Deutsche Bahn Testbericht

Deutsche-bahn
ab 16,26
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Erfahrungsbericht von langevolker

Mit ein paar Klicks zum günstigen Ticket

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

1. Einleitung
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Als ich vor wenigen Wochen endlich meine Wehrdienst-Zeit bei der "tollen" Deutschen Bundeswehr hinter mir hatte, wollte ich mal wieder was Schönes mit meiner Freundin unternehmen. Ich hatte sie die vergangenen neun Monate etwas vernachlässigen müssen, da ich seltener zu Hause sein konnte und mich manchmal mehrere Wochen auf einem irgendeinen Truppen-Übungsplatz durch den Dreck wälzen musste. So nahm ich vor, sie diesmal besonders zu verwöhnen. Eine Wochenend-Reise nach Berlin würde da genau das Richtige sein. Also schnell per Internet ein schönes Hotel mit allen Extras (Wellness, Sauna - so wie sie es liebt) herausgesucht und den günstigen Wochenend-Preis gebucht. Teil 1 war schon mal geschafft.

Natürlich würden wir nach Berlin mit der Bahn fahren, also fehlte nur noch die passende Fahrkarte. Da wir beide BahnCard haben, schaute ich zunächst mal nach, was eine normale Hin- und Rückfahrkarte für zwei Personen von Gießen nach Berlin denn kosten würde. ICE musste natürlich dabei sein, denn auf lange Fahrten mit dem Wochenend-Ticket stehen solch anspruchsvolle Frauen wie meine Freundin es ist nunmal nicht. Und der Unterschied zwischen vier Stunden oder fast acht Stunden Reisezeit ist bei einer kurzen Wochenend-Reise nun mal auch nicht zu unterschätzen. Nun gut. 92,80 € würde mich also die Fahrt von Gießen nach Berlin und zurück pro Person kosten. Das musste doch auch billiger gehen.

Also schaute ich als nächstes nach, welche Verbindung für das Surf&Rail-Ticket sich denn anbieten würde. Richtung Berlin müsste man in Kassel umsteigen. Surf&Rail-Ticket Kassel-Berlin würde mich, da wir beide ja BahnCard haben, nur 50 Euro pro Person hin und zurück kosten. Dann würde also nur noch die Fahrt von Gießen nach Kassel, welche hin und zurück 18,20 Euro kostet, hinzukommen. Juchhu, eine Ersparnis von fast 24 Euro pro Person. Das Angebot musste gebucht werden.


2. Konditionen
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Da ich von dem Ticket zwar schon viel gehört hatte, aber noch nicht die genauen Bedingungen kannte, las ich mir zunächst mal die erforderlichen Konditionen durch.

- Surf&Rail ist als erstes ein reines Internet-Angebot. Es kann nur im Internet, also weder telefonisch noch bei einer Verkaufsstelle der Bahn erworben werden.

- Die Buchung muss mindestens sieben und darf höchstens 40 Tage vor dem Abreisetag erfolgen.

- Das Ticket wird nur für Hin- und Rückfahrt und nur für die zweite Klasse ausgegeben. Für einfache Fahrt wird das Surf&Rail-Ticket nicht verkauft. Auch ein Übergang in die erste Klasse ist nicht möglich - auch nicht gegen Zahlung eines Aufpreises.

- Die Rückfahrt darf frühestens am ersten Sonntag nach der Hinfahrt erfolgen. Man muss also mindestens ein Wochenende in seinem Zielort verweilen. Danach ist eine Rückreise jedoch an allen Tagen gestattet.

- Das Surf&Rail-Ticket gilt nur in den auf dem Fahrschein-Ausdruck angegebenen Zügen und nur auf den dort angegebenen Sitzplätzen (allerdings sagt ein Schaffner normal nichts, wenn man sich auf einen anderen einem besser gefallenden freien Platz setzt). Bei selbstverschuldetem Nichterreichen des Zuges verfällt die Fahrkarte, da weder ein Umtausch noch eine Rückgabe oder Erstattung des Tickets möglich ist. (Es sei denn, man überredet einen freundlichen kulanten Bahn-Mitarbeiter).

- Der Fahrschein ist nicht übertragbar und gilt nur für die auf dem Person angegebenen Personen und nur in Verbindung mit dem Personalausweis oder Reisepass(mich und meine Freundin hat der Schaffner allerdings nie danach gefragt).

- Die Bezahlung im Internet kann nur über eine Kreditkarte erfolgen. Hierbei muss der Kreditkarten-Besitzer allerdings nicht identisch mit dem Reisenden sein. Man kann also, wenn man keine eigene Kreditkarte besitzt, auch Bekannte oder Freunde fragen, ob man nicht deren Karte benutzen kann und diesen die Kosten dann bar erstatten.


Nochmal juchhu, die Konditionen würde ich also auch alle erfüllen. Ich wollte sowieso am Sonntag zurückfahren, ich hatte eine Kreditkarte und mehr als sieben Tage war auch noch Zeit bis zu unserer Reise. Also begab mich auf die Buchungsseite.


