Die Keltennadel Testbericht
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Erfahrungsbericht von cpietropaoli
Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
Pro:
stellenweise spannend
Kontra:
meist langweilig, klischeehaft, Ende vorhersehbar
Empfehlung:
Nein
Der Neue „King of Crime“ aus Irland ??
ein Buch zu rezensieren, ist sicherlich keine leichte Aufgabe, erst recht, wenn man objektiv bleiben soll, aber ich gehöre ja „Gott sei Dank“ nicht dem legendären literarischen Quartett um Marcel Reich-Ranicki an und kann so frei und von der Leber weg meine Gedanken über das Buch:“ Die Keltennadel“ von Patrick Dunne zum Ausdruck bringen, manchmal objektiv, manchmal aber auch sicherlich subjektiv.......
aber zunächst ein paar nüchterne Fakten über das Buch:
*~*~* FACTS *~*~*
ich habe mir das Buch als Taschenbuch gekauft, für 8, 90 € - über Buchpreise lässt sich nicht streiten, aber billiger bekommt ihr es sicherlich auch bei Amazon-Gebraucht
die ISBN-Nr.: 3-404-14645-X
Bastei-Lübbe-Verlag
Seiten: 430
aus dem Englischen von Fred Kinzel
Originaltitel: Days of Wrath
erschienen: 2000
*~*~* DER AUTOR *~*~*
„ Patrick Dunne wurde in Dublin geboren. Nach einem Literatur- und Philosophiestudium wollte er zunächst Musiker werden und führte mit seiner Band ein Musical über keltische Themen auf. Inzwischen blickt er auf 20 erfolgreiche Jahre als Regisseur und Produzent beim irischen Rundfunk und Fernsehen zurück.“ (www.krimi-couch.de)
weitere Bücher des Autors: DAS MAYA-RITUAL
*~*~* der Klappentext *~*~*
Das keltische Erbe Irlands wird meist in melancholischen Liedern besungen oder in geheimnisvollen Geschichten heraufbeschworen. Doch es gibt auch dunkle Prophezeiungen aus dieser Zeit. Als in einer Kirche ausserhalb von Dublin ein grausiger Mord begangen wird, führen die Spuren zu einer Sekte, die keltische und christliche Traditionen vereinnahmt und die Apokalypse sehr wörtlich nimmt
*~*~* meine Geschichte mit dem Buch *~*~*
um es einmal vorweg zu nehmen: ich bin ein großer Thriller- und Krimifan und lesen ist eine Leidenschaft für mich, außerdem bin ich seit 1992 großer Irlandfan- diese ganzen Dinge hab
en mich dazu bewogen, das Buch von Patrick Dunne zu kaufen- und ich habe es auch mit Vorfreude nach Hause gebracht, um es sofort lesen zu wollen
zunächst versuche ich Euch einmal verschiedene Charaktere aus dem Buch vorzustellen
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_LIAM LAVELLE\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
er ist eine der beiden Hauptfiguren, ein junger, irischer, katholischer Priester (sehr liberal), in dessen Kirche die Leiche einer jungen Frau gefunden wird- außerdem war er jahrelang Sektenbeauftragter der katholischen Kirche und lebte in den USA- er gerät durch sein Wissen und seine Hinweise auf eine Sekte selbst zum Hauptverdächtigen.......das sind mal die Facts- ich finde, dass es Patrick Dunne leider nicht gelingt, einen wirklich starken Charakter in Liam Lavelle darzustellen und eine Konsequenz durch das Buch zu verfolgen- ein Priester ohne Ecken und Kanten, das einzige, was ihn interessant macht, ist die Tatsache, dass er Priester ist und dem weiblichen Geschlecht offensichtlich angetan ist- für mich zu viele Klischees-
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_JANE WADE\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
hier ist sie also: das weibliche Gegenstück zum Priester- eine schöne (wen wunderts), junge Journalistin, die für ein Artsmagazin recherchiert....sie nimmt Kontakt zu Lavelle auf, weil ihre Schwester Hazel verschwindet und Jane herausfindet, dass sich Hazel einer Sekte angeschlossen hat- die beiden (Jane Wade und Liam Lavelle) beginnen nun, Hazel zu suchen und finden dabei Zusammenhänge mit dem Mord in Lavelle´s Kirche- so versuchen die beiden „Laien“ nun einen Mord aufzuklären-
auch hier gelingt es Dunne nicht richtig, einen starken Charakter heraus zu arbeiten: Jane Wade ist für mich eine nichtssagende Person, ich kann mich nicht erinnern, ob ihr Aussehen beschreiben wird, sie ist eben jung, schön, intelligent und dem Priester sehr zugetan......(ach ja, na noch so ein Klischee)
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_DIE POLIZISTEN\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
hier ist es ganz typisch: guter-Bulle-böser-Bulle-
Versu
ch ( Dempsey: guter Bulle, Taaffe: böser Bulle), der leider auch nicht gelingt, weil alle Charaktere im Buch ziemlich langweilig sind
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_WILLIAM BUTLER YEATS\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
der irische Dichter spielt auch eine relativ große Rolle in diesem Buch, wird er doch dazu „missbraucht“ als Großer Meister, der im Buch vorkommenden Sekte, zu fungieren- Yeats war ein Dichter, der sich sehr für mystisches interessierte und Märchen sammelte, deshalb ganz verständlich, dass Dunne ihn sich herausgesucht hat- dies ist der einzige „Charakter“ der mich überzeugt, aber er ist ja auch nicht frei erfunden!
