Erfahrungsbericht von t_durden
Es war einmal ein Meisterwerk...
Pro:
nette Effekte, Kevin Zegers
Kontra:
Story, Jack Snyder
Empfehlung:
Nein
Dekonstruktion eines Klassikers. Eigentlich bräuchte ich gar nicht mehr zu schreiben, denn mit der 2004er Version hat es Regisseur Zack Snyder geschafft einen Klassiker der Filmgeschichte mehr zu verstümmeln als ich es mir in meinen schlimmsten Alpträumen hätte ausmalen können.
Inhalt
-------------
Story
Cast & Crew
Fazit
Datenblatt
:: Story ::
Ich werde nachfolgend auch Original-Story mit einfließen lassen um aufzuzeigen wie sehr das Original verschandelt wurde. Dawn of the Dead ist eigentlich ein Zwischenspiel – zu erst war Night of the Living Dead, der Zombie Horrorklassiker schlecht hin. Damals noch von George A. Romero in schwarz/weiß gedreht und in den 80er als akribisches Remake in Farbe. Abschluss der Trilogie war Day of the Dead, der härteste Teil der Serie, was sicherlich auch daran lag das Special Effects Genie Tom Savini leider nicht mehr an Bord war. Er hat trotz vieles Spielereien immer ein gewisses vertretbares Level eingehalten.
Nach dem in Night of the Living Dead die Toten über erste Teile der Vereinigten Staaten eingefallen sind setzt das Original in Mitten einer Fernsehsendung ein, während im Hintergrund ein Fernsehmensch samt Freundin ihre Flucht vorbeireiten. Nach dem sie noch einen Freund per Helikopter abgeholt hatten und nur mit Mühe und Not den Untoten entkommen konnten, müssen sie auf einer riesigen Shopping Mall notlanden. Aus der Not eine Tugend machend richten sie sich häuslich ein um der Dinge zu harren die da kommen mögen. Zack Snyders Machwerk setzt zwar ebenso abrupt ein, geht aber davon aus, dass erst in den ersten Minuten die Zombies über die Menschheit herfallen. Aus den beiden Fernsehleuten als Hauptcharaktere wurde eine junge Krankenschwester und etwas später gesellt sich noch eine ganze Riege dazu. Angefangen vom Cop, Shopclerk, Gangster samt schwangerer Freundin und ein paar Hill Billies sind auch noch mit von der Partie. Genauso wie im Original verschlägt es sie in ein Einkaufszentrum in dem sie auf drei Wachleute treffen. Im Gegensatz zur 78er Version liegt das Kaufhaus aber nicht in der Pampa sondern direkt an einer Stadt und so gibt es auch noch Kontakt zu einem benachbarten Überlebenden. Das alles mag sich zwar ganz nett anhören und es entstehen auch ein paar interessante Situationen, zerstört aber gänzlich Romeros Idee der Kritik an unserer Konsumgesellschaft. Dem war sich wohl auch Snyder bewusst und so mutet es fast schon wie ein Schlag ins Gesicht an wenn er die Charaktere offen über die Motive der Zombies spekulieren lässt, denn es dauert nicht lange bis die Mall von tausenden von Zombies umstellt ist.
Dazu gesellen sich dann diverse halbfertige und unausgereifte bis total unnötige Subplots wie der schwule Orgelspieler oder das Zombiebaby. Hallo!? Das ist weder schockierend noch spannend, sondern einfach nur noch lächerlich – außerdem haben wir das jetzt auch schon hunderte Mal gesehen.
Ohne für all die, die den Film vielleicht noch sehen wollen, zu sehr auf kleine Details einzugehen, sei vielleicht noch gesagt, dass Synder es auch geschafft hat das offene, aber zum nachdenken anregende Ende des Originals zu zerstören. Während also hier eine Fortsetzung (glücklicherweise) eher zweifelhaft ist, dreht Romero gerade an dem (inoffiziellen) vierten Teil.
:: Cast & Crew ::
Wie für einen Horrorfilm üblich besteht die Riege aus Darstellern größtenteils aus eher unbekannten Schauspielern oder aber Personen die ihrer Karriere einen kleinen Schub geben wollen. Bis auf einen Schauspieler finde ich auch das der Film unpassend gecastet worden ist, da gänzlich auf zielgruppenorientierte Stars verzichtet worden ist. So sollte wohl als einziger Kevin Zegers das junge weibliche Publikum ins Kino locken, was er auf seine etwas naive Art und Weise auch sicherlich geschafft hat.