3. Strecken und Preise
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Das Surf&Rail-Ticket gibt es für über 900 Direktverbindungen zwischen 61 Städten. Für Umsteigeverbindungen ist die Fahrkarte nicht erhältlich. Als einzige ausländische Stadt ist momentan Amsterdam im Angebot. Dorthin kann man von Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf oder Duisburg mit dem Surf&Rail gelangen.

Das Ticket gibt es je nach Entfernung zwischen Abfahrts- und Zielort in vier verschiedenen Preisstufen. Der Preis ist der Gesamtpreis für Hin- und Rückfahrt. BahnCard-Inhaber erhalten das Ticket in jeder Preisstufe pauschal um 5€ ermäßigt.

Für die Preisstufe I (z.B. Berlin-Hamburg oder Dresden-Erfurt) müssen 40€ (35€ mit BahnCard) pro Person entrichtet werden.

In der Preisstufe II (z.B. Frankfurt(Main)-München oder Karlsruhe-Münster) werden 55€ (mit BahnCard 50€) fällig.

Die Preisstufe III (z.B. Köln-Leipzig oder Nürnberg-Bremen) kostet 77€ bzw. 72€ für BahnCard-Inhaber.

Für die Preisstufe IV (z.B. München-Hamburg oder Berlin-Ulm) bezahlt man 99€ (als BahnCard-Besitzer 94€).

Den Preis für seine Strecke kann man anhand der auf der Buchungsanfrage vorhandenen Deutschlandkarte entnehmen. Dort stehen vier verschiedene farbige Markierungen für die jeweiligen Preisstufen.


4. Buchung
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Auf die Buchungsanfrage für das Surf&Rail-Ticket gelangt man entweder über die Homepage der Deutschen Bahn AG oder direkt über www.surfandrail.de. Bei der ersten Möglichkeit kann man sich nach mehreren Klicks noch mal die genauen Konditionen durchlesen. Bei zweiter Möglichkeit gelangt man direkt auf die Buchungsmaske.

Dort gibt man zunächst einmal die gewünschte Verbindung an (in meinem Fall also Kassel-Berlin). Anschließend muss man den Abreisetag (wie gesagt, man muss mindestens sieben Tage vorher buchen) und den Rückreisetag (frühestens am Sonntag nach der Hinfahrt) angeben. Bei beiden kann man sich auch die gewünschte Abfahrt- oder Ankunftzeit aussuchen. Als letztes gibt man noch die Anzahl der zusammenreisenden Personen an. Hier hat man die Möglichkeit, bis zu 5 Tickets zusammen zu buchen. Will man die BahnCard-Ermäßigung in Anspruch nehmen, muss allerdings jeder der Reisenden eine BahnCard besitzen.

Nach einem Klick auf den Button "Verbindungen suchen" werden einem im nächsten Schritt die möglichen Verbindungen angezeigt. Hierbei muss man beachten, dass einige Verbindungen schon ausgebucht sein können, da für jeden Zug nur ein gewisses Kontigent an Surf&Rail-Tickets zur Verfügung steht. Dieses wird von der Bahn jedoch täglich flexibel an die aktuelle Auslastung des jeweiligen Zuges angepasst, was bedeutet, dass ein Zug, der heute noch als ausgebucht angezeigt wird, morgen schon wieder für Surf&Rail freigegeben ist.

Ob ein Zug noch verfügbar ist, erkennt man der grünen Ampel neben der jeweiligen Verbindung. Ist die Ampel rot, muss man sich eine frühere oder spätere Verbindung aussuchen. Es empfiehlt sich, wenn man vorhat, am Freitag oder Sonntag zu reisen, noch früher als sieben Tage im voraus zu buchen, da an diesen Tagen die Tickets erfahrungsgemäß besonders schnell weg sind, da hier auf Grund der hohen Reisendenzahlen an diesen Tagen auch ein kleineres Kontingent zur Verfügung gestellt wird.

Man sucht sich nun also einen Zug für die Hin- und einen für die Rückfahrt aus und klickt anschließend auf den Button "Buchung beginnen".

Nun wird es spannend. Es werden einem zunächst noch einmal die gewählten Verbindungen angezeigt. Man gibt nun an, ob man BahnCard-Besitzer ist oder nicht. Wenn man für das neue Bonusprogramm der Bahn Punkte sammeln will, muss man zudem noch seine BahnCard-Nummer eingeben. Wie gesagt, wenn man die BahnCard-Ermäßigung bei mehreren Reisenden in Anspruch nehmen will, müssen alle im Besitz einer BahnCard sein.

Als nächstes gibt man seinen Reservierungswunsch an, der soweit noch Plätze frei sind, auch berücksichtigt wird. Bei meiner Buchung haben wir leider nicht die gewünschten Fensterplätze am Tisch bekommen, obwohl der Zug, wie sich nachher herausstellte, fast komplett leer war.
Man kann also wählen, ob man lieber im Nichtraucher- oder Raucherabteil fahren möchte. Desweiteren hat man die Möglichkeit anzugeben, ob man gerne einen Fensterplatz oder einen Tischplatz hätte und man lieber in der Ruhezone oder in der Handyzone der ICE-Züge sitzen möchte. In Verbindungen, auf denen ICE-Züge der ersten Generation verkehren, kann man zudem noch als Wunsch einen ICE-Video-Platz angeben.

