FIFA Football 2003 (PC Spiel Sport) Testbericht
ab 15,00 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2005
Auf yopi.de gelistet seit 02/2005
Erfahrungsbericht von flosflo
Fifa trumpft auf
Pro:
Grafik
Kontra:
Steuerung
Empfehlung:
Ja
1)Gameplay
2)Turniere
3)Kommentatoren
4)Grafik
5)Allgemeines
1)Gameplay
---------------------------------------
Fifa 2003 sollte deutlich realistischer werden, als sein Vorgänger und als alle anderen bisherigen Fußballspiele. Herausgekommen ist die realistischste Fußballsimulation die es je gab. Das macht sich auch im Gameplay bemerkbar. Pässe sind nicht mehr so einfach zu spielen, wie es bei den vorherigen Versionen der Fall war. Der Verteidiger des Gegners kann schon oft das ein oder andere Mal seinen Fuß zwischen den Pass bringen und somit den Angriff stoppen. Ganz deutlich merkt man, dass die gegnersichen Mannschaften von Fifa 2003 ein viel stärkeres Pressing spielen und einen stärkeren Zug zum Tor haben. Kopfbälle sind leider nicht mehr so einfach wie früher. Flanken in ein Tor umzumünzen ist auch schwerer geworden, als zum Beispiel bei Fifa 2002, wo es auch im Weltklassemodus recht einfach war, den Ball nach einer Flanke mit einem Kopfball oder Volley zu versenken. Wenn jedoch mal eine Flanke zum Mitspieler in den Strafraum gelankt, sieht es recht anschaulich aus, wie der Spieler mit einem Flugkopfball oder mit letzter Kraft mit dem Fuß in den Ball reingrätscht und ihn ins Tor befördert. Gute Strafraumspieler wie zum Beispiel Van Nistelroy oder Raul können sind hier meist erfolgreicher bei der Flankenverwertung...
Etwas kurios erscheinen mir bei Fifa 2003 die Stärken der einzelnen Spieler. So hat Guiseppe Reina von Borussia Dortmund eine insgesamte Stärke von 91, Superstar Ronaldo hingegen hat nur einen mehr, 92. Der langzeitverletzte Reina scheint für EA Sports auch besser zu sein, als der Torschützenkönig der vergangenen Saison Marcio Amoroso, der nur auf eine Stärke von 85 kommt. Bei Fifa Weltmeisterschaft 2002 war ich angenehm überrascht, dass es wirklich Ausnahmespieler gab. Bei dem Spiel hatte man einen David Beckham, der besser und leichter als andere Spieler, Freistöße versenken konnte. Oder ein Michael Owen, der besonders schnell mit dem Ball und ein exzellenter Strafraumspieler war. Dies hätte man bei Fifa 2003 durchaus machen können, wo es im Sommer bei Fifa Weltmeisterschaft 2002 schon so gut bei den Käufern ankam. Es fällt mir schon sehr auf, dass die meisten Bankdrücker stärker sind, als die Stammspieler. Das enttäuscht einen begeisterten Fifa - Spieler natürlich enorm.
Es ist sehr schwer den Ball in seinen eigenen Reihen zu halten. Wie gesagt die Pässe sind schwieriger, aber auch der Umgang mit dem Ball ist schwieriger geworden. So muss man den Gegner schon einmal mit einer Körperdrehung überraschen, damit man an ihm vorbeiziehen und in den Strafraum eindringen kann. Im Strafraum ist es dann noch schwieriger den Ball zu behaupten. So ist mein Erfolgsrezept Tore zu schießen wie beim Eishockey. Pass oder Flanke von Außen in den Strafraum und dann sofort auf das Tor schießen. Anders kann man den Ball nicht im Strafraum behaupten und zum Torerfolg kommen. Selbst wenn man ein kleines Tänzchen im Strafraum macht und versucht den Gegner damit zu täuschen, ist es sehr schwierig den Ball nicht an den Gegner abzugeben. Der Torhüter des Computerspielers ist diesmal aufmerksamer als in den Vergleichspielen. Er kommt aus seinem 5 Meter Raum heraus, wenn man frei auf ihn zuläuft. Glanzparaden sind bei Schüssen aus der Distanz keine Seltenheit. Selbst mittelmäßige Torhüter wie Tomislav Piplica können aus der Distanz auch unhaltbare Dinger wie Olli Kahn parieren. Das bringt einen schon mal zur Verzweiflung...
