Erfahrungsbericht von Cleem
Loblied auf die Deutsche Bahn
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Eigentlich wollte ich mich grad über die Bahn aufregen, doch ich hab zuvor nur die Anfänge anderer Beiträge gelesen und ich mir kann die DB fast leid tun. Ich werd später nochmal dahin kommen.
Ich bin - und werd es auch noch paar Jahre sein - Schüler. Und für bestimmte Aktionen ist man als "Autoloser" auf die Bahn und andere Verkehrsmittel angewiesen. Das ist einem von vornherein klar. Was nicht mit eingeplant wird, oder zumeist unter den Tisch gekehrt wird, ist: man wird ausgenommen.
Man wirklich kein Los gezogen, wenn man 22,10 Euro für folgendes zahlen muss: von meiner Weltmetropole Ortrand nach Dresden, dann eine Tageskarte für dortige Bus&Bahn und dann wieder zurück nach Ortrand. Früher kam der arme und teils mittellose Schüler mit 8 Euro aus: man nannte dieses Ticket bei der DB Tageskarte und es galt sogar für Bus&Bahn in Dresden.
Jedoch gab es dieses Ticket nur im Zug zu kaufen oder an Serviceschaltern. Nun verkauft die Bahn keine Tickets mehr im Zug. Zieh verlangen von einem zwar immer noch Geld während der Fahrt, aber nur dann, wenn man kein gültioges Ticket hat.
Eine kompetente und selten freundliche (zudem auch noch verständnisvoll) Angestellte des DB-Reisezentrums schlug mir vor, im Reisebüro die Tickets zu kaufen oder auf Vorrat. Jedoch gibts dieses Ticket nicht im Reisebüro und auf die zweite Variante birgt die Gefahr der Tarifumstellung im kommenden Frühjahr/Sommer. Also ist der Schüler weiterhin benachteiligt.
Dieses Wort benachteiligt kann man allerdings nur aus der Sicht des zahlenden Kunden benützen. Für die Bahn kommt dieser Umstand - sei er taktisch meisterhaft geplant oder doch nur rein zufälliger Nebeneffekt der stetigen Wirtschaftlichkeitsmassnahmen - nicht ungelegen. Es bringt die ziehenden Hände Bahn ein Stück näher an ihren nächsten Hubschrauber oder zur ihrer Ferienvilla auf Long Island oder Teneriffa.
Die Bahn rührt eine riesige Werbetrommel (sogar mit Prominenz), um dieses Großunternehmen ökonomisch zu betreiben. Doch im gleichen Moment wundern sich die Verantwortlichen, dass ihnen die Kundschaft bei ständig wachsenden Preisen und schrumpfenden Bahnverbindungen die Kundschaft aus bleibt. Es ist zwar Ostern, aber ich glaube nicht, dass dieses Problem der Zwangslage so gut versteckt ist, dass es nicht einem der hunderten Mitarbeiter der Bahn ins Auge springen könnte. Ich kann mir gut vorstellen, dass es kein Zuckerschlecken ist, dafür eine Lösung zu finden. Doch man sollte in kommenden Pressekonfernzen darauf achten, an welchen Stellen man die Schuldfrage für gelöst erklärt. Es liegt in meinen Augen keinesfalls an der fehlenden Kundschaft. Denn diese Medaille hat zwei Seiten. Leere Züge hängen auch von der fehlenden Motivation zum stehen lassen des eigenen Fahrzeugs und zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Und da sollte die Bahn als nationales Verkehrsmittel mit manchmal noch hochgepriesenem Ansehen etwas für einen besseren Ruf unternehmen.
Eine Bitte habe ich noch an die ausgenutzte und enttäuschte Kundschaft: es nützt nichts, wenn ihr den Mitarbeitern in den DB-Reisezentren den Tag versaut. Sie haben nicht die Fäden der DB in der Hand, sie gehören lediglich zu ausführenden Gewalt. Es sollten alle Beschwerden direkt zur Leitzentrale der Bahn gesendet werden. Man hält dies zwar meist für sinn- und erfolglos, jedoch kann es mehr einbringen, als die beratenden Hilfskräfte anzupflaumen. Herzlichen Dank.
Ich bin - und werd es auch noch paar Jahre sein - Schüler. Und für bestimmte Aktionen ist man als "Autoloser" auf die Bahn und andere Verkehrsmittel angewiesen. Das ist einem von vornherein klar. Was nicht mit eingeplant wird, oder zumeist unter den Tisch gekehrt wird, ist: man wird ausgenommen.