Von Rhames dagegen als bulliger Cop will so gar nicht in den Film passen und stört eigentlich eher. Selbiges gilt für Sarah Polley die ich sicherlich nicht gut in Erinnerung halten werden, denn sie würde überhaupt nicht auffallen wenn sie nicht zufällig die Hauptrolle übernommen hätte.
Zu Jack Snyder dem Regisseur gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da er sowieso noch nichts gemacht hat und beim Drehbuchautor James Gunn fange ich besser erst gar nicht an. Wer diverse Troma Drehbücher geschrieben hat, von dem darf man nichts Besonderes erwarten. Erstaunlich ist nur seine Karriere von Troma zu Scooby Doo zu Dawn of the Dead - Fotos belegen sein scheinbar etwas durch geknalltes ich.
:: Fazit ::
Warum gebe ich dem bloß noch 3 Sterne wenn ich eigentlich bisher nichts besonderes gefunden habe? Gute Frage, vielleicht liegt es daran das einige Stellen des Films einfach sehr unterhaltsam waren. Sie mögen nicht das schlechte Gesamtwerk ausmerzen, aber doch schaffen sie es etwas Spaß zu machen. Außerdem sind viele der Effekte von erstaunlich hohem Niveau. Natürlich darf man darüber streiten ob Effekt ein einem Horrorfilm überhaupt von hohem Niveau sein können, aber Dawn of the Dead kann in diesem Fall tatsächlich überzeugen!
Von daher empfehle ich den Film allen Fans des Genre (insbesondere Splatterfreunde), rate aber seriösen Filmfreunden eher ab. Und wer wirklich einen guten Film sehen möchte der sollte vielleicht zur 78er greifen.
:: Datenblatt ::
Titel: Dawn of the Dead
Originaltitel: Dawn of the Dead
Land: USA
Laufzeit: 100min, 109min (DC) / Farbe
Darsteller: Sarah Polley, Von Rhames, Kevin zegers, uvm.
Regie: Jack Snyder
Freigabe: ab 18 Jahren
Copyright t_durden @ ciao / yopi / dooyoo 2004
Inhalt
-------------
Story
Cast & Crew
Fazit
Datenblatt
:: Story ::
Ich werde nachfolgend auch Original-Story mit einfließen lassen um aufzuzeigen wie sehr das Original verschandelt wurde. Dawn of the Dead ist eigentlich ein Zwischenspiel – zu erst war Night of the Living Dead, der Zombie Horrorklassiker schlecht hin. Damals noch von George A. Romero in schwarz/weiß gedreht und in den 80er als akribisches Remake in Farbe. Abschluss der Trilogie war Day of the Dead, der härteste Teil der Serie, was sicherlich auch daran lag das Special Effects Genie Tom Savini leider nicht mehr an Bord war. Er hat trotz vieles Spielereien immer ein gewisses vertretbares Level eingehalten.
Nach dem in Night of the Living Dead die Toten über erste Teile der Vereinigten Staaten eingefallen sind setzt das Original in Mitten einer Fernsehsendung ein, während im Hintergrund ein Fernsehmensch samt Freundin ihre Flucht vorbeireiten. Nach dem sie noch einen Freund per Helikopter abgeholt hatten und nur mit Mühe und Not den Untoten entkommen konnten, müssen sie auf einer riesigen Shopping Mall notlanden. Aus der Not eine Tugend machend richten sie sich häuslich ein um der Dinge zu harren die da kommen mögen. Zack Snyders Machwerk setzt zwar ebenso abrupt ein, geht aber davon aus, dass erst in den ersten Minuten die Zombies über die Menschheit herfallen. Aus den beiden Fernsehleuten als Hauptcharaktere wurde eine junge Krankenschwester und etwas später gesellt sich noch eine ganze Riege dazu. Angefangen vom Cop, Shopclerk, Gangster samt schwangerer Freundin und ein paar Hill Billies sind auch noch mit von der Partie. Genauso wie im Original verschlägt es sie in ein Einkaufszentrum in dem sie auf drei Wachleute treffen. Im Gegensatz zur 78er Version liegt das Kaufhaus aber nicht in der Pampa sondern direkt an einer Stadt und so gibt es auch noch Kontakt zu einem benachbarten Überlebenden. Das alles mag sich zwar ganz nett anhören und es entstehen auch ein paar interessante Situationen, zerstört aber gänzlich Romeros Idee der Kritik an unserer Konsumgesellschaft. Dem war sich wohl auch Snyder bewusst und so mutet es fast schon wie ein Schlag ins Gesicht an wenn er die Charaktere offen über die Motive der Zombies spekulieren lässt, denn es dauert nicht lange bis die Mall von tausenden von Zombies umstellt ist.
