Debil - Die Ärzte Testbericht
ab 9,38 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von The_Wishmaster
Zu spät, die Ärzte kommen!
Pro:
...
Kontra:
...
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Heute möchte ich mal über \"Die Ärzte\" schreiben. Das entsprechende Album nennt sich \"Debil\" und ist das zweite Album der Berliner Band. Veröffentlicht wurde es im Jahre 1984 und landete prompt auf dem Index. Kein Wunder, enthält es doch die Kultsongs wie \"Claudia und ihr Schäferhund\" oder das \"Schlaflied\". Dass sich die Musik damals natürlich nicht mit den heutigen Werken der Ärzte verglichen werden kann, sollte eigentlich klar sein. Man geht wesentlich rauer und ungeschliffener zu Werke, ist auf der lyrischen Seite eine ganze Ecke böser und unkonventioneller als heute. Aber widmen wir uns doch einfach dem Album...
1.) ~ Ärzte Theme (Instrumental) ~
Dieser knapp zweiminütige Opener ist recht gitarrenbetont, hat aber unverkennbar einen bluesigen Touch. So wird zumindest schon einmal auf die bevorstehenden Songs neugierig gemacht, wenngleich der Titel selbst nicht gerade zu den Highlights zählt.
7/10
2.) ~ Scheißtyp ~
Schrammelnd setzen nun die ersten E-Gitarren ein, dazu spricht Bela B.(Oder Frain Urlaub? Verwechsel ich die beiden mal wieder?) mehr als dass er singt, sowohl in den Strophen als auch im durch einen \"Uhuhuh\"-Chor unterstützen Refrain. \"Ey Sahnie - Basssolo!\" - \"Ich trau mich nicht!\" - ein erster Brüller ist nur ganz leise im Hintergrund zu vernehmen, sorgt bei mir aber für großes Gelächter. Gut so, denn der Song an sich ist recht simpel und unspektakulär, kann mich nicht unbedingt überzeugen.
6,5/10
3.) ~ Paul ~
Mit poppigen Melodien geht es nun weiter und diesen Song kannte ich zuvor schon. Die Gitarren werden clean gespielt, das Drumming dazu ist locker und flockig im Midtempo gehalten und man bekommt alleine von der instrumentalen Seite einfach nur gute Laune vermittelt. Dazu gesellt sich ein Text, der vor Brüllern nur so strotzt:
\"Paule heißt er, ist Bademeister im Schwimmbad an der Ecke,
Paule heitß er, ist Bademeister und er bringt kleine Mädchen zur Strecke!\"
Auf jeden Fall eines der Highlights des Albums, ganz klar. Auch \"Paul\" ist zwar nicht gerade anspruchsvoll, macht aber einfach Laune.
9/10
4.) ~ Kamelrally ~
Nach einem kurzen Intro (dauert nur knapp vier Sekunden) setzt man hier zu einer Art Ballade an. Gesungen wird der Titel im übrigen von Bassist Sahnie, der aber nicht gerade überzeugen kann. Es wirkt alles ein wenig lustlos vorgetragen und seine Stimme ist auch nicht gerade sonderlich ausdrucksstark.
\"Warum kommst Du nicht? Du weißt ich wart auf Dich,
ich sitz schon Stunden hier und denk an Dich.\"
Na immerhin gibt es den Rest der Ärzte im Hintergrund-Chor, das rettet den Song ein wenig. Insgesamt haben wir es hier aber wieder mit einem Titel zu tun, den man gut ein paar Mal anhören kann, nach längerer Zeit aber sicher skippen wird, zumindest geht es mir inzwischen so. Es fehlen einfach die Höhepunkte, die einem den Song sympathisch machen würden.
6/10
5.) ~ Frank\'n\'stein ~
Clean werden die Gitarren gespielt, das Drumming dazu ist relativ flott und so schippert man im leicht erhöhten Midtempo durch diesen Gute-Laune-Titel. Der Rhythmus reisst zwar nicht gnadenlos mit, kann aber gefallen. Und Belas Erzählungen von seinen Experimenten als Frank\'n\'stein können Euch sicher auch den ein oder anderen Schmunzler entlocken. So war sein Monster Nummer 4 zu wählerisch und stieß ihn von der Bettkante, was natürlich gar nicht in seinem Sinne war. Einfach gehalten, aber ganz nett.
