Deutsche Bahn Testbericht

Deutsche-bahn
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Erfahrungsbericht von Saska16

Die Deutsche Bahn - Viel Pro, aber auch Contra

Pro:

modern, schnell, besser als ihr Ruf, bequem

Kontra:

manchmal etwas unpünktlich, Vandalismus

Empfehlung:

Ja

Kaum ein anderes Unternehmen in Deutschland steht wohl so häufig in der Kritik der Gesellschaft wie die Deutsche Bahn. Einige Kritikpunkte entspringen hierbei aber leider einer seit Jahren immer stärker verfestigten Antipathie gegen den Schienenverkehr im Allgemeinen oder schlechter Einzelerfahrungen. Seit Jahren beschäftige ich mich zum Teil sehr intensiv mit der deutschen Bahnlandschaft und versuche nun den Leserinnen und Lesern meine Erfahrungen mit dem System Bahn zu schildern und auf diese Weise Vor- und Nachteile aufzuzeigen und eventuell die einen oder anderen Vorurteile aus der Welt zu schaffen.

1. Die Angebote
2. Die Preise
3. Die Pünktlichkeit
4. Eigene Erfahrungen
5. Fazit/Bewertung



---- 1. Die Angebote ----

Wie sich sicherlich die Meisten denken können, sind die Angebote der Deutschen Bahn sehr vielfältig und oft schwierig zu überschauen. Wie man feststellen wird, konzentriert sich die Arbeit der Bahn jedoch nicht nur auf den Schienenverkehr, sondern auch daruf, den Reisenden eine möglichst geschlossene Reisekette anbieten zu können. Dazu später mehr. An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Überblick über die verschiedenen Zuggattungen im Nah- und Fernverkehr geben.

--- 1.1 Fernverkehr ---

InterCityExpress (ICE)

Der ICE ist der schnellste Zug der Deutschen Bahn und erreicht Geschwindigkeiten bis zu 300 Km/h. Mittlerweile ist bereits die vierte Generation dieser Hochgeschwindigkeitszüge im planmäßigen Fernverkehr auf Deutschlands Neu-, Ausbau und Altstreckennetz anzutreffen. Seit 1991 nutzen jedes Jahr immer wieder mehr Fahrgäste die Annehmlichkeiten dieses modernen und komfortablen Zugtyps.
Eine europaweite Studie hat erst neulich dem deutschen ICE seine bemerkenswerten Fähigkeiten, die von der Bahn in diesem Zug angebotenen Services und die gelungene Innenraumgestaltung für zwei Bauarten mit der Spitzenstellung unter Europas Schnellzügen quittiert.
Der ICE 1, welcher 1991 den ICE- Verkehr einläutete, bot und bietet dem Reisenden viel Komfort. Vor allem die Sitzabstände sind bzw. waren in diesem Zug überdurchschnittlich groß. Die Züge bieten in jedem Wagen vier Abteile und einen Großraumbereich. Seit diesem Jahr läuft ein Redesign-Programm für alle 59 Einheiten. Sie werden im Innenraum bezüglich des Design und der technischen Standards an den modernen Stand des ICE 3 angepasst. So erhalten die Züge neue Displays zur Fahrgastinformation und zur Reservierungsanzeige sowie Steckdosen an allen Plätzen zur Versorgung von Notebooks oder Ähnlichem während der Fahrt. Bedauerlicherweise fällt das Audio- und Videoprogramm komplett weg. Die Bahn begründet dies - in meinen Augen zu Unrecht - mit der These, die meisten Fahrgäste würden ihre eigene Musik via MP3-Player usw. selbst mitbringen.
Der ICE 2, welcher seit 1996 auf der Strecke ist, bietet nur noch Großraumwagen, Reservierungsdisplay, Steckdosen an allen Plätzen und als damals erster Fernzug der DB zwei Digitale Außendisplaysan jeder Wagenseite mit Informationen zu Wagennummer, Zuglauf, etc.
ICE 1 und 2 erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h.
Dem ICE-T, seit 1999 im Einsatz, wurde der italienische Pendolino zum Vorbild. Übernommen wurde die von Fiat entwickelte Neigetechnik. Der Zug schafft eine Beschleunigung auf bis zu 230 km/h und eine durch die Neigetechnik bedingte Steigerung der Kurvendurchfahrtsgeschwindigkeit um bis zu 30 Prozent im vergleich zu herkömmlichen Zügen. Die Innenausstattung des ICE-T gleicht der des ICE 3, welche nachfolgend beschrieben werden soll. Das Aktuelle Flaggschiff und den Sprinter-Zügen der DB ist der ICE 3. Dieser Zug kann maximal 330 km/h fahren, wird aber im Regelbetrieb bei einem absolutem Maximum von 300 km/h gefahren. Auf der Strecke Köln-Frankfurt, Deutschlands schnellster Bahnstrecke, kann er so fast seine ganze Leistung ausfahren. Die Steigungen von bis zu 4 Prozent auf dieser Strecke könnten werde ICE 1+2 noch andere Lokbespannte Züge bewältigen, die hier so gut wie noch nicht einmal anfahren könnten. Das Geheimnis liegt in der Verteilung der Antriebe. Der ICE 1 (12 Wagen) verfügt über je einen Triebkopf am Anfang und am Ende, der ICE 2 (7 Wagen) besitzt aufgrund seiner Kürze nur einen Triebkopf plus Steuerwagen. Beim ICE 3 und ICE T hingegen wird jeder zweite Wagen mit separaten Motoren angetrieben, was für enorme Leistungen sorgt. Der ICE 3 bietet auch im Innern ein freundliches, helles und zugleich modernes Ambiente. Die Eingangbereiche sind mit Holzwänden verkleidet, in der ersten Klasse gibt es Ledersitze, in der zweiten Velourssitze. Auch die Tische an einigen Vis- a Vis- Sitzen sind aus Holz. Selbstverständlich sind auch diese Züge voll digitalisiert, soll heißen, alle Anzeigen, von Fahrgastinformation bis hin zu Reservierungen erfolgen mittels Displays. Jeder Platz verfügt über Steckdosen

