FIFA Football 2003 (PC Spiel Sport) Testbericht

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ab 15,00
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Erfahrungsbericht von TurkishPsycho

Gott segne AMerika - vor allem aber EA-Sports ;))

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine sehr verehrten Leser,

Als eingefleischter Fußballfan, als ein ganz normaler Mann also, versuche ich natürlich, in jede meine Lebenssituationen diesen so einfachen, aber doch so tollen Sport einzubauen. So darf es natürlich nicht passieren, dass ich während der Ausübung meiner Hobbies darauf verzichten muss, mich mit Fußball zu beschäftigen.
Sitze ich also täglich an meinem heißgeliebten und –gelaufenen PC, dann möchte ich mich auch mal zurücklehnen und in die idyllische Welt des rollenden Balls abtauchen, Tore erleben, Niederlagen und Siege, Jubel und Enttäuschung – einfach alles, was diesen Sport so auszeichnet.
Aber es gibt da ja noch schlaue Köpfe auf dieser unserer Erde, die sich mit diesem Problem auseinandersetzen und Jahr für Jahr ein Spiel auf den Markt, was sich immer wieder verbessert hat, was sich dem Zeit der Geist angepasst hat und was den Mann auf der anderen Seite des Bildschirms immer mehr in seinen Bann zieht – es handelt sich um das für mich weltbeste Fußballspiel, es handelt sich um FIFA 2003 !!!

Dieses Spiel gibt es meines Wissens nach – verbessert und entschuldigt mich, falls dem nicht so ist – seit 1994. Dieses erste Spiel, das unter dem Namen FIFA 1994 auf dem Markt erschien war noch sehr, sehr einfach gestrickt und das einzige, was originalgetreu war, war, dass es 22 Spieler und einen Ball, der hin und wieder im Tor landete, sodass es am Ende einen Sieger und einen Verlierer gab.
Aber für die Zeit war es schon ein recht fortgeschrittenes Spiel, aber erst mit seinen Nachfolgern, sprich FIFA 1996, 1997, 1998 etc. (1995 kenne ich leider nicht) erhielt dieses Spiel seinen nicht mehr wegzudenkenden Platz in unserem PC- Spiele- Arsenal – und heute strömen jedes Jahr, wenn es wieder ein neues FIFA- Spiel gibt Millionen von Menschen in die Computer-Läden und kaufen sich das Spiel, um zu sehen, was sich entwickelt hat, was sich verbessert (oder in sehr, sehr, sehr seltenen Fällen verschlechtert) hat, was neu ist, was altbewährt ist und so weiter. Und dann spielt man dieses Spiel ein ganzes Jahr lang, regelmäßig, mit wachsender Begeisterung und einer wachsenden Neugier auf den Nachfolger.

Aber nach soviel Nostalgie und Schwärmerei nun zu den Fakten.
FIFA 2003 ist die realistischste Fußballsimulation, die es je gab. Die Spieler wurden mit penibler Genauigkeit konstruiert, sodass sich Bayern- Keeper sogar darüber beschwert hat und EA-Sports die Namensrechte für das Spiel verwehren wollte. Es ist tatsächlich so, dass man den Spieler ohne vorher den Namen gesehen zu haben in den meisten Fällen wieder erkennt. Vor allem die berühmten Superstars, wie der bereits erwähnte mehrmalige Welttorhüter oder Ronaldo, Davids, Zidane, Beckham und Co.
Das macht das Spiel zu einem erstaunlich authentischen Erlebnis.
Außerdem ist es nicht mehr so einfach zu spielen wie seine Vorgänger, bei denen man nach einigen Wochen die höchste Schwierigkeitsstufe mit Leichtigkeit meistern konnte. Bei diesem Spiel ist es mir persönlich erst sehr spät gelungen, in der höchsten Schwierigkeitsstufe (Weltklasse, sowie die übrigen absteigend: Profi, Halb-Profi und Anfänger) zu spielen. Außerdem empfiehlt das Spiel nach einer außerordentlich gelungenen (misslungenen) Partie, eine Schwierigkeitsstufe höher (niedriger) zu spielen, sodass man neben der Selbsteinschätzung einen weiteren Blickpunkt erhält.
Die Schwierigkeit und damit die Realitätsnähe liegt bei diesem Spiel in mehreren Punkten. Zum einen ist es schwieriger geworden, einen Pass zu spielen, der den Mitspieler auch erreicht, während es bei den Vorgängern so was wie Fehlpässe nicht gab. Auch eine Flanke ist nicht mehr so leicht anzunehmen wie früher. Was ich persönlich sehr gut finde ist die Bestimmung der Schussstärke, denn man kann somit eine 100%ige schon mal daneben hauen, weil man zu hart geschossen, sodass die Genauigkeit nicht mehr da ist. Dass der Spieler nach einem langen Sololauf keine besonders hohe Schussstärke mehr ist ebenfalls realitätsgetreu und macht das Spiel zu einer echten Herausforderung, wo nicht nur mechanische Tastenkombinationen, sondern auch taktisches Geschick gefragt ist.
Weiterhin ist festzuhalten, dass bei Ecken und Freistößen eine kleine Hilfestellung geboten wird, sodass man so einige Traumtore erzielen kann.

