Discovery - Daft Punk Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Erwin1678

Discovery - Daft Punk

4
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

alle Tracks sind auf einem hohen Niveau, Coverbook ist liebevoll gestaltet

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Daft Punk-Sound in Form des Albums „Discovery“. Erschienen ist die CD am 12.03.2001. Und nachdem mir das erste Album von Daft Punk schon so gut gefallen hatte, habe ich mit den Nachfolger (ob es wirklich ein „Nachfolger“ ist?) natürlich gleich am Erscheinungstag gekauft. Lest meinen Bericht und erfahrt meine Meinung zur CD sowie alles Wissenswerte zu Daft Punk.

Daft Punk
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In meinem Bericht zum Vorgängeralbum „homework“ habe ich Euch ja bereits etwas zur History von Daft Punk geschrieben. Alles was nach dem ersten Album um und mit Daft Punk geschehen ist, erfahrt Ihr an dieser Stelle.

Noch mal zur Erinnerung, hinter Daft Punk stecken die zwei Franzosen Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter. Ihre wahren Gesichter blieben dem Fan bisher verborgen, „Schuld“ ist eine Klausel in ihrem Plattenvertrag. Aus Angst vor massiven Starrrummel (denke ich mal), ließ man sich seitens Virgin zusichern, niemals sein Gesicht bei Gig´s oder auf CD´s zeigen zu müssen.

Wollen wir aber mal zur eigentlichen History kommen.
Nach der Veröffentlichung des ersten Albums „homework“ wollte natürlich jeder Daft Punk hören und sehen, ich brauche also nicht zu erwähnen, dass die Welttournee ein kapitaler Erfolg war. Daft Punk spielten übrigens bei ihren Gig´s nicht einfach nur brav ihrer Lieder ab, nein jeder Auftritt uferte zu einer wilden Live-Remix-Orgie aus. Playback kann ja jeder.

Während und nach der Welttournee waren die beiden Franzosen noch an mehreren anderen Projekten beschäftigt, „Stardust“ mit „music sounds better with you“ dürfte wohl vielen House-Fans noch ein Begriff sein.

1999 wagte man sich dann an ein ganz besonders spannendes Projekt – Musik und Visuelles auf DVD (der Titel der Scheibe heißt \"a story about dogs, androids, firemen and tomatoes (D.A.F.T)\". Noch bevor viele andere Künstler ihren Stuff auf DVD´s herausbrachten, versuchte sich Daft Punk also schon an dieser Art von Entertainment.

Das erste was man im neuen Jahrtausend von Daft Punk hörte war „one more time“. DJ´s hatten die Scheibe natürlich weit früher und so konnte man sich bereits Monate vor Erscheinen in den Clubs an diesem Track erfreuen.
Am 13.03.2001 erschien dann schließlich der langerwartete zweite Longplayer von Daft Punk.

Das Album
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Auf dem Album befinden sich 14 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von genau 61 Minuten.

[01.] one more time

Ich muss sagen, mittlerweile kann ich den Track wieder hören. Nach Erscheinen der Single wurde ja ein derartiger Hype um das Lied gemacht, bei VIVA lief es eine zeitlang mindestens dreimal pro Tag. Ich kannte den Track schon aus den Clubs, freute mich natürlich erst, dass man ihn jetzt auch „normal“ hören kann, aber was zuviel war, war zuviel. Aber egal, ich kenne Leute, die konnten davon nicht genug bekommen.

Das Lied selbst ist auch wirklich ein absoluter Knaller. Am einprägendsten ist wohl die durch den Vocoder gezogene Stimme (so was wird man noch sehr oft auf diesem Album hören), die Melodie ist auch ganz nett. Beeindruckend ist die Komposition des Tracks, mir geht er jedes Mal in die Beine.

[02.] aerodynamic

Der Track beginnt mit vier Glockenschlägen, danach erst setzt der Beat ein. Im gesamten Lied hört man eine E-Gitarre spielen, dieses eine kranke Gitarrenriff kann man wohl als Melodie ansehen. Vocals gibt es bei diesem Tracks keine, zur lauten Gitarre hätte das wohl auch nicht gepasst.

[03.] digital love

Bei diesem Lied habe ich das erste Mal das Gefühl, den Soundtrack einer „Captain Future“-Serie zu hören. Hintergrund und Melodie sind wirklich sehr spacig. Die Stimmen sind diesmal nur leicht verzogen.

[04.] harder, better, faster, stronger

„Scooter“ hatten mal einen ähnlichen Titelnamen für einen Track, damit hat dieses Lied allerdings (zum Glück) nichts zu tun.
Bei diesem Track geht die elektronische Untermalung wieder eher in Richtung Vorgängeralbum, das heißt monotone, härtere Beats. Sehr gut gemacht, die Vocals sind wieder bearbeitet, klingen sehr gut zum Beat (sind ja auch praktisch draufgesetzt). Dazu kommt wieder dieser „Captain Future“-Style, ist wohl ein Hauptthema des Albums.

[05.] crescendolls

Ein feiner Party-Track. Zu Beginn hört man ein paar harmlose Synthesizerklänge, dann steigt die Melodie ein und wird immer wieder vom gleichen Vocal begleitet.

[06.] nightvision

Sehr schön ruhige Nummer. Der Beat ist herzschlag-artig, wird begleitet von ruhigen Flächen und einer noch ruhigeren Klavier-Harmonie.

