Die drei ??? (1) - Der Super-Papagei (Hörbuch) Testbericht
B
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Erfahrungsbericht von Greifenklaue
Die drei ??? und ihr papageiigster Fall
Pro:
KULT pur, der Beginn, hervorragendes Rätsel, Zitatschatz, Moment: KULT
Kontra:
leider gab es keine Plüschpapageien als Merchandise – Verflucht!
Empfehlung:
Ja
Willkommen zur Meuterei auf Plattfüßen, auf der Plattform, denn der güldene Oktober ist an- und ausgebrochen!
Wenden wir uns einmal dem ersten Fall der Three Investigators, so ihr Titel im Original. Klingt eher nach Akte X als nach unseren drei Lieblingsinterpunktionszeichen, und wenn wir gerade mit Mythen aufräumen, nein, Alfred Hitchcock hatte wenig damit zu tun, er war quasi Schirmherr dieser Jugendserie, ohne selbst je als Autor aktiv zu werden. Korrekterweise ist es auch nicht die erste Folge, denn das ist eigentlich „Das Gespensterschloß“ (die 11 der Kassettenreihe), welche auch die deutsche Buchreihe anführt, dann aber in anderer Reihenfolge vertont wurden, vermutlich weil „Der Superpapagei“ ein absoluter Reißer ist. Es gibt übrigens mehr schwitzerdeutsche Kassetten als amerikanische, dort wurden nur die beiden (Superpapagei und Gespensterschloß) vertont, ohne sich je durchzusetzen. Nie mit großem Erfolg, offensichtlich!
„Mein Schatz vergrub ich in finsterer Nacht, wo die Toten halten ewig wach – juchhu, und ne Buddle Rum!“
Die drei Fragezeichen, das sind Justus „Brainbug“ Jonas, Peter „Sporty Spice“ Shaw und Bob „Lexi“ Andrews, werden von Alfred Hitchcock verständigt, dass ein Autorenkollege, Mr Fentriss, seinen Papageien vermißt. Verwundern wird den Hörer schon hier, dass sie mit einem Rollce Royce vorfahren samt Chauffeur, Morton. Die Erklärung findet man in den Büchern, erst haben sie in einem Preisausschreiben einige Fahrten gewonnen, später hat ihn den ein zufriedener Klient zur „unlimitierten“ Benutzung zur Verfügung gestellt...
Doch der aufregende Fall scheint schnell vorbei: erst ein Hilfeschrei, der Schriftsteller stellt sie im Garten mit gezückter Waffe, doch im Haus klärt sich alles auf: der Papagei, Lucululus – „ein berühmter Feldherr und Schlemmer“ – ist schon wieder zurück und der Hilfeschrei kam von ihm... Die Waffe entpuppt sich als Feuerzeug und das ganze nur als schlechter Scherz von Alfred Hitchcock, der „ihren Besuch telefonisch angekündigt hat.“...
Kaum im Auto zurück grübelt Just, irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht – wieso führt eigentlich keine Telefonleitung zu dem Haus??? Hat er nicht gerade gesagt... „Und wenn das gelogen war, dann...“ Kaum zurück an der Einfahrt, braust ihnen der angebliche Mr Fentriss in einem Ranger entgegen. Auf dem Grundstück finden sie dann den echten Mr Fentriss und der Papagei ist auch noch weg. Ahh, doch ein Fall!
Schnell stellt sich heraus, dass der Papagei von einem mexikanischen Hausierer gekauft und anschließend gestohlen wurde und einen recht seltsamen, lateinischen Spruch drauf hat...
Draußen stoßen die beiden auf Mrs Irma Waggoner, wie Just schnell errät, den sie versucht mit Sonnenblumenkernen ihr Haustier zu locken, außerdem hat die Dame wohl den Vertreter zu Mr Fentriss geschickt. Bei der Nachfrage nach Auffälligkeit kommt das Gespräch schnell auf einen dicken Mann mit Sportwagen zu sprechen, das klingt doch ganz nach dem falschen Fuffziger...