Freistöße sind zu einer idealen Tormöglichkeit geworden. Egal ob man einen Freistoß aus 40 oder 20 Metern bekommt, hat man immer eine sehr gute Gelegenheit den Ball ins Tor zu befördern. Wie bei PC - Golfspielen kann man den Ball mit einem Schwung-Meter zur Justierung von Schusskraft und Höhe den Ball ins Tor schießen. Wenn man den sich schnellbewegenden Strich in den grünen Zone loslässt ist das meistens mit einem Torerfolg verbunden. Auch aus 40 Metern hat der Torhüter dann keine Chance nach dem Ball zu hechten, selbst ein Oliver Kahn hat da keine Chance. Wenn man den Ball über die Mauer schießen und ihn dabei anschneiden will, muss man den Treffpunkt des Fußes mit dem Ball mit der Shift-Taste festelegen. Freistöße wie ein Roberto Carlos oder David Beckham zu schießen wird einem hier also leichter gemacht.
2)Turniere
---------------------------------------
Fifa 2003 hat sehr abwechslungsreiche Spielmodi. In 4 Schwierigkeitsgraden kann man sich bei verschiedenen Europäischen oder selbsterstellten Turnieren versuchen. Hierbei stehen einem der Amateur, Halb - Profi, Profi und der Weltklassemodus zur Verfügung. Bei den letzten Fifa Versionen hatte man nur eine Auswahl von drei Schwierigkeitsgraden.
Saison: Hier kann man zwischen 14 Ligen der Welt auswählen eine Saison mit einem bestimmten Verein zu spielen. Natürlich sind hierbei auch die Topligen wie zum Beispiel die spanische Primera Division, die französische LFP, oder die englische Premier Leaque dabei. In einer Saison kann man den dazugehörigen Pokal spielen und sich für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren. Ein ganz klares Minus bekommt Fifa hier, weil man schon bei 2 gesammelten gelben Karten für ein Spiel gesperrt wird, obwohl dies eigentlich erst ab 5 gelben Karten der Fall ist...
Total Club Championchip: Hier kann man sich mit den europäischen Eliteteams auseinandersetzen. In den originalen Stadien kann man hier gegen die Top Teams antreten, die von ihren Fans mit echten Fängesängen angefeuert werden. Diese Saison ist sehr interessant, da es wirklich ein tolles Erlebnis ist, die Atmosphäre, die man sonst nur im Fernsehen bewundern kann, auch auf dem PC-Bildschirm sieht und selbst mitwirken kann.
Internationale Meisterschaft: Dieses Turnier ist eine Art Weltmeisterschaft. Man kommt in eine Gruppe mit 3 anderen Nationalmannschaften und kann sich für ein KO-System mit den anderen Gruppensiegern qualifizieren. Auch hierbe finde ich es super, dass selbst Nationalmannschaften von den Fans mit echten Fangesängen angefeuert werden. So hört man zum Beispiel bei den Brasilianern echte Sambamusik, wenn die Selecao am Ball ist.