Als letztes gibt man noch die Namen aller Mitreisenden an, da das Ticket ja auf diese Namen ausgestellt wird und auch nicht an andere weitergegeben werden darf (wir erinnern uns, ist offiziell nur gültig in Verbindung mit dem Personalausweis oder Reisepass). Auch eine E-Mail-Adresse, an die das Ticket zusätzlich noch geschickt wird, muss angegeben werden.

Abschließend dann noch die Daten der Kreditkarte angegeben und die AGB akzeptieren. Und auf "Buchung fortsetzen" klicken.

Im nächsten Fenster noch einmal die Daten überprüfen und mit "Buchung ausführen" die Fahrkarte kaufen.

Im nun letzten Fenster wird einem die Fahrkarte gezeigt und man kann sie von hier aus ausdrucken. Dieser Ausdruck ist dann in Verbindung mit Personalausweis oder Reisepass ein gültiger Fahrschein. Die Echtheit und Gültigkeit des Surf&Rail-Tickets erkennt der Zugbegleiter im Übrigen an der auf dem Ticket angegebenen Referenznummer, die er anhand seines mobilen Fahrkartenterminals überprüfen kann.


5. Fazit und Ausblick
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In meinem Fall habe ich durch das Ticket fast 25€ pro Person gespart und festgestellt, dass sich das Ticket auch dann lohnen kann, wenn man nicht direkt an einem "Surf&Rail-Bahnhof" wohnt. Wenn man mit einem normalen Ticket allerdings erst zum Umsteigebahnhof anreist, sollte man auf genügend Umsteigezeit achten, da das Surf&Rail-Ticket selbst ja nur im angegebenen Zug gilt und es bei Anschlussverlust durch Verspätung des vorhergehenden Zuges zu Problemen kommen kann, da dieser Fall in keiner Vorschrift der Bahn konkret geregelt ist und man damit auf Kulanz der Bahn-Mitarbeiter hoffen muss. Außerdem macht es richtig Spaß, sich Tickets zu Hause selbst auszudrucken.

In wenigen Tagen soll es für BahnCard-Besitzer auch möglich sein, sich normale Tickets zu Hause via Internet selbst ausdrucken zu können. Ursprünglich war dies schon für den 1.April geplant, aber (Zitat) "auf Grund von technischen Problemen" ist dies erstmal um wenige Wochen verschoben worden. Nun sieht es so aus, als ob der 1.Mai der nächste Stichtag wäre. Angesichts der Tatsache, dass das Internet mittlerweile ein weitverbreitetes Medium ist, kann man dies eigentlich nur begrüßen. Das einzige Manko ist eben immer noch, dass man die Tickets nur per Kreditkarte zahlen kann und bekanntlich nicht jeder eine Kreditkarte besitzt, besitzen will oder besitzen darf.

Interessant wäre es noch, wenn die Deutsche Bahn auch die Möglichkeit einführen würde, Tickets per SMS zu kaufen und zu empfangen. Dies ist europaweit einzigartig momentan schon bei den Österreichischen Bundesbahnen möglich. Der Ticketpreis wird man mit der Handyrechnung abgebucht und anstatt einer Fahrkarte zeigt man dem Zugschaffner sein Handy-Display mit der Fahrkarten-SMS.

Man sieht, die moderne Technik hält jetzt auch bei den Fahrkarten, endlich ihren Einzug.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-19 13:21:46 mit dem Titel Wer es günstig haben will ... (wollte ...)

... darf auf Service nicht allzuviel Wert legen. Dies trifft größtenteils auch auf das Angebot "Schönes Wochenende-Ticket" der Deutschen Bahn an, welches nach mittlerweile bald sechs Jahren seines Bestehens nicht nur Bahnnutzern ein gängiger Begriff ist.

Mit dem Ticket kann man für den Preis von EUR 28,- (bis 31.März noch EUR 21,-) mit fünf Personen oder aber mit allen zur Familie gehörenden Kindern mit allen Nahverkehrszügen (InterRegioExpress, RegionalExpress, RegionalBahn und S-Bahn) der Deutschen Bahn an einem Samstag oder an einem Sonntag zwischen 0.00 Uhr und 3.00 Uhr des Folgetages quer durch die ganze Republik fahren. Angesichts der Tatsache, dass man theoretisch somit bis zu tausend Kilometern (wer es auf die harte Tour mag, schafft auch mehr) für diesen Preis zurücklegen kann, ist der Preis unschlagbar. Auch muss man beachten, dass das Ticket in vielen Verkehrsverbünden auch noch in Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, etc. (in Hamburg und Berlin sogar in den Fährlinien der städtischen Verkehrsbetriebe) gültig ist und auch bei vielen privaten Eisenbahn-Unternehmen (wie z.B. OME in Mecklenburg-Vorpommern, NOB in Schleswig-Holstein, u.v.a.) anerkannt wird. Teilt man sich den Preis zudem durch mehrere Personen, kann man bis auf einen Preis von EUR 5,60 pro Person kommen.

Das einzige Manko ist eben, dass es nur in Zügen des Nahverkehrs, die eben doch meistens (mit Ausnahme weniger Relationen - es gibt insbesondere im Raum Berlin-Brandenburg und Sachsen auch über weitere Strecken in schnellen Zeiten verkehrende Nahverkehrszüge, z.B. RE Nürnberg-Leipzig/Zwickau oder RE Stendal-Zittau) länger für ihre Fahrt brauchen, gilt. Auch fahren diese Züge meistens kürzere Strecken und man muss somit häufigeres Umsteigen, was wiederum mit Wartezeiten verbunden ist, in Kauf nehmen. Das heißt z.B. für jemanden, der von Hamburg nach München für 28 Euro fahren will, dass er immerhin 14 Stunden unterwegs ist und neun Mal umsteigen muss.

Das Vorurteil, dass es sich bei Nahverkehrszügen zudem meistens um älteres Wagenmaterial mit ratternden und rumpelnden Rädern und dreckigen Toiletten handelt, entspricht nur bedingt der Wahrheit. Auch dabei kommt es nämlich vor allem auf die Strecken an, welche man befährt. Auf vielen Strecken findet man nämlich schon moderne klimatisierte Doppelstockwagen und Triebwagen der neuesten Bauart. Auch die Überfüllung der Züge ist in den letzten Monaten stark zurückgegangen und keinesfalls schlimmer, als dies auch in den Fernverkehrszügen am Wochenende der Fall ist.

Das Ticket selbst ist entweder für die gedacht, die wirklich viel Wert auf ihren Geldbeutel legen müssen und Zeit genug für eine solche lange Reise haben oder Eisenbahn-Fan sind (der Weg ist das Zuel) oder aber am ehesten für Gruppenausflüge an näher gelegene Ziele. Für letztere war es wohl auch von Anfang an von der Bahn vorgesehen gewesen. Ich nenne als Beispiel nur mal die Familie aus Kassel, die an einem sonnigen Samstag mal einen Ausflug in den Frankfurter Zoo machen will oder die Seniorentruppe aus Hamburg, die sich mal am Strand in Cuxhaven entspannen will.

Für mich bleibt das Ticket auch mit dem neuen Preis von EUR 28,- noch unschlagbar preiswert, allerdings ist es schon beachtenswert, wie sich der Preis seit dem Bestehen von 15,- DM für zwei Tage bei Einführung auf heute 28,- Euro für nur einen Tag gesteigert hat.

Unter der Woche gibt es übrigens auch die dem Wochenend-Ticket ähnlichen Ländertickets, welche dann allerdings meistens erst ab 9 Uhr morgens und auch nur für das jeweilige Bundesland gelten. Deren Preis bleibt mit 21 Euro übrigens auch nach dem 1.April konstant.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-19 13:35:26 mit dem Titel Ein Eisenbahn-Fan über sein Hobby

Als Eisenbahn-Fan bin ich eben auch mal über die Berichte über die Deutsche Bahn gestoßen. Und irgendwie überkam mich da das Gefühl, jetzt auch endlich mal was über mein Hobby zu schreiben. Das muss jetzt einfach mal sein.

Die Deutsche Bahn scheint ja wirklich in der Öffentlichkeit allgemein ein großes Streitthema zu sein. Wie hat ein anderer Autor hier so schön formuliert: "Entweder man liebt oder man hasst sie."

Als Eisenbahn-Fanatiker, der sich dieses faszinierende Verkehrsmittel zum Lebensinhalt gemacht hat, kann ich natürlich nur zu denen gehören, die sie lieben. Und das schließt nicht nur das Verkehrssystem allgemein, sondern auch dessen größten Anbieter hierzulande, nämlich unsere allseits bekannte Deutsche Bahn ein.

Wenn man hier so in die einzelnen Berichte hineinliest, fällt einem immer wieder auf, dass meistens nur negative Erlebnisse mit der Bahn geschildert werden. Nur selten beschreibt jemand, dass ein Zugbegleiter freundlich gewesen ist, dass das Reisen am Wochenende konkurrenzlos preiswert ist (oder kommt man mit dem Auto für noch nur 21,- EUR quer durch ganz Deutschland). Auch Berichte über pünktliche Züge oder gemütliches Reisen in schönen modernen Wagen findet man verhältnismäßig selten.

Einen Autofahrer, der sich hier informiert, ob er vielleicht nicht doch mal mit der Bahn fahren sollte, weil er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit in einem langen Stau auf der Autobahn steht, mag dies nicht verwundern. Nein, denn er findet ja hier die in den Medien und sonstiger Öffentlichkeit weit verbreitete Meinung wieder, dass die Bahn viel zu teuer ist, die Züge immer überfüllt, die Wagen alt und dreckig und die Bahn vor allem immer zu spät kommt.

Meiner Meinung nach ist es sehr schade, dass Bahnfahrer ihre Meinung meistens nur dann kundtun, wenn mal wieder etwas Negatives vorgefallen ist. Geradezu seltsam erscheint mir das in Anblick der Tatsache, dass ja z.B. auch ein Kaufhaus nicht gleich einen schlechten Erfahrungsbericht angedichtet bekommt, nur weil man an der Kasse ein einziges Mal zehn Minuten in der Schlange stehen musste. Auch über das Autofahren wird nicht sofort schlecht geschrieben, weil man mal drei Stunden im Stau stand.

In meinem Eisenbahn-Alltag, ich lege immerhin bald 5000 km im Monat mit der Bahn quer durch Deutschland zurück, stellt sich die Bahn nämlich wesentlich positiver dar als sie hier in den meisten Fällen beschrieben wird. In manchen Fällen mag die schlechte Darstellung der Bahn durch andere vielleicht auch daran liegen, dass sie immer nur ein und dieselbe Strecke mit der Bahn zurücklegen und diese aus welchen Gründen auch immer (sei es durch Baustellen oder einen schlecht geplanten Fahrplan - so was gibt es leider auch) gerade zu den wenigen besonders verspätungsanfälligen oder durch die Bahn schlecht bedienten Strecken gehört. Denn bei meinem doch recht abwechslungsreichen Reisen mit der Bahn gehören Verspätungen über 5 Minuten wirklich zu den Seltenheiten.

Es gibt zwar immer wieder einmal auch höhere Verspätungen (meine höchste liegt immerhin bei 402 Minuten), aber diese liegen in meiner persönlichen Verspätungsstatistik (so was führt man als Eisenbahn-Fan) bei einem Prozentsatz von unter zwei Prozent.

Auch über veraltete Wagen kann man sich ganz und gar nicht beschweren. Vielmehr gibt es in den Augen eines Eisenbahn-Fans fast schon zu viele neue Wagen. Auf fast allen Fernverkehrsstrecken sind fast durchweg moderne, klimatisierte und vor allen Dingen auch gemütliche Wagen unterwegs und auch im Regionalverkehr findet man auf vielen Strecken nur noch hochmoderne Triebwagen. Nur auf wirklich wenigen Strecken findet man z.B. noch die alten, laut ratternden "Silberlinge".

Ein Manko, das oft angesprochen wird, und dem auch ich zustimmen muss, ist die teilweise schlechte Information der Reisenden bei Verspätungen. Ich finde mich zwar trotzdem meistens schnell zurecht und weiß, welchen nächsten Zug ich nehmen kann, wenn mein Anschluss weg ist, verstehe aber auch, dass Gelegenheits-Bahnfahrer da schon mehr Probleme haben, den nächsten bestmöglichen Anschluss zu finden.

Das Tarif-Wirrwarr, was die Bahn durch ihre neuen Tarife im Dezember ja angeblich abschaffen will (ich bin da anderer Meinung), ist tatsächlich auch vorhanden. Ohne entsprechende Grundkenntnisse im Bahn-Tarif bezahlt man schnell mehr, als man bei gewissen angewandten Techniken in der Tarifbildung müsste, da nämlich auch viele Kundenberater in den DB-Reisezentren mit ihrem Computer nicht die gewissen legalen "Tricks" sofort parat haben oder auch nicht bekanntgeben wollen.

Dass die Bahn sich nach und nach immer aus den ländlichen Regionen zurückzieht, ist tatsächlich auch ein weiterer trauriger Negativ-Aspekt. Das bezieht sich nicht nur auf die immer wieder zu beklagenden Strecken-Stillegungen, sondern auch auf die leider immer weniger vorhandenen Fahrkartenausgaben an kleinen ländlichen Bahnhöfen. Diese will die Bahn zwar durch ihre Rund-um-die-Uhr-Hotline und den Automatenverkauf (die Fernverkehrsautomaten sind zwar tatsächlich wirklich gut - darüber werde ich in naher Zukunft noch einmal einen separaten Bericht schreiben) ersetzen, aber viele Kunden benötigen eben noch die persönliche Auskunft, so dass dies auch ein Grund für viele ist, von der Bahn erstmal Abstand zu halten. Auch mehr Präsenz durch Service-Mitarbeiter am Bahnsteig nicht nur auf großen Bahnhöfen wäre deutlich kundenfreundlicher. Immer wieder findet man nämlich Bahn-Kunden, die ratlos am Bahnsteig stehen und den Zug nach XYZ suchen, auf díe Anzeígetafel schauen, wo auch wirklich XYZ daraufsteht, auf der Zielanzeige ebenfalls sehen, dass der Zug nach XYZ fährt, aber dennoch nicht sicher sind, ob dies auch wirklich der Zug nach XYZ ist.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass es auch für einen Eisenbahn-Fan nicht nur positive Aspekte an der Bahn gibt (auch ich habe mich schon über Verspätungen und überfüllte Züge ärgern müssen), dass aber im Großen und Ganzen die Bahn gar nicht so schlecht ist, wie sie immer dargestellt ist. Wenn man sich nur einmal ein wenig in das System hineingedacht hat, versteht man schnell so manche Verspätung von fünf Minuten (auch auf Bahnstrecken kann sich der Verkehr nämlich stauen) und hat auch nicht mehr so große Angst vor dem schlimmen Umsteigen, wo man innerhalb von fünf Minuten von Gleis 103 zu Gleis 8 laufen muss, obwohl der Zug doch schon zwei Minuten verspätet ist (schon wieder hat der Zug so viel Verspätung!). Denn im Endeffekt ist Bahnfahren an den meisten Orten in Deutschland (es gibt auch einige Strecken, bei denen ich eventuellen anderslautenden Meinungen voll und ganz zustimmen würde) wirklich bequem, sicher und fast immer auch zuverlässig, auch wenn noch einige Verbesserungen möglich wären.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-21 16:27:09 mit dem Titel Nicht nur Vielfahrer können sparen

1. Einleitung
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Vor Einführung des neuen Preissystems der Deutschen Bahn am 15.Dezember dieses Jahres will ich mich heute nochmal der BahnCard im alten Preissystem widmen.

Die BahnCard ist eines der meistverkauften "Produkte" der Deutschen Bahn AG. Da sie sowohl auf den Normal-Fahrpreis als auch auf den ICE-Fahrpreis 50 Prozent Ermäßigung gewährt, lohnt sie sich nicht nur für Vielfahrer, sondern kann sich teilweise schon bei einer Fahrt (insbesondere, wenn man eine weite Strecke zurücklegt) lohnen. Darüber aber mehr im unteren Teil dieses Berichtes.


2. Welche BahnCards gibt es und was kosten sie?
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Für verschiedene Zielgruppen der Bahn gibt es mehrere verschiedene Sorten von BahnCards.

- BahnCard Classic
Die BahnCard Classic ist wie der Name schon sagt der Klassiker unter den BahnCards. Sie wird für Personen im Alter von 23-59 Jahren angeboten und kostet für die 2.Klasse 140 Euro. Die BahnCard Classic First, welche auch den Fahrpreis in der 1.Klasse ermäßigt, bekommt man für 280 Euro.

- BahnCard Junior
Für Bahnreisende im Alter von 18-22 Jahren (Studenten und Schüler erhalten diese Karte bis zum Alter von 26 Jahren) wird die BahnCard Junior angeboten. Auch sie ist sowohl für die 2.Klasse zum Preis von 70 Euro als auch als BahnCard First für die 1.Klasse zum Preis von 140 Euro erhältlich.

- BahnCard Senior
Bahnfahrer betagteren Alters ab 60 Jahre (bei bestimmten Voraussetzungen wie z.B. Schwerbehinderung auch früher) erhalten die BahnCard Senior zu den gleichen preislichen Konditionen wie die BahnCard Junior, also ebenfalls für 70 Euro in der 2.Klasse und zum Preis von 140 Euro in der 1.Klasse.

- BahnCard Familie
Für Familien mit Kindern bis 17 Jahre wird die BahnCard Familie zum Preis von 35 Euro angeboten. Dieser Preis beinhaltet hier die Karten für drei Personen, jede weitere Karte für die weiteren Kinder kostet 5 Euro zusätzlich.
Für Familien ab drei Kindern ist die BahnCard auch für Kinder ab 18 Jahre erhältlich, wobei aber nachgewiesen werden muss, dass für dieses Kind noch Kindergeld bezogen werden muss.
Um als Elternteil die Ermäßigung in Anspruch nehmen zu können, muss mindestens ein Kind mitreisen. Kinder hingegen dürfen auch alleine reisen. Elternteile, die also öfter auch alleine reisen, müssen sich noch eine gewöhnliche BahnCard Classic für sich hinzukaufen.
Die BahnCard Familie wird nur für die 2.Klasse angeboten.

- BahnCard Kind und BahnCard Teen
Für die ganz jungen Fahrgäste sind diese beiden BahnCards erhältlich. Die BahnCard Kind gilt für Kinder von 6 bis 11 Jahre, die BahnCard Teen für Jugendliche von 12 bis 17 Jahre. Beide BahnCards sind sowohl für die 2.Klasse zum Preis von 35 Euro als auch als BahnCard First für die 1.Klasse zum Preis von 70 Euro erhältlich.

- Zusatz-/Partnerkarte
Für den Lebenspartner (es reicht, wenn man in einer gemeinsamen Wohnung lebt - als Nachweis wird der Personalausweis benötigt) wird die Partnerkarte angeboten. Sie ist für 70 Euro erhältlich, als BahnCard First kostet sie 140 Euro. Sie hat allerdings, auch bei Nachbestellung, immer die gleiche Gültigkeit wie die zugehörige Hauptkarte.

Tip: Ein Tip für alle BahnCards mit einer Altersbegrenzung ist die BahnCard zum Beispiel einen Tag vor seinem 23.Geburtstag zum Preis von noch 70 Euro zu kaufen und damit 70 Euro gegenüber der nächstfolgenden BahnCard (Classic) zu sparen.



3. Welche Ermäßigungen erhalte ich?
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Die BahnCard gilt vom gewünschten Anfangsdatum an genau ein Jahr. Man kann die BahnCard von jedem Datum an ausstellen lassen, jedoch frühestens drei Monate vor dem gewünschten Gültigkeitsbeginn.

Möglich ist es auch, die BahnCard im Abonnement zu beziehen (nur Junior,Classic und Senior). Sie gilt dann dreizehn Monate. Der jeweilige Jahresbeitrag wird in diesem Fall vom Konto abgezogen.

Mit allen BahnCards erhält man 50 Prozent Ermäßigung auf den Normal-Fahrpreis und auf den ICE-Fahrpreis in allen Zügen der Deutschen Bahn AG innerhalb Deutschlands. Innerhalb von Verkehrsverbünden gilt die BahnCard nur in Zügen des Fernverkehrs. Verbundfahrscheine werden (außer im Rhein-Main-Verkehrsverbund und im Nordhessischen Verkehrsverbund, wo man mit der BahnCard Kinderfahrausweise lösen darf) nicht zum ermäßigten Preis ausgegeben. Keine Ermäßigung erhält man auch für Fahrten in Autoreisezügen und Sonderzügen.

Eine pauschale Ermäßigung erhält man hingegen auf die Globalpreis-Angebote in CityNightLine und DB-Nachtzügen. Die Fahrradmitnahme im Fernverkehr innerhalb Deutschlands kostet mit der BahnCard nur 6 Euro statt 8 Euro.

Desweiteren gilt die BahnCard auch auf den Strecken vieler privater Eisenbahngesellschaften, auf denen der Tarif der Deutschen Bahn anerkannt wird, sowie auf den meisten Bahnbusgesellschaften in den alten Bundesländern. Im Raum Oberstdorf gilt die BahnCard auch für Fahrten ins österreichische Kleinwalsertal.

Zudem gelten bei vielen Verkehrsgemeinschaften weitere Sonderregelungen, so ist die BahnCard z.B. auf allen Regionalbuslinien in Schleswig-Holstein möglich. Weitere Ermäßigungen hier aufzulisten wäre zu umfangreich, deshalb sollten diese vor Ort erfragt werden.

Weitere Leistungen werden von diversen Gesellschaften in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG angeboten. So erhält man z.B. vergünstigte Versicherungen bei der DEVK oder günstigere Mietwagen bei AVIS,Europcar,Hertz und Sixt.

Auch ist mit der BahnCard First die Benutzung der gemütlichen DB Lounges, welche derzeit an mehreren großen Bahnhöfen entstehen oder schon vorhanden sind (z.B. Frankfurt(Main)Hbf, Leipzig Hbf, Köln Hbf), möglich.

Für einen Aufpreis von 15 Euro erhält man das Extra "RailPlus", mit dem man alle Fahrten von Deutschland ins europäische Ausland und zurück (nicht für Fahrten innerhalb des jeweiligen Landes) um 25 Prozent ermäßigt erhält. Dieser Zusatz lohnt sich allerdings nicht für Jugendliche, da diese mit dem BIJ (in Deutschland bekannt als TwenTicket) sowieso schon 25-60 Prozent Ermäßigung im europäischen Ausland erhalten.


4. Wo erhalte ich die BahnCard?
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Die BahnCard ist an allen Verkaufsstellen der Deutschen Bahn (also in allen DB-Reisezentren sowie in Reisebüros) erhältlich. Mitbringen muss man den Personalausweis, ein Lichtbild und für die BahnCard Familie evtl. noch Kindergeldnachweise.

Die BahnCard Classic, Senior und Junior können auch direkt im Internet bestellt werden. Das Passfoto kann man unter www.bahncard-service.de direkt uploaden. Man bekommt dann innerhalb von drei Arbeitstagen eine vorläufige BahnCard zugesandt, innerhalb von sieben Arbeitstagen die richtige BahnCard. Die Bezahlung erfolgt in diesem Fall durch Lastschrift vom Konto.


5. Wann rentiert sich meine BahnCard?
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Die BahnCard rentiert sich in vielen Fällen nicht nur für Vielfahrer, sondern kann sich unter Umständen schon bei einer Fahrt lohnen.

Als Beispiel sei die Strecke von Kiel nach Freiburg genannt. Diese Fahrt kostet mit ICE ab Hamburg für Hin- und Rückfahrt 300,80 Euro. Mit der BahnCard ermäßigt sich dieser Preis nun um 50 Prozent, also um 150,40 Euro. Die BahnCard Classic kostet allerdings nur 140 Euro. Man hat dann also bei einer Fahrt schon 10,40 Euro gespart.

Noch schneller rechnet sich logischerweise der Kauf der anderen BahnCards, wenn man die Voraussetzungen hierfür erfüllt.

Es lohnt sich also durchaus, vor dem Kauf einer Bahn-Fahrkarte für eine längere Strecke, sich auszurechnen, ob sich der Kauf einer BahnCard nicht schon für diese eine Fahrt lohnt.


6. Bahn.comfort - Punkte sammeln mit der BahnCard
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Seit dem 15.April 2002 kann man mit der BahnCard Punkte sammeln, um sich für das "Bahn.comfort"-Serviceprogramm zu qualifizieren.