Dazu gesellen sich dann diverse halbfertige und unausgereifte bis total unnötige Subplots wie der schwule Orgelspieler oder das Zombiebaby. Hallo!? Das ist weder schockierend noch spannend, sondern einfach nur noch lächerlich – außerdem haben wir das jetzt auch schon hunderte Mal gesehen.
Ohne für all die, die den Film vielleicht noch sehen wollen, zu sehr auf kleine Details einzugehen, sei vielleicht noch gesagt, dass Synder es auch geschafft hat das offene, aber zum nachdenken anregende Ende des Originals zu zerstören. Während also hier eine Fortsetzung (glücklicherweise) eher zweifelhaft ist, dreht Romero gerade an dem (inoffiziellen) vierten Teil.
:: Cast & Crew ::
Wie für einen Horrorfilm üblich besteht die Riege aus Darstellern größtenteils aus eher unbekannten Schauspielern oder aber Personen die ihrer Karriere einen kleinen Schub geben wollen. Bis auf einen Schauspieler finde ich auch das der Film unpassend gecastet worden ist, da gänzlich auf zielgruppenorientierte Stars verzichtet worden ist. So sollte wohl als einziger Kevin Zegers das junge weibliche Publikum ins Kino locken, was er auf seine etwas naive Art und Weise auch sicherlich geschafft hat.
Von Rhames dagegen als bulliger Cop will so gar nicht in den Film passen und stört eigentlich eher. Selbiges gilt für Sarah Polley die ich sicherlich nicht gut in Erinnerung halten werden, denn sie würde überhaupt nicht auffallen wenn sie nicht zufällig die Hauptrolle übernommen hätte.
Zu Jack Snyder dem Regisseur gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da er sowieso noch nichts gemacht hat und beim Drehbuchautor James Gunn fange ich besser erst gar nicht an. Wer diverse Troma Drehbücher geschrieben hat, von dem darf man nichts Besonderes erwarten. Erstaunlich ist nur seine Karriere von Troma zu Scooby Doo zu Dawn of the Dead - Fotos belegen sein scheinbar etwas durch geknalltes ich.
:: Fazit ::
Warum gebe ich dem bloß noch 3 Sterne wenn ich eigentlich bisher nichts besonderes gefunden habe? Gute Frage, vielleicht liegt es daran das einige Stellen des Films einfach sehr unterhaltsam waren. Sie mögen nicht das schlechte Gesamtwerk ausmerzen, aber doch schaffen sie es etwas Spaß zu machen. Außerdem sind viele der Effekte von erstaunlich hohem Niveau. Natürlich darf man darüber streiten ob Effekt ein einem Horrorfilm überhaupt von hohem Niveau sein können, aber Dawn of the Dead kann in diesem Fall tatsächlich überzeugen!
Von daher empfehle ich den Film allen Fans des Genre (insbesondere Splatterfreunde), rate aber seriösen Filmfreunden eher ab. Und wer wirklich einen guten Film sehen möchte der sollte vielleicht zur 78er greifen.
:: Datenblatt ::
Titel: Dawn of the Dead
Originaltitel: Dawn of the Dead
Land: USA
Laufzeit: 100min, 109min (DC) / Farbe
Darsteller: Sarah Polley, Von Rhames, Kevin zegers, uvm.
Regie: Jack Snyder
Freigabe: ab 18 Jahren
Copyright t_durden @ ciao / yopi / dooyoo 2004
11 Bewertungen, 1 Kommentar
-
13.04.2006, 12:14 Uhr von luna1011
Bewertung: sehr hilfreichEin toller Bericht! Eindeutig sn!! Gruß luna1011




Bewerten / Kommentar schreiben