Diablo 2 - Lord of Destruction AddOn (deutsch) (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Klops
Ein gelungenes Addon!!!!!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
1.Einleitung
Vor kurzem habe ich mir das Diablo 2 Addon Lord of Destruction gekauft und war von dem Spiel genauso angetan, wie von dessen Hauptprogramm.
2.Story
Wie man im letzten Video von Diablo 2 sehen konnte, hat sich Baal den Seelenstein gekrallt und will die Welt erobern. Nun ist man selbst als Held gefragt und muss die Welt retten.
Die Story wird in wunderschönen, gerenderten Sequenzen erzählt, die mir allerdings nicht ganz so gut gefallen, wie die des Vorgängers, weil alles nicht so klar ist, vor allem das letzte Video doch sehr surreal aussieht und kein wirkliches Gruselflair aufkommt. Das letzte Video glänzt zwar vor Farben und Licht, aber es passiert nicht wirklich etwas, außer, dass der Erzengel Tyrael den Seelenstein zerstört. Hier hätte ich etwas mehr erwartet. Allerdings ist es ja keine Schande, wenn man gegen die Zwischensequenzen von Diablo 2 verliert, da diese ja wirklich fantastisch sind.
3.Grafik
Auf der Packung wird die Auflösung von 800 mal 600 als atemberaubend beschrieben. Der Meinung bin ich nicht. Da hat man schon deutlich besseres gesehen. Es sieht jetzt zwar besser aus, als im Hauptprogramm und man hat bessere Übersicht, aber wirklich toll ist das immer noch nicht. Die Zaubersprüche und Effekte sehen allerdings sehr gut aus. Im großen und ganzen ist die Grafik zwar verbessert worden, aber an einen grossteil der Konkurrenz kommt sie nicht heran.
4.Steuerung
Das Spiel bleibt nach wie vor der Maus-Tastatur-Steuerung treu. Diese geht schnell von der Hand und man sollte sie nach wenigen Minuten sehr gut beherrschen können. Zauber und Fertigkeiten, sowie Stadtportal und Identifikationsrolle kann man mit den Tasten F1 bis F9 belegen, um schneller auf diese zugreifen zu können.
5.Sound und Synchronisation
Den Sound finde ich recht gelungen und auch die Sprachausgabe hört sich gar nicht schlecht an. Die Übersetzung ist zum Glück auch nicht mehr ganz so schlecht wie noch im Hauptprogramm, aber teilweise immer noch recht witzig. Vielleicht ist das aber gar nicht so schlecht, da das Spiel so aufgelockert wird.
6.Was ist neu?
Neben der Grafik fallen als erstes natürlich die zwei neuen Charaktere auf: Die Assasine (Mörderin), die mit Fallen und Bomben den Gegnern zusetzt und mit denen für sie bestimmten Krallenwaffen sehr gut kämpfen kann. Später kann sie sogar einen Schattenkrieger herbeizaubern, der zwar nicht sehr stark ist, aber doch schon ein bisschen behilflich ist. Noch später kann man eine Schattenmeisterin herbeizaubern, die ich allerdings mit meiner Assasine noch nicht habe. Ich finde es mit der Assasine ein wenig leicht, da die Fallen ein bisschen zu stark geraten sind. Sehr interessant finde ich die Aufladefähigkeiten und die Finishing-Moves. Das funktioniert so: Mit der Aufladefähigkeit schlägt man zu und die Besonderheit der Aufladefähigkeit setzt man mit dem Finishing-Move frei. Ich kämpfe mit der Assasine mit zwei Krallenwaffen, was sich zumindest bisher (Anfang 3. Akt) bewährt hat. Mit der Assasine zu spielen bringt aus meiner Sicht sehr viel Spaß.
Der zweite Charakter ist der Druide. Er kann sich in einen Werwolf oder Werbären verwandeln, was wie ich finde aber nur in Akt 1 etwas bringt. Weiterhin kann er sich Helfer, wie Raben, Wölfe oder einen Bär herbeirufen. Man kann auch noch Ranken herbeirufen, die Leichen fressen und Lebensenergie oder Mana zurückgeben. Zusätzlich hat er noch ein paar Naturzauber, die nicht wirklich stark sind aber zumindest fantastisch aussehen. Man sollte hier auf die Feuerzauber setzten, da die Eiszauber und auch der Tornado ziemlich schwach sind. Am besten gefällt mir der Armageddon, den man allerdings erst ab Level 30 benutzen kann. Er sieht klasse aus und ist auch noch ziemlich effektiv, was die Gegnerbeseitigung betrifft. In Tiergestalt kann man nicht zaubern.