Alle ICE-Züge sind klimatisiert, fast alle verfügen über ein Audio- und Videoprogramm, das heißt man kann in der ersten und zweiten Klasse über normale, handelsübliche Kopfhörer an allen Sitzen drei Bordprogramme und Radioprogramme empfangen. In der ersten Klasse sind zusätzlich an einigen Plätzen Videobildschirme eingebaut.
Man unterscheidet zwischen Plätzen in Reihe und vis-à-vis. Bei den vis-à-vis- Sitzen gibt es feste Tische, an allen anderen Plätzen klappbare Tische. Plätze in Reihe haben zusätzlich den Vorteil, dass man Fußstützen benutzen kann. Für Eltern oder Reisende mit Kindern gibt es ein spezielles „Eltern und Kind-Abtei“, wo verschiede Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden.
Auch der Punkt des „barrierefreien Bahnfahrens“ wird berücksichtigt. Jeder ICE verfügt über rollstuhlgerechte Stellplätze, Eingangsbereiche und Toiletten.

Das Streckennetz der ICE-Züge hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt.
Neben den Neubaustrecken Hannover-Würzburg (ICE 1,2,T ; 250 km/h), Stuttgart-Mannheim (ICE 1,2,3 ; 250 km/h), Hannover-Berlin (ICE 1,2,T ; 250 km/h), Köln-Frankfurt (ICE 3 ; 300 km/h) und Hamburg-Berlin (ICE 1,T ; 230 km/h) fahren die ICE auch über das Ausbau- und Altstreckennetz in alle Teile Deutschlands. Fast alle großen und viele mittelgroße Städte sind mittlerweile an das ICE-Netz angeschlossen, genau wie wichtige Metropolen Europas.
So enden viele Züge auch in Amsterdam, Brüssel, Basel, Zürich oder Wien.
Auf den meisten innerdeutschen Strecken wird mittlerweile der Stundentakt angeboten, manche Linien bieten Zweistunden-Takt, andere fahren nur gelegentlich.
Zwischen Nürnberg und Ingolstadt ist inzwischen die zweite 300 km/h-Strecke kurz vor ihrer Fertigstellung und soll die Fahrzeit zwischen Bayerns Metropolen München und Nürnberg stark reduzieren. Auch auf vielen anderen Strecken gibt es Abschnitte die mit mehr als 200 km/h befahren werden können.
Auf der Strecke Köln-Dortmund wird die Bahn in einigen ICE 3-Zügen ein Pilotprojekt mit einer WLAN-Technik starten, so dass man während der Fahrt via Notebook oder ähnlichem im Internet surfen kann.

