Eltern Testbericht

Eltern
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Summe aller Bewertungen
  • Informationsgehalt:  sehr gut
  • Qualität der Artikel & Reportagen:  sehr gut
  • Qualität der Bilder und Fotos:  sehr gut
  • Unterhaltungswert:  sehr gut

Erfahrungsbericht von schneeweisschen

Eltern werden ist nicht schwer....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich bin eine absolute Leseratte. Nicht mal auf Toilette kann ich gehen, ohne die Gewissheit zu haben, dass dort eine interessante Lektüre auf mich wartet. Es ist sogar so schlimm, dass ich mir – in Ermangelung lohnenswerter Alternativen - die Inhaltsstoffe von Duschgels durchlese. Mein Mann lacht sich immer halb tot über meine Lesesucht.
In den letzten 10 Monaten hatte ich (wieso denn nur) kaum eine Chance, in Ruhe ein Buch zu lesen. Um jedoch Entzugserscheinungen vorzubeugen, lese ich sehr gerne Zeitschriften. Denn bei denen sind die Chancen doch grösser, in wenigen Minuten einen Artikel gelesen zu haben – und somit für eine Weile mit Lesefutter versorgt zu sein. Dabei hat es mir eine Zeitschrift besonders angetan: die „ELTERN“.

Es gibt von dieser Zeitschrift zwei Versionen: da wäre zum einen die klassische „Eltern“ und zum anderen die „Eltern for family“. Meine umfangreichen Recherchen haben ergeben, dass die „Eltern“ für werdende Mamas & Papas und für Eltern mit Kindern bis 3 Jahren gedacht ist. Für Familien mit älteren Kindern ist die „Eltern for family“, in der auch Tipps zum Umgang mit Teenagern nicht zu kurz kommen. Doch noch ist mein Kleiner gottlob noch lange vom Teenie-Alter entfernt, so dass ich mich getrost noch eine Weile mit der ersten Version beschäftigen kann.


Allgemeines und Layout
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Die „Eltern“ erscheint einmal im Monat, immer um den 20. eines Monats herum und kostet in Deutschland 2,55 €. Auch in Österreich (2,90 €) und in der Schweiz (5,20 sfr) ist sie erhältlich. Sie ist auch im Abo erhältlich und kostet dann in Deutschland 15 Cent weniger pro Ausgabe. Mein Tipp für Neugierige: es gibt ein Probeabo, bei dem man 3 Ausgaben für 6 € bekommt. Oder ihr lasst euch von jemand anderem werben. Derjenige muss nicht selbst Abonnent dieser Zeitschrift sein, und es gibt sehr schöne Prämien, z.b. schöne Spielsachen oder einen Einkaufsgutschein von H&M im Wert von 25 €.

Die Zeitschrift ist in Themengebiete aufgeteilt, die da wären:
* Schwangerschaft/Geburt/Erstes Jahr * Gesundheit/Entwicklung/Erziehung * Familienleben * Partnerschaft/Beruf/Psychologie * Medizin/Kosmetik * Service * Urlaub * Essen

Über 200 Seiten vollgepackt mit Informationen... und Werbung. Doch diese bezieht sich ausnahmslos auf für Eltern interessante Produkte, so dass mir manchmal nicht einmal bewusst ist, dass ich mich schon seit 2 Minuten mit einer Werbeanzeige beschäftige.

Auch das Layout gefällt mir sehr gut: fröhlich bunt, aber nicht zu bunt. Zahlreiche Bilder, aber dennoch genügend Text. Übersichtliche Gestaltung, die man sowohl als Leseneuling als auch als Abonnent zu schätzen weiss.


Themen & Inhalte & Schreibweise
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Schon während meiner Schwangerschaft habe ich die „Eltern“ regelmäßig gelesen. Jede Ausgabe enthält jede Menge Tipps zu diesem Thema, sei es die Geburt an sich, die Entwicklung des ungeborenen Kindes oder auch das simple Thema: wie kann ich mit dickem Bauch gut schlafen oder was kann ich gegen Übelkeit tun? Die typischen Fragen und Ängste der werdenden Eltern werden einfühlsam, verständlich und immer sehr ehrlich beantwortet. Auch zum Thema Recht & Geld (sowohl für die Schwangerschaft als auch für die Zeit als Familie) findet man immer gute Ratschläge, die einem von Ämtern und Behörden ja bekanntlich selten nachgeworfen werden. Viele Informationen, die ich mir früher mühsam aus Büchern und dem Internet zusammengesammelt habe, finde ich hier komprimiert in einer Zeitschrift.

Wer wissen möchte, ab wann er seine Steckdosen kindersicher machen muss, oder wann er spätestens seine Lieblingsbücher aus den unteren Regalreihen entfernen sollte, sollte ebenfalls einen Blick in die „Eltern“ werfen. Die einzelnen Entwicklungsschritte spielen in fast jeder Ausgabe auf irgendeine Art und Weise eine Rolle. Und jeder der Kinder hat, wird bestätigen können, dass die Kinder ihre Fortschritte von jetzt auf gleich machen. Sie können nicht etwa erst ein bisschen krabbeln und dann immer besser – nein, entweder sie können krabbeln oder nicht. Und wenn sie es können, tun sie es mit einer herrlich anzuschauenden Selbstverständlichkeit, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Also gilt auch (oder gerade) bei kleinen Kindern: vorbeugen ist besser als heilen *einentraurigenblickzudenangenagtenvideokassettenwerf *.

Um die Entwicklung seines Babys zu unterstützen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Besonders schön ist die Rubrik „Spiele-Magazin“. Vom Winzling an bis zum Kindergarten-Kind gibt es haufenweise tolle Ideen für kleine Spiele oder Basteleien.

Ein Teil der „Eltern“ ist befasst sich mit Seele und Körper der Eltern. Themen wie der erste Sex nach der Geburt oder Ratschläge, wie man auch mal ohne Kind so richtig schön entspannen kann. Es wird aufgeräumt mit dem Märchen von der „perfekten“ Mutter, die Haushalt, Kind und Küche perfekt im Griff hat, sobald sie aus dem Krankenhaus entlassen wird. Und es wird einem immer wieder von neuem (und das ist wichtig!) bewusst gemacht, dass man nicht nur Eltern ist, sondern auch Frau bzw. Mann mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen.

Ein sehr wichtiger Aspekt für mich: „Eltern“ erhebt nicht den Anspruch, allwissend zu sein und eingleisig eine bestimmte Richtung in Sachen Erziehung zu fahren. Ein gutes Beispiel dafür ist für mich der Artikel zum Thema Schimpfwörter aus der aktuellen Mai-Ausgabe. Schimpfwörter werden nicht grundsätzlich tabuisiert, sondern es wird erklärt, was Kinder so faszinierend daran finden und wie man ihnen beibringen kann, dass manche Wörter in bestimmten Situationen (oder auch generell) in der eigenen Familie nicht erwünscht sind. Den Eltern werden also nur Tipps gegeben, deren Umsetzung aber jeder für sich entscheiden kann und sollte.
Die Perspektive des Kindes wird bei allen Themen beleuchtet und anhand von Kompromissen können viele Konflikte gelöst werden.
Ich halte weder viel von sehr autoritärer Erziehung als auch von der „ich lasse meinen Kind machen was es will, es soll sich frei entfalten“ – Idee. Eine gesunde Mischung aus beiden ist für mich der ideale Weg, und dieser wird auch von der Zeitschrift „Eltern“ unterstützt.

Auch für den Humor wird gesorgt: sowohl in einigen Berichten als auch in speziellen Rubriken (z.B. Kindermund). So gut wie alle Artikel werden von Autoren geschrieben, die selbst auch Kinder haben, was ich auch für äusserst wertvoll halte. Denn so wirken die Berichte realistisch und nicht an den Haaren herbeigezogen.

Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sollten auch ab und an das Inhaltsverzeichnis der „Eltern“ studieren. Ab und an gibt es auch zu diesem Thema sehr interessante und mutmachende Artikel. Allerdings würde ich die Zeitschrift in diesem Fall nicht unbedingt abonnieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie grausam es sein kann, ständig von zwar süßen, aber fremden Babies angelächelt zu werden, wenn man sich sehnlichst ein eigenes Kind wünscht.

In jedem Heft findet man eine Seite mit 4 Rezepten, die man – wie auch bei vielen anderen Zeitschriften – ausschneiden und sammeln kann. Dabei ist immer ein Rezept für Schwangere und Stillende, eines für Babies und Kleinkinder und 2 für die ganze Familie (mal abgesehen von kleinen Babies). Diese Rezepte sind in der Regel recht einfach nachzukochen und die Zutaten hat man oft schon Zuhause oder kann sie einfach besorgen. Eine Ausnahme bildet in der aktuellen Ausgabe Sushi für Schwangere, aber solche Exoten sind wirklich nicht die Regel.

Fazit
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Ich will nicht behaupten, dass ich ohne diese Zeitschrift mit der Erziehung meines kleinen Rackers überfordert wäre. Die „Eltern“ ist nicht lebensnotwendig, erleichtert aber das Eltern-Dasein mitunter ungemein. Ähnlich wie in einer Krabbelgruppe erfährt man, dass bestimmte Probleme ganz normal sind, und dass man nicht allein dasteht mit seinem zahnenden, quägelnden, schlecht essenden oder kranken Kind (diese Liste liese sich ewig fortführen ;-) ). Ich kann mich über meinen Kleinen nicht beklagen, aber gerade als Neu-Eltern ist es schon ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man auf die meisten Fragen früher oder später in der „Eltern“ eine Antwort findet.

Euer Schneeweisschen

27 Bewertungen, 6 Kommentare

  • lauraloreen

    20.09.2002, 10:21 Uhr von lauraloreen
    Bewertung: sehr hilfreich

    da hast du recht :-)

  • HankaL

    29.08.2002, 03:39 Uhr von HankaL
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin auch ein Fan der Zeitschrift...

  • suesses

    21.05.2002, 19:29 Uhr von suesses
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr interessanter und informativer Bericht! Echt genial!

  • DrDuke

    18.05.2002, 11:32 Uhr von DrDuke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner und Informativer Bericht

  • Knupsi

    09.05.2002, 01:56 Uhr von Knupsi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Tja, da bist Du mir zuvorgekommen. Ich habe mir gerade überlegt, daß ich mal eine Bericht über die ELTERN schreiben könnte. Aber zwei an einem Tag ist auch ein bißchen doof. Mein Bericht wäre aber auch bestimmt nicht so toll

  • Coppedia

    08.05.2002, 18:27 Uhr von Coppedia
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine Erlebnisse auf dem Klo kenne ich nur zu gut, ohne Buch gehe ich fast nirgendwo hin und wenn doch...naja ;-)