Meistens braucht man allerdings so viele Skillpunkte für Energie (Mana), dass man so nicht sehr viel in Stärke investieren kann und auch auf schwerere Rüstungen und wirklich starke Waffen verzichten muss.
Mir bringt es mehr Spaß mit der Assasine zu spielen, aber auch der Druide ist nicht schlecht.
Wer den Totenbeschwörer aus dem ersten Teil schon mochte, wird den Druiden lieben.
Die beiden neuen Helden haben jeweils einen eigenen Fertigkeitsbaum mit jeweils 30 neuen Fertigkeiten.
Die nächste auffällige Neuerung ist der neue fünfte Akt, in dem man sich ins Hochland der Barbaren begeben muss. Im vierten Akt öffnet der Erzengel Tyrael dem Helden ein portal nach Harrogath. Die Leute, die dort leben sind einem zuerst nicht wohlgesonnen, allerdings nur bis man die ersten beiden Quests gelöst hat. Mit meinem Druiden hatte ich mit den Kobolden ein paar Probleme, aber sonst war es insgesamt nicht so schwer. Am Ende muss man Diablos Bruder Baal besiegen, an dem ich recht lange saß. Bei den relativ schwachen wiederbelebten Horden kann man ordentlich Erfahrung sammeln, da diese immer wieder erwachen, es sein denn die leichenfressenden Ranken und Wölfe des Druiden schlagen zu. Als schlechten Scherz empfand ich das fünfte Quest, bei dem man 3 Barbaren besiegen muss. Für das vorletzte Quest ist das viel zu leicht geraten. Der fünfte Akt hat 6 Quests und man benötigt ungefähr 5 bis 7 Stunden für diesen Akt, aber das ist natürlich abhängig davon, ob man alles erforscht oder einfach den schnellsten Weg nehmen. Das würde ich allerdings nicht machen, da einem dann wichtige Erfahrungspunkte für die nächsten Schwierigkeitsgerade entgehen.
Wenn man keinen Helden mehr auf der Festplatte hat, muss man leider neu anfangen. Es gibt keine, von Blizzard vorgefertigten Helden, mit denen man sofort den fünften Akt starten kann. Noch nicht mal einen Druiden oder eine Assasine. Das ist wohl der größte Fehler, den Blizzard gemacht hat.
Es gibt jetzt klassenspezifische Gegenstände, die zumeist Charakterboni bringen, so wie viele zusätzlich Gegenstände und Gegner:
Für Barbaren gibt es Helme aus Tierköpfen.
Das gleiche gilt für den Druiden, allerdings hat er Wolfshüte und ähnliches, während der Barbar eher Helme von Tieren wie Stoßzahntigern hat.
Mit dem Paladin kann man sich auf Schilde mit besonderen Boni freuen.
Der Totenbeschwörer kann neuerdings mit Köpfen, als Schilde verteidigen.
Die Amazone kann mit neuen Bögen kämpfen und die Assasine hat besondere Krallenwaffen.
Die Magierin bekommt neue Stäbe spendiert.
Weiterhin gibt es ätherische Gegenstände, die zumeist sehr stark sind, sich allerdings nicht reparieren lassen. Mit diesen sollte man seine angeheuerten Soldaten ausrüsten, weil der Verlust bei deren ableben nicht ganz so tragisch ist.
Die Schatztruhe wurde vergrößert, so dass jetzt vielmehr hineinpasst. Man kann jetzt auch viel mehr Geld in ihr lagern.
Im Inventar hat man auch mehr Platz. Man kann jetzt mehr Schlüssel übereinander legen, so dass mehr in das Inventar hineinpasst.
Die Söldner, die man anheuern kann sind jetzt viel effizienter und es lohnt sich auch diese anzuheuern. Sie haben jetzt ein eigenes Inventar und können auch aufsteigen. Es ist leider sehr teuer sie wiederzubeleben, wenn sie gestorben sind. Die Ausrüstung, die man dem Söldner gegeben hat, ist nach dessen Tod leider nur wiederzuerlangen, indem man den Söldner wiederbelebt, was sehr teuer ist. Im fünften Akt in Harrogath kann man Barbaren als Söldner anheuern. Diese räumen ziemlich effektiv auf.