Das Ladder-Turnier und die regionale Herausforderung sind neu bei Fifa, die ich persönlich jedoch nicht so spannend finde. Beim Ladder-Turnier kann man eine beliebige Mannschaft auswählen, mit der man dann gegen verschiedene Mannschaften aus aller Welt antreten und gewinnen muss, da man ansonsten ausscheidet. Bei der regionalen Herausforderung dachte ich erst, man spielt heiße Derbies, wie zum Beispiel Bayern-1860 München, oder Dortmund-Schalke oder Ähnliches. Doch wahre Derbies sind es auch nicht. So bekommt man, wenn man Borussia Dortmund zum Biepsiel ausgwählt hat, Borussia Mönchengladbach als Gegner zugelost. Am Ende wartet ein KO-System, indem man auch auf andere europäische Teams treffen kann. Das Ladder-Turnier kann mit einer beliebigen Mannschaft gespielt werden. Hierbei tritt man dann gegen 15 Top Teams der europäischen Ligen an. Mann muss jedoch gewinnen um in den Ladder zu bleiben und hochzusteigen. Beide Turniere sind neu und sicherlich eine Erweiterung für Fifa, aber nicht gerade sehr aufregend.
Es gibt viele Möglichkeiten sich bei Fifa mit tollem Fußball zu amüsieren. Man hat nicht nur die Möglichkeit bei den oben genannten Turnieren, sondern auch natürlich die Möglichkeit ohne Qualifikation in der Saison beim Europa Cup und in der Champions Leaque mitzuspielen.
3)Kommentatoren
---------------------------------------
Bevor ich mir das Spiel gekauft habe, hoffte ich endlich mal auf vernünftige Sprüche der Kommentatoren. Wolf-Dieter Poschmann und Jörg Dahlmann waren es im letzten Jahr, die Fifa mit ihren Kommentaren verunstalteten und das Spiel ein ums andere Mal falsch kommentierten. Dieses Mal sind es Tom Bartels und Florian König, die teilweise mehr als unglücklich kommentieren. Als ich zum Beispiel beim Spiel gegen Bayern München 3:0 führte und Olli Kahn im Tor stand sagte Florian König:\"Es würde mich nicht wundern, wenn der Torhüter nach dem Spiel aus dem Kader fliegt\". Das sagt ein Kommentator einfach nicht zu einem Torhüter, der gerade bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres den 2.ten Platz erreicht hat und der bei der Weltmeisterschaft mit Glanzparaden die ganze Welt hat staunen lassen. Die Kommentare sind oft unzutreffend und einfach lächerlich. Tom Bartels sagt zum Beispiel auch nach schönen Einzelaktionen:\"Ein schöner Sololauf!\". Kurz danach verliert der Spieler den Ball und Tom Bartels widerruft seinen Kommentar mit:\"Da hab ich wohl gerade Mist erzählt!\".
Außerdem verhalten sich beide Kommentatoren nicht gerade emotional wenn ein Tor fällt, wenn man gerade eine Meisterschaft, oder ein Turnier gewonnen hat. Die Tonlage und das was sie sagen, passt einfach oft nicht zu der gerade abhängigen Situation. EA Sports muss sich einfach nur mal vor den Fernseher setzen und sich da die emotionalen und aufregenden Kommentare ausländischer Kommentatoren, oder unseren bekanntesten Kommentator Werner Hansch anhören. Dann wissen sie, wie sie ihre Kommentatoren für das Spiel einstellen müssen und was sie ihnen sagen müssen, wie sie das Spiel zu kommentieren haben. Bei Fifa 98 hat Werner Hansch bewiesen, wie man auch ein PC-Fußballspiel gut und situationsabhängig passend kommentieren kann.
4)Grafik
---------------------------------------
Eine deutliche Verbesserung bemerkt man auch bei der Grafik. Der Rasen sieht wie ich finde einen Hauch realistischer aus als vorher. Schöne Rasenmuster sind erkennbar. Auch bei regnerischen Spielen ist es deutlich zu erkennen, wie sich der Rasen verändert. In der Mitte des Spielfeldes und in den Torwartregionen sieht der Rasen abgenutzt und schlammig aus. Verwaschene Texturen bei großer Entfernung sind jedoch auch manchmal der Fall. Als gutes Beipsiel tritt da das Münchner Olympiastadion in Erscheinung. Bei einem Abschlag sieht man auf der gegnerischen Seite, wie sich der Hintergrund nach und nach aufbaut und das Dach nach und nach besser zu erkennen ist. Die Effekte sind nicht mehr so grandios wie bei Fifa Weltmeisterschaft 2002, wo großer Jubel bei den Fans und den Spielern auftrat und die Fans teilweise mit Luftschlangen umsichwarfen. Jedoch sind emotionale Ausbrüche der Spieler nach Toren nicht die Seltenheit, was mich sehr erfreut. So sieht man einen Ronaldo schon einmal die Faust ballen, oder einen Beckham bei einem Rutscher auf dem Rasen. Die tollen Animationen tragen zur tollen Atmosphäre bei Fifa 2003 deutlich bei, auch wenn sie nicht so sensationell sind wie bei Fifa Weltmeisterschaft 2002. Sie sind dafür aber realistischer.