Punkte sammeln kann man für alle Fahrkarten, welche mehr als 5 Euro kosten und für welche die BahnCard-Ermäßigung gewährt wird. Für jeden Euro Umsatz erhält man einen Punkt. Hierbei kann man allerdings auch für den Umsatz für Fahrkarten ins Ausland Punkte sammeln, auch für Tickets für Thalys- oder Metropolitan-Züge ist das Sammeln von Punkten möglich.

Erreicht man nun bis zum 14.Dezember 2002 1000 Punkte, qualifiziert man sich für das Bahn.comfort-Serviceprogramm und kann ein Jahr lang gewisse Serviceleistungen wie eigene Fahrkartenschalter an großen Bahnhöfen, eigene Sitzplätze in Zügen, die eventuell schon ausgebucht sind, eine eigene Service-Hotline sowie vor allem die Benutzung der DB-Lounges in Anspruch nehmen.

Um auch nach einem Jahr diese Serviceleistungen noch genießen zu können, muss man dann allerdings pro Jahr 2000 Punkte erreichen. Das "Bahn.comfort"-Programm ist also wirklich nur etwas für Vielfahrer. Denn 2000 Euro im Jahr für Bahnfahrkarten auszugeben ist selbst für mich als Eisenbahn-Fanatiker ziemlich unmöglich.


7. Was ändert sich ab dem 15.Dezember 2002?
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Am 15.Dezember 2002 führt die Bahn ihr vieldiskutiertes und meiner Meinung nach noch unsinnigeres Preissystem ein.

Die BahnCard Classic ist dann zu einem wesentlich günstigeren Preis, nämlich für nur noch 70 Euro erhältlich. Voraussichtlich werden dann aber alle anderen BahnCards abgeschafft. Leider ist die Bahn hier mit ihren Informationen allerdings nicht sehr auskunftsreich.

Mit der neuen BahnCard erhält man dann allerdings nur noch 25 Prozent Ermäßigung auf den Normalpreis. Dafür können dann allerdings auch die neuen "Plan&Spar"-Tarife ermäßigt werden, für die man sich allerdings schon zwischen einem und sieben Tage vorher für eine bestimmte Zugverbindung (nur diese Züge darf man dann auch benutzen) entscheiden muss. Auch wird es noch günstiger, wenn man zu zweit reist. Entscheidet man sich beispielsweise sieben oder mehr Tage vor seiner Reise, dass man am übernächsten Sonntag um 12.03 Uhr mit dem ICE von München nach Berlin (nur fiktives Beispiel) mit zwei Personen, die beide eine BahnCard besitzen, fahren will, kann man bis zu 66 Prozent Ermäßigung vom Normalpreis erhalten.

Da meiner Meinung nach aber die meisten Leute sich erst kurzfristig zu einer Reise entscheiden, sollte man sich den Kauf einer alten BahnCard, die bis zum 14.Dezember verkauft werden, dann aber dennoch ein Jahr lang 50 Prozent Ermäßigung auf den Normalpreis bieten, überlegen.


8. Fazit
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Da die BahnCard sich häufig schon bei einer weiteren Fahrt rechnet, ist sie eines der besten Angebote, welches die Deutsche Bahn anbietet. Man kann mit ihr nämlich durch die 50 Prozent Ermäßigung wirklich viel viel Geld sparen.

Leider wertet die Bahn dieses Angebot meiner Meinung nach durch die Einführung des neuen Preissystems und der damit verbundenen Beschränkung der Ermäßigung auf 25 Prozent des Normalpreises erheblich ab. Zwar wirbt sie damit, dass man nun ja auch auf die "tollen" neuen "Plan&Spar-Tarife" Ermäßigung erhält, aber mal ganz ehrlich, wer weiß schon eine Woche vorher genau, mit welchem Zug um wieviel Uhr und mit wievielen Leuten er fahren will. Ich zumindest plane meine Reisen meistens erst ziemlich spontan. Gerade deshalb sollte man sich, wie schon oben beschrieben, überlegen, noch vor dem 15.Dezember eine BahnCard zu den alten Konditionen zu kaufen.



(c) Volker Lange, D-35396 Gießen
21.April 2002-16:20

25 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Volker111

    18.05.2002, 19:01 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr ausführlich, da freut sich bestimmt die DB, doch die Schilderung deiner eigenen Erfahrungen mit der BahnCard wären schon besser. Nutze sie seit vielen Jahren und habe einige schlechte Erfahrungen gemacht. Doch auf die kommt man nur bei unter

  • HomeDJ

    21.04.2002, 18:51 Uhr von HomeDJ
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super ausführlicher und guter Bericht! BD Dom

  • Tracy-McGrady

    21.04.2002, 18:34 Uhr von Tracy-McGrady
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr ausführlicher Bericht! Mach weiter so! MFG Tracy-McGrady

  • StefanieOkelmann

    21.04.2002, 18:31 Uhr von StefanieOkelmann
    Bewertung: sehr hilfreich

    Interessanter Bericht! Habe ich auch gerade bei Ciao gelesen! Solange es weiterhin gute und ausführliche Berichte gibt, können die ruhig alle Yopi und Ciao Leser lesen... ;-)