Ein Chef zum Verlieben (VHS) Testbericht

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ab 7,19
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Erfahrungsbericht von DieEine

Eigentlich ein Chef zum Abgewöhnen

Pro:

Schauspieler ergänzen sich gut, Film ist witizg

Kontra:

leider wenig kitschig-romantisch

Empfehlung:

Ja

Feiertage sind zwar etwas unheimlich schönes, aber meistens doch sehr langweilig. Damit ich nicht wieder in die \"boah, wat langweilig\"-Lage komme, habe ich dieses Jahr vorgesorgt und mir rechtzeitig ein paar Filme bei ebay und amazon bestellt und hatte sogar das große Glück, dass alles rechtzeitig gekommen ist.
So habe ich mir am Freitag schon die erste DVD \"Ein Chef zum Verlieben\" angesehen und selbstverständlich kommt hier mein Bericht:

_Die Story
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Lucy Kelson (Sandra Bullock) ist jung, hübsch, intelligent und kämpft ständig sich mit großem Einsatz für die gute Sache. Sie hat in Harvard Jura studiert und dort auch einen hervorragenden Abschluss gemacht, den sie allerdings nicht dazu nutzt, in der freien Wirtschaft viel Geld zu verdienen, sondern den \"normalen\" Menschen im Kampf gegen große Konzerne, geldgeile Vermieter und anderen bösen Menschen zu helfen.
Außerdem ist sie sehr engagiert in ihrer Gemeinde und möchte dort unter allen Umständen verhindern, dass das Gemeindezentrum abgerissen wird.

George Wade (Hugh Grant) leitet gemeinsam mit seinem Bruder Howard einen großen Konzern und dieser plant eben Lucys Gemeindezentrum abzureißen und dort ein größeres, schickeres, moderneres Gebäude zu errichten.

George Wade ist allerdings eigentlich nur Repräsentant der Firma und bekommt von seinem Bruder öfter mal die Ohren langgezogen. So verlangt er auch von George sich ausnahmsweise mal eine kluge Frau als Chefin der Rechtsabteilung in die Firma zu holen und bei seinen Einstellungsgesprächen mal weniger aufs Aussehen zu achten.

Als Lucy mit Wade wegen des Gemeindezentrums reden möchte, erinnert er sich an Howards Worte und bietet Lucy den Job als seine Anwältin an. Lucy stimmt nur unter der Bedingung zu, dass George das Gemeindezentrum rettet.
George stimmt zu und sobald Lucy ihren Job bei Wade antritt, sieht George sie als sein Eigentum an.

Er ruft sie mitten in der Nacht aus einer Bar an und fragt sie nach Rat, sie muss ihn zum Einkaufen begleiten etc.
Auf der Hochzeit von Lucys bester Freundin, erhält Lucy eine Nachricht von George. Es sei sehr dringen und sie solle sofort zu ihm kommen.
Da Lucy denkt, es ginge um ihr Gemeindezentrum eilt sie zu ihm, wo sie verärgert feststellt, dass George sie nur brauchte, weil er nicht wusste, welches Sakko und welche Schuhe er zu einer Benefizveranstaltung anziehen sollte.

Lucy platzt der Kragen und sie kündigt bei Wade. Dieser allerdings lässt sie nicht gehen und verhindert, dass sie in einer anderen Firma einen Job bekommt. Lucy kann mit George schließlich noch abmachen, dass er ihr keine Steine mehr in den Weg legt, wenn sie eine Nachfolgerin für sich gefunden hat.

Die attraktive June Carter (Alicia Witt) stellt sich als geeignet heraus, doch als Lucy sieht, dass George an June interessiert ist, merkt sie langsam aber sicher, dass sie sich in ihren Chef verliebt hat. Etwa zur gleichen Zeit findet George heraus, dass er sich ebenfalls in Lucy verliebt hat. Das Gefühl der Liebe hält allerdings nicht lange, denn Howard legt George nahe, das Gemeindezentrum doch abreißen zu lassen, da dies mehr Profit bringt.