8/10
6.) ~ El Cattivo ~
Gleich von der ersten Sekunde an wird hier ein unverkennbares Western-Flair verbreitet, wie man es aus den alten Schinken kennt. \"El Cattivo\", das ist ein Bösewicht der ein kleines Kind umgebracht hat und nun vor dessen Vater auf der Flucht ist. Der schnelle Wechsel zwischen Strophen und Chorus machen den Song interessant, die Instrumentierung ist gut gelungen und Farin\'s amüsanter Text runden den Song ab.
\"Ja, so muss ein Cowboy sein,
dreckig, feige und gemein.\"
8,5/10
7.) ~ Claudia und ihr Schäferhund ~
Kommen wir nun zu einem der ganz großen Kultsongs der Scheibe, den die meisten sicher kennen werden. Das dürfte natürlich daran liegen, dass dieser Titel auf dem Index steht. Er handelt von Claudia, die keine Jungs mag und auch nicht lesbisch ist, dafür mag sie es \"mit ihrem Hund unterm Esstisch\". Der Text dürfte natürlich nicht jedermann\'s Sache sein, wenn man ihn aber mit dem nötigen Humor sieht, kann man eigentlich nur darüber lachen. Die instrumentale überzeugt mit einer poppigen und eingängigen Melodie, erneut clean gespielten Gitarren und einem treibenden, groovigen Drumming.
9/10
8.) ~ Mädchen ~
Mit flottem Drumming und einer gelungenen Gitarrenmelodie steigt man in den Titel ein, bei dem erst einmal kurz das Solo weitergeführt wird, bevor in den Strophen der Gesang ertönt. Die Gitarren klingen dabei die ganze Zeit recht satt - für die damalige Zeit natürlich gerechnet. Der Track ist zwar recht simpel gehalten, überzeugt aber mit seinem augenzwinkernden Text, denn \"Mädchen, die gibt es überall\" - und selbst Boy George wird dabei als Beispiel genannt.
8/10
9.) ~ Mr. Sexpistols ~
Kann es sein, dass hier der Bass dominanter ist als sonst oder höre ich bei diesem Song nur immer verstärkt darauf? Könnte daran liegen, dass die Gitarren recht unspektakulär riffen und auch Belas Gesang nicht gerade der Hammer geworden sind. Somit ist bei den ersten Durchgängen der Song über den ehemaligen \"Mr. Sexpistols\" ganz nett geworden, auf Dauer muss man ihn aber nicht unbedingt hören.
6/10
10.) ~ Micha ~
Erneut ist eine Stimmung wie im Wilden Westen angesagt, diesmal geht\'s aber ein wenig mehr in die funkige Country-Ecke. Der Song reisst dank seines flotten Drumming von der ersten Sekunde an mit und Farins Lyrics sind einfach nur klasse geworden. Die Gesangsmelodie ist unterhaltsam und poppig, geht schnell ins Ohr und der Text hat natürlich mehr als nur einen Lacher für den Zuhörer parat, denn Micha wird von seiner Freundin verlassen und zieht nun als einsamer Cowboy mit Gitarre und Pferd durch die Lande.
8,5/10
11.) ~ Zu spät ~
Kommen wir zu einem weiteren Kultsong, den eigentlich auch jeder kennen sollte. Ich habe ihn erstmals in der Liveversion von 1989 (kann das zeitlich hinkommen?) gehört, die ein klein wenig mehr Pep hatte als die Studioversion hier. So erklingt hier alles ein wenig gezügelter und braver, als bei der ziemlich mitreissenden Live-Umsetzung. dort wird in der Regel ja immer auch der Text an einigen Stellen abgeändert und es war schon interessant für mich, mal die Lyrics im Original zu hören. Es geht um eine verlorene Liebe, der erst hinterher getrauert wird, im Laufe des Songs kommt Farin langsma drauf, dass er über seine Freundin hinweg ist und irgendwann ein Superstar wird, so dass er nicht mehr auf sie angewiesen ist. Absoluter Kulttitel, der aber in der Live-Version noch überzeugender ist.
9/10
12.) ~ Roter Minirock ~
Ein weiteres kleines Highlight kommt hier erneut von Farin, in dem er mit einer poppigen Begleitung von seinem Ausflug in einen Supermarkt erzählt, bei dem sogar ein paar \"alte Omas dran glauben\" mussten. Klar, denn er hat nur noch Augen für die Kassiererin von Kasse 4 im roten Minirock, da macht es ihm auch nicht sonderlich viel aus, dass die ab und zu mit dem Wechselgeld bescheisst. Instrumental bekommen wir hier sogar kleine Bass-Einsprengsel zu hören, ansonsten ist der Track im gemäßigten Midtempo gehalten und kann ruhig als typischer Gute-Laune-Titel bezeichnet werden.
