Drogen Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von mahlibu

----Drogen----

Pro:

siehe Bericht

Kontra:

siehe Bericht

Empfehlung:

Ja

Ich möchte in diesem Bericht keineswegs auf bestimmte Drogen zu sprechen kommen, sondern ich versuche die Thematik etwas zu generalisieren. Diesen Bericht schrieb ich ursprünglich als Schulreferat, möchte jedoch nun die Gelegenheit nutzen um ihn auch hier zu veröffentlichen. Ich habe versucht mich auf das Wichtigste zu beschränken und nicht allzu sehr ins Detail zu gehen.



1.Definition
Drogen sind getrocknete pflanzliche oder tierische Stoffe für Arzneimittel. Diese werden aus der Natur gewonnen (Blüten, Samen, Früchte, Gewürze) oder chemisch im Labor hergestellt.
Mittel, die künstliches Wohlbefinden oder Rauschzustände hervorrufen.



2. Anwendung

Medizin:
Drogen werden schon seit langer Zeit in der Medizin eingesetzt. Dort sollen sie z.B. Schmerzen ausschalten oder lindern. In diesen Fällen benutzen Ärzte meist den Wirkstoff Morphin, der Hauptbestandteil des Schmerzmittels Morphium ist. Bei Operationen werden diese zur Betäubung (Narkose) verwendet.

Gesellschaftlicher Bereich:
Der Konsum von Drogen wird durch Tradition und gesellschaftliche Regeln bestimmt. Fast in jeder Kultur kommt es zur Benutzung von Drogen. Dabei werden meistens pflanzliche Substanzen verwendet, um bewußtseinserweiternde Gefühle und Vorstellungen zu erzeugen.
Diese Kulturen haben aber über Jahrhunderte hinweg gelernt mit der Droge umzugehen, also die Droge gezielt bei religiösen Festen oder als Arzneimittel einzusetzen.
Beispiele hierfür:
In Persien., China und Indien wird Opium als Stimulanz und Heilmittel verwendet. Zur Erzeugung von Rauschzuständen nutzen Indianer des tropischen Südamerikas Tabak und Tabaksaft.

Persönlicher Bereich:
In der heutigen Zeit versuchen viele Menschen mit Hilfe des Drogenkonsums Rauschzustände zu erreichen, um so den vielfältigsten Probleme (Stress, Alltagsorgen usw.) zu entfliehen. Des weiteren dienen gewisse Drogen (Amphitamine) dem Muskelaufbau sowie der Konditionssteigerung bei Leistungssportlern und Fitnessstudiobesuchern.

Staatlicher Bereich:
Drogen stellen für den Staat eine Möglichkeit dar, Massen zu beeinflussen z.B. in Krisensituationen oder Kriegszuständen. Der Einsatz von Rauschmitteln wird in der Armee nicht selten als Waffe gegen aufständische Bewegungen sowie terroristischen Handlungen in Form von Betäubungsgasen sowie Nervengas verwendet. Ein aktuelles Beispiel dazu wäre die Neutralisierung von Terroristen in einem Moskauer Staatstheater.



3. Die Gefahren:

Abhängigkeit:
Der Konsum von Rauschmitteln führt in der Regel zu Glücksgefühlen. Andererseits können Drogen eine gewisse Zeit lang Angstzustände unterdrücken. Um diese Momente wiederzuerlangen wird die Einnahme mehrfach wiederholt. Dies bringt nach und nach eine psychische sowie körperliche Abhängigkeit mit sich. Daraus folgt, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, unabhängig zu entscheiden und zu handeln.

Finanzielle Probleme:
Durch das Verlangen und den übermäßigen Konsum dieser Suchtmittel, dessen Verkaufspreis in Deutschland meist enorm hoch ist, ist ein erhöhter Bedarf an Finanzierungsmitteln erforderlich. Sind diese jedoch nicht vorhanden oder bereits ausgeschöpft tritt eine Verschuldung ein, die viele nicht mehr bewältigen können und daraufhin zum Sozialfall werden.

Kriminalität:
Zur Besorgung der finanziellen Mittel schrecken Drogensüchtige nicht vor illegalen Geschäften zurück, die sog. "Beschaffungskriminalität" tritt ein. Es häufen sich Einbrüche, Diebstähle, Überfälle sowie Übergriffe auf andere Personen z.B. Körperverletzungen oder Mord innerhalb des Drogenmilieus und in der sonstigen Öffentlichkeit.

Krankheit:
Durch die regelmäßige Anwendung von Rauschmitteln wird eine große Anzahl an Nervenzellen geschädigt. Speziell die Zerstörung der Zellen und Rezeptoren im Gehirn macht sich dadurch bemerkbar, dass die Merk- und Lernfähigkeit nachlässt, die Reaktionen verlangsamt wird und Krampfzustände sowie Zuckungen in Armen, Beinen und Augen auftreten. Schlimmstenfalls kann in Folge einer Überdosis der Tod eintreten. Der Tod kann oft nur noch durch einen sehr schmerzvollen und harten Entzug verhindert werden.
Gesellschaftliche und staatliche Überbelastung:
Die medizinische und soziale Versorgung der sozialschwachen Abhängigen nimmt enorme Kosten in Anspruch, die den Staat und damit indirekt die Gesellschaft belasten. Der Staat ist z.B. dafür verantwortlich, dass Suchtberatungsstellen eingerichtet werden. Des weiteren muss der Drogenentzug finanziert, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld zur Verfügung gestellt werden.