George muss sich wohl oder übel dem Willen seines Bruder beugen, oder gibt es doch noch einen Ausweg das Zentrum zu retten und Lucys Herz zu erobern?

_Meine Meinung zum Film
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Ich habe \"Ein Chef zum Verlieben\" im letzten Jahr bereits im Kino gesehen und muss sagen, dass ich ihn damals nicht besonders gut fand.
Ich dachte, es hätte daran gelegen, dass ich zu dieser Zeit sehr viele Liebeskomödien gesehen habe und deshalb alle Filme in ihrer Besonderheit miteinander verglichen habe.

Das Besondere an \"Ein Chef zum Verlieben\" ist, dass der Film ohne jegliche Romantik auskommt. Er ist nicht besonders kitschig, aber genau das möchte ich doch in einem Liebesfilm sehen. Der Film hat irgendwie nicht so den \"haaaach, ob sie sich kriegen werden\"-Charakter. Vielmehr wurde hier Wert auf den Witz gelegt und witzig ist der Film auf jeden Fall.

Hier ist es aber meiner Meinung nach eher die Situationskomik, die den Film aus macht. Man biegt sich nicht vor lachen, aber man schmunzelt ziemlich oft, wenn Lucy von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt oder wenn sie an sich selbst zweifelt und von ihren gescheiterten Beziehungen berichtet.
Besonders komisch fand ich die Szene, in der George Lucy nach der Trennung von ihrem Freund beisteht, die schlussendlich total besoffene Lucy ins Bett bringt und diese daraufhin wie ein Holzfäller zu schnarchen anfängt.

Lucy macht eigentlich alles, dass Männer sie unattraktiv finden, obwohl sie das gar nicht ist.
Sie schnarcht, sie macht unangenehme Geräusche, wenn sie auf der Toilette ist und sie versucht immer und überall Gutes zu tun. Dennoch verliebt sich George in sie, weil sie Ideale hat, weil sie Mut hat für Dinge zu kämpfen und weil ihr Geld ziemlich egal ist. Lucy hört immer auf ihre innere Stimme (die von ihrer Mom, einer Juraproffessorin kommt, wie Lucy George erklärt) und tut was sie für richtig hält - mit allen Konsequenzen.
Das imponiert George und für ihn wird Lucy irgendwann zu seiner inneren Stimme.

Die Stelle, in der er Lucy das offenbart, ist der einzigst kitschige Moment im ganzen Film, aber es ist auch wieder nicht kitschig genug, um Taschentücher zu brauchen - schade eigentlich.

Ich muss sagen, dass der Film ohne Sandra Bullock und Hugh Grant nur halb so gut wäre bzw. Eigentlich richtig schlecht wäre.

Die beiden Schauspieler ergänzen sich einfach super und sind auch der Grund, weshalb ich mir den Film überhaupt gekauft habe.
Hugh Grant hat mal wieder seine Paraderolle spielen dürfen: den leicht trotteligen Playboy.
Manche Leute mag es nerven, dass Hugh Grant diesen Part immer spielt, wenn er in einem Film zu besetzen ist, aber Mr. Grant kann dies eben einfach so gut wie kein zweiter.
Sandra Bullock durfte hier nach \"Während Du schliefst\" mal wieder ihre komische Seite ausleben und eine Frau spielen, die im Grunde ihres Herzens einfach nur geliebt werden will, ihre Ideale aber für keinen Mann aufgeben möchte.

Die beiden Schauspieler ergänzen sich perfekt und spielen sich bei ihren Dialogen immer die Bälle zu, so dass die Dialoge meistens sehr spitz und zynisch sind, wie man es von den beiden unterschiedlichen Charakteren eben erwartet.

