Diablo 2 - Lord of Destruction AddOn (deutsch) (PC Rollenspiel) Testbericht

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ab 16,21
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Erfahrungsbericht von TheBrick

Höhen und Tiefen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mit dem Erweiterungssatz zu Diablo 2 kamen Höhen und Tiefen in das Spiel, auf die ich ein wenig eingehen möchte.

Zunächst mal zu Diablo 2 selbst, falls das wer noch nicht kennt.
Ein eigentlich simples Prinzip wird hier genial aufbereitet und das mit einer Grafik, die eigentlich schon nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht. Dennoch schafft es dieses Spiel, einen Stunden um Stunden an den Rechner zu fesseln, zumindest, wenn man Diablo 2 im Battlenet spielt, der kostenlosen Onlineumgebung des Herstellers Blizzard.

Dann nämlich kann man mit bis zu 7 weiteren Mitspielern gemeinsam die Quests dieses Rollenspiels erfüllen oder auch einfach nur Monster plätten, um neue Gegenstände zu finden und viele Erfahrungspunkte zu bekommen.
Genau das ist es nämlich, das einen Diablo wieder und wieder spielen läßt, es löst eine Sammelwut nach allen guten Gegentänden des Spiels aus und danach, immer mehr Levels zu erreichen mit seinen Charakteren.

Stehen im Basisspiel nur Barbar, Amazone, Necromant, Zauberin und Paladin zur Verfügung und kann man die Charaktere da nur duch 4 Akte jagen, erweitert LOD das Ganze um Assassine und Druide, die neben den bisherigen 4 Akten auch noch einen fünften Akt geniessen dürfen, nebst etlicher neuer Gegenstände für die Sammlerwut.

Doch jetzt zu den Problemen. Mag man auch über Diablo 2 denken, was man will, es war einigermaßen ausgeglichen, sicher, es gab da die sogenannten Lanzenbarbarenm die unglaublich schnell viele Monster töten konnten, aber wirklich groß war deren Vorsprung da nicht.

Durch die Veränderungen in den Fertigkeiten der Charaktere und den neuen Gegenständen gibt es da aber jetzt ein, zei Charakterklassen bei LOD, die einfach sehr sehr viel zu gut geworden sind. Mit entsprechender Ausrüstung nämlich geht nichts über Bogenamazonen und einigen Zauberinnen Arten.

Zudem muß sich der Diablo 2 Aufsteiger damit abfinden, das seine sämtlichen Gegenstände, die er sich womöglich über MOnate zusammengetragen hat, nichts mehr wert sind, da es zu denem Gegenstand Ausergewöhnliche und Elitenachfolger gibt, die das in den Schatten stellen.

Ein weiteres Manko sind die übermäßig vielen Erfahrungpunkte, die man im neuen fünften Akt bekommt, der zudem noch sehr viel leichter zu bewältigen ist, als der vierte Akt und in Strecken sogar leichter ist, als der dritte Akt. Dadurch verkommt das Spiel teilweise zu einem simplen rumgeclicke und Nervenkitzel, nur um seinen Erfahrungspunktebalken schnell in die Höhe zu treiben.

Auch die beiden neuen Charakterklassen sind eher mäßig gelungen. So gibt es bei dem Druiden keine sinnvolle Möglichkeit, seinen Elementarzauber Bereich zu nutzen, kommt er doch nie an die Fähigkeiten einer Zauberin ran und hat er keine Chancen, seine Zauber auch gezielt einzusetzen. So hat er zwar keine Sorgen, seine Zauber gegen große Monstermassen zu richten, irgendwas wird schon getroffen werden, aber stehen nur noch wenige Monster da, muß er sich für jedes neu plazieren und eine stelle suchen, von der aus seine Zauber das Monster auch treffen, das macht auf die Dauer keinen Spaß.
Dann gibt es noch die Gestaltenwandlerfertigkeiten des Druiden, die aber meines Erachtens um einiges zu gut geraten sind, da sie praktisch alles, was den Paladin Charakter ausmacht, in weniger Fertigkeiten beinhalten, diese sogar noch übertreffen, was den Paladin an sich überflüssig machen würde, außer man mag gerne Paladine spielen, so wie ich zum Beispiel.

Die Assassine dann kann sich entweder auf Fallen stellen oder Nahkampf spezialisieren. Das Fallen stellen macht zwar Spaß und funktioniert auch ganz ordentlich in normal und alptraum schwierigkeit, für den letzen Schwierigkeitsgrad aber ist der Schaden, den die Fallen anrichten, zu gering, um sinnvoll spielen zu können, es sei denn, man besitzt so viele solcher sogenannten Fallen skill charms, das man den Fertigkeitslevel auf über 35 anheben kann. (man kann eine Fertigkeit nur bis Level 20 lernen, alle weiteren Punkte müssen durch Gegenstände erreicht werden).
Naja, die Nahkampfassassine dann hat auch ihre Probleme, ist sie nämlich die anstrengenste Charakterklasse in Nahkampfvariante, die man wählen kann.

Jeder normale Nahkämpfer legt einen Schlag auf die linke Maustaste, einen Schlag oder eine andere Fertigkeit auf die rechte Maustaste und maximal 1 oder 2 weitere Fertigkeiten überhaupt werden noch gebraucht, die mit Hilfe von Funktionstasten auf die Maustasten geschaltet werden können.
Die Assassine aber braucht sehr viel mehr Fertigkeiten, zwischen denen sie ständig hin und her schalten muß, um effektiv zu kämpfen, das artet in einer clickorgie aus, die nur wenig Spaß macht. Zudem sind ihre Grafiken nicht unbedingt die Schönsten geworden und ihre Fertigkeiten entsprechen nicht unbedingt dem, was man sich so unter Assassine vorstellt, da wird alles viel zu oberflächlich gehalten....


Ok, das waren jetzt viele Nachteile oder? Mal so betrachtet könnte ich mich jetzt fragen: Warum spiele ich das Spiel überhaupt noch und das schon, seit dem es das gibt, fast täglich, meist mehrere Stunden?

Hm, Sammelwut, Levelwut, Ausprobieren ständig neuer Charakterideen. (Jeder Charakter hat 30 eigene Fertigkeiten, was bei 7 Charakteren einer riesigen Menge an Möglichkeiten entspricht).
Jedes mal, wenn man ein neues tolles Item gefunden hat, das zu keinem bisherigen Charakter passt, macht man sich halt nen neuen Charakter, der dieses Item benutzen soll. Tja, das sind wohl einige der Gründe. Zudem bin ich im Besitz von zwei Rechnern und zwei Diablo Versionen und einem Netzwerk und wenn dann ein Kumpel neben einem sitzt und man gemeinsam auf Monsterhatz geht, macht es nochmal doppelt so viel Spaß.

Kurzum: Diablo 2 ist ein grafisch durchschnittliches Spiel einfachster Handhabung ohne großen Ansprüche an Intelligenz, Taktik oder besonderen originellen Vorgehensweisen, das die primitivsten Sammelinstinkte in einem Menschen wachruft und süchtig nach immer mehr macht. Genial eigentlich.....

6 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Archmage

    13.05.2002, 03:32 Uhr von Archmage
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich denke die Character sind immernoch recht gut ausgeglichen, der Druide macht keineswegs den Paladin überflüssig und hat auch ein oder zwei zauber die etwas direkter wirken. Die Assasine ist eigentlich nicht so schwer und megaclicken muss man