„Weiß wie Schnee, rot wie Blut und braun wie Zedernholz!
Ist Sherlock Holmes zu Hause???“
Daraufhin starten die drei Fragezeichen zum ersten Mal (für den Hörer) ihre legendäre Telefonlawine, bei der die örtliche Telefongesellschaft einerseits Reibach macht, andererseits heftigst die Lastgrenze des Vermittlungssystems ausgetestet wird. Mit Peters und Mortons Beobachtungen zum Ranger versuchen sie diesen aufzuspüren.
Die ersten Tage ergibt sich nur wenig, bis sich ein mexikanischer Junge bei den dreien in der Zentrale höchstpersönlich meldet. Carlos, ein richtiger Autofreak, hat das Auto gesehen und da die Belohnung für die Hilfe eine Fahrt im Royce ist, kam er persönlich vorbei. Zwar ist es recht lang her, dass er das Auto sah, aber schnell stellt sich raus, dass er den Detektiven in einer anderen Richtung weiterhelfen kann, den sein Onkel Ramos hat die Papageien verkauft...
Eine heiße Spur...
„Ich bin Blackbird der Pirat, meinen Schatz vergrub ich in finsterer Nacht, wo die Toten halten ewig Wacht. Ich hab noch jeden reingelegt! Da guckste in die Röhre, was? Juchhu, und ne Buddle Rum!“
Wahnsinnsfolge!!! Der Plott ändert sich noch überraschend, aus anfänglicher Papageiensuche wird schnell eine Schatzhatz mit gelungen Rätseln samt nächtlichen Friedhofbesuch UND dem Kennenlernen von Obergegner Hugenay, dem französischen Kunstdieb.
Die Stimmen von Oliver, Jens und Andreas sind logischerweise noch jung und knackig, besonders Andreas Fröhlichs Stimme hat sich doch geändert – nicht zum schlechten, im übrigen.
Die Einwürfe von Alfred Hitchcock, gesprochen von Legende Peter Pasetti (u.a. auch Skeletor bei den Masters of the universe), führen in der Erzähler-Funktion durch den Fall, etwas, was man einfach mögen muss. Versteckte Andeutungen und doppelsinnige Kommentare, ach wie herzig!
Die Sprüche der Papageien an sich sind ein Hammer und immer wieder als Zitate beliebt und Superpapagei Blackbird bleibt ihnen ja ebenfalls erhalten! Auch wenn er leider nur seltenst zu Wort kommt, schade eigentlich!!!
Insbesondere wenn ich den Plott von damals mit den der modernen Kassetten vergleiche, es ist einfach ein himmelweiter Unterschied. Zwar sind die alten auch nicht zu 100% logisch und realitätsnah, aber was uns da in den neuen für Brei, Quark und Dung geliefert wird, ist schon beträchtlich. Und wer behauptet, dass es heutzutage keine guten Plotts mehr möglich sind, kaufe sich sofort eine beliebige Folge Point Whitmark – höre und staune!!!
„Schau unter die Steine jenseits der Gebeine, hol den Schatz ans Licht, ein Schloß wehrt dich nicht!“
Stimmungsvolle, atmosphärische, teils gruselige, rätsellastige, gewaltlose Umsetzung, ist sie zusammen mit dem „Gespensterschloß“ die Folge die außerhalb jeglicher Wertung wie meinen TOP 5 laufen und ist zudem die ideale Einsteigerkassette.
Apropos, da ich es ertragen mußte, dass die lieben Kollegen die CD oder irgendwelche Amazon-Nummern empfehlen, tut Euch den Gefallen, kauft die alte Kassette vom Flohmarkt (Richtpreis 3 Euro) oder eBay (deutlich teurer wegen Porto mindestens 1,44 Euro, meist 2 Euro!!!), da Europa die Lizenz für die Musik verlor und diese einen wesentlichen Teil der Atmosphäre trägt!!! Auf CD gibt es keine alte Version! (Für Freaks und Leute mit zuviel Geld sei noch die Schallplatte empfohlen mit einem Marktwert jenseits der 50 Euro...)