Ich persönlich bin schon mit allen ICE- Typen und auf vielen verschiedenen Strecken gefahren und habe bisher so gut wie nur positive Erfahrungen mit dem System ICE gemacht.

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InterCity (IC) / EuroCity (EC)

Der InterCity ist der klassische Fernzug und läutete vor vielen Jahrzehnten den planmäßigen Schnellverkehr in Deutschland ein. Auch wenn viele IC-Linien mittlerweile auf ICE-Verkehre umgestellt wurden, bildet der InterCity als Lokbespannter Zug immer noch ein Rückrad des Fernverkehrs bei der Bahn. Die Züge sind fast alle durchgehend klimatisiert, bieten bequeme, verstellbare Sitze in reihe oder mit Tischen. Es wird auf eine Mischung von Abteil- und Großraumwagen geachtet. Jeder Zug führt entweder ein BordBistro und/oder ein BordRestaurant mit. Ich habe es auch oft erlebt, dass man Am Platz mit Kaffee versorgt wird.
Die Züge verkehren fast auf allen Strecken, sind also im gesamten Bundesgebiet anzutreffen. Züge, die ins europäische Ausland fahren, werden als EuroCity bezeichnet und weisen eventuell unterschiede bezüglich der Innenausstattung auf, da diese Züge zum Teil auch mit Wagen der Nachbarländer versehen sind.
Die InterCitywagen der Deutschen Bahn wurden vor noch nicht allzu langer Zeit modernisiert. Jetzt besitzen sie innen und außen digitale Zuglaufschilder und elektronische Reservierungsdisplays.
Einzelne Wagen der Züge sind behindertenfreundlich ausgestatten, so zum Beispiel mit größeren Toiletten uns speziellen Abteilen. Auch hier gibt es wieder spezielle Kleinkindabteile, die man gesondert reservieren kann.

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InterRegio (IR)

Das Angebot der InterRegio-Züge wurde von der deutschen Bahn in den letzten Jahren sukzessive abgebaut. Heut existiert meinen Nachforschungen zufolge nur noch eine einzige IR-Linie zwischen Berlin und Chemnitz. Diese Züge waren immer besonders günstige Fernzüge und somit besonders auch für Familien sehr interessant.

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Neben diesen klassischn Zügen gibt es noch das Autoreisezug- und Nachzugprogramm, erlches auch sehr umfangreich ist.
Die Fernverkehrs-Züge der Deutschen Bahn erkennt man an der weißen Lackierung mit dem durchgehenden roten Streifen. In allen Zügen liegt das Faltblatt „Ihr Reiseplan“ aus, welches Informationen rund um die Angebote der Bahn, um Anschlussverbindungen und das Audio- bzw. Videosystem bietet.


--- 1.2. Nah-und Regionalverkehr ---

InterRegioExpress (IRE)

Der InterRegioExpress (IRE) stellt eine Verknüpfung von Fern- und Regionalverkehr dar und verkehrt nur auf wenigen ausgesuchten Linien, meist mit herkömmlichen Regionalzügen.

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RegionalExpress (RE)

Der RegionalExpress ist das Rückrat des Nahverkehrs und verkehrt auf vielen wichtigen Neben- bzw. Hauptstrecken in Deutschland. Die Angebote sind günstig, die Fahrzeuge sind in den letzten Jahren immer moderner geworden. Alte Züge mit Wagen auf der Dampflokzeit sieht man hier mittlerweile zum Glück nur noch sehr, sehr selten. Oft verkehren auf RE-Strecken komfortable Doppelstockzüge, die Klimaanlagen bieten und Geschwindigkeiten bis 160 km/h erreichen.

