schauspieler am Rücken trugen und selbst im richtigen Moment auslösen konnten. Sehr eindrucksvoll und all das sieht man kompakt im treffenden Bonus - hämmernde Kopfschmerzen, die Anatomie der explodierenden Schädel.



Ich hoffe ich konnte Euch ein paar Eindrücke dieses Zombie-Gemetzels geben, mir hat der Film, Aufmachung, Musik und Effekte eigentlich gut gefallen. Dawn of the Dead ist sicher kein Film, den man sich sehr oft ansehen muss, aber wer auf Horror-Filme steht sollte hier auf jeden Fall mal reinschnuppern.


Dank fürs lesen ... heute schon geMOFFt?

25 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    06.02.2005, 12:07 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ... das Original von Romero immer noch ein wenig besser finde.