5)Allgemeines
---------------------------------------
Ich habe noch ein paar Dinge zu ergänzen, die ich nicht wirklich in einen bestimmten Abschnitt einzuteilen wusste. Hier spreche ich nocheinmal positive und negative Aspekte an.
Positive Aspekte:
+Vor dem Anstoß sind die Logos und der Spielstand auf dem Rasen eingeblendet. Das hat mich sehr gefreut, da dies auch bei heutigen Fußballübertragungen im Fernsehen der Fall ist.
+Das Menü ist sehr übersichtlich und auch für Neueinsteiger Fifas sehr gut zu überblicken.
+Es gibt Infos zu den Top Teams aus Europa, wie zum Beispiel Stadiongröße, bester Torschütze, Trainer, uvm.
+Super Stadien, tolle Fangesänge, die die Atmosphäre verbessern
+Zuschauer reagieren situationsabhängig, jedoch teilweise nicht realitätsgetreu, Stadionsprecher kann man hören, jedoch leider nur in Englisch
Auch eine tolle Erneuerung finde ich ist, dass man die Trikots der Mannschaft mit der man spielen will, vor dem Spiel auswählen kann. Hier kann man zwischen einem Heim- und Auswärtstrikot, bei manchen Teams aus zwischen einem Alternativen Trikot wählen. Unglücklich war EA Sport aber auch hier am Werke. So verwechselt EA Sports sehr oft die Heim und Auswärtstrikots und schrieb die falsche Trikotbezeichnung über das Trikot.
Negative Aspekte:
-Der Torwart kann den Ball nach einer Ecke von der Mitte des Strafraums meistens sehr unrealistisch weit wegfausten. Auch schlechte Torhüter brillieren oft bei unhaltbaren Bällen
-Kein Musikstil im Menü festlegbar, die Musik die man nicht mag, muss man sich leider anhören, oder die Boxen ausstellen
-Kein Trainingsmodus, was ich persönlich sehr vermisst habe. Freistöße und Elfmeter habe ich immer gerne trainiert.
-Immer noch zu wenig Statistiken
Die Musik, die man im Menü hören kann finde ich persönlich sehr gut. Eine gelungene Mischung aus aktuellen Songs wie von Avril Lavigne \"Complicated\" oder ein altes von Safri Duo \"Played alive\". Doch leider ist die Musik nicht individuell festlegbar, sodass manche Fifa-Spieler sicherlich nach einger Zeit von der Musik genervt sind. Jedoch muss man sagen, dass Fifa mit der Zeit mitgeht. So ist zum Beispiel auch die im letzten Jahr sehr erfolgreich gewesene Künstlerin Ms. Dynamite bei der Musik vertreten. Jedoch muss man sagen, dass Fifa auch in in diesem Punkt verbesserunsgwürdig ist...
