Dill Testbericht

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Erfahrungsbericht von Annna13

Bei mir darf er nie fehlen >> BITTE zum Bewerten einen anderen Berich aussuchen;-) DANKE!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auch der Dill gehört zu den Doldengewächsen.
Die Bedeutung des Namen Dillist ist nicht genau bekannt. Im Althochdeutschen hiess die Pflanze tille. Mancherorts wird sie auch Dille, Tilgschleim, Kukumerkraut, Gorkatila (Gurkendill) genannt.

Der Dill ist eine einjährige, einstengelige Pflanze, die 40 bis 125 cm in der Höhe erreicht, und besonders beim Zerreiben würzig riecht. Der aufrechte Stengel ist fein gerillt und abwechselnd von weissen und grünen Längststreifen durchzogen. Die Blätter sind meist zwei- bis dreifach, selten vierfach fiederschnittig. Die kleinen Blüten stehen in zusammengesetzten Dolden, die bei den Kulturformen mehrstrahliger und grösser sind und einen Durchmesser von 15 cm erreichen. Die von Ölstriemen durchzogene Spaltfrucht zerfällt bei der Reife leicht in die beiden halblinsenförmigen Teilfrüchte, die an den Kanten in einen strohgelben Flügelrand ausgezogen sind.

Die Blütezeit ist von Juli bis Mitte September.

Der Dill wird als beliebtes Küchenkraut in Gärten und auf Feldern angebaut. Er kommt auch verwildert an Wegen und auf Kulturland , z. B. Feldern, vor.

Heimisch ist die Pflanze wahrscheinlich im Iran, in Ostindien, in den Kaukasusländern und Ägypten. Als Ackerunkraut hat sie sich im gesamten Mittelmeergebiet, in Äthiopien und Südafrika angesiedelt. Ebenfalls angebaut oder verwildert kommt der Dill im grössten Teil Europas, in Nord-, Mittel- und Südamerika vor. Habe ihn aber in Mazedonien und Mexiko nicht erblickt und sehr vermisst.

Als Sammelgut gelten die Früchte (Fructus Anethi), sie werden von Juli bis September gesammelt.

Die Dolden werden kurz vor der Reife abgeschnitten und getrocknet. Dabei reifen die Früchte aus und können dann leicht mit den Fingern abgestreift werden. Sie haben einen stark würzigen, charakteristischen, unverwechselbaren angenehmen Geruch und schmecken anfangs süsslich und brennend, später gewürzhaft.

Die Dillfrüchte enthalten vor allem ätherisches Öl (etwa 3-4%), dessen Hauptbestandteil Carvon ist.

Als auswurffördernde, appetitanregende und verdauungsfördernde sowie als blähungs- und harntreibende Droge, wie es in den Heilkräuterbüchern steht, wird Dill heute kaum noch genutzt, kommt jedoch als Bestandteil mancher Teemischungen. Oleum Anethi soll antibakteriell und pilztötend wirken. Verwendet werden die Früchte als Gewürz bei Krautgerichten, Salatgerichten, vor allem beim Einlegen von Gurken, industriell oder selbstgemacht.

Als Nebenwirkungen darf man erwaehnen, dass die Droge die Milchsekretion foerdert und bei Schlaflosigkeit beruhigend wirkt.

Sowohl die Ägypter als auch die Griechen und Römer verwendeten die Pflanze zu Heilzwecken und als Gewürz. Man nimmt an, dass die Benediktinermönche den Dill bei uns eingebürgert haben. Die Karolinger vefügten ihren Anbau in den Hofgärten.

Meine wichtigste persöhnliche Erfahrung mit Dill führt in der Säuglingzeit meines Sohns. Eine Freundin, dessen erste Kind auch ein Junge war, leider mit 2 1/2 Jahren gestorben, hatte mir gesagt, dass besonders Jungs in den ersten 3 Monaten ihres Lebens einen Dillfrüchtentee bekommen muessen, damit ihre Magenschmerzen gelindert werden, und das sei besser als Fenchel- u.a. gemischten Tee. So hab ich es vom 1. Tag, na gut, vom 5., als wir nach Hause gekommen sind, angefangen. Mein Baby hat nie pures Wasser mit etwas Zucker bekommen, wie es üblich ist, sondern praktisch einen Dilltee: 100 g Wasser, 1 TL Dillfruechte, 5-10 Minuten kochen, abkühlen lassen. Und wir beide hatten eine ruhige Säuglingszeit und ruhige Nächte und ich hab den Tipp weitergegeben.
Sonst habe ich Heilkräuterexportfachmann/Frau Hunderte von Tonnen Dillfrüchte LKW-weise exportiert.

Selbstverständlich verwende auch ich die Früchte für die selbsteingelegten Gurken - da kommen bei mir 2-4 ganze Dolden auf den Glasboden, 1-2 kleine Zwiebel, 7-8 Pfefferkörner, Salz, Zucker, Essig.

Was aber bei mir nie fehlen darf sind die grünen Blätter. Ich kaufe oder lasse mir von meiner Mutter aus ihrem Garten geben normalerweise 2-3 Bund Dill, schneide sie klein und friere sie ein. Denn ich kann mir eine Menge Speisen (Kartoffel-, Erbsen- , usw.), Salate, unsere Lieblingssommersuppe Tarator (Rezept ist in einem nächsten Bericht von mir), meine berßhmten Weinblätterwickel in der Fleisch und vegetarischen Variante u.a. ohne Dill nicht vorstellen. Und getrocknet schmeckt er überhaupt nicht echt.

62 Bewertungen, 11 Kommentare

  • diana75

    26.07.2007, 13:09 Uhr von diana75
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹^› ‹(•¿•)› ‹^›G*R*U*S*S*‹^› ‹(•¿•)› ‹^›

  • blackangel63

    21.02.2007, 20:42 Uhr von blackangel63
    Bewertung: sehr hilfreich

    ╔╩╦╝ SH & LG ANJA ╔╩╦╝

  • hjid55

    19.02.2007, 18:38 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • anonym

    30.11.2006, 20:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Es gibt ja kaum noch ungelesene Berichte ... Ähm, Dill ist vor allem eines, lecker :) Gruß, Sven

  • anonym

    12.08.2006, 11:53 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß, Marianne ;o))

  • Zuckermaus29

    27.06.2006, 15:21 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    "sh" von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny

  • honeymaus

    24.06.2006, 19:30 Uhr von honeymaus
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH + LG, Manuela

  • Estha

    15.06.2006, 22:55 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.

  • sabolein

    20.02.2003, 23:42 Uhr von sabolein
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab ich auch immer in der Küche... Sabo...

  • Kami2002

    04.04.2002, 03:10 Uhr von Kami2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    wirklich gut das Zeug ;)

  • darkunit

    04.04.2002, 02:46 Uhr von darkunit
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich würze auch fast überall mit Dill, einfach unverwechselbar ;-)