8,5/10
13.) ~ Schlaflied ~
Zuguterletzt gibt es jetzt noch den zweiten indizierten Song auf der Scheibe, der natürlich wieder extremen Kultfaktor besitzt. Denn was als leises Schlaflied beginnt, nimmt ab der zweiten Strophe eine plötzliche Wendung und erzählt von einem Monster, welches mit einem Mal aus dem Schrank kommt und das kleine Kindchen ziemlich grausam hinrichtet. Die Augen werden ausgekratzt, die Kehle wird zugedrückt und letztlich frisst es sogar noch dessen Eingeweide. Musikalisch untermalt wird das Ganze von einer liebreizenden Schlaflied-Melodie, einzig der ruhige, aber unglaublich böse und finstere Gesang lässt schon mal vermuten, auf was es hier hinauslaufen soll. Die Indizierung des Titels ist aus heutiger Sicht zwar ehrlich gesagt schwachsinnig, aber was soll man machen. Sicher wird der Track nicht jedem gefallen, ich finde ihn aber trotz seines simplen Aufbaus ganz nett.
8,5/10
~ Fazit ~
So liebe Lucky, jetzt hoffe ich mal, dass Dir der Bericht halbwegs gefallen hat. *grinz* Man merkt der Scheibe auf jeden Fall deutlich an, dass sie aus den Anfansgtagen der Ärzte stammt, was nicht nur an der eher mittelmäßigen Produktion liegt. Nein, auch die Texte waren damals noch ein klein wenig anders gehalten, können aber zum größten Teil überzeugen. Das gilt für die Musik selbst leider nicht immer, da hier doch drei Songs enthalten sind, die ich für eher langweilig halte und nicht unbedingt hören muss. Auf der Haben-Seite kann man dagegen mit \"Paul\", \"Claudia und ihr Schäferhund\", \"Zu spät\" und \"Schlaflied\" vier absolute Kultsongs verbuchen, zu denen sich mit \"Roter Minirock\" und \"Micha\" noch zwei Geheimtipps gesellen. Somit gibt es also gute vier Sterne als abschließende Wertung sowie die klare Empfehlung an alle Ärzte-Fans, alle anderen sollten vielleicht zuvor mal reinhören.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Paulmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks bekommen\'s mit einem wilden Tiger zu tun... ;)
Shake Heads - Für den Grief!
Heute möchte ich mal über \"Die Ärzte\" schreiben. Das entsprechende Album nennt sich \"Debil\" und ist das zweite Album der Berliner Band. Veröffentlicht wurde es im Jahre 1984 und landete prompt auf dem Index. Kein Wunder, enthält es doch die Kultsongs wie \"Claudia und ihr Schäferhund\" oder das \"Schlaflied\". Dass sich die Musik damals natürlich nicht mit den heutigen Werken der Ärzte verglichen werden kann, sollte eigentlich klar sein. Man geht wesentlich rauer und ungeschliffener zu Werke, ist auf der lyrischen Seite eine ganze Ecke böser und unkonventioneller als heute. Aber widmen wir uns doch einfach dem Album...
1.) ~ Ärzte Theme (Instrumental) ~
Dieser knapp zweiminütige Opener ist recht gitarrenbetont, hat aber unverkennbar einen bluesigen Touch. So wird zumindest schon einmal auf die bevorstehenden Songs neugierig gemacht, wenngleich der Titel selbst nicht gerade zu den Highlights zählt.
7/10
2.) ~ Scheißtyp ~
Schrammelnd setzen nun die ersten E-Gitarren ein, dazu spricht Bela B.(Oder Frain Urlaub? Verwechsel ich die beiden mal wieder?) mehr als dass er singt, sowohl in den Strophen als auch im durch einen \"Uhuhuh\"-Chor unterstützen Refrain. \"Ey Sahnie - Basssolo!\" - \"Ich trau mich nicht!\" - ein erster Brüller ist nur ganz leise im Hintergrund zu vernehmen, sorgt bei mir aber für großes Gelächter. Gut so, denn der Song an sich ist recht simpel und unspektakulär, kann mich nicht unbedingt überzeugen.
6,5/10
3.) ~ Paul ~
Mit poppigen Melodien geht es nun weiter und diesen Song kannte ich zuvor schon. Die Gitarren werden clean gespielt, das Drumming dazu ist locker und flockig im Midtempo gehalten und man bekommt alleine von der instrumentalen Seite einfach nur gute Laune vermittelt. Dazu gesellt sich ein Text, der vor Brüllern nur so strotzt:
\"Paule heißt er, ist Bademeister im Schwimmbad an der Ecke,
Paule heitß er, ist Bademeister und er bringt kleine Mädchen zur Strecke!\"
Auf jeden Fall eines der Highlights des Albums, ganz klar. Auch \"Paul\" ist zwar nicht gerade anspruchsvoll, macht aber einfach Laune.