Fazit
---------------------------------------
Fifa 2003 ist wieder einmal besser geworden als seine Vorgänger. Es ist sogar das realistischste Fußballspiel, was zur Zeit auf dem Markt ist. Jedoch hat es wieder einige Makel, die den Spielspaß manchmal ein wenig trüben. Es sind zahlreiche positive Erneuerungen vollzogen worden, wie zum Beispiel reale Spielergesichter, Stadionsprecher und ein neues, realistischeres Gameplay. Fifa hat sich wieder verbessert, hat aber nun schon Aufgaben für das nächste Entwicklungsjahr. Mir macht es immer noch Spaß Fifa 2003 zu spielen, obwohl mir der Weltklassemodus jetzt schon fast zu leicht ist. Dafür gibt es bei Fifa aber ein großes Angebot an Online und LAN-Turnieren, wo ich mich noch mit anderen Cracks messen kann. Insgesamt ist es das beste Fußballspiel für jeden, egal ob als Einsteiger oder Profi. Man hat sich schnell an die Bedienung gewöhnt. Kein Spiel kann meiner Meinung nach diese tolle Atmosphäre bei Fifa 2003 übertreffen. Bis zum nächsten Jahr!
2)Turniere
3)Kommentatoren
4)Grafik
5)Allgemeines
1)Gameplay
---------------------------------------
Fifa 2003 sollte deutlich realistischer werden, als sein Vorgänger und als alle anderen bisherigen Fußballspiele. Herausgekommen ist die realistischste Fußballsimulation die es je gab. Das macht sich auch im Gameplay bemerkbar. Pässe sind nicht mehr so einfach zu spielen, wie es bei den vorherigen Versionen der Fall war. Der Verteidiger des Gegners kann schon oft das ein oder andere Mal seinen Fuß zwischen den Pass bringen und somit den Angriff stoppen. Ganz deutlich merkt man, dass die gegnersichen Mannschaften von Fifa 2003 ein viel stärkeres Pressing spielen und einen stärkeren Zug zum Tor haben. Kopfbälle sind leider nicht mehr so einfach wie früher. Flanken in ein Tor umzumünzen ist auch schwerer geworden, als zum Beispiel bei Fifa 2002, wo es auch im Weltklassemodus recht einfach war, den Ball nach einer Flanke mit einem Kopfball oder Volley zu versenken. Wenn jedoch mal eine Flanke zum Mitspieler in den Strafraum gelankt, sieht es recht anschaulich aus, wie der Spieler mit einem Flugkopfball oder mit letzter Kraft mit dem Fuß in den Ball reingrätscht und ihn ins Tor befördert. Gute Strafraumspieler wie zum Beispiel Van Nistelroy oder Raul können sind hier meist erfolgreicher bei der Flankenverwertung...
Etwas kurios erscheinen mir bei Fifa 2003 die Stärken der einzelnen Spieler. So hat Guiseppe Reina von Borussia Dortmund eine insgesamte Stärke von 91, Superstar Ronaldo hingegen hat nur einen mehr, 92. Der langzeitverletzte Reina scheint für EA Sports auch besser zu sein, als der Torschützenkönig der vergangenen Saison Marcio Amoroso, der nur auf eine Stärke von 85 kommt. Bei Fifa Weltmeisterschaft 2002 war ich angenehm überrascht, dass es wirklich Ausnahmespieler gab. Bei dem Spiel hatte man einen David Beckham, der besser und leichter als andere Spieler, Freistöße versenken konnte. Oder ein Michael Owen, der besonders schnell mit dem Ball und ein exzellenter Strafraumspieler war. Dies hätte man bei Fifa 2003 durchaus machen können, wo es im Sommer bei Fifa Weltmeisterschaft 2002 schon so gut bei den Käufern ankam. Es fällt mir schon sehr auf, dass die meisten Bankdrücker stärker sind, als die Stammspieler. Das enttäuscht einen begeisterten Fifa - Spieler natürlich enorm.