Die Sockel wurden erweitert und man kann jetzt auch Rüstungen und Stäbe sockeln. Waffen und Schilde haben jetzt bis zu 6 Sockel, in anderen Gegenständen bis zu 4 Sockeln.
Es gibt jetzt Juwelen und Runen zum sockeln.
Es gibt magische blaue Juwelen, sowie auch gelbe, also sehr besondere Juwelen. Wenn man einen Gegenstand damit sockelt, nimmt dieser die Eigenschaften des Juwelen an. Die Juwelen haben zufällige Eigenschaften. Bisher habe ich noch keine wirklich starken Juwelen gefunden, so dass ich meistens auf deren Gebrauch verzichtete. Juwelen müssen identifiziert werden, bevor man deren Eigenschaften sehen kann.
Es gibt 33 Runen. Wenn man eine Rune alleine einsetzt, nimmt der Gegenstand, der gesockelt wurde, den normalen Bonus der Rune an. Wenn man Runen in einer bestimmten Reihenfolge einsetzt, können diese besondere Boni bekommen. Man muss aber auf die Reihenfolge und die Zahl der Sockel achten. Man bekommt z.B. keinen Bonus, wenn man 2 bestimmte Runen in der richtigen Reihenfolge in einen 3-Sockel-Gegenstand einsetzt oder die Runen in der falschen Reihenfolge einsetzt. Runen können wie Juwelen und Steine (Diamanten usw.) nicht wieder entfernt werden.
Man kann jetzt auch Glücksbringer und Inventarzauber finden. Diese belegen 1(klein), 2(groß) oder 3(riesig) Felder im Inventar. Kleine Zauber bringen den kleinsten Bonus, riesige den größten. Das beste, was ich bisher gefunden habe, war ein Zauber mit Leben +10, was ziemlich gut ist. Es ist sogar ein kleiner Zauber, so dass er sehr wenig Platz wegnimmt für einen guten Bonus. Die Boni bekommt man nur, wenn man die Zauber direkt im Inventar aufbewahrt, also nicht in der Schatztruhe oder im Horadrim-Würfel. Alles in allem sind die Glücksbringer ziemlich nützlich.
Blizzard hat sich auch wieder neue Horadrim-Würfel Rezepte ausgedacht. Diesen Würfel findet man in Akt 2 und man kann mit ihm mehrere Gegenstände in einen stärkeren verwandeln.
Endlich bringen auch die Set-Items etwas. Die Boni sind ziemlich gut und die Set-Gegenstände sind auch nicht mehr so extrem verstreut wie noch im Hauptprogramm.
Beim Schmied kann man jetzt alles auf einmal reparieren lassen und muss nicht alles einzeln anklicken.
Im Inventar findet man jetzt zwei Waffensets vor, was sehr praktisch ist, falls eine Waffe kaputtgeht. Wenn man keine zweite Waffe haben will oder keine passende gefunden hat, benutzt man das zweite Waffenset einfach als Aufbewahrungsort von Waffen, die man später verkaufen will.
Insgesamt sind alle Änderungen perfekt in das Spiel integriert und es kommt wieder das alte Diablo 2 Feeling auf.
6.battle.net
Ich habe jetzt endlich auch das battle.net ausprobiert und bin genauso begeistert, wie vom Singleplayer-Modus. Zusammen auf Monsterjagd gehen bringt gleich mehr Spass.
Über gelegentliche Lags und Abstürze kann ich bei so viel Spielspass hinwegsehen.
Wenn man das erste Mal das battle.net betritt, wird die neueste Version heruntergeladen, falls man diese noch nicht hat. Bei mir ist der Download dreimal abgestürzt, was mich ein bisschen geärgert hat, aber das hat das Spiel schon lange wieder gutgemacht.
Die Anmeldung geht sehr schnell, da man nur Accountname und Passwort angeben muss. Im geschlossenen battle.net muss man mit einem neuen Helden anfangen. Viele Namen, die ich ausprobiert habe waren schon belegt, so dass ich 5 Minuten Namen ausprobiert habe.
