Dawn of the Dead (DVD) Testbericht

ab 10,53
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Erfahrungsbericht von T_Goose

Die Hölle auf Erden

Pro:

spannend, tolle Effekte, Schauspieler

Kontra:

teilweise vorhersehbar

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Community. Mit Dawn of the Dead” läuft in unseren Kinos derzeit ein Remake des Klassikers von 1978. Ich kenne zwar das Original nicht, aber trotzdem interessierte mich der Film, da die Menschheit von blutrünstigen Zombies ausgetrottet zu werden scheint und sich ein blutiger Kampf ums Überleben entwickelt. Das hörte sich doch nach einem spitzen Splatter-Movie an, den ich mir nicht entgehen lassen wollte und so habe ich den Film gestern Abend gesehen. Um das ganz noch etwas besser wirken zu lassen, natürlich in der Spätvorstellung.

.:: Story ::.

In Everett im US-Staat Wisconsin bricht urplötzlich eine unheimliche Seuche aus. Menschen haben sich in willenlose Zombies verwandelt, die nur noch an das eine Denken, sich am Fleisch der überlebenden zu laben. Ana ( Sarah Polley ) bekommt dies hautnah mit. Ihre Familie ist von dieser Seuche ebenfalls befallen und nur mit viel Glück gelingt es ihr die Flucht, kurz bevor ihr Mann sie beißen und somit infizieren kann. Doch die Flucht gestaltet sich nicht gerade einfach, da inzwischen immer mehr Menschen zu blutrünstigen Zombies geworden sind und es scheinbar keine Rettung gibt.

Ana trifft auf eine Gruppe von Überlebenden. Unter ihnen ist der Cop Kenneth ( Ving Rhames ), der weiß, dass sie in einem großen Einkaufszentrum Schutz finden können. Ana schließt sich Kenneth und noch drei anderen weiteren Überlebenden an, um in den Schutz des Einkaufszentrums zu kommen. Doch dort werden sie vom Sicherheitsdienst nicht gerade rosig empfangen, da diese nicht mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Doch schnell merken sie, dass sie nur gemeinsam gegen die Zombies gewinnen können.

Auch wenn dort noch keine Zombies sind, so werden die Massen von ihnen vor den verschlossenen Toren immer mehr. Es scheint keinen Ausweg zu geben und die letzten nicht infizierten Menschen scheinen dem Tod nahe zu sein. Doch dann hat Steve ( Ty Burrell ) eine Idee. Er besitzt eine Yacht, mit der man auf den Michigan See fahren und dort auf einer einsamen Insel überleben kann.

Gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie alle sicher vom Einkaufszentrum in den Hafen kommen, während die Zombies versuchen, die sicher zu scheinende Festung einzunehmen...

.:: Meinung ::.

Die Story des Films ist schnell erzählt gewesen und sie gibt auch nicht sonderlich viel her. Eine geheimnisvolle Seuche, keiner weiß wo sie herkommt, verwandelt ahnungslose Menschen plötzlich in blutrünstige Zombies, die die restlichen normalen Menschen fressen wollen. Ein paar Überlebende können sich in Sicherheit bringen und überlegen, wie sie den Zombies entgültig entkommen können. Das ist dann auch schon alles. Aber ich finde, dass dies für den Film völlig ausreichend ist, da es doch eher um den Kampf Menschheit gegen die Zombies geht und dafür braucht man einfach nicht mehr.

Was mich aber dagegen deutlich mehr gestört hat ist, dass der Film einige Fragen offen lässt. So bricht ohne Vorwarnung eine geheimnisvolle Seuche aus, die die Menschen zu Untoten werden lässt. Dies geschieht scheinbar von einen auf den anderen Moment. Wer jetzt aber im Verlauf des Films auf eine Antwort wartet, warum dies so ist, den muss ich leider enttäuschen. Der Film endet, ohne eine Lösung dessen zu geben, was ich nicht so gelungen finde. So wirkt der Film für mich nicht als Abgeschlossen, sondern ist eher als Ausschnitt eine Reihe zu sehen, die noch weiter fortgesetzt werden kann und hoffentlich auch wird, damit die offenen Fragen beantwortet werden.

Die meiste Zeit spielt sich in einem Einkaufszentrum ab, da die scheinbar einzigen Überlebenden dort Schutz vor den Zombies finden. Diese Idee finde ich sehr gut gelungen. Auf der einen Seite finden sich die Überlebenden im Prinzip in einem Paradies, da sie sich im Einkaufszentrum mit allen ausstatten und eindecken können, was sie schon immer wollten, aber bisher nicht leisten konnten. Auch wenn der Anführer der Kaufhaus-Security dagegen ist, so toben sie sich richtig aus, als dieser in die Gewahrzelle gebracht wird. Bei ihrer hemmungslosen Shoppingtour vergessen sie die Sorgen, die nicht weit von ihnen entfernt sind. Denn auf der anderen Seite sammeln sich immer mehr Zombies vor den Türen der Shopping-Mall und versuchen, diese zu stürmen.
Vor allen vom Dach aus hat man einen guten Überblick auf das, was scheinbar unmittelbar bevorsteht. Die zahlreichen Zombies wollen in die Mall. Doch man kann auch deutlich sehen, dass die Zombies willenlos und dumm sind und blindlings in ihr Verderben rennen.

