Kosmos Die Siedler von Catan - Das Kartenspiel Testbericht

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ab 15,35
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von dynahsl

Siedeln zu Zweit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wer kennt sie nicht, die ‚Langeweile zu Zweit’? Man wollte sich einen gemütlichen Nachmittag/Abend machen, ein wenig reden und vielleicht ein Filmchen schauen, doch auf Dauer wird auch das langweilig. Der neuste Klatsch ist schnell durch, im TV läuft nichts interessantes....

So ging es auch meiner Freundin und mir. Da wir allerdings beide leidenschaftlich gerne Gesellschaftsspiele spielen, schien uns das die Lösung. Ziemlich enttäuschend standen wir dann vor einer beträchtlichen Sammlung der unterschiedlichsten Brettspiele – doch sie hatten alle eines gemeinsam – sie waren nicht für 2 Spieler gedacht.

So machten wir uns also auf die Suche nach 2-Personen-Spielen, die etwas mehr lieferten als die herkömmlichen Spielesammlungen.

Als Süchtiger mit den schlechtesten Heilungschancen beim Brettspiel ‚Die Siedler von Catan’ konnte ich mir natürlich auch das Kartenspiel nicht entgehen lassen. Und so war es gefunden, das erste Spiel für 2 in unserer Sammlung.

Das Basisset:
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Das Basisset besteht aus 120 Karten, je 1 Ertrags- und Ereigniswürfel, einem Ritter und einer Mühle. Dieses Set ist bereits spielbar.

Jeder Spieler startet mit einer kleinen Ansiedlung, bestehend aus 2, mit einer Straße verbundenen, Siedlungen und je einer der 6 verschiedenen Landschaften – Getreidefeld (Getreide), Gebirge (Erz), Weideland (Wolle), Wald (Holz), Hügelland (Lehm) und Gebirgsfluss (Gold).
Um seine Siedlungen zu Städten auszubauen bzw. um Siedlungen oder Städte zu erweitern benötigt man diese Rohstoffe, welche man im Laufe des Spieles durch den Ertragswürfel oder durch Handeln mit dem Spielpartner erhält.
Nicht ganz unbeteiligt an Sieg und Niederlage ist der Ereigniswürfel, der verschiedene Katastrophen, aber auch Fortschritt über das Land bringt.
Zum Ausbau von Städten und Siedlungen gehören nicht nur wichtige Gebäude sondern auch eine stabile Handelsgesellschaft (symbolisiert durch die ‚Mühle’) und eine überlegene Rittersmacht.
Ziel ist es, eine möglichst große Ansiedelung zu schaffen, denn für Städte, Siedlungen und deren Ausbauten sowie für Handels- und Rittermachten gibt es Siegespunkte und wer derer 12 als erster erreicht hat gewonnen.

Nach ein paar Runden und etwas Übung hat man die gebotenen Möglichkeit schnell erschöpft. Um dem allerdings vorzubeugen und Abwechslung zu schaffen gibt es

Erweiterungssets:
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- Zauberer und Drachen
- Ritter und Händler
- Politik und Intrige
- Wissenschaft und Fortschritt
- Handel und Wandel

Zauberer und Drachen:
Die Magie die im Brettspiel zu kurz kommt ist hier massenhaft vorhanden. Zauberer, Sprüche, magische Artefakte – mit denen man dem Gegner schaden kann und ihm hinterlistig seine größten Errungenschaften und wichtigsten Rohstoffe entwendet.
Neben den mächtigen Drachen der Zauberer scheinen die Ritter, die die gegnerische Ansiedelung schützen, unscheinbar klein. Und dennoch bedeutet Magie nicht gleich Sieg, denn zuviel Übermut schlägt oft zurück.

Ritter und Händler:
Noch mächtigere Ritter, und größere Handelskontore. Die Ritter dienen nun nicht mehr alleine zum Schutz der Ansiedelung, sie tragen auch wesentlich am Sieg bei, denn mit ihnen kann man bei Turnieren wertvolle Siegpunkte gewinnen.
Ein taktisches Einsetzen der Ritter ist laut Spielregeln nicht vorgesehen, doch wer sich erst mal damit beschäftigt hat, der wird bald über die Vorlagen der Regeln hinaus spielen.