[07.] superheros

Hier geht es wieder etwas härter zu, eben “like the first album”. Der Beat ist schön stampfend. Und am Anfang wird nicht der Track lauter, nein es sind die Vocals die an Volumen zunehmen und sich dann bei voller Lautstärke wiederholen.

[08.] high live

Hier klingt es dann das erste Mal richtig nach “French House”. Pompöse kitschige Melodie, mit einem sich immer wiederholenden Vocal. Dazu wieder diese Space-Atmosphäre.

[09.] something about us

Ein sehr langsamer Track, im Hintergrund wird fein an der Gitarre gezupft. Der „Gesang“ ist wieder leicht bearbeitet, das macht zusätzlich zur allgemeinen Stimmung im Lied noch mehr eine etwas deprimierende Atmosphäre, die aber durch die E-Gitarre wieder „neutralisiert“ wird.

[10.] voyager

Ein sehr schön unauffälliger Track. Der Beat bleibt die ganze Zeit ruhig, die Flächen schieben sich gegenseitig an, das einzig Auffällige ist dieser wunderschöne Harfenklang.

[11.] veridis quo

Zu Beginn hört man eine schöne orgelähnliche Melodie, später setzt der Beat ein und eine Fläche hängt sich auch noch daran. Ja und so ruhig bleibt es dann auch bis Ende des Liedes.

[12.] short circuit

Klingt sehr schön elektronisch und ein bisschen experimentell. Die Drums sind etwas unkoordiniert aber Daft Punk wird sich schon was dabei gedacht haben. Zum Ende hin wird man noch mit einer wunderbar verzerrten Melodie verwöhnt.

[13.] face to face

Die ersten paar Beats erinnern mich an “Billie Jean” von Micheal Jackson, aber sobald die E-Gitarre einsetzt weiß man, ist ja doch nur Daft Punk. Hier gibt es wieder eine Mischung aus „French House“- und achtziger Jahre-Elementen. Dazu die Vocals, die herrlich klar auf den Beat gesetzt sind.

[14.] too long

Hier darf noch mal “Romanthony” heran, der schon “one more time” seine Stimme lieh. Zu Beginn werden die Vocals von Claps begleitet, dazu kommt noch so eine Art Klanghölzer-Sound. Die Melodie setzt langsam ein und dann wird auch der Beat richtig satt. Zum Mittelteil ändert sich die Melodie dann etwas, das zieht sich bis zum Titelende hin. Mein persönlicher Lieblingstrack auf dieser CD.


Cover/CD-Design
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Erinnert mich doch irgendwie an das Design der ersten CD. Der Hintergrund des Covers ist wieder schwarz, dass Daft Punk-Logo schaut so aus wie wenn es mit Quecksilber geschrieben wurde, sehr stylisch. Die CD ist ebenfalls schwarz, darauf sieht man noch mal das Daft Punk-Logo sowie alle Tracks.
Ein ganz besonderes Lob verdient das Coverbook. Andere Künstler geizen oft mit Infos, aber hier gibt es alles, Songtexte, Angaben woher die Samples stammen... So muss es sein.

Daft Card
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Jedem Album liegt eine Hartplastikkarte bei, die sogenannte „Daft Card“. Darauf befindet sich eine Zahlenkombination. Diese gibt man auf der „Daft Club“ Website ein. Man wird dadurch Mitglied im „Daft Club“ und kann sich Remixes von Tracks herunterladen. Feine Sache.

Fazit
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Wahrscheinlich habe ich mich schon zu sehr an das erste Album gewöhnt, als ich mir „discovery“ das erste Mal anhörte, ich war enttäuscht aber richtig. Keine harten, klaren Tracks, sondern ein komplettes Liedsortiment, bei dem man denkt, man befindet sich im „Captain Futere-Soundtrack. Aber man gewöhnt sich ja an alles und es ist ja klar, dass sich Künstler weiterentwickeln.
Hits hat das Album einige aufzuweisen, „one more time“ jetzt mal ausgelassen. Das hat man in Funk und Fernsehen ja schon dermaßen tot gespielt, ich höre es nur noch unter Vorbehalt.
Was mir gut gefällt, die Tracktitel sind Programm. Bei manchen Künstlern fragt man sich „Wie sind die auf den Liedtitel gekommen?“. Bei Daft Punk passen Titel und Musik immer zusammen. Ich erklär es mal an „one more time“. Der Liedtexte handelt von der immer wieder nächsten Party, passt ja auch gut zum Sound. Für die Medien bedeutete „one more time“ dagegen, wir spielen das Lied noch einmal und noch einmal...

Aber das sind nur Nebensächlichkeiten. Verdeutlichen möchte ich hier noch mal, das Daft Punk mit dieser CD ein Stück Qualität abgeliefert hat. Elektronische Musik muss nicht billig klingen auch wenn das mancher „Künstler“ immer wieder beweist.
Von mir gibt es ein klare Kaufempfehlung.

weitere Infos zu Daft Punk
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www.daftpunk.com
www.daftclub.com

Die offiziellen Seiten von Daft Punk und gleichzeitig auch Login zum „Daft Club“.

www.daftpunknet.multimedia.com

Wohl die größte Daft Punk-Fansite im Netz. Leider nur englisch-sprechenden Menschen vorbehalten.

www.virginrecords.com/daft_punk/index2.html

Alles über Daft Punk bei Virgin.

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