*~*~*FAZIT UND MEINUNG *~*~*
ich will Euch von dem Buch nicht zu viel verraten, denn vielleicht wollt Ihr es ja kaufen und lesen, deshalb oben nur die ganz kurze Beschreibung-
ich habe mich durch das Buch hindurchgequält und fand nicht so recht den Spaß am Lesen, es gab für mich 3 Teile:
1.ein vielversprechender, kurzer, grausiger Anfang
2.ein langes, langweiliges, mit allzu viel Fachausdrücken versehenes Mittelteil
3.ein kurzes, nicht besonders spannendes, sehr lange im voraus vorhersehbares Ende (Dunne wendet ganz am Schluss einen Trick an, der dem Leser eine vermeintliche Kehrtwende des Ganzen vorgaukelt- kann dann aber die Spannung leider nicht halten, und das Ganze flacht ziemlich ab
Leider ist der Roman, mit dem vielversprechenden Namen und Anfang und durch die interessante Geschichte auch mit dem Potential zu einem Super-Krimi, viel zu langweilig und ohne wirkliche Überraschungen- ich musste mich beim Lesen beherrschen nicht immer wieder ganze Seiten zu überblättern- dass ich ihn zu Ende gelesen habe, liegt nur daran, dass ich Euch meine Meinung kundtun wollte-
schade, man hätte sicher mehr daraus machen können, aber wer einen nicht allzu anspruchsvollen Krimi lesen will und sich über Sekten und irische Mystik und Geschichte informieren will, der kann diesen Krimi getrost als einen
Anfang verwenden
ein Buch zu rezensieren, ist sicherlich keine leichte Aufgabe, erst recht, wenn man objektiv bleiben soll, aber ich gehöre ja „Gott sei Dank“ nicht dem legendären literarischen Quartett um Marcel Reich-Ranicki an und kann so frei und von der Leber weg meine Gedanken über das Buch:“ Die Keltennadel“ von Patrick Dunne zum Ausdruck bringen, manchmal objektiv, manchmal aber auch sicherlich subjektiv.......
aber zunächst ein paar nüchterne Fakten über das Buch:
*~*~* FACTS *~*~*
ich habe mir das Buch als Taschenbuch gekauft, für 8, 90 € - über Buchpreise lässt sich nicht streiten, aber billiger bekommt ihr es sicherlich auch bei Amazon-Gebraucht
die ISBN-Nr.: 3-404-14645-X
Bastei-Lübbe-Verlag
Seiten: 430
aus dem Englischen von Fred Kinzel
Originaltitel: Days of Wrath
erschienen: 2000
*~*~* DER AUTOR *~*~*
„ Patrick Dunne wurde in Dublin geboren. Nach einem Literatur- und Philosophiestudium wollte er zunächst Musiker werden und führte mit seiner Band ein Musical über keltische Themen auf. Inzwischen blickt er auf 20 erfolgreiche Jahre als Regisseur und Produzent beim irischen Rundfunk und Fernsehen zurück.“ (www.krimi-couch.de)
weitere Bücher des Autors: DAS MAYA-RITUAL
*~*~* der Klappentext *~*~*
Das keltische Erbe Irlands wird meist in melancholischen Liedern besungen oder in geheimnisvollen Geschichten heraufbeschworen. Doch es gibt auch dunkle Prophezeiungen aus dieser Zeit. Als in einer Kirche ausserhalb von Dublin ein grausiger Mord begangen wird, führen die Spuren zu einer Sekte, die keltische und christliche Traditionen vereinnahmt und die Apokalypse sehr wörtlich nimmt
*~*~* meine Geschichte mit dem Buch *~*~*
um es einmal vorweg zu nehmen: ich bin ein großer Thriller- und Krimifan und lesen ist eine Leidenschaft für mich, außerdem bin ich seit 1992 großer Irlandfan- diese ganzen Dinge hab
en mich dazu bewogen, das Buch von Patrick Dunne zu kaufen- und ich habe es auch mit Vorfreude nach Hause gebracht, um es sofort lesen zu wollen
zunächst versuche ich Euch einmal verschiedene Charaktere aus dem Buch vorzustellen
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_LIAM LAVELLE\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