Also, ran an ne Kartoffeln!
Möge der Oktober ewig währen...
Wenden wir uns einmal dem ersten Fall der Three Investigators, so ihr Titel im Original. Klingt eher nach Akte X als nach unseren drei Lieblingsinterpunktionszeichen, und wenn wir gerade mit Mythen aufräumen, nein, Alfred Hitchcock hatte wenig damit zu tun, er war quasi Schirmherr dieser Jugendserie, ohne selbst je als Autor aktiv zu werden. Korrekterweise ist es auch nicht die erste Folge, denn das ist eigentlich „Das Gespensterschloß“ (die 11 der Kassettenreihe), welche auch die deutsche Buchreihe anführt, dann aber in anderer Reihenfolge vertont wurden, vermutlich weil „Der Superpapagei“ ein absoluter Reißer ist. Es gibt übrigens mehr schwitzerdeutsche Kassetten als amerikanische, dort wurden nur die beiden (Superpapagei und Gespensterschloß) vertont, ohne sich je durchzusetzen. Nie mit großem Erfolg, offensichtlich!
„Mein Schatz vergrub ich in finsterer Nacht, wo die Toten halten ewig wach – juchhu, und ne Buddle Rum!“
Die drei Fragezeichen, das sind Justus „Brainbug“ Jonas, Peter „Sporty Spice“ Shaw und Bob „Lexi“ Andrews, werden von Alfred Hitchcock verständigt, dass ein Autorenkollege, Mr Fentriss, seinen Papageien vermißt. Verwundern wird den Hörer schon hier, dass sie mit einem Rollce Royce vorfahren samt Chauffeur, Morton. Die Erklärung findet man in den Büchern, erst haben sie in einem Preisausschreiben einige Fahrten gewonnen, später hat ihn den ein zufriedener Klient zur „unlimitierten“ Benutzung zur Verfügung gestellt...
Doch der aufregende Fall scheint schnell vorbei: erst ein Hilfeschrei, der Schriftsteller stellt sie im Garten mit gezückter Waffe, doch im Haus klärt sich alles auf: der Papagei, Lucululus – „ein berühmter Feldherr und Schlemmer“ – ist schon wieder zurück und der Hilfeschrei kam von ihm... Die Waffe entpuppt sich als Feuerzeug und das ganze nur als schlechter Scherz von Alfred Hitchcock, der „ihren Besuch telefonisch angekündigt hat.“...
Kaum im Auto zurück grübelt Just, irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht – wieso führt eigentlich keine Telefonleitung zu dem Haus??? Hat er nicht gerade gesagt... „Und wenn das gelogen war, dann...“ Kaum zurück an der Einfahrt, braust ihnen der angebliche Mr Fentriss in einem Ranger entgegen. Auf dem Grundstück finden sie dann den echten Mr Fentriss und der Papagei ist auch noch weg. Ahh, doch ein Fall!
Schnell stellt sich heraus, dass der Papagei von einem mexikanischen Hausierer gekauft und anschließend gestohlen wurde und einen recht seltsamen, lateinischen Spruch drauf hat...
Draußen stoßen die beiden auf Mrs Irma Waggoner, wie Just schnell errät, den sie versucht mit Sonnenblumenkernen ihr Haustier zu locken, außerdem hat die Dame wohl den Vertreter zu Mr Fentriss geschickt. Bei der Nachfrage nach Auffälligkeit kommt das Gespräch schnell auf einen dicken Mann mit Sportwagen zu sprechen, das klingt doch ganz nach dem falschen Fuffziger...
„Weiß wie Schnee, rot wie Blut und braun wie Zedernholz!