4. Ursachen:

Persönliche Ursachen:

Häufig neigen vor allem Menschen mit angeborenen persönlichen Schwächen dazu, Drogen zu konsumieren. Gefühlsdefizite wie z.B. mangelndes Selbstbewusstsein, Schüchternheit werden mit der Einnahme ausgeglichen und verschwinden für den Zeitraum der Wirkung. Des weiteren sind Frustrationen, das heißt Eifersucht, schlechte Noten, Liebeskummer und Geldnot oft Anlass dazu, zur Droge zu greifen.

Familiäre Ursachen:

Das Fehlen einer intakten Familie, Einsamkeit, Mangel an Führsorge und Zuneigung führt bei Jugendlichen zu psychischen Problemen. Dieses Defizit wird durch die Vermittlung von Glücksmomenten beim Gebrauch des Rauschgiftes beseitigt. Oft finden Jugendliche in ihrer familiären Umgebung negative Beispiele oder Vorbilder wieder, die die Hemmschwelle senken. Raucht der ältere Bruder z.B. Haschisch, so wird die Verwendung als selbstverständlich empfunden.

Gruppenzwang:

Wenn z.B. in einer Gruppe aus Freunden, mit der eine bestimmte Person Kontakt hat, bei ihrem Treffen Rauschmittel ausprobiert oder sogar regelmäßig eingenommen wird, fühlt sich diese Person veranlasst, sich dem Handeln anzuschließen um nicht ausgeschlossen zu werden.

Gesellschaftliche Ursachen:

Die allgemein schlechte Wirtschafslage, Arbeitslosigkeit, Frustration am Arbeitsplatz, Vereinsamung und Verarmung tragen ebenso dazu bei Drogen zu konsumieren um diesen Situationen zu entfliehen.


5. Maßnahmen zur Drogenbekämpfung

Staatliche Maßnahmen:

Bei der Bekämpfung von Drogen ist vor allem der Staat gefordert. Schärfere Gesetze bzw. ein höheres Strafmaß bei illegalem Drogenhandel und Missbrauch müssen dadurch schnellstmöglichst verabschiedet werden. Des weiteren muss darauf geachtet werden, dass ins besonders an schulischen Einrichtungen aufklärende Maßnahmen z.B. durch die Polizei oder Schulpsychologen ergriffen werden. Ebenso wichtig ist die flächendeckende Installierung von Suchtberatungsstellen sowie Therapie- und Selbsthilfegruppen.

Familiäre Maßnahmen:

Familien sollten sich bei Problemen und Spannungen, die verschiedenste Ursachen haben können, so früh wie nur möglich an Beratungsstellen (Familientherapie durch Psychologen usw.) wenden, um Fehlverhalten und abnormale Lebenseinstellungen zu ändern.


6. Alltägliche Genussmittel

Unter dem Begriff "Drogen" versteht die Gesellschaft meistens sog. Harte Drogen z.B. Kokain und Heroin. Koffein, Nikotin und Alkohol werden schlechthin als "normale" Genussmittel akzeptiert. Allerdings handelt es sich hierbei um einen fatalen Irrtum. Diese Stoffe bringen genauso wie Kokain oder Heroin einen Stimmungswandel mit sich, der ebenso zu einer langwierigen Abhängigkeit führen kann. Zustände der Wohlgestimmtheit oder eines Schwipses, der durch Alkohol- und Kaffekonsum verursacht wird, sind bereits Vergiftungserscheinungen.
Beispielsweise stellen sich die Folgen der "Droge" Alkohol folgendermaßen dar:

Bei 1 ,0 bis 2,0 % Blutalkohol : Zunehmende Toxizität des Alkohols Gleichgewichtstörungen, Sprachstörungen, totale Enthemmung und Verlust der Selbstkontrolle.
Bei 2,0 bis 3,0 % Blutalkohol: Beginnende Atmungsschwierigkeiten, erhebliche geistige Desorientierung. Bei diesen Anzeichen spricht man von einer beginnenden Totalvergiftung.
Bei 3,0 bis 5,0 % Blutalkohol: Das Herz-Kreislaufsystem bricht zusammen. Ohne ärztliche Hilfe kann eine Alkoholtoxikation tödlich verlaufen.


In Deutschland sind ca. 2,5 Mill. Menschen alkoholabhängig




7. Bilanz

Im Jahr 1998 erhöhte sich die Zahl der polizeilich registrierten Konsumenten harter Drogen auf 20.943 Personen, dies entspricht einer Steigerung von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. 1999 registrierte das Bundeskriminalamt (BKA) 1.812 Rauschgifttote, das sind 8,2 % mehr als im Jahr davor. Im Jahr 2000 stieg die Zahl der Drogentoten im Vergleich zu 1999 um 11,6 % auf 2.023. Die Drogentoten waren überwiegend Heroninabhängige mit einer mindestens neun Jahre langen Sucht.

PS: Diese Bilanz soll nur als Beispiel dienen.


Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen.
Mit freundlichen Grüßen

16 Bewertungen, 5 Kommentare

  • bianca24

    20.08.2006, 00:28 Uhr von bianca24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hasse Alkohol- und Drogenabhängigkeit und wünsche keinem da rein zu rutschen. Guter Bericht! LG, Bianca ‹(•¿•)›

  • campimo

    20.08.2006, 00:21 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & LG

  • marina71

    19.08.2006, 21:21 Uhr von marina71
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut gemacht! lg

  • LilaLisa

    19.08.2006, 18:47 Uhr von LilaLisa
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüsse Lisa ;-)

  • lueckingb

    19.08.2006, 18:33 Uhr von lueckingb
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr sehr guter Bericht - LG Birgit