er ist eine der beiden Hauptfiguren, ein junger, irischer, katholischer Priester (sehr liberal), in dessen Kirche die Leiche einer jungen Frau gefunden wird- außerdem war er jahrelang Sektenbeauftragter der katholischen Kirche und lebte in den USA- er gerät durch sein Wissen und seine Hinweise auf eine Sekte selbst zum Hauptverdächtigen.......das sind mal die Facts- ich finde, dass es Patrick Dunne leider nicht gelingt, einen wirklich starken Charakter in Liam Lavelle darzustellen und eine Konsequenz durch das Buch zu verfolgen- ein Priester ohne Ecken und Kanten, das einzige, was ihn interessant macht, ist die Tatsache, dass er Priester ist und dem weiblichen Geschlecht offensichtlich angetan ist- für mich zu viele Klischees-
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_JANE WADE\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
hier ist sie also: das weibliche Gegenstück zum Priester- eine schöne (wen wunderts), junge Journalistin, die für ein Artsmagazin recherchiert....sie nimmt Kontakt zu Lavelle auf, weil ihre Schwester Hazel verschwindet und Jane herausfindet, dass sich Hazel einer Sekte angeschlossen hat- die beiden (Jane Wade und Liam Lavelle) beginnen nun, Hazel zu suchen und finden dabei Zusammenhänge mit dem Mord in Lavelle´s Kirche- so versuchen die beiden „Laien“ nun einen Mord aufzuklären-
auch hier gelingt es Dunne nicht richtig, einen starken Charakter heraus zu arbeiten: Jane Wade ist für mich eine nichtssagende Person, ich kann mich nicht erinnern, ob ihr Aussehen beschreiben wird, sie ist eben jung, schön, intelligent und dem Priester sehr zugetan......(ach ja, na noch so ein Klischee)
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_DIE POLIZISTEN\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
hier ist es ganz typisch: guter-Bulle-böser-Bulle-
Versu
ch ( Dempsey: guter Bulle, Taaffe: böser Bulle), der leider auch nicht gelingt, weil alle Charaktere im Buch ziemlich langweilig sind
\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_WILLIAM BUTLER YEATS\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_\\\\_
der irische Dichter spielt auch eine relativ große Rolle in diesem Buch, wird er doch dazu „missbraucht“ als Großer Meister, der im Buch vorkommenden Sekte, zu fungieren- Yeats war ein Dichter, der sich sehr für mystisches interessierte und Märchen sammelte, deshalb ganz verständlich, dass Dunne ihn sich herausgesucht hat- dies ist der einzige „Charakter“ der mich überzeugt, aber er ist ja auch nicht frei erfunden!
*~*~*FAZIT UND MEINUNG *~*~*
ich will Euch von dem Buch nicht zu viel verraten, denn vielleicht wollt Ihr es ja kaufen und lesen, deshalb oben nur die ganz kurze Beschreibung-
ich habe mich durch das Buch hindurchgequält und fand nicht so recht den Spaß am Lesen, es gab für mich 3 Teile:
1.ein vielversprechender, kurzer, grausiger Anfang
2.ein langes, langweiliges, mit allzu viel Fachausdrücken versehenes Mittelteil
3.ein kurzes, nicht besonders spannendes, sehr lange im voraus vorhersehbares Ende (Dunne wendet ganz am Schluss einen Trick an, der dem Leser eine vermeintliche Kehrtwende des Ganzen vorgaukelt- kann dann aber die Spannung leider nicht halten, und das Ganze flacht ziemlich ab
Leider ist der Roman, mit dem vielversprechenden Namen und Anfang und durch die interessante Geschichte auch mit dem Potential zu einem Super-Krimi, viel zu langweilig und ohne wirkliche Überraschungen- ich musste mich beim Lesen beherrschen nicht immer wieder ganze Seiten zu überblättern- dass ich ihn zu Ende gelesen habe, liegt nur daran, dass ich Euch meine Meinung kundtun wollte-
schade, man hätte sicher mehr daraus machen können, aber wer einen nicht allzu anspruchsvollen Krimi lesen will und sich über Sekten und irische Mystik und Geschichte informieren will, der kann diesen Krimi getrost als einen
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