Ist Sherlock Holmes zu Hause???“
Daraufhin starten die drei Fragezeichen zum ersten Mal (für den Hörer) ihre legendäre Telefonlawine, bei der die örtliche Telefongesellschaft einerseits Reibach macht, andererseits heftigst die Lastgrenze des Vermittlungssystems ausgetestet wird. Mit Peters und Mortons Beobachtungen zum Ranger versuchen sie diesen aufzuspüren.
Die ersten Tage ergibt sich nur wenig, bis sich ein mexikanischer Junge bei den dreien in der Zentrale höchstpersönlich meldet. Carlos, ein richtiger Autofreak, hat das Auto gesehen und da die Belohnung für die Hilfe eine Fahrt im Royce ist, kam er persönlich vorbei. Zwar ist es recht lang her, dass er das Auto sah, aber schnell stellt sich raus, dass er den Detektiven in einer anderen Richtung weiterhelfen kann, den sein Onkel Ramos hat die Papageien verkauft...
Eine heiße Spur...
„Ich bin Blackbird der Pirat, meinen Schatz vergrub ich in finsterer Nacht, wo die Toten halten ewig Wacht. Ich hab noch jeden reingelegt! Da guckste in die Röhre, was? Juchhu, und ne Buddle Rum!“
Wahnsinnsfolge!!! Der Plott ändert sich noch überraschend, aus anfänglicher Papageiensuche wird schnell eine Schatzhatz mit gelungen Rätseln samt nächtlichen Friedhofbesuch UND dem Kennenlernen von Obergegner Hugenay, dem französischen Kunstdieb.
Die Stimmen von Oliver, Jens und Andreas sind logischerweise noch jung und knackig, besonders Andreas Fröhlichs Stimme hat sich doch geändert – nicht zum schlechten, im übrigen.
Die Einwürfe von Alfred Hitchcock, gesprochen von Legende Peter Pasetti (u.a. auch Skeletor bei den Masters of the universe), führen in der Erzähler-Funktion durch den Fall, etwas, was man einfach mögen muss. Versteckte Andeutungen und doppelsinnige Kommentare, ach wie herzig!
Die Sprüche der Papageien an sich sind ein Hammer und immer wieder als Zitate beliebt und Superpapagei Blackbird bleibt ihnen ja ebenfalls erhalten! Auch wenn er leider nur seltenst zu Wort kommt, schade eigentlich!!!
Insbesondere wenn ich den Plott von damals mit den der modernen Kassetten vergleiche, es ist einfach ein himmelweiter Unterschied. Zwar sind die alten auch nicht zu 100% logisch und realitätsnah, aber was uns da in den neuen für Brei, Quark und Dung geliefert wird, ist schon beträchtlich. Und wer behauptet, dass es heutzutage keine guten Plotts mehr möglich sind, kaufe sich sofort eine beliebige Folge Point Whitmark – höre und staune!!!
„Schau unter die Steine jenseits der Gebeine, hol den Schatz ans Licht, ein Schloß wehrt dich nicht!“
Stimmungsvolle, atmosphärische, teils gruselige, rätsellastige, gewaltlose Umsetzung, ist sie zusammen mit dem „Gespensterschloß“ die Folge die außerhalb jeglicher Wertung wie meinen TOP 5 laufen und ist zudem die ideale Einsteigerkassette.
Apropos, da ich es ertragen mußte, dass die lieben Kollegen die CD oder irgendwelche Amazon-Nummern empfehlen, tut Euch den Gefallen, kauft die alte Kassette vom Flohmarkt (Richtpreis 3 Euro) oder eBay (deutlich teurer wegen Porto mindestens 1,44 Euro, meist 2 Euro!!!), da Europa die Lizenz für die Musik verlor und diese einen wesentlichen Teil der Atmosphäre trägt!!! Auf CD gibt es keine alte Version! (Für Freaks und Leute mit zuviel Geld sei noch die Schallplatte empfohlen mit einem Marktwert jenseits der 50 Euro...)
Also, ran an ne Kartoffeln!
Möge der Oktober ewig währen...
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