Man wirklich kein Los gezogen, wenn man 22,10 Euro für folgendes zahlen muss: von meiner Weltmetropole Ortrand nach Dresden, dann eine Tageskarte für dortige Bus&Bahn und dann wieder zurück nach Ortrand. Früher kam der arme und teils mittellose Schüler mit 8 Euro aus: man nannte dieses Ticket bei der DB Tageskarte und es galt sogar für Bus&Bahn in Dresden.
Jedoch gab es dieses Ticket nur im Zug zu kaufen oder an Serviceschaltern. Nun verkauft die Bahn keine Tickets mehr im Zug. Zieh verlangen von einem zwar immer noch Geld während der Fahrt, aber nur dann, wenn man kein gültioges Ticket hat.
Eine kompetente und selten freundliche (zudem auch noch verständnisvoll) Angestellte des DB-Reisezentrums schlug mir vor, im Reisebüro die Tickets zu kaufen oder auf Vorrat. Jedoch gibts dieses Ticket nicht im Reisebüro und auf die zweite Variante birgt die Gefahr der Tarifumstellung im kommenden Frühjahr/Sommer. Also ist der Schüler weiterhin benachteiligt.
Dieses Wort benachteiligt kann man allerdings nur aus der Sicht des zahlenden Kunden benützen. Für die Bahn kommt dieser Umstand - sei er taktisch meisterhaft geplant oder doch nur rein zufälliger Nebeneffekt der stetigen Wirtschaftlichkeitsmassnahmen - nicht ungelegen. Es bringt die ziehenden Hände Bahn ein Stück näher an ihren nächsten Hubschrauber oder zur ihrer Ferienvilla auf Long Island oder Teneriffa.
Die Bahn rührt eine riesige Werbetrommel (sogar mit Prominenz), um dieses Großunternehmen ökonomisch zu betreiben. Doch im gleichen Moment wundern sich die Verantwortlichen, dass ihnen die Kundschaft bei ständig wachsenden Preisen und schrumpfenden Bahnverbindungen die Kundschaft aus bleibt. Es ist zwar Ostern, aber ich glaube nicht, dass dieses Problem der Zwangslage so gut versteckt ist, dass es nicht einem der hunderten Mitarbeiter der Bahn ins Auge springen könnte. Ich kann mir gut vorstellen, dass es kein Zuckerschlecken ist, dafür eine Lösung zu finden. Doch man sollte in kommenden Pressekonfernzen darauf achten, an welchen Stellen man die Schuldfrage für gelöst erklärt. Es liegt in meinen Augen keinesfalls an der fehlenden Kundschaft. Denn diese Medaille hat zwei Seiten. Leere Züge hängen auch von der fehlenden Motivation zum stehen lassen des eigenen Fahrzeugs und zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Und da sollte die Bahn als nationales Verkehrsmittel mit manchmal noch hochgepriesenem Ansehen etwas für einen besseren Ruf unternehmen.
Eine Bitte habe ich noch an die ausgenutzte und enttäuschte Kundschaft: es nützt nichts, wenn ihr den Mitarbeitern in den DB-Reisezentren den Tag versaut. Sie haben nicht die Fäden der DB in der Hand, sie gehören lediglich zu ausführenden Gewalt. Es sollten alle Beschwerden direkt zur Leitzentrale der Bahn gesendet werden. Man hält dies zwar meist für sinn- und erfolglos, jedoch kann es mehr einbringen, als die beratenden Hilfskräfte anzupflaumen. Herzlichen Dank.
15 Bewertungen, 3 Kommentare
-
06.01.2003, 23:43 Uhr von manyatta
Bewertung: sehr hilfreichMan hört leider immer nur von Pannen und allgemein Negativem. Ansonsten interessiert es einen ja auch nicht. Ich selbst habe bei der Bahn gelernt und kann nicht klagen! schön geschrieben!
-
01.07.2002, 00:31 Uhr von tepungaatewaka
Bewertung: sehr hilfreichIch konnte bisher fast nur Klagen...aber immerhin, einge wenige lichtblicke sind sogar mir begegnet! Gruß von tepu
-
31.03.2002, 17:25 Uhr von schraddel
Bewertung: sehr hilfreichAuf Beschwerden per Internet erhält man von der Bahn sogar eine Antwort! Kann ich bei Problemen empfehlen, ist einfacher als Brief. Über die Bahn-Homepage gehen!
Bewerten / Kommentar schreiben