Politik und Intrige:
Das Erweiterungsset für alle, die gerne etwas hinterhältig spielen und sich an bösen Intrigen erfreuen. Der ‚Spion’ ist hier die wichtigste neue Karte. Er erlaubt es dem Spieler herauszufinden, welche künftigen Anbauten und Spielzüge der Gegner plant, da man Einsicht in dessen Handkarten erhält. Damit kann man schon mal den so lange geplanten Ausbau einer Stadt verhindern oder gar für sich gewinnen. Doch Vorsicht ist geboten, denn ein Spion kann auch die Seiten wechseln.

Fortschritt und Wissenschaft:
Bibliotheken und Universitäten. Mächtige Ausbauten für Städte. Sie ermöglichen es dem Spieler mehrere Handkarten zu verwalten und somit vielseitiger zu planen. Außerdem sind solch fortschrittliche Bauten auch Siegespunkte wert.

Handel und Wandel:
Handelskantone, Lagerhallen, Manufakturen – sie alle helfen dabei schneller ans Ziel zu kommen. Raschere Produktion von Rohstoffen, bessere Absicherung gegen schlechte Ernten (Ereignisse) und eine größere Handelsmacht (Mühle).


Kombination von Basisset und Erweiterungen:
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Die Erweiterungssets können ganz unabhängig voneinander kombiniert werden. Man kann sowohl mit nur einem, als auch mit mehreren Sets spielen. Be mehreren Sets kann es durchaus vorkommen, dass zB einer der Spieler sehr viel Magie einbaut, der andere hingegen ausschließlich Politik und Intrige. Diese unterschiedliche Einbringung der Möglichkeiten ist besonders interessant, weil nicht beide mit den gleichen Waffen kämpfen. Jeder muss sich etwas anderes einfallen lassen um dem Gegner zu schaden und sich selber zum Sieg zu verhelfen.
Um mit vielen Erweiterungen gleichzeitig zu spielen gibt es im Basisset allerdings zu wenige Karten. Hierfür gibt es das


Turnierset:
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Das Turnierset vergrößert das Spiel ungemein. Um hier spielen zu können benötigt man allerdings 2 Basissets. Die Erweiterungen können einfach oder doppelt vorhanden sein.
Durch die Einbringung eines zweiten Basissets bestehen viel mehr Möglichkeiten, da sowohl mehr Rohstoffe als auch mehr Ausbauten im Spiel sind. Die Erweiterungen können viel besser eingesetzt werden, da jetzt auch die Möglichkeit in einer Ansiedelung Karten aus 2 Sets zu platzieren wesentlich effektiver ist.
Mit dem Turnierset ist es auch möglich, dass mehrere Spieler (jeder benötigt ein Basisset) spielen.


Fazit:
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Mit dem Brettspiel ist das Kartenspiel kaum zu vergleichen. Bei den Karten gibt es durch die Erweiterungen viel mehr Möglichkeiten, allerdings spielt das Handeln eine wesentlich geringere Rolle.
Auch die Spieldauer ist eher kurz, da, vor allem beim Basisset alleine, die Karten schnell aufgebraucht sind.
Wer sich das gesamte Kartenspiel kaufen möchte, muss ganz schön investieren, denn das Basisset alleine kostet etwa DM 30 und die Erweiterungen je etwa DM 10.
Für uns hat das Spiel sehr schnell an Reiz verloren, da die Spielabläufe meistens ähnlich sind. Jeder entwickelt eine Vorliebe für eine Erweiterung und dann werden die taktischen Züge schnell durchschaubar.
Dennoch ist das Spiel sehr ausbaufähig. Gerade nach einiger Erfahrung kann man die Makeln des Spiels durch eigene Regeländerungen ausmerzen und somit öfters neue Welten schaffen.

lg dynah

17 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Delfino

    11.03.2002, 23:25 Uhr von Delfino
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habs mit meinen Bruder mal gespielt. Ist aber schon etwas her.

  • Steinchen1

    16.02.2002, 05:49 Uhr von Steinchen1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! Dennoch finde ich die Version fuer 4 netter, aber die Karten haben wir auch. Gruss, Steinchen

  • RudiRe

    13.02.2002, 12:29 Uhr von RudiRe
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht. Leider steh ich nicht auf diese Art von Spielen. Gruß RudiRe

  • Megamaxi01

    13.02.2002, 12:21 Uhr von Megamaxi01
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht von Dir. Mag das Spiel auch, und habe auch einiger Sets. nur das Karten spiel nicht. MfG Megamaxi01