Die Szenen, in denen die Zombies abgeschlachtet werden, sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Angreifende Zombies sind mit dem bleichen, blutverschmierten Gesicht und den ausdruckslosen Augen wirklich sehr gut getroffen und man kann sich schon vor ihnen fürchten. Noch besser sind aber die Szenen, in denen sie abgeschossen oder sogar mit einer Kettensäge regelrecht abgeschlachtet werden. Da platzt hier der Oberkörper und dort der Kopf auf und eine Menge Blut und andere Körperteile fliegt durch die Gegend. Wer kein Blut sehen kann, für den sind diese Szenen ganz eindeutig nichts. Somit finde ich auch die Altersfreigabe von 18 Jahren mehr als gerechtfertigt, da diese Bilder nicht von jedermann gesehen werden sollten.

Die Spannung im Film finde ich anfangs ziemlich hoch, da ich eben nicht wusste, wie die Menschen zu Zombies geworden sind und was nun weiter passiert. Auch gab es einige Stellen, die ich nicht gerade erwartet hatte und so auch zahlreiche Schockmomente vorhanden sind. Das ist gut und hat mir ausgezeichnet gefallen. Doch spätestens ab der Mitte des Films, gibt’s es eine Wendung. Es gibt nichts neues mehr und es ist nun mal einfach klar, dass sie versuchen werden, aus dem Einkaufszentrum zu fliehen. Das sie es versuchen, den Hafen zu erreichen und wer von ihnen letztendlich da dort ankommt, war für mich auch schon recht früh ersichtlich. Und so hat es mich auch nicht gewundert, dass es so eingetreten ist. Daher kann ich sagen, dass ich von der ersten Hälfte begeistert war, allerdings von der zweiten Hälfte doch enttäuscht gewesen bin. Die Länge des Films fand ich zwar gut und es gab auch kaum eine Stelle, die sich gezogen hat, aber das auch nur, weil ich den Film im zweiten Teil einfach nur noch zum Lachen fand und mich daran erfreut habe, wenn wieder einmal ein Zombie zermetzelt wurde.

Die schauspielerischen Leistung möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz erwähnen. Mir ist kein Name ein Begriff gewesen, was aber bei solchen Filmen nichts zu sagen hat. Ich finde aber, dass die Schauspieler ihre Rolle allesamt gut gemacht haben. Besonders hervorheben möchte ich allerdings Sarah Polley. Sie spielt die Krankenschwester Ana, deren Familie ebenfalls zu Zombies geworden sind. Sie versucht im Film immer wieder die anderen davon zu überzeugen, die Zombies doch am Leben zu lassen, da es vielleicht doch noch eine Rettung für sie gibt, des weitern hat sie auch immer ein führsorgliches Auge auf die anderen Überlebenden. Ich finde, dass sie ihre Rolle sehr gut spielt und sie eine große Bedeutung für den Film hat.

.:: Daten zum Film ::.

Land / Jahr : USA 2004
Titel : Dawn of the Dead
Verleih : Columbia Tristar
Länge : 97 Minuten
FSK : ab 18 Jahren
Regie : Zack Snyder
Schauspieler : Sarah Polley ( Ana ), Ving Rhames ( Kenneth ), Jake Weber ( Michael ), Ty Burrell ( Steve ), Mekhi Phifer ( Andre ), Michael Kelly ( CJ ), Kim Poirier ( Monica ), Lindy Booth ( Nicole ), Kevin Zeegers ( Terry ), Matt Frewer ( Frank )
Kinostart : 15.04.2004
Internet: http://www.movies.uip.de/dawnofthedead

.:: Fazit ::.

Dawn of the Dead ist ein wahrer Genuss für Splatter-Fans. Die Story ist zwar recht schwach, dafür sind die Splatter-Szenen deutlich besser und beleben den Film an zahlreichen Stellen. Die Spannung ist anfangs hoch, verebbt aber im Verlauf des Films. Das Ende lässt einige Spekulationen offen, wie das Leben auf der Erde denn nun weitergeht. Alles im allem fand ich den Film gelungen und vergebe daher auch 4 Sterne. Empfehlenswert halte ich den Film für Zombie-Fans, denen bereits 28 Days Later oder Resident Evil gefallen hat. Ansonsten lasst von dem Film besser die Finger.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit

Ciao T_Goose

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • TokeiIhto

    10.05.2004, 08:04 Uhr von TokeiIhto
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht - den Streifen muss ich mir mal ansehen. VLG Wolfgang