Im offenen battle.net kann man mit Helden aus dem Singleplayer-Modus weiterspielen, allerdings kann man vor Cheatern und Spielertötern nicht sicher sein kann. Ich persönlich spiele lieber im geschlossenen battle.net.
Man kann mit LoD (Lord of Destruction) nur in Spielen spielen, die von Besitzern von LoD aufgemacht wurden.
Jetzt kann die Monsterjagd endlich losgehen. Man lädt andere Helden in seine Party ein und macht sich auf den weg zum ersten Quest (falls dieses noch nicht beendet wurde, bevor man im Spiel war).
Insgesamt bringt das battle.net (fast) noch mehr Spass als der Singleplayer-Modus, da man weiß, dass man es mit menschlichen Mitstreitern zu tun hat und man nicht auf sich alleine gestellt ist.
7.Packung und Handbuch
Die Packung wird von Diablos Bruder Baal und einem „Diablo 2: Expansion Set, Lord of Destruction“-Schriftzug geziert. Auf der Rückseite finden sich Screenshots des Spiels und die wichtigsten Infos. Das Spiel wird in einem Pappkarton ausgeliefert.
Das Handbuch ist ca. 40 Seiten dick und ist ziemlich ausführlich.
8.Fazit
Das Spiel ist wirklich sehr gut und bringt sehr lange Spaß. Durch viele neue Gegenstände und die beiden neuen Charaktere ist man sehr motiviert und es kommt gleich wieder die Sammelsucht auf und man spielt immer weiter, weil man noch einen Level schaffen will oder einen besseren Gegenstand sucht. Das alte Diablo 2 Feeling bricht in Lord of Destruction sofort wieder aus und es fällt schwer sich vom Computer zu lösen. Ein großes Lob an Blizzard, die ein wirklich tolles Addon geschaffen haben. Den Preis von 60 DM finde allerdings ziemlich übertrieben, aber wer das Geld gerade über hat, der kann zuschlagen ohne groß zu überlegen. Leider gibt es noch das Problem, dass das Spiel auf die Dauer süchtig macht und man nicht mehr vom Computer wegkommt, aber das spricht ja irgendwie für Blizzard.
Diablo 2 gibt es inzwischen für 30 (oder 40) DM. Dieses Spiel benötigt man für LoD.
Man liest sich,
Ciao euer Klops
Anmerkung: Bericht ist auch bei www.ciao.de erschienen. (Username: ackerbauer)
Vor kurzem habe ich mir das Diablo 2 Addon Lord of Destruction gekauft und war von dem Spiel genauso angetan, wie von dessen Hauptprogramm.
2.Story
Wie man im letzten Video von Diablo 2 sehen konnte, hat sich Baal den Seelenstein gekrallt und will die Welt erobern. Nun ist man selbst als Held gefragt und muss die Welt retten.
Die Story wird in wunderschönen, gerenderten Sequenzen erzählt, die mir allerdings nicht ganz so gut gefallen, wie die des Vorgängers, weil alles nicht so klar ist, vor allem das letzte Video doch sehr surreal aussieht und kein wirkliches Gruselflair aufkommt. Das letzte Video glänzt zwar vor Farben und Licht, aber es passiert nicht wirklich etwas, außer, dass der Erzengel Tyrael den Seelenstein zerstört. Hier hätte ich etwas mehr erwartet. Allerdings ist es ja keine Schande, wenn man gegen die Zwischensequenzen von Diablo 2 verliert, da diese ja wirklich fantastisch sind.
3.Grafik
Auf der Packung wird die Auflösung von 800 mal 600 als atemberaubend beschrieben. Der Meinung bin ich nicht. Da hat man schon deutlich besseres gesehen. Es sieht jetzt zwar besser aus, als im Hauptprogramm und man hat bessere Übersicht, aber wirklich toll ist das immer noch nicht. Die Zaubersprüche und Effekte sehen allerdings sehr gut aus. Im großen und ganzen ist die Grafik zwar verbessert worden, aber an einen grossteil der Konkurrenz kommt sie nicht heran.
4.Steuerung
Das Spiel bleibt nach wie vor der Maus-Tastatur-Steuerung treu. Diese geht schnell von der Hand und man sollte sie nach wenigen Minuten sehr gut beherrschen können. Zauber und Fertigkeiten, sowie Stadtportal und Identifikationsrolle kann man mit den Tasten F1 bis F9 belegen, um schneller auf diese zugreifen zu können.
