Drogen Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von L-E-G-A-T-U-S

Ich bin befreit!! Ihr auch?

Pro:

es macht frei, es ist alles egal

Kontra:

nur OHNE ist alles leichter

Empfehlung:

Nein

Hi ihr Leser!

Es gibt doch tatsächlich die Kategorie „Drogen“.

Ich habe schon gedacht, ich müsste das Wort nie wieder in den Mund nehmen.
Nun gut, jetzt tue ich es doch und erzähle euch meine Erfahrung mit Drogen.
Ich spreche aber nur über das Kiffen dem sogenannten „Dope“, welches Gras, Weed oder Haschisch beinhaltet.

Angefangen hat es irgendwann Anfang der 9. Klasse.
Geil, ne Party bei `nem Kumpel und das bei sturmfreier Bude. Wir saßen dort nun alle und einer hatte etwas dabei, es waren so 1,5g. Für damalige Verhältnisse war das echt viel, ein riesen Hümpel, einfach unverbrauchbar. Bei Spezializt – Musik haben wir dann eine oder zwei Tüten geraucht... ja es hat sehr geknallt, erst gegen 4 Uhr morgens war ich wieder ansprechbar... alle anderen pennten.

So mit der Zeit lernte ich selber Leute kennen die das Dope verticken(an den Mann bringen) und auch einige Orte in Berlin kannte ich nun, wo ich nach Bedarf etwas besorgen konnte. Mann hab ich viel weggekifft! Ab der 9. Klasse bis letztes Weihnachten also ca. 6 Jahre hab ich dann, anfangs noch nicht, aber immer öfter sozusagen täglich einen Durchgezogen. Zum Nachrechnen, wenn ich durchschnittlich 70€ pro Monat für 6g bezahle das mal 12 Monate mal 6 Jahre rechne ergibt das 5040€ für 432g. ß Ich glaub es fast selber nicht!

Was ich davon gehabt habe? Ausser Spass und ein paar Bekanntschaften, wie auch dem pflegen sozialer Kontakte – nichts. Ich muss dazu sagen, es war schon eine ziemlich geniale Zeit und unter Berücksichtigung meiner Erfahrung und um mich nicht ganz ins Aus zu schieben bereue ich es auch nicht. Schließlich kann ich bei solchen Themen mitreden und muss mir nix aus’m Finger saugen.

Es gibt beim Rauchen von Dope vier verschiedene Phasen. Die erste ist die sogenannte „Vorfreude“, die damit beginnt das Zeug zu kaufen und sich gemütlich hinzusetzen und die „Mische“ vorzubereiten. Ich habe immer gemischt geraucht, da ich mir das reine Dope nun auch nicht zuführen wollte, teils aus Geldgründen teils aus der Ansicht es sei Verschwendung.
Nach dem die Mische fertig ist beginnt die zweite Phase „Bauen“. Hier habe ich eine besondere Leidenschaft entwickelt. Da es verschiedene Formen des Genusses gibt probierte ich streng nach dem Motto: „ Ich mach sie perfekt“ verschiedene Formen einer Tütekonstruktion(Roseblütenform, Standard, Horn). Nachdem das Werk vollbracht war kommt Phase drei „Rauchen“. Hier gab es öfter mal Hustenanfälle und leichte Kreislaufprobleme – ein Kiffer nimmt das in kauf müsst ihr wissen, der sogenannte Kick ist es der zum Weitermachen anstachelt. Nach dem Rauchen kommt Phase vier „Chillen“ hierbei werden alle Dinge um einen herum zur Nebensache, ist man allein konzentriert man sich auf einzelne Gedanken oder Dinge (Was macht der Vogel denn dort... hm... sucht einen Wurm... und jetzt... er fliegt weg... aha... hm... und der Wurm hätte doch auch.... ach egal..). Ist man in einer Runde fängt man an über Dinge zu reden( geiles zeug, wo gekauft, hast du noch ´n Bier?... etc. ) An sich pennt dann in einer vielleicht Phase fünf jeder ein oder geht nach hause.

Was kiffen für mich bedeutet? Vergesse deine Sorgen, schiebe sie zumindest von dir weg und geniesse deine Freizeit.