Es ist sehr schwer den Ball in seinen eigenen Reihen zu halten. Wie gesagt die Pässe sind schwieriger, aber auch der Umgang mit dem Ball ist schwieriger geworden. So muss man den Gegner schon einmal mit einer Körperdrehung überraschen, damit man an ihm vorbeiziehen und in den Strafraum eindringen kann. Im Strafraum ist es dann noch schwieriger den Ball zu behaupten. So ist mein Erfolgsrezept Tore zu schießen wie beim Eishockey. Pass oder Flanke von Außen in den Strafraum und dann sofort auf das Tor schießen. Anders kann man den Ball nicht im Strafraum behaupten und zum Torerfolg kommen. Selbst wenn man ein kleines Tänzchen im Strafraum macht und versucht den Gegner damit zu täuschen, ist es sehr schwierig den Ball nicht an den Gegner abzugeben. Der Torhüter des Computerspielers ist diesmal aufmerksamer als in den Vergleichspielen. Er kommt aus seinem 5 Meter Raum heraus, wenn man frei auf ihn zuläuft. Glanzparaden sind bei Schüssen aus der Distanz keine Seltenheit. Selbst mittelmäßige Torhüter wie Tomislav Piplica können aus der Distanz auch unhaltbare Dinger wie Olli Kahn parieren. Das bringt einen schon mal zur Verzweiflung...
Freistöße sind zu einer idealen Tormöglichkeit geworden. Egal ob man einen Freistoß aus 40 oder 20 Metern bekommt, hat man immer eine sehr gute Gelegenheit den Ball ins Tor zu befördern. Wie bei PC - Golfspielen kann man den Ball mit einem Schwung-Meter zur Justierung von Schusskraft und Höhe den Ball ins Tor schießen. Wenn man den sich schnellbewegenden Strich in den grünen Zone loslässt ist das meistens mit einem Torerfolg verbunden. Auch aus 40 Metern hat der Torhüter dann keine Chance nach dem Ball zu hechten, selbst ein Oliver Kahn hat da keine Chance. Wenn man den Ball über die Mauer schießen und ihn dabei anschneiden will, muss man den Treffpunkt des Fußes mit dem Ball mit der Shift-Taste festelegen. Freistöße wie ein Roberto Carlos oder David Beckham zu schießen wird einem hier also leichter gemacht.
2)Turniere
---------------------------------------
Fifa 2003 hat sehr abwechslungsreiche Spielmodi. In 4 Schwierigkeitsgraden kann man sich bei verschiedenen Europäischen oder selbsterstellten Turnieren versuchen. Hierbei stehen einem der Amateur, Halb - Profi, Profi und der Weltklassemodus zur Verfügung. Bei den letzten Fifa Versionen hatte man nur eine Auswahl von drei Schwierigkeitsgraden.
Saison: Hier kann man zwischen 14 Ligen der Welt auswählen eine Saison mit einem bestimmten Verein zu spielen. Natürlich sind hierbei auch die Topligen wie zum Beispiel die spanische Primera Division, die französische LFP, oder die englische Premier Leaque dabei. In einer Saison kann man den dazugehörigen Pokal spielen und sich für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren. Ein ganz klares Minus bekommt Fifa hier, weil man schon bei 2 gesammelten gelben Karten für ein Spiel gesperrt wird, obwohl dies eigentlich erst ab 5 gelben Karten der Fall ist...
Total Club Championchip: Hier kann man sich mit den europäischen Eliteteams auseinandersetzen. In den originalen Stadien kann man hier gegen die Top Teams antreten, die von ihren Fans mit echten Fängesängen angefeuert werden. Diese Saison ist sehr interessant, da es wirklich ein tolles Erlebnis ist, die Atmosphäre, die man sonst nur im Fernsehen bewundern kann, auch auf dem PC-Bildschirm sieht und selbst mitwirken kann.
Internationale Meisterschaft: Dieses Turnier ist eine Art Weltmeisterschaft. Man kommt in eine Gruppe mit 3 anderen Nationalmannschaften und kann sich für ein KO-System mit den anderen Gruppensiegern qualifizieren. Auch hierbe finde ich es super, dass selbst Nationalmannschaften von den Fans mit echten Fangesängen angefeuert werden. So hört man zum Beispiel bei den Brasilianern echte Sambamusik, wenn die Selecao am Ball ist.