5.Sound und Synchronisation
Den Sound finde ich recht gelungen und auch die Sprachausgabe hört sich gar nicht schlecht an. Die Übersetzung ist zum Glück auch nicht mehr ganz so schlecht wie noch im Hauptprogramm, aber teilweise immer noch recht witzig. Vielleicht ist das aber gar nicht so schlecht, da das Spiel so aufgelockert wird.
6.Was ist neu?
Neben der Grafik fallen als erstes natürlich die zwei neuen Charaktere auf: Die Assasine (Mörderin), die mit Fallen und Bomben den Gegnern zusetzt und mit denen für sie bestimmten Krallenwaffen sehr gut kämpfen kann. Später kann sie sogar einen Schattenkrieger herbeizaubern, der zwar nicht sehr stark ist, aber doch schon ein bisschen behilflich ist. Noch später kann man eine Schattenmeisterin herbeizaubern, die ich allerdings mit meiner Assasine noch nicht habe. Ich finde es mit der Assasine ein wenig leicht, da die Fallen ein bisschen zu stark geraten sind. Sehr interessant finde ich die Aufladefähigkeiten und die Finishing-Moves. Das funktioniert so: Mit der Aufladefähigkeit schlägt man zu und die Besonderheit der Aufladefähigkeit setzt man mit dem Finishing-Move frei. Ich kämpfe mit der Assasine mit zwei Krallenwaffen, was sich zumindest bisher (Anfang 3. Akt) bewährt hat. Mit der Assasine zu spielen bringt aus meiner Sicht sehr viel Spaß.
Der zweite Charakter ist der Druide. Er kann sich in einen Werwolf oder Werbären verwandeln, was wie ich finde aber nur in Akt 1 etwas bringt. Weiterhin kann er sich Helfer, wie Raben, Wölfe oder einen Bär herbeirufen. Man kann auch noch Ranken herbeirufen, die Leichen fressen und Lebensenergie oder Mana zurückgeben. Zusätzlich hat er noch ein paar Naturzauber, die nicht wirklich stark sind aber zumindest fantastisch aussehen. Man sollte hier auf die Feuerzauber setzten, da die Eiszauber und auch der Tornado ziemlich schwach sind. Am besten gefällt mir der Armageddon, den man allerdings erst ab Level 30 benutzen kann. Er sieht klasse aus und ist auch noch ziemlich effektiv, was die Gegnerbeseitigung betrifft. In Tiergestalt kann man nicht zaubern.
Meistens braucht man allerdings so viele Skillpunkte für Energie (Mana), dass man so nicht sehr viel in Stärke investieren kann und auch auf schwerere Rüstungen und wirklich starke Waffen verzichten muss.
Mir bringt es mehr Spaß mit der Assasine zu spielen, aber auch der Druide ist nicht schlecht.
Wer den Totenbeschwörer aus dem ersten Teil schon mochte, wird den Druiden lieben.
Die beiden neuen Helden haben jeweils einen eigenen Fertigkeitsbaum mit jeweils 30 neuen Fertigkeiten.
Die nächste auffällige Neuerung ist der neue fünfte Akt, in dem man sich ins Hochland der Barbaren begeben muss. Im vierten Akt öffnet der Erzengel Tyrael dem Helden ein portal nach Harrogath. Die Leute, die dort leben sind einem zuerst nicht wohlgesonnen, allerdings nur bis man die ersten beiden Quests gelöst hat. Mit meinem Druiden hatte ich mit den Kobolden ein paar Probleme, aber sonst war es insgesamt nicht so schwer. Am Ende muss man Diablos Bruder Baal besiegen, an dem ich recht lange saß. Bei den relativ schwachen wiederbelebten Horden kann man ordentlich Erfahrung sammeln, da diese immer wieder erwachen, es sein denn die leichenfressenden Ranken und Wölfe des Druiden schlagen zu. Als schlechten Scherz empfand ich das fünfte Quest, bei dem man 3 Barbaren besiegen muss. Für das vorletzte Quest ist das viel zu leicht geraten. Der fünfte Akt hat 6 Quests und man benötigt ungefähr 5 bis 7 Stunden für diesen Akt, aber das ist natürlich abhängig davon, ob man alles erforscht oder einfach den schnellsten Weg nehmen. Das würde ich allerdings nicht machen, da einem dann wichtige Erfahrungspunkte für die nächsten Schwierigkeitsgerade entgehen.
Wenn man keinen Helden mehr auf der Festplatte hat, muss man leider neu anfangen. Es gibt keine, von Blizzard vorgefertigten Helden, mit denen man sofort den fünften Akt starten kann. Noch nicht mal einen Druiden oder eine Assasine. Das ist wohl der größte Fehler, den Blizzard gemacht hat.
Es gibt jetzt klassenspezifische Gegenstände, die zumeist Charakterboni bringen, so wie viele zusätzlich Gegenstände und Gegner:
Für Barbaren gibt es Helme aus Tierköpfen.
Das gleiche gilt für den Druiden, allerdings hat er Wolfshüte und ähnliches, während der Barbar eher Helme von Tieren wie Stoßzahntigern hat.
Mit dem Paladin kann man sich auf Schilde mit besonderen Boni freuen.
Der Totenbeschwörer kann neuerdings mit Köpfen, als Schilde verteidigen.
Die Amazone kann mit neuen Bögen kämpfen und die Assasine hat besondere Krallenwaffen.
Die Magierin bekommt neue Stäbe spendiert.
Weiterhin gibt es ätherische Gegenstände, die zumeist sehr stark sind, sich allerdings nicht reparieren lassen. Mit diesen sollte man seine angeheuerten Soldaten ausrüsten, weil der Verlust bei deren ableben nicht ganz so tragisch ist.
Die Schatztruhe wurde vergrößert, so dass jetzt vielmehr hineinpasst. Man kann jetzt auch viel mehr Geld in ihr lagern.
Im Inventar hat man auch mehr Platz. Man kann jetzt mehr Schlüssel übereinander legen, so dass mehr in das Inventar hineinpasst.
Die Söldner, die man anheuern kann sind jetzt viel effizienter und es lohnt sich auch diese anzuheuern. Sie haben jetzt ein eigenes Inventar und können auch aufsteigen. Es ist leider sehr teuer sie wiederzubeleben, wenn sie gestorben sind. Die Ausrüstung, die man dem Söldner gegeben hat, ist nach dessen Tod leider nur wiederzuerlangen, indem man den Söldner wiederbelebt, was sehr teuer ist. Im fünften Akt in Harrogath kann man Barbaren als Söldner anheuern. Diese räumen ziemlich effektiv auf.
Die Sockel wurden erweitert und man kann jetzt auch Rüstungen und Stäbe sockeln. Waffen und Schilde haben jetzt bis zu 6 Sockel, in anderen Gegenständen bis zu 4 Sockeln.
Es gibt jetzt Juwelen und Runen zum sockeln.
Es gibt magische blaue Juwelen, sowie auch gelbe, also sehr besondere Juwelen. Wenn man einen Gegenstand damit sockelt, nimmt dieser die Eigenschaften des Juwelen an. Die Juwelen haben zufällige Eigenschaften. Bisher habe ich noch keine wirklich starken Juwelen gefunden, so dass ich meistens auf deren Gebrauch verzichtete. Juwelen müssen identifiziert werden, bevor man deren Eigenschaften sehen kann.
Es gibt 33 Runen. Wenn man eine Rune alleine einsetzt, nimmt der Gegenstand, der gesockelt wurde, den normalen Bonus der Rune an. Wenn man Runen in einer bestimmten Reihenfolge einsetzt, können diese besondere Boni bekommen. Man muss aber auf die Reihenfolge und die Zahl der Sockel achten. Man bekommt z.B. keinen Bonus, wenn man 2 bestimmte Runen in der richtigen Reihenfolge in einen 3-Sockel-Gegenstand einsetzt oder die Runen in der falschen Reihenfolge einsetzt. Runen können wie Juwelen und Steine (Diamanten usw.) nicht wieder entfernt werden.
Man kann jetzt auch Glücksbringer und Inventarzauber finden. Diese belegen 1(klein), 2(groß) oder 3(riesig) Felder im Inventar. Kleine Zauber bringen den kleinsten Bonus, riesige den größten. Das beste, was ich bisher gefunden habe, war ein Zauber mit Leben +10, was ziemlich gut ist. Es ist sogar ein kleiner Zauber, so dass er sehr wenig Platz wegnimmt für einen guten Bonus. Die Boni bekommt man nur, wenn man die Zauber direkt im Inventar aufbewahrt, also nicht in der Schatztruhe oder im Horadrim-Würfel. Alles in allem sind die Glücksbringer ziemlich nützlich.
Blizzard hat sich auch wieder neue Horadrim-Würfel Rezepte ausgedacht. Diesen Würfel findet man in Akt 2 und man kann mit ihm mehrere Gegenstände in einen stärkeren verwandeln.
Endlich bringen auch die Set-Items etwas. Die Boni sind ziemlich gut und die Set-Gegenstände sind auch nicht mehr so extrem verstreut wie noch im Hauptprogramm.
Beim Schmied kann man jetzt alles auf einmal reparieren lassen und muss nicht alles einzeln anklicken.
Im Inventar findet man jetzt zwei Waffensets vor, was sehr praktisch ist, falls eine Waffe kaputtgeht. Wenn man keine zweite Waffe haben will oder keine passende gefunden hat, benutzt man das zweite Waffenset einfach als Aufbewahrungsort von Waffen, die man später verkaufen will.
Insgesamt sind alle Änderungen perfekt in das Spiel integriert und es kommt wieder das alte Diablo 2 Feeling auf.
6.battle.net
Ich habe jetzt endlich auch das battle.net ausprobiert und bin genauso begeistert, wie vom Singleplayer-Modus. Zusammen auf Monsterjagd gehen bringt gleich mehr Spass.
Über gelegentliche Lags und Abstürze kann ich bei so viel Spielspass hinwegsehen.
Wenn man das erste Mal das battle.net betritt, wird die neueste Version heruntergeladen, falls man diese noch nicht hat. Bei mir ist der Download dreimal abgestürzt, was mich ein bisschen geärgert hat, aber das hat das Spiel schon lange wieder gutgemacht.
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Im offenen battle.net kann man mit Helden aus dem Singleplayer-Modus weiterspielen, allerdings kann man vor Cheatern und Spielertötern nicht sicher sein kann. Ich persönlich spiele lieber im geschlossenen battle.net.
Man kann mit LoD (Lord of Destruction) nur in Spielen spielen, die von Besitzern von LoD aufgemacht wurden.
Jetzt kann die Monsterjagd endlich losgehen. Man lädt andere Helden in seine Party ein und macht sich auf den weg zum ersten Quest (falls dieses noch nicht beendet wurde, bevor man im Spiel war).
Insgesamt bringt das battle.net (fast) noch mehr Spass als der Singleplayer-Modus, da man weiß, dass man es mit menschlichen Mitstreitern zu tun hat und man nicht auf sich alleine gestellt ist.
7.Packung und Handbuch
Die Packung wird von Diablos Bruder Baal und einem „Diablo 2: Expansion Set, Lord of Destruction“-Schriftzug geziert. Auf der Rückseite finden sich Screenshots des Spiels und die wichtigsten Infos. Das Spiel wird in einem Pappkarton ausgeliefert.
Das Handbuch ist ca. 40 Seiten dick und ist ziemlich ausführlich.
8.Fazit
Das Spiel ist wirklich sehr gut und bringt sehr lange Spaß. Durch viele neue Gegenstände und die beiden neuen Charaktere ist man sehr motiviert und es kommt gleich wieder die Sammelsucht auf und man spielt immer weiter, weil man noch einen Level schaffen will oder einen besseren Gegenstand sucht. Das alte Diablo 2 Feeling bricht in Lord of Destruction sofort wieder aus und es fällt schwer sich vom Computer zu lösen. Ein großes Lob an Blizzard, die ein wirklich tolles Addon geschaffen haben. Den Preis von 60 DM finde allerdings ziemlich übertrieben, aber wer das Geld gerade über hat, der kann zuschlagen ohne groß zu überlegen. Leider gibt es noch das Problem, dass das Spiel auf die Dauer süchtig macht und man nicht mehr vom Computer wegkommt, aber das spricht ja irgendwie für Blizzard.
Diablo 2 gibt es inzwischen für 30 (oder 40) DM. Dieses Spiel benötigt man für LoD.
Man liest sich,
Ciao euer Klops
Anmerkung: Bericht ist auch bei www.ciao.de erschienen. (Username: ackerbauer)
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11.02.2002, 21:14 Uhr von DVD-Man
Bewertung: sehr hilfreichein super Bericht
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