Eierschneider Testbericht

Eierschneider
Abbildung beispielhaft
ab 7,25
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Erfahrungsbericht von skorpion99

Mit Fackelmann zum DIN Ei, oder ist es doch eine Harfe für Kleinkinder?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

An dieses Thema mit dem notwendigen Ernst heranzugehen, ist mir nicht ganz leicht gefallen, was ich hier unumwunden zugebe.

Aber, trotz aller Belustigung und vielleicht auch entgegen der Mutmaßung einiger Kollegen, der Skorpion hat sich nur wieder nach einer 3 Cent schweren Kategorie umgeschaut, will ich hier nun meine Gedanken und Erfahrungen zum Produkt zum Besten geben.

Zuerst, und daß ist gar nicht so weit hergeholt, handelt es sich hier um ein Küchengerät, welches schon zu Omas Zeiten eine wichtige Rolle spielte, da die durchschnittliche deutsche Hausfrau nun einmal nicht in der Lage ist –wie es zum Beispiel Profiköche beherrschen- nur unter Zuhilfenahme eines Messers ein huhnübliches Ei in sieben respektive neun gleich dicke Scheiben zu zerlegen.

Warum ist das denn überhaupt erforderlich ein Ei in derart genormte Scheiben zu zerlegen, werden jetzt vielleicht viel fragen und verstohlen zu ihrer lieben Hausfrau und/oder Mutter herüber Linsen, die ja auch über diese prognostizierte Unfähigkeit einer deutschen Hausfrau zu verfügen scheint. (die Leser aus Österreich und den anderen deutschsprachigen Regionen mögen mir die einseitige Sichtweise verzeihen, aber ich kenne eben nur deutsche Hausfrauen und Mütter –was nicht bedeutet, ich würde keine Frauen aus eben diesen und anderen Regionen kenne, aber das ist ein anderes Thema-

Tja, diese Frage konnte mir wirklich niemand abschließend beantworten, weswegen ich mich nun doch selber damit beschäftigt habe.

Ein gekochtes Ei ist ja aufgrund seiner Beschaffenheit ein recht glitschiges Ding, nachdem ich es von seiner Eischale befreit habe und somit schwer zu greifen. Setze ich nun das Messer an, so wehrt es sich mit Dotter und Eiweis, Füßchen hat es ja noch nicht, dagegen, von mir in Scheiben geschnitten zu werden und kullert über die Arbeitsplatte um im freien Fall von Hutan, dem Mastino Napoletano der gelegentlich bei mir vorbeischaut, aufgeschnappt zu werden und ohne nennenswerte Kaubewegungen isses auch schon wech.

Also kochen ich noch eines, nehme aber dieses Mal ein „braunes“, die ja bekanntlich besser schmecken sollen als die weißen Kollegen.

Hutan sitzt immer noch erwartungsvoll in meiner Küche und beobachtet das merkwürdige Treiben in der Gewißheit, seine zweite Chance nun bald erhalten zu werden. Aber, weit gefehlt, denn dieses Mal nehme ich den Eierschneider von Fackelmann zu Hilfe, um mein Ei in die gewünschten 7 gleich dicken Scheiben zu zerlegen um sie danach auf der bereits zuvor gebutterten Scheibe Bauernbrot zu verteilen, mit etwas Salz und Pfeffer zu bestreuen und natürlich darf auch der Spritzer Maggi-Würze nicht fehlen.

Fertig, mit traurigem Blick trottet Hutan von dannen und ich sitze nun hier vor meinem köstlichen Eibrot, jedoch fehlt mir zu meinem Glück noch immer die Antwort auf die Frage, warum diese Eischeiben alle gleichmäßig dick oder dünn sein müssen.

Müssen sie nämlich gar nicht, sondern es ist reiner Zufall, daß der Erfinder dieses Gerätes die hauchdünnen Schneidedrähte aus Edelstahl derart präzise zueinander ausgerichtet hatte, und es gibt in Wirklichkeit überhaupt keine DIN, welche die korrekte Dicke einer Eischeibe festlegt, oder doch?

Ganz so einfach wie ich dachte ist es nun auch wieder nicht, denke ich bei mir, während mein Blick nicht vom Falckelmanschen Eierschneider abschweift und erkenne sodann des Pudels Kern.

Es ist die Vertiefung im Gerät, in die ich ganz nach Geschmack und Gefallen mein Ei längs oder quer zur Giutine ausrichten kann um eben ovale oder aber runde Eischeiben zu erhalten. Nichts kann wegkullern und wenn ich das Ei lange genug gekocht habe, dann läuft auch kein Glibber heraus.

Hochachtungsvoll blicke ich in Gedanken zum Erfinder diesen Gerätes auf, welches ich mal irgendwann zu einem Preis erstanden habe, an den ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann, weil man es einfach haben muß, in einem ordentlichen und gut sortierten deutschen Haushalt.

Noch mal in Kürze, nette spülmaschinenfeste Erfindung in einem metallischen Design, die jeder unbedingt besitzen sollte, es sei denn er kennt eine bessere Methode ein Ei in Scheiben zu zerlegen (jetzt kommt mir aber bitte nicht mit solchen Tips wie annageln) oder er einfach keine Eibrote mag.


©Skorpion99

PS. Eine genauere Beschreibung der Funktionsweise eines Eierschneiders habe ich mir und Euch erspart, weil wer die nicht kennt, der hat eh die Welt verpennt. Darüber hinaus möchte ich evtl. durch meine Überschrift verleitete Kleinkinder davor warnen, den Eierschneider wirklich als Harfe zu benutzen, oder seid bitte zumindest so gut und überprüft zuvor Eure Hausapotheke, ob auch genügend Verbandsmaterial vorhanden ist. Ingo

23 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Sandra69

    28.02.2002, 13:20 Uhr von Sandra69
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr amüsanter Bericht. Ich muss zugeben, als Kind habe ich den Eierschneider meiner Mutter auch immer als Harfe zweckentfremdet und es hat Spaß gemacht. Vor meinen Kindern habe ich ihn aber gut versteckt. *gg* Liebe Grüße und gut

  • owesen

    28.02.2002, 11:36 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Harfe für Kleinkinder ?! *ggg* Gruß, Sönke ( owi13 )