9/10
4.) ~ Kamelrally ~
Nach einem kurzen Intro (dauert nur knapp vier Sekunden) setzt man hier zu einer Art Ballade an. Gesungen wird der Titel im übrigen von Bassist Sahnie, der aber nicht gerade überzeugen kann. Es wirkt alles ein wenig lustlos vorgetragen und seine Stimme ist auch nicht gerade sonderlich ausdrucksstark.
\"Warum kommst Du nicht? Du weißt ich wart auf Dich,
ich sitz schon Stunden hier und denk an Dich.\"
Na immerhin gibt es den Rest der Ärzte im Hintergrund-Chor, das rettet den Song ein wenig. Insgesamt haben wir es hier aber wieder mit einem Titel zu tun, den man gut ein paar Mal anhören kann, nach längerer Zeit aber sicher skippen wird, zumindest geht es mir inzwischen so. Es fehlen einfach die Höhepunkte, die einem den Song sympathisch machen würden.
6/10
5.) ~ Frank\'n\'stein ~
Clean werden die Gitarren gespielt, das Drumming dazu ist relativ flott und so schippert man im leicht erhöhten Midtempo durch diesen Gute-Laune-Titel. Der Rhythmus reisst zwar nicht gnadenlos mit, kann aber gefallen. Und Belas Erzählungen von seinen Experimenten als Frank\'n\'stein können Euch sicher auch den ein oder anderen Schmunzler entlocken. So war sein Monster Nummer 4 zu wählerisch und stieß ihn von der Bettkante, was natürlich gar nicht in seinem Sinne war. Einfach gehalten, aber ganz nett.
8/10
6.) ~ El Cattivo ~
Gleich von der ersten Sekunde an wird hier ein unverkennbares Western-Flair verbreitet, wie man es aus den alten Schinken kennt. \"El Cattivo\", das ist ein Bösewicht der ein kleines Kind umgebracht hat und nun vor dessen Vater auf der Flucht ist. Der schnelle Wechsel zwischen Strophen und Chorus machen den Song interessant, die Instrumentierung ist gut gelungen und Farin\'s amüsanter Text runden den Song ab.
\"Ja, so muss ein Cowboy sein,
dreckig, feige und gemein.\"
8,5/10
7.) ~ Claudia und ihr Schäferhund ~
Kommen wir nun zu einem der ganz großen Kultsongs der Scheibe, den die meisten sicher kennen werden. Das dürfte natürlich daran liegen, dass dieser Titel auf dem Index steht. Er handelt von Claudia, die keine Jungs mag und auch nicht lesbisch ist, dafür mag sie es \"mit ihrem Hund unterm Esstisch\". Der Text dürfte natürlich nicht jedermann\'s Sache sein, wenn man ihn aber mit dem nötigen Humor sieht, kann man eigentlich nur darüber lachen. Die instrumentale überzeugt mit einer poppigen und eingängigen Melodie, erneut clean gespielten Gitarren und einem treibenden, groovigen Drumming.
9/10
8.) ~ Mädchen ~
Mit flottem Drumming und einer gelungenen Gitarrenmelodie steigt man in den Titel ein, bei dem erst einmal kurz das Solo weitergeführt wird, bevor in den Strophen der Gesang ertönt. Die Gitarren klingen dabei die ganze Zeit recht satt - für die damalige Zeit natürlich gerechnet. Der Track ist zwar recht simpel gehalten, überzeugt aber mit seinem augenzwinkernden Text, denn \"Mädchen, die gibt es überall\" - und selbst Boy George wird dabei als Beispiel genannt.
8/10
9.) ~ Mr. Sexpistols ~
Kann es sein, dass hier der Bass dominanter ist als sonst oder höre ich bei diesem Song nur immer verstärkt darauf? Könnte daran liegen, dass die Gitarren recht unspektakulär riffen und auch Belas Gesang nicht gerade der Hammer geworden sind. Somit ist bei den ersten Durchgängen der Song über den ehemaligen \"Mr. Sexpistols\" ganz nett geworden, auf Dauer muss man ihn aber nicht unbedingt hören.
