Deutsche Bahn Testbericht

Deutsche-bahn
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Erfahrungsbericht von springschting

Unsicherheit wird groß geschrieben...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Mein heutiger Bericht handelt von der Sicherheit in den Waggons der deutschen Bahn AG. Ich bin fast jedes Wochenende mit dem Zug unterwegs (habe leider keine andere Wahl) und da fällt einem schon einiges an Sicherheitsmängeln auf. Auf die Idee bin ich gekommen, als ich gestern Abend mit dem ICE fahren wollte, aber mit einem RE abgespeist wurde. Die Auskunft: Alles ICEs bundesweit sind außer Betrieb. Da stutzt man natürlich schon erst einmal. Muss denn erst etwas passieren (Entgleisung auf Strecke Hof letzte Woche), bevor Sicherheitsmängel erkannt werden?

Mein Bericht soll aber eher die kleineren Dinge aufzeigen, die eigentlich nicht so auffallen, nicht so schlimm zu sein scheinen, aber für den Einzelnen doch zum Problem werden können.

Klappsitze in RE\'s
In älteren RE\'s sind sie oft in normalen Abteilen am Anfang oder am Ende zu finden, meist 4 aneinandergereit und nicht gerade sehr hübsch anzusehen. In neueren RE\'s sind sie nur noch in diesen Zwischenräumen zu finden, die eigentlich für Gepäck und Fahrräder gedacht sind. Meistens sind dort jedoch auch Menschen auf engstem Raum eingepfercht, die sich dann sogar über die Klappsitze freuen. Und nun zum Problem: an diesen Sitzen kann man sich sehr leicht die Hand einklemmen. Ist der Klappsitz, der anschließt schon heruntergeklappt, also besetzt, musst man nur ein Stücken seines Armes oder des Fingers zwischen die beiden Sitze bringen, und schon hat man sich ziemlich weh getan. Besonders schlimm ist diese Problematik bei Kindern (so geschehen gestern Abend). Bei diesen kommt noch erschwerend dazu, dass sie schon Probleme haben so einen Sitz überhaupt herunterzuklappen. Und wenn er dann doch mal unten ist, und sie sich hinsetzen wollen klappt er automatisch wieder nach oben zurück - oder dem Kind ins Gesicht. Sehr toll gelöst.

Automatische Türen in neuen RE\'s
Ich mein die, wo man nur noch auf das gelbe Knöpfchen drücken muss, und schon geht sie auf. Unter der Fahrt praktisch, da die Tür immer von selber schließt und so nie zu lange offen bleibt. Aber wehe, man will an einem Bahnhof aussteigen, an dem viele Leute dasselbe wollen und sich eine Schlange im Zug bildet, und man dann auch noch genau zwischen so einer Tür steht. Dieser Tür ist es nämlich egal, ob jemand da steht oder nicht, sie drückt sogar weiter, wenn ein Widerstand da ist. Ärgerlich, wenn man zum Beispiel einen Rucksack hat, der sich dann in Tür klemmt. Im besten Falle drückt der Nachstehende dann auf den Knopf, dann wird man von der Tür nämlich wieder freigegeben, ansonsten ist schon etwas Akrobatik gefragt. Ein Problem das ich vor allem bei älteren Menschen beobachten konnte.

Nicht schließende Türen in alten RE\'s
Und dies ist besonders schlimm. Ich habe es nun schon öfter erlebt, dass sich eine Tür nach aussen einfach nicht geschlossen hat, wenn der Zug losgefahren ist. Und dies kann lebensgefährlich sein, da die Züge anscheinend über kein System verfügen, dass noch offene Türen meldet. Man müsste die Tür also per Hand schließen. Was aber, wenn man stolpert oder wenn ein Kind zu neugierig wird? Schön, anscheinend ist das nicht wichtig, die Bahn kann sich schließlich keine Ausfälle von Wagen leisten - Reparaturen anscheinend aber auch nicht.

Falsche Bahnsteige
Sehr oft kommt es vor, dass Schienen und Bahnsteig nicht zueinander passen. Da passiert es schonmal, dass zwischen Zug und Bahnsteig noch eine Kluft von einem halben Meter klafft. Egal, junge dynamische Mengen kommen da natürlich ohne weiteres drüber. Was aber, wer in Eile ist, stolpert und genau in so eine Lücke hineinfällt? So geschehen im letzten Jahr am Nürnberger HBF. Folge: Bein abgetrennt und anschließend verblutet.

Bahnsteige allgemein
Bahnsteige stellen allgemein ein große Gefahr da, da hier der Kontakt zwischen Menschen und dem vorbeirollenden Zug am größten ist. Und wieso wird hier nicht mehr getan? Die einzige Sicherheitsmaßnahme ist hier ein weißer Strich und eine Warnung bei Einfahrt und Abfahrt des Zuges. Genügt dies aber wirklich? Ich bezweifle es. Schnell stolpert man, schnell fällt ein spielendes Kind nach hinten um, schnell rutscht man aus und in den fahrenden Zug hinein. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen. Dazu kommt noch, dass die Bahnsteige im Winter bei kalten Temperaturen sehr glatt sind, besonders wenn es schnell kalt geworden ist. Schnell hat sich eine Eisschicht gebildet und dann wird es brenzlig. Eine Vorbildliche Lösung für dieses Problem habe ich an einigen Stationen der Londoner U- Bahn gesehen. An den Bahnsteigen entlang sind durchsichtige Wände mit Türen befestigt. Der Zug hält genau so, dass die Türen mit den Türen im Zug übereinstimmen. Erst dann öffnen sich die beiden Türarten. So kann zumindest weniger passieren.

Fazit
Dies soll natürlich nur einen kleinen Einblick darstellen, es gibt sicher noch viel viel mehr kleine oder große Sicherheitsmängel, die einfach nicht behoben werden. Sei es aus Unwissenheit, Personalmangel, Geldproblemen oder was auch immer. Fakt ist, dass es sie nicht geben dürfte. Bei allen anderen Verkehrsmitteln gibt es tausende von kleinen Vorschriften die aufs kleinste Detail eingehen - Warum nicht bei der Bahn? Oder warum werden sie zumindest bei der Bahn nicht eingehalten?!

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