Das Ladder-Turnier und die regionale Herausforderung sind neu bei Fifa, die ich persönlich jedoch nicht so spannend finde. Beim Ladder-Turnier kann man eine beliebige Mannschaft auswählen, mit der man dann gegen verschiedene Mannschaften aus aller Welt antreten und gewinnen muss, da man ansonsten ausscheidet. Bei der regionalen Herausforderung dachte ich erst, man spielt heiße Derbies, wie zum Beispiel Bayern-1860 München, oder Dortmund-Schalke oder Ähnliches. Doch wahre Derbies sind es auch nicht. So bekommt man, wenn man Borussia Dortmund zum Biepsiel ausgwählt hat, Borussia Mönchengladbach als Gegner zugelost. Am Ende wartet ein KO-System, indem man auch auf andere europäische Teams treffen kann. Das Ladder-Turnier kann mit einer beliebigen Mannschaft gespielt werden. Hierbei tritt man dann gegen 15 Top Teams der europäischen Ligen an. Mann muss jedoch gewinnen um in den Ladder zu bleiben und hochzusteigen. Beide Turniere sind neu und sicherlich eine Erweiterung für Fifa, aber nicht gerade sehr aufregend.
Es gibt viele Möglichkeiten sich bei Fifa mit tollem Fußball zu amüsieren. Man hat nicht nur die Möglichkeit bei den oben genannten Turnieren, sondern auch natürlich die Möglichkeit ohne Qualifikation in der Saison beim Europa Cup und in der Champions Leaque mitzuspielen.
3)Kommentatoren
---------------------------------------
Bevor ich mir das Spiel gekauft habe, hoffte ich endlich mal auf vernünftige Sprüche der Kommentatoren. Wolf-Dieter Poschmann und Jörg Dahlmann waren es im letzten Jahr, die Fifa mit ihren Kommentaren verunstalteten und das Spiel ein ums andere Mal falsch kommentierten. Dieses Mal sind es Tom Bartels und Florian König, die teilweise mehr als unglücklich kommentieren. Als ich zum Beispiel beim Spiel gegen Bayern München 3:0 führte und Olli Kahn im Tor stand sagte Florian König:\"Es würde mich nicht wundern, wenn der Torhüter nach dem Spiel aus dem Kader fliegt\". Das sagt ein Kommentator einfach nicht zu einem Torhüter, der gerade bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres den 2.ten Platz erreicht hat und der bei der Weltmeisterschaft mit Glanzparaden die ganze Welt hat staunen lassen. Die Kommentare sind oft unzutreffend und einfach lächerlich. Tom Bartels sagt zum Beispiel auch nach schönen Einzelaktionen:\"Ein schöner Sololauf!\". Kurz danach verliert der Spieler den Ball und Tom Bartels widerruft seinen Kommentar mit:\"Da hab ich wohl gerade Mist erzählt!\".
Außerdem verhalten sich beide Kommentatoren nicht gerade emotional wenn ein Tor fällt, wenn man gerade eine Meisterschaft, oder ein Turnier gewonnen hat. Die Tonlage und das was sie sagen, passt einfach oft nicht zu der gerade abhängigen Situation. EA Sports muss sich einfach nur mal vor den Fernseher setzen und sich da die emotionalen und aufregenden Kommentare ausländischer Kommentatoren, oder unseren bekanntesten Kommentator Werner Hansch anhören. Dann wissen sie, wie sie ihre Kommentatoren für das Spiel einstellen müssen und was sie ihnen sagen müssen, wie sie das Spiel zu kommentieren haben. Bei Fifa 98 hat Werner Hansch bewiesen, wie man auch ein PC-Fußballspiel gut und situationsabhängig passend kommentieren kann.
4)Grafik
---------------------------------------
Eine deutliche Verbesserung bemerkt man auch bei der Grafik. Der Rasen sieht wie ich finde einen Hauch realistischer aus als vorher. Schöne Rasenmuster sind erkennbar. Auch bei regnerischen Spielen ist es deutlich zu erkennen, wie sich der Rasen verändert. In der Mitte des Spielfeldes und in den Torwartregionen sieht der Rasen abgenutzt und schlