Der Aktionär Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Informationsgehalt:  durchschnittlich
  • Qualität der Artikel & Reportagen:  schlecht
  • Qualität der Bilder und Fotos:  gut
  • Unterhaltungswert:  schlecht

Erfahrungsbericht von heinuun

Insidergeschäfte vom Herausgeben???

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Der Aktionär ist wohl eines der schlechtesten Börsenmagazine in Deutschland.Nicht nut die Aufmachung ist einfach und billig gemacht, als ob ein Computeranfänger irgendwelche Layouts zusammenfügt und das auch noch auf eine der Art billige Weise. Man versucht krampfhaft das Titelblatt reißerisch zu gestalten, aber es ähnelt eher einer Abi oder Schülerzeitung.

Aber an für sich geht es bei einem Börsenblatt nicht unbeding um die Aufmachung, obwohl die bestimmt auch eine Rolle spielt in Bezug auf Seriösität und Vertrauen.

Aber bei dem Aktionär ist auch der Inhalt schlecht.
Das Blatt kommt wöchentlich am Donnerstag und kostet 5,80 DM. (viel zu teuer für den Inhalt).

Der Herausgeber ist Bernd Förtsch. Das ist der, der so hintenherum auch Absprachen mit dem Julius Bär Fondsmanager Ochner gemacht hatte und selber auch Fonds betreut. Und das ist eigentlich schon der erste Skandal. Wie kann jemand der selber Fonds betreibt, eine Anlegerblatt rausbringen und Aktien empfehlen. Das riecht doch schon sehr stark nach Insiderhandel, denn es ist ja dann nur logisch, daß man dann die Werte empfiehlt, die man in seinen Fonds hat.

Und dann komme ich auch schon zu den Empfehlungen. Die sind zum Großteil ja nicht unbedingt schlecht, Allerdings total veraltet, denn wenn er einen Wert empfiehlt, den er schon 1999 empfohlen hat und sich immer noch nichts getan hat, dann sollte man diesen Wert doch nicht empfehlen.

Ein weiter Nachtteil ist, daß Förtsch meist Aktien empfiehlt, die in einem recht engen Markt gehandelt werden. Dadurch gibt es schon große Kursveränderungen bei kleinen Orders und das deute doch wieder auf Insidergeschäfte. Man hat ja auch kürzlich gesehen was passieren kann, wenn man nur in Nieschenwerte investiert (Fall Ochner). Was bei den Empfehlungen auch schlecht ist, daß die Begründungen zu Empfehlung einfach nur ungenau, unpräzise und inhaltlich schwach sind. Außerdem sind diese Begründungen auch oft veraltet, denn sie wurden nicht geändert, seit der Erstempfehlung, die schon mal ein Jahr zurück liegen kann und dann kann die Empfehlung ja nicht unbedingt gut sein.
Die Zielsetztungen, die Förtsch für die Aktien sieht sind auch maßlos übertrieben. Ein Großteil der Kursziele sind mit fast 100% Kursanstieg angegeben und das bei vielen Werten und das auch schon seit recht langer Zeit. Ein paar Beispiele von übertrieben Bewertungen:
Antisoma (Empfehlung 06.09.00 !!!) wurde bei einem Kurs von 2,20 empfohlen, mit einem Ziel von 10 Euro und heute steht sie immernoch so um die 2,20.

Das ist nur eins von vielen Beispielen und dazu noch eins für die Eintönigkeit der Empfehlungen. Man kann nämlich genau sehen, auf was Förtsch gerade abfährt, denn dann empfiehlt er nur Werte aus dem einem Sektor. Denn wenn er im Biotech rausch ist, dann werden nur Wert aus diesem Bereich empfohlen. (So viel zu Risikostreuung und Portfoliomanagement).

Letztens war Förtsch auf dem Brennstoffzellen Sektor ganz heiß und hat prompt nur Brennstoffzellenunternehmen empfohlen. Diese Sektoren empfiehlt er auch weiterhin, egal wie die Kurse fallen. Da können die Empfehlunge auch schon alt sein.

Über einige Aktien werden dann längere Berichte geschieben. Doch die sind nicht besonders gut geschrieben und gehen nicht ins Detail und im Endeffekt wird die besprochene Unternehmung dann letztendlich wieder zum Kauf empfohlen.

Mir fehlen in dieser Zeitung einfach die wichtigen Inhalte und auch mal eine Warnung vor einer Aktie, außerdem sind die Empfehelungen zum Teil veraltet und unbrauchbar oder uthopisch. der Aktionär ist nicht zu empfehlen. Man kann sich zwar mal ein paar Werte raussuchen, aber bevor man sie kauft sollte man diese selber eine Zeit lang beobachten um die Bewegungen anzusehen und dafür brauche ich dann eigentlich keine Börsenzeitung, denn raussuchen und beobachten kann ich auch ohne Fürtsch.

In dem Magazin, wird viel Werbung für die Internetseite gemacht www.deraktionaer.de. Auch die Seite ist billig aufgemacht und nicht aktuell. Als ich z.B. am 17.04. auf die Seite bin um sie mir mal anzuschauen, war die neuste Meldung auf der Seite vom 12.04. und nichts von einer Ciscogewinnwarnung.

Also auch nicht zu empfehlen, ich bin seit dem auch nicht mehr auf die Seite gegangen.

Mir kommt es so vor, als wolle Förtsch mit seinen ganzen Angeboten, auf billige Art und Weise Geld abzocken und leider gibt es einige Anleger, die auf ihn reinfallen. Man muß also bei allem was Bernd Förtsch macht und empfiehlt extrem aufpassen und selber Beobachtungen einsetzten, bevor man etwas von Förtsch kauft.

Seine schlechten Berichte und Empfehlungen wurden auch erst kürzlich bestätigt. In der zeitschrift wurde davon berichtet, daß das österreichische Unternehmen Gericom (z.B. Media-Markt PC Lieferant), finanzielle Probleme hätte und die liquiden Mittel in kürze aufgebraucht seinen. Auf diesen Bricht hin, ist Gericom sturmgelaufen, da an diesen Anschuldigungen nichts dran ist und die Kassen sehr gut gefüllt sind und die Geschäfte auch sehr gut laufen. Diese behauptung war also völlig aus den Wolken gegriffen.

Wahrscheinlich hat Förtsch ein paar Leerverkäufe auf Gericom laufen und wollte so den Kurs der Gericom Aktie drücken, um für sich selber und seine Finanzfreunde ein Geschäft zu machen. Doch diesmal kann es schlecht für ihn ausgehen, denn gericom droht mit einer Klage, wegen falsch meldung, Verläumdung und eventuelle Kurzmaipulation.

Hoffentlich bekommt Förtsch mal einen drauf.

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