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RegionalBahn (RB)

Die RegionalBahn verbindet größere und mittlere Strecken mit dem „weiten Land“, das heißt, sie erricht auch die kleinsten Winkel der Republik und sorgt so auch auf zum teil recht unrentablen Strecken für Anschluss. Oft verkehren moderne Dieseltriebwagen, selten sieht man aber auch noch alte Wagen-Züge, die zwar bequem aber laut und alt sind.

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S-Bahn (S)

Das bekannteste S-Bahn-Netz deutschlands ist zweifelsohne die S-Bahn in Berlin, wo sich seit der Wende vieles zum positiven entwickelt hat.
Aber auch andere Ballungsräume, wie die Städte München, Hamburg und Nürnberg oder die Regionen Köln/Ruhrgebiet/Rhein-Sieg/-Ruhr, Frankfurt/Rhein-Main oder Rhein-Necker verfügen über zum Teil neu gestaltete S-Bahn-Netze mit modernstem Fahrzeugmaterial.

Die Deutsche Bahn ist über Tochterunternehmen auf im Stadtverkehr mit Bussen und Straßen-/Stadtbahnen vertreten.

Im Allgemeinen lässt sich seit einigen Jahren ein erheblicher Modernisierungsprozess im Bereich des rollmaterial und vieler Bahnhöfe feststellen.


--- 1.3. DB Carsharing / Call a Bike ---

Unter dem Titel DB Carsharing hat man die Möglichkeit Stunden-/Tage- oder Wocheweise Autos verschiedener Kategorien zu mieten. Einmalige Anmeldegebühr beträgt EUR 99, für BahnCard- Kunden EUR 69. Für weiterreichende Informationen lohnt ein Blick unter www.dbcarsharing.de.
Ähnliches Bild bei „Call a Bike“. In den Städten München, Frankfurt, Berlin und Köln kann man via Telefon Fahrräder mieten, die an verschieden Kreuzungen und Straßen der Städt „geparkt“ sind. Vorraussetzung man hat sich unter www.callabike.de angemeldet. Auch hier gibt es besondere Konditionen für BahnCard-Kunden.

Trotz der Fülle an Informationen konnte ich unter Punkt 1 nur die wichtigsten Angebote der Bahn zusammenstellen, andernfalls hätte dies Unmengen an Text gebraucht, um alles wiederzugeben.


---- 2. Die Preise ----

Viele Menschen in Deutschland denken Vorurteilsbelastet und ohne sich mit den Angeboten auseinander setzen zu wollen, die Deutsche Bahn sei so oder so viel zu teuer.
Zu Beginn sei einmal gesagt, dass die Bahn in einem ungerechten Wettbewerb mit den Billigfluggesellschaften steht, was mich ungeheuer ärgert. Die Airlines zahlen im Gegensatz zur Bahn nämlich keine Ökosteuer, was an sich eigentlich ein Irrsinn ist und zu Lasten der umweltfreundlichen Bahn abläuft. Es müsste logischerweise doch eigentlich umgekehrt sein. Aber anscheinend liegt auch der Politik nicht sehr viel an einer günstigen und wettbewerbsfähigen Bahn, denn ansonsten hätte sie längst handeln müssen! Auch Pläne für eine halbierte Mehrwertsteuer auf Bahnfahrkarten von nur noch 7 Prozent liegen seit Jahren in den Schubladen des Bundesumweltministeriums, das diesbezüglich nichts zu tun gedenkt.

Wer richtig kombiniert wird niemals teuer Bahnfahren. Zum einen gibt es drei verschieden BahnCard’s. Die BahnCard 25 kostet ca. EUR 50 in der zweiten und ca EUR 100 in der ersten Klasse und bietet auf alle Normal- und Sparpreis-Fahrkarten 25 Prozent Rabatt. Mitfahrer, die mit oder ohne BahnCard 25 fahren erhalten zusätzlich 50 % Rabatt. Diese BahnCard ist also vor allem etwas für Leute, die früh wissen, wann und wohin sie fahren möchten und sich auf bestimmte Züge festlegen können. In der Verbindung Sparpreis 50 plus BahnCard 25 erreicht auf alle Fälle die günstigsten Fahrpreise.
Die BahnCard 50 kostet 200 in der zweiten und 400 in der ersten Klasse. Die ermäßigte BC 50 für Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte kostet ca. 100 bzw. 200 Euro. Nachteil ist, man bekommt nur 50 Prozent Rabatt auf den Normalpreis, sie ist daher mehr etwas für Leute, die flexibel sein müssen, und auch mal kurzfristig vereisen.
Die BahnCard 100 kostet für die zweite Klasse mehr als 3000 Euro im Jahr für die erste Klasse mehr als 5000 Euro. Diese BahnCard erlaubt beliebig viele Fahrten in fast allen deutschen Fernzügen an 365 Tagen im Jahr.

Ich persönlich fahre seit drei Jahren sehr zufrieden mit der BahnCard 25. Durch die Kombination mit den nachfolgend beschriebenen Sparpreisen ergeben sich hier insgesamt Ersparnisse von bis zu ca. 70 Prozent gegenüber dem Normalpreis.
Die flexibelsten und zugleich teuersten Tickets sind Fahrscheine zum Normalpreis, mit denen man bei der Zugwahl für den gebuchten Tag völlig frei ist. Der Normalpreis lässt sich mit BahnCard 50 und 25 sowie mit den Mitfahrer-Rabatten kombinieren.
Die Sparpreise 25 und 50 sind kontingentiert, werden bis maximal 3 Tage vor Fahrtantritt verkauft und setzten eine Zugbindung voraus. Man muss also schon drei Tage vorher wissen, wann man an einem bestimmten Tag fahren möchte. Der Sparpreis 50 setzt zusätzlich Wochenendbindung voraus. Beide Sparpreise sind mit BahnCad 25 und dem Mitfahrer-Rabatt kombinierbar.

Im Internet gibt es unter www.bahn.de oft sehr günstige Alternativangebote, so dass sich ein Klick sehr lohnen kann. Hier sind übrigens die Reservierungsgebühren pro Sitzplatz um die Hälfte (1,50 EUR statt 3,00 EUR) günstiger!

Neben dem Fahrscheinkauf am Schalter im DB ReiseZentrum gibt es viele Reisebüros, die ebenfalls unter DB-Lizenz Fahrscheine verkaufen. Auch an den Automaten und im Internet sowie unter bestimmten Service-Telefonnummern erhält man auch alle verfügbaren Angebote.

Übrigens: Kinder unter 15 Jahren fahren in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils kostenlos mit. Voraussetzung: Das Kind ist auf der Fahrkarte eingetragen.


---- 3. Die Pünktlichkeit ----

Die Pünktlichkeit der Bahn ist wohl seit Jahren ein leidiges Thema. Wohl kaum jemand ist in seinem Leben noch nie mit einem verspäteten Zug gefahren. Einige meinen jeden Tag nur von unpünktlichen Zügen umgeben zu sein, andere sitzen hin und wieder in einem solchen, und wieder andere erleben solche Zustände fast nie. Die letzte Gruppe ist froh, wenn überhaupt ein Zug fährt.
Um an dieser Stelle direkt klarzustellen, ich gehöre nicht zu den Menschen, die bei einer Zugverspätung von 10 Minuten direkt anfangen rumzumeckern.
Wenn man sich ein solch komplexes System wie die Bahn einmal näher betrachtet, muss man einfach ab und zu Verständnis für Verspätungen aufbringen können, auch wenn es schwer fällt.
Jeder pünktliche Zug war das Werk hunderter Menschen, die für andere Tag für Tag mit höchster Konzentration versuchen müssen, technische Störungen - ob groß oder klein -, Personenunfälle und die Beachtung aller Sicherheitsrelevanten Punkte sowie die Einhaltung des Fahrplans und die Beachtung etwaiger Änderungen am allgemeinen Ablauf unter einen Hut zu kriegen. Im Grunde ist das alleine schon einen Lob wert, wenn man bedenkt, dass dieser Zug über hunderte Kilometer, über Ländergrenzen hinweg auf die Minute pünktlich kommt.
Tatsache ist, dass in Deutschland wie so oft auf sehr hohem Niveau geklagt wird und das die Pünktlichkeit im Jahresdurchschnitt bei zum Teil weit über 90 Prozent liegt. Ein Blick in die Statistiken anderer Länder Europas zeigt, dass dort viel größere Probleme mit unpünktlichen Zügen vorhanden sind, deren Pünktlichkeitsraten zum Teil nur knapp über 50 Prozent liegen.
Was den Punkt der Pünktlichkeit angeht, sage ich nur, man soll die Kirche im Dorf lassen! Die Bahn ist in den letzten Jahren wieder etwas Pünktlicher geworden und tut viel daran, noch besser zu werden.
Wer setzt sich denn in ein Auto und sagt in 4.35 komme ich in xyz an und regt sich dann tierisch auf, wenn er erst nach 5.05 am Zielort ankommt? So gut wie Niemand! Staus und Verkehrsprobleme gibt es nicht nur auf der Straße!!!


