Düsseldorf Testbericht

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Erfahrungsbericht von Samsally

Die größte Kirmes am Rhein!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Dieses Wochenende ist es wieder so weit, wie jedes Jahr im Juli. Die größte Kirmes am Rhein hat gestern auf den Düsseldorfer Rheinwiesen in Oberkassel eröffnet. Da ich in den letzen Jahren immer um diese Zeit im Urlaub war, konnte ich es kaum abwarten endlich mal wieder dort hinzugehen. Daher fuhr ich auch direkt am Eröffnungstag dort hin, allerdings befürchtete ich einen Massenandrang am ersten Tag.


Anfahrt und Rückweg
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Ich möchte jedem raten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Oberkassel zu fahren, denn Parkplätze sind sehr rar und wahrscheinlich auch teuer. Die U-Bahn Linien U74, U76 und U77 fahren alle paar Minuten über den Hauptbahnhof direkt dort hin. Auch ich fuhr mit der U-Bahn, die wie erwartet gestopft voll war. Dazu kann ich euch noch einen Tipp geben: Aus unerklärlichen Gründen zieht der erste Wagon die Menschen magisch an und der hintere ist meist noch fast leer. Also steigt möglichst in den hintere Abteil ein, dann kann man mit ein bisschen Glück auch noch einen Sitzplatz ergattern. Das gilt auch für den Rückweg. Die Bahnen fahren übrigens während der Kirmeszeit regelmäßig bis ca. 3.00 Uhr nachts. Auch andere Straßenbahnlinien haben verlängerte Fahrpläne. In Bussen und Bahnen liegen Sonderfahrpläne aus. Wenn man von der Düsseldorfer Innenstadt kommt, fährt man über die Rheinbrücke und hat von da aus schon mal einen gigantischen Blick über die ganzen Rheinwiesen, besonders abends, wenn alles erleuchtet ist. Eine tolle Stimmung.


Sicherheit und Leitung
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Angekommen an der Haltestelle leiten Helfer mit Mikrofonen und Polizisten die letzten paar Schritte durch den Straßenverkehr bis zum Zielort. Alles läuft reibungslos und sicher ohne großes Gedränge. Auch auf der Kirmes selbst sieht man überall Polizei, Ordnungsamt und Rettungspersonal. An jeder Ecke gibt es etwas versteckt Toilettenhäuschen, die allerdings von privat betrieben werden und der Besuch kostet 40 Cent. Aber das kann man bei einem solchen Kirmesbesuch dann auch noch verkraften.


Fressbuden und Bierstände
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An mindestens jedem zweiten Stand bekommt man was zu essen oder zu trinken. Von Reibekuchen, Backfisch und Würstchen bis hin zu Pizza und Burgern. Die üblichen Leckereien wie gebrannte Mandeln, Crépes und Zuckerwatte in allen Farben sind natürlich auch zu finden. Als Mitbringsel kann man zwischen hunderten Lebkuchenherzen wählen.
Das köstliche Altbier bekommt man entweder an den Bierständen oder in den riesigen Zelten, wo abends immer was los ist. In den meisten ist sogar Lifemusik, oft bekannte Düsseldorfer Bands. Daher kann es vorkommen, dass die Zelte überfüllt sind und Platzangst ist da dann Fehl am Platz.


Fahrgeschäfte
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Für die Kleinen gibt es die vielen bunten Karussells mit Feuerwehrautos und fliegenden Elefanten. Auch einige Spielchen, wo es irgendwelche Sachen zu gewinnen gibt, sind zahlreich zu finden.
Ein bisschen traurig macht mich der Anblick der Ponys, die den ganzen Tag umgeben von lauter Musik immer und immer wieder im kleinen Kreis trotten. Ich muss zugeben, dass ich als Kind auch nicht an dem Ponystand vorbeikam und es für Kinder ein großes Erlebnis ist. Wenn es die Stände allerdings nicht gäbe, würden die Kinder es wahrscheinlich auch nicht vermissen und lieber Karussell fahren. Also, es muss doch nicht sein, oder?

Die adrenalinsuchenden Großen finden bei den Attraktionen ihren Spaß. Seit einigen Jahren ist wohl die Achterbahn „Euro-Star“ das Highlight gewesen, doch dieses Jahr gibt es zwei weitere große Herausforderungen. Wie der Name schon sagt, sorgt „Adrenalin“ für einen neuen Nervenkitzel. Es ist wie ein Riesenrad mit nur drei Wagons. Dies soll das derzeit schnellste Fahrgeschäft der Welt sein. Neu und sehr beliebt ist auch der „Free Fall Tower“.

Traditionell steht auch wieder die Schwarzwälder Wildwasserbahn an ihrem Stammplatz und lässt die Leute triefend aus den Wagen steigen. Wenn es nicht ein besonders heißer Tag ist, empfehle ich, sich erst am Schluss diesen Spaß zu geben, denn sonst kann der restliche Tag mit nassen Klamotten etwas unangenehm werden.

An jeder Ecke ist irgendein schnelles, wild drehendes und wirbelndes Gefährt zu finden. Sogar eine Achterbahn im Dunkeln gibt es. Auf dem Riesenrad kann wohl jeder in luftiger Höhe die ganze Kirmes überblicken.

Leute mit Herz-, Rücken- oder Wirbelsäulenproblemen sollten sich unbedingt vorher erkundigen, ob die Fahrt für sie gefährlich werden kann. Dies gilt auch für Kinder und Schwangere.


Weitere Stände
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Auf keiner Kirmes fehlen die beliebten Losbuden. Mit oder ohne Nieten, Plüschtiere oder Pflanzen, alles ist vorhanden. Bei weiteren unzählige anderen Spielchen wie z. B. Pferderennen und Schießen kann man auch einige Preise abstauben.
Wer sich nicht vor den wilden Fahrgeschäften fürchtet, kann es ja mal in einer der vielen Geisterbahnen versuchen. Zusätzlich gibt es auch noch Shows mit rasanten Motorrad und Autostands.


Teuro?
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In der Presse wurde berichtet, dass sich die Preise angeblich nicht erhöht haben sollen. Also habe ich mir die Preise mal genauer angeguckt. Und tatsächlich gab es keine bemerkbaren Preiserhöhungen. Wie schon in den Jahren zuvor lagen die Preise für einen Ride mit den größeren Attraktionen bei 4-5€ und bei einem halber Meter Wurst im Baguette für 3 € kann man auch nicht meckern. Einige Stände Essen wie auch z. B. Lose werben sogar damit gegen den Teuro zu sein. Natürlich ist so ein Kirmesbesuch immer ein teures Vergnügen, aber zum Glück trotz Euro nicht noch teurer.



Bei meinem gestrigen Besuch hatten wir Glück, denn da es vorher stark geregnet hatte, war es nicht allzu voll. Es war viel los, aber man wurde nicht durch die Massen geschoben, sondern konnte gemütlich seine Runden drehen. Die Feuerwehr war beschäftigt, die riesigen Pfützen abzusaugen, aber dank vieler Stege hat man keine nassen Füße bekommen. Es war ein schöner Abend, auch wenn es sehr kostenspielig war.
Spätestens nächstes Wochenende werde ich noch mal hingehen, denn dann findet das beeindruckende Abschlussfeuerwerk statt.

Wer diese wundervolle Stimmung noch erleben will, hat in den nächsten Tagen (bis zum 21.07.02) noch genügend Gelegenheit dazu. Ansonsten muss man bis zum nächsten Juli warten.



Danke fürs Lesen und eure Kommentare!

Gruß Andrea

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