Need 4 Speed: Underground (PC Rennspiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von tobistumpf

Das beste NfS aller Zeiten

Pro:

Grafik, Undergroundmodus, Stylepunkte

Kontra:

kein LAN-Multiplayer

Empfehlung:

Ja

Da ich immer ein Fan der Rennspielserie Need for Speed war, habe ich mir natürlich auch NfS Underground gekauft. Ob ich immer noch Fan bin, könnt ihr ja jetzt lesen... ;o)

Underground
Der Modus \"Underground\" entspricht dem Karrieremodus. Insgesamt gilt es, 111 verschieden Rennen zu gewinnen, bei denen alle unten genannten enthalten sind. Nach einigen Rennen erhält man immer irgendwelche Upgrades wie z.B. ein neuer Motor, neue Stossdämpfer oder Neonlichter die man unter dem Auto anbringen kann. Jederzeit lässt sich das Auto stylen, tunen oder wechseln, vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld. Man kommt aber nur zum nächsten Rennen wenn man das vorige gewonnen hat, manchmal kann man sich auch zwischen einigen entscheiden, man muss aber alle fahren. Damit es nicht zu schwer wird, gibt es drei Schwierigkeitsgrade, allerdings gibt es für gewonnene Rennen auf \"schwer\" etwa doppelt so viel Geld wie auf \"leicht\". Am Anfang gibt es zwischen manchen Rennen ein kleines Video, was aber nicht wirklich Sinn macht, genau wie die Magazine, die man nach und nach, etwa durch Rundenrekorde, freischaltet.

Rennmodi
Im Modus \"Rennen\" muss man einfach gegen einige Gegner, meistens drei, einen Rennen über mehrere Runden gewinnen.
Im Sprintmodus gibt es keine Runden, sondern eine bestimmte Strecke, die man fahren muss.Weil man sich nicht erst an die Strecke gewöhnen kann, ist dieser Modus, zu mindest beim ersten mal, etwas schwieriger als ein normales Rennen. Sonst gibt es aber keine Unterschiede.
Bei einem Knockout muss man jede Runde mindestens als Vorletzter, in der letzten Runde also als erster, ins Ziel kommen. Der Fahrer, der eine Runde als letzter
beendet, beendet auch gleichzeitig sein Rennen.
Drag-Rennen sehen auf den ersten Blick ziemlich einfach aus: nur geradeausfahren, wer als erster im Ziel ist, gewinnt. Eigentlich sind sie aber nicht gerade einfach. Man muss selber schalten und es gibt Verkehr. Dem Verkehr ausweichen ist nicht allzu schwer, weil man nicht normal lenken muss, sondern mit den Pfeiltasten die Fahrbahn wechseln kann. Wenn man in ein Auto reinfährt, muss man das Rennen neustarten. Für das Schalten gibt es am linken Bildschirmrand einen Drehzahlmesser, dessen Zeiger grün leuchtet wenn man schalten sollte. Ein schwerer Schaltfehler, vor allem am Anfang des Rennens, ist schon fast gleichbedeutend mit einer Niederlage.
Bei Drift-Wettbewerben gilt es, wie der Name schon sagt, mit tollen und langen Drifts möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Rennen gehen im Underground-Modus immer über vier Runden, im Einzelrennen kann man von einer bis zehn Runden wählen. Die Rennen gestalten sich eigentlich ziemlich einfach, wenn man ein bisschen Übung hat. In diesem Modus kann man auch leicht sehr viele Stylepoints verdienen, für einen guten Drift gibt es ca. 1000 Punkte.
Zusätzlich gibt es im Einzelspielermodus noch \"freies Fahren\". Hierbei wählt man eine Strecke und ein Auto und kann die Kurs kennenlernen um ihn später besser fahren zu können. Allerdings würde ich diesen Modus nicht empfehlen, weil er ziemlich langweilig ist, man das gleiche theoretisch auch in einem Rennen machen kann und es keine Stylepunkte zu verdienen gibt.