6/10
10.) ~ Micha ~
Erneut ist eine Stimmung wie im Wilden Westen angesagt, diesmal geht\'s aber ein wenig mehr in die funkige Country-Ecke. Der Song reisst dank seines flotten Drumming von der ersten Sekunde an mit und Farins Lyrics sind einfach nur klasse geworden. Die Gesangsmelodie ist unterhaltsam und poppig, geht schnell ins Ohr und der Text hat natürlich mehr als nur einen Lacher für den Zuhörer parat, denn Micha wird von seiner Freundin verlassen und zieht nun als einsamer Cowboy mit Gitarre und Pferd durch die Lande.
8,5/10
11.) ~ Zu spät ~
Kommen wir zu einem weiteren Kultsong, den eigentlich auch jeder kennen sollte. Ich habe ihn erstmals in der Liveversion von 1989 (kann das zeitlich hinkommen?) gehört, die ein klein wenig mehr Pep hatte als die Studioversion hier. So erklingt hier alles ein wenig gezügelter und braver, als bei der ziemlich mitreissenden Live-Umsetzung. dort wird in der Regel ja immer auch der Text an einigen Stellen abgeändert und es war schon interessant für mich, mal die Lyrics im Original zu hören. Es geht um eine verlorene Liebe, der erst hinterher getrauert wird, im Laufe des Songs kommt Farin langsma drauf, dass er über seine Freundin hinweg ist und irgendwann ein Superstar wird, so dass er nicht mehr auf sie angewiesen ist. Absoluter Kulttitel, der aber in der Live-Version noch überzeugender ist.
9/10
12.) ~ Roter Minirock ~
Ein weiteres kleines Highlight kommt hier erneut von Farin, in dem er mit einer poppigen Begleitung von seinem Ausflug in einen Supermarkt erzählt, bei dem sogar ein paar \"alte Omas dran glauben\" mussten. Klar, denn er hat nur noch Augen für die Kassiererin von Kasse 4 im roten Minirock, da macht es ihm auch nicht sonderlich viel aus, dass die ab und zu mit dem Wechselgeld bescheisst. Instrumental bekommen wir hier sogar kleine Bass-Einsprengsel zu hören, ansonsten ist der Track im gemäßigten Midtempo gehalten und kann ruhig als typischer Gute-Laune-Titel bezeichnet werden.
8,5/10
13.) ~ Schlaflied ~
Zuguterletzt gibt es jetzt noch den zweiten indizierten Song auf der Scheibe, der natürlich wieder extremen Kultfaktor besitzt. Denn was als leises Schlaflied beginnt, nimmt ab der zweiten Strophe eine plötzliche Wendung und erzählt von einem Monster, welches mit einem Mal aus dem Schrank kommt und das kleine Kindchen ziemlich grausam hinrichtet. Die Augen werden ausgekratzt, die Kehle wird zugedrückt und letztlich frisst es sogar noch dessen Eingeweide. Musikalisch untermalt wird das Ganze von einer liebreizenden Schlaflied-Melodie, einzig der ruhige, aber unglaublich böse und finstere Gesang lässt schon mal vermuten, auf was es hier hinauslaufen soll. Die Indizierung des Titels ist aus heutiger Sicht zwar ehrlich gesagt schwachsinnig, aber was soll man machen. Sicher wird der Track nicht jedem gefallen, ich finde ihn aber trotz seines simplen Aufbaus ganz nett.
8,5/10
~ Fazit ~
So liebe Lucky, jetzt hoffe ich mal, dass Dir der Bericht halbwegs gefallen hat. *grinz* Man merkt der Scheibe auf jeden Fall deutlich an, dass sie aus den Anfansgtagen der Ärzte stammt, was nicht nur an der eher mittelmäßigen Produktion liegt. Nein, auch die Texte waren damals noch ein klein wenig anders gehalten, können aber zum größten Teil überzeugen. Das gilt für die Musik selbst leider nicht immer, da hier doch drei Songs enthalten sind, die ich für eher langweilig halte und nicht unbedingt hören muss. Auf der Haben-Seite kann man dagegen mit \"Paul\", \"Claudia und ihr Schäferhund\", \"Zu spät\" und \"Schlaflied\" vier absolute Kultsongs verbuchen, zu denen sich mit \"Roter Minirock\" und \"Micha\" noch zwei Geheimtipps gesellen. Somit gibt es also gute vier Sterne als abschließende Wertung sowie die klare Empfehlung an alle Ärzte-Fans, alle anderen sollten vielleicht zuvor mal reinhören.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Paulmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks bekommen\'s mit einem wilden Tiger zu tun... ;)
Shake Heads - Für den Grief!
24 Bewertungen, 1 Kommentar
-
27.12.2006, 21:48 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
Bewerten / Kommentar schreiben