_Die Ausstattung der DVD
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Bild: 16:9 (geeignet für alle Bildschirmformate)
Ton: Dolby Digital 5.1
Ländercode: 2
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Isländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch
Features: Interaktive Menüs Szenenanwahl, US-Kinotrailer, Original-Kommentar mit Hugh Grant, Sandra Bullock und Marc Lawrence (Autor & Regisseur), Original-Dokumentaion, Zusätzliche Szenen, verpatzte Szenen

_Meine Meinung zur DVD
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Die Bildqualität ist in Ordnung, aber nicht umwerfend. Das Bild ist zwar klar, aber die Farben sind nicht sehr kräftig, aber das Gesamtbild könnte ruhig etwas schärfer sein. Sowas stört mich persönlich aber nicht unbedingt, denn bei Liebeskomödien ist ein 1a Bild eben nicht so wichtig wie bei Action- oder Science-Fiction-Filmen.
Die Tonqualität nervt mich bei dieser DVD schon mehr. Ich habe zwar kein Dolby-Anlage, sondern nur einen ganz normalen Fernseher, aus dem der Ton kommt und den musste ich diesmal auf Lautstärke 20 stellen, um alles angenehm verstehen zu können (normal ist da bei meinem Fernseher Lautstärke 12-15).

Komme ich aber nunmal zu den Features. Interaktive Menüs und Szenenanwahl muss ich wohl nicht erläutern - welche DVD hat das heute nicht? Ich muss aber sagen, dass die Menüs nicht sehr liebevoll gestaltet sind, aber so wichtig ist da ja auch nicht.

Den Kommentar zum Film sprechen Sandra Bullock, Hugh Grant und Marc Lawrence gleichzeitig, es gibt also nur einen Kommentar und nicht drei, wie man vielleicht vermuten könnte. Richtig nützlich finde ich den Kommentar hier nicht, weil es ein bisschen schwer ist, drei Leuten zuzuhören, die teilweise über Insider-Witze reden. Der Kommentar ist auch leider nicht untertitelt, so dass man manche Sachen auch gar nicht versteht. Mir geht es zumindest so und ich kann eigentlich sehr gut Englisch. Ich muss aber sagen, dass ich eh nur wenige Leute kenne, die sich die Kommentare zu einem Liebesfilm ansehen.

Interessanter sind da schon die zusätzlichen Szenen, obwohl es davon nur zwei gibt. Eine davon zeigt die Hochzeit von George und Lucy, die andere zeigt Lucy beim Joggen mit einer Freundin, wobei sie über Lucys Gefühle für George sprechen. Beide Szenen sind sehr aufschlussreich und vor allem die Hochzeitsszene rundet das Filmerlebnis noch etwas ab.
Wie schon erwähnt gibt es nur zwei entfallene Szenen, was ein wenig mager ist.

Ebenso mager sind auch die verpatzten Szenen. Hier sieht man in knapp 4 Minuten ein paar zusammengeschnittene, verpatzte Szenen, die aber nicht so richtig lustig verpatzt sind, sondern wo sich die Darsteller eben nur mal vertan haben.

Umfangreicher als die zusätzlichen und verpatzten Szenen ist da schon die 13-minütige Originaldokumentation, wie man sie schon von Dutzenden Filmen kennt. Diese Dokumentation ist wie der Filmtipp eines Movie-TV-Magazins aufgebaut. Man erfährt von einem Erzähler etwas über den Film, die Hauptdarsteller reden über ihre Rolle und der Regisseur erzählt ein bisschen was Allgemeines zum Film.
Richtig spannend ist das leider bei diesem Film-Genre nicht, aber immerhin besser als gar keine Extras.

_Mein Fazit
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Der Film ist nur sehenswert für Leute, die Sandra Bullock und Hugh Grant mögen, weil sich die beiden in diesem, sonst eher langweiligen, Film super ergänzen.

Die Features sind zwar gut ausgewählt, aber nicht sehr ergiebig. Sie ergänzen aber den Film ganz gut und von daher finden sie auch ihre Berechtigung auf der DVD.

Ich muss allerdings sagen, dass ich den Anfangspreis von knapp 25 Euro für die DVD überteuert und ungerechtfertigt fand. Mittlerweile kostet der Film nur noch 9,99 Euro, was schließlich auch dazu geführt habe, dass ich mir den Film, trotz in Grenzen haltender Begeisterung, gekauft habe.

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