Was ich nicht wusste? Kiffen verändert dich insoweit, dass du z. B. Ängste aufbaust oder Vorsichtigkeit verlierst. Dich mit den wichtigen Dingen gar nicht mehr beschäftigst und du auch keine Lust dazu hast. Jeder von euch kennt den Spruch „ Kiffen macht Gleichgültig! Ist mir doch egal!“ Zu dir nur noch Leute kommen die nur das Kiffen im kopf haben und dich immer mehr nach unten ziehen. -Gleich und Gleich gesellt sich gern, Gegensätze stoßen sich ab- kann ich dazu nur sagen..

Warum ich aufgehört habe? Öfter gab es Zeiten in denen ich einfach nicht mehr rauchen wollte aber immer wieder mit hineingezogen wurde, sei es per Einladung(ich gebe einen aus) oder sei es auf einer Party oder auch, weil das Geld knapp wurde. Ich hatte immerhin schon eine Wohnung und ein Auto.
Irgendwann im Jahr 2002 hatte ich mich dem finanziellen Ruin genähert, meine Wohnung kriselte und mein Auto fuhr nur noch mit dem viertel an Benzin. Gegen Ende des Jahres war ich mit meinem besten Freund bei meiner Mutter auf dem Land. Da habe ich erzählt wie ich mein Geld ausgebe, warum ich es tat und warum ich immer weniger Dinge machen konnte. Ich verteidigte das Kiffen loyal:
es macht nicht süchtig, es ist nur Zeitvertreib, ich kann immer aufhören usw. usw. Meine Mutter und Daniel redeten, ohne Böse zu sein, weiter und ich musste mir immer mehr eingestehen, dass ich rauche weil ich nach dem Spass süchtig bin und meine Zeit, durch Ängste und wenig Selbstvertrauen, nur noch mit Dope verbringe und aus Geldgründen, da alles für das Dope ausgegeben wurde, nichts anderes mehr machen konnte.
Wir hatten dann noch vielleicht vier Gespräche und da ich ohnehin klein Geld mehr hatte hörte ich auf. Ich blieb dann eine Woche bei meiner Mutter und war total unruhig(„was mach ich denn jetzt, eigentlich hab ich doch sonst schon einen geraucht und chillte). Ich habe einfach vergessen mich anders zu beschäftigen, da ich bei Langeweile immer einen Joint geraucht habe.

Bis heute habe ich kein Dope mehr geraucht ausser Zigaretten. Selbst Alkohol ist nicht mein Ding. Ich habe mein Leben wieder in den Griff bekommen und bekämpfe mit Frust und Wut meine aufgebauten Veränderungen wie wenig Selbstvertrauen und Ängste vor Leuten in der Öffentlichkeit und den Nachwirkungen des Geldmangels. Ich bin jetzt sogar im Außendienst tätig und habe oft mit Menschen zu tun und in der Freizeit lese ich oder begebe mich ins Internet. Treffe Leute die kein Dope rauchen und such mir Menschen die mich inspirieren, also auch weiterhelfen.

Das gute an meiner Kifferzeit, ich hatte Spass. Das gute am Nichtkonsum, ich lerne mich neu kennen, mache Dinge die ich vorher nicht gemacht habe, bin freier im Kopf und muss niemanden mehr anlügen. Kann auch längere Blöcke sprechen ohne einen Aussetzer zu haben, kann mich mehr an alltäglich Dinge erinnern und fühle mich einfach wieder lebendig.
Das mit dem anlügen ist mein Grund warum ich das bis heute durchgehalten habe. Würde ich nur einen Zug nehmen und meine Mom oder wer anderes den ich kenne würde frage ob ich was geraucht haben und ich müsste ja sagen... ich könnte es nicht aushalten.

Meine Beobachtung
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Somit sage ich allen Kiffern, ohne Dope ist das Leben auch gut und ihr habt zumindest ein reines Gewissen. Wollt ihr in Kreise rein die Geld bringen, dann unterlasst das Rauchen von Drogen es behindert euch und schafft nur Skepsis und Misstrauen bei den Leuten die euch kennen. Denkt an den Bund: Nimmst du Drogen wirst du nie einen Verantwortungsvollen Job/Aufgabe bekommen. So ist das auch im Leben mit anderen Berufen!!

Im Sinne der Selbstkritik und Freiheit

Legatus

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