---- 4. Eigene Erfahrungen ----

Seit vielen Jahren fahre ich regelmäßig längere und kürzere Strecken mit der Bahn und habe festgestellt, dass sich bezüglich des Services, des Fahrzeugeinsatzes, der Modernität und der Pünktlichkeit vieles zum positiven entwickelt hat. Zwar erlebt man auch die alte Bahn, mit den unschönen, schmutzigen Bahnhöfen und den Uraltzügen. Aber der größte Teil ist doch sehr gut geworden. Die meisten größeren Bahnhöfe sind zu Schmuckkästchen zum verweilen geworden. Auch unsere ICE-Flotte zählt zu den modernsten uns schnellsten Zügen der Welt - völlig zu Recht, wie ich finde!
Meine eigenen Erfahrungen zeigen, dass Bahnfahren keineswegs teuer sein muss. Für eine Hun- und Rückfahrt von Köln nach Heidelberg zahlte ich beispielsweise für drei Personen etwas mehr als 90 Euro. Diesen Preis erreichte man durch frühzeitiges Buchen, so dass ich Sparpreis 50 bekommen habe. Da alle drei BahnCard 25 haben, gab’s nochmals 25 Prozent und zweimal 50 Prozent Mitfahrerrabatt. Ein wahrhaft günstiger Preis, wie ich finde. Diese beispiele ließen sich immer weiter verfolgen.
Alles in allem bin ich mit der Bahn sehr zufrieden. Indem man Bahn fährt, tut man was für die Umwelt und kann entspannt durch die Weltgeschichte reisen, ohne dass man sich auf dem Verkehr konzentrieren muss, man kann lesen oder arbeiten. Der Service im Zug ist auch besser geworden, das Personal meist freundlich und das Essen im BordBistro oder –Resturant kann sich sehen lassen.
Was mich immer wieder ärgert sind die Schäden durch Vandalismus im Nahverkehr, damit meine ich die Graffitis und zerkratzen Scheiben, die die Bahn nicht unter Kontrolle zu bekommen scheint.


---- 5. Fazit ----

Wer klug kombiniert und sich rechtzeitig auf die Verbindungen festlegt kann mit der Bahn günstig reisen.
Die Bah hat sich seit der Bahnreform 1996 sehr zum positiven entwickelt, denn nie fuhren so viele moderne Züge wie jetzt. Auch im internationalen Vergleich können wir uns sehr gut behaupten.

29 Bewertungen, 3 Kommentare

  • hjid55

    28.05.2007, 12:26 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • Funny80

    16.05.2006, 21:27 Uhr von Funny80
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • wirnhier

    05.09.2005, 23:58 Uhr von wirnhier
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi, deinen Bericht finde ich super gelungen, aber hast ja Recht damit, dass gewisse Kritik durch Einzelerfahrungen haften bleiben. Habe gerade einen aktuellen Fall, werde gegen Ende September aus dem Umland von Hamburg nach Berlin zum Marathon fahren. Mind