Ein wenig misslungen sind die Spielstärken der meisten bekannten Spieler. Denn so manch ein Weltstar wie Zinedine Zidane kommt dabei sehr unter seinem Niveau weg und auch ein Beckham oder ein Ronaldo scheinen im Verhältnis zu den anderen Spielern nicht gerade gut zu sein, denn so hat ein Edgar Davids mit die größte Spielstärke des ganzen Spiels, was mit einem realistischen, internationalen Vergleich nicht übereinstimmt. So frage ich mich bis heute, wer eigentlich Mattheo Brighi ist und stellen diese Frage auch ans fachkompetente Fußballplenum. Ich weiß es jedenfalls nicht, doch dieser Spieler hat mit einer Spielstärke von sage und schreibe 97 die besten Fähigkeiten.
Dennoch sind im großen und ganzen die Spielstärken gut gewählt und auch die Ablösesummen überzeugen besser als die der Vorgänger- Modelle.

Ein großes Manko allerdings ist und bleibt der Kommentator. Der erzählt nur Stuss und klingt wirklich in keiner Situation realistisch, da er mal der besseren Mannschaft ein Armutszeugnis ausschreibt, verwechselt, welche Mannschaft nun eigentlich im Ballbesitz ist und einen außerordentlich guten Schuss meterweit daneben sieht.
Meiner Meinung nach kann man bei FIFA- Spielen auf einen Kommentar verzichten, denn ich schalte ihn ausnahmslos immer weg, da er ungeheuer nervt. Aber auf mich will ja keiner höre ;).

Die Spielmodi sind auch diesmal wieder zahlreich. So kann man auswählen zwischen einer ganz normalen Saison in 14 Ligen der ganzen Welt, wobei einige Topligen fehlen. Mich persönlich wurmt es natürlich, dass die türkische Liga fehlt, aber na ja, man kann ja nicht alles haben.
In einer Saison kann man sich für die bekannten europäischen Wettbewerbe qualifizieren, in denen man dann spielt, so auch im nationalen Pokal. Nach jeder Saison steigen drei Mannschaften auf und ab, man selbst kann jedoch nicht plötzlich in der zweiten Liga spielen, was vielleicht auch mal ganz spannend wäre. Gut ist, dass man nach einer Saison entscheiden kann, ob man aufhören will oder noch eine Saison dranhängt, um z.B. auch mal in der Champions- League zu spielen, für die man sich vielleicht qualifiziert hat.
Aber auch so kann man, ohne im Saison-Modus zu sein einfach so die Champions- League Saison spielen oder im UEFA-Cup.
Außerdem gibt es noch die sogenannte Total- Club- Championchip, in der die besten Teams der Welt gegeneinander antreten.
Ohne Frage kann man sich natürlich auch mit der Nationalmannschaft im Modus „International“ beweisen.

Mein Fazit für dieses Spiel lautet, dass FIFA 2003 mal wieder ein außerordentlich gutes Spiel gemeistert hat, an dem es nur noch wenig auszusetzen gibt. Natürlich gibt es immer Dinge, die man hätte besser machen können, aber dafür gibt es ja das Jahr 2004, auf das wir natürlich wieder wie gebannt warten. Denn dann wrid natürlich wieder ein Kaufrausch einsetzen und alles wird wieder ausprobiert und verglichen mit den Vorgängern.
Ich finde, dass es ein Speispaß für jung und alt ist und das Fußball-Fan-Herz sicherlich ein wenig höher schlagen lässt. Ich kann es jedem empfehlen und hab jetzt auch keine Zeit mehr zum weiterschreiben, da ich jetzt – dreimal dürft ihr raten – FIFA 2003 spielen werde. Ich tauche dann gleich mal ab in die Fußballwelt und versuche mein Glück, bei euch bedanke ich mich fürs lesen und sage nur, man liest sich...

2003-09-24 by TurkishPsycho

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