Die Strecken
In NFS Underground gibt es eine Stadt, in der alle Rennen stattfinden. Die Stadt ist in einzelne Strecken unterteilt, man kann nicht, wie etwa bei Midnight Club II, einfach in der Stadt herum fahren. Die Strecken sind zwar alle unterschiedlich, einzelne Teile kommen aber in vielen Rennen vor, wie etwa eine halb eingeklappte Zugbrücke. Wenn man also eine Strecke sehr gut fahren kann, hat man auf vielen anderen auch Vorteile. Bei den Drift Veranstaltungen gibt es andere Strecken. Sie sind meistens (zu mindest am Anfang) ziemlich kurz und bestehen hauptsächlich aus 90° bzw. 180° Kurven, langere Geraden gibt es logischerweise überhaupt nicht.

Stylepunkte
Für minder oder mehr spektakuläre Manöver kann man sich in einem Rennen Stylepunkte verdienen. Beispiele hierfür sind etwa Drifts, fehlerfrei gefahrene Sektoren bzw. Runden (d.h. man darf nicht gegen eine Bande geknallt sein) oder wenn man knapp an einem zivilen Auto vorbeifährt. Wenn man zweimal hintereinander, ohne in ein Auto zu fahren, knapp an einem vorbei kommt, bekommt man einen Multiplikator (den man natürlich auch bei allen anderen Aktionen, die Punkte bringen, bekommen kann), der höchsten fünf sein kann. Am Ende von jedem Rennen werden alle Punkte zusammengestellt und zum Konto hinzugefügt. Wenn man genug Punkte für die nächste Stufe hat, bekommt man eine Belohnung. Meistens gibt es einen neuen Aufdruck für ein Auto, selten wird mal ein Wagen mit fertigem Style, den man im Einzelspielermodus fahren kann, freigeschaltet. Schade finde ich, dass man die anderen Styles, wie etwa Heckspoiler oder neue Auspuffe, nur im Undergroundmodus nach und nach erspielen kann. Insgesamt gibt es zu wenige Stylepunkte-Level. Ich hatte schon alle, als ich gerade mal bei der Hälfte der zu fahrenen Rennen im Undergroundmodus war.

Autos
Bei den Autos gibt es zwar nicht sehr viel Auswahl, allerdings sind es genug, dass es nicht langweilig wird. Man kann Wagen von Mitsubishi, Toyota, Ford, Nissan und noch einigen weiteren Marken fahren. Leider haben die Wagen bis auf zersprungene Scheiben kein Schadensmodell, was aber auch nicht weiter stört. Ungetunt und gestylt sind sie ziemlich langsam und sehen nur mittelmäßig aus. Aber das lässt sich ja ändern...

Steuerung
Man kann die Autos wahlweise mit der Tastatur, mit einem Joystick oder einem Lenkrad fahren. Die Steuerung ist ziemlich genau, nur bei der tastatur gibt es Probleme, weil der Wagen natürlich sehr ruckhaft lenkt.

Grafik/Sound
Die Grafik ist sehr gelungen, zumindest wenn man sie auf höchster Stufe eingestellt hat. Der Lack der Autos glänzt sehr realistisch und man kann in der sehr detaillierten Stadt alles sehen, egal wie weit es weg ist. Da die Rennen immer Nachts sind, ist natürlich alles beleuchtet, was manchmal dazu führen kann, dass man nicht mehr richtig durchblickt, wo man hinfahren muss. Das ist allerdings nicht ganz so schlimm, wenn man sich dran gewöhnt hat.
Der Sound hört sich auch gut an, man merkt richtig, wie man schaltet oder wenn der Motor überdreht. Das Quitschen der Reifen beim Driften wirkt auch sehr real. Während der Rennen und im Menu läuft Musik, die ich eigentlich ganz gut finde, aber das muss ja jeder selber wissen.

Fazit
Need for Speed Underground ist ein sehr gelungener Teil der NfS Serie, auch wenn das Spiel mit den Vorgängern weniger zu tun hat, es ähnelt eher Midnight Club II. Durch die Stylepunkte und das Freischalten der Tuning-Teile im Underground modus hat man immer wieder einen Ansporn, weiterzumachen, auch wenn der Undergroundmodus schon durchgespielt ist. Schade ist, dass es keinen Multiplayer Modus gibt, vielleicht bringt EA aber bald einen Patch heraus. Auf jeden Fall ist das Spiel einen Kauf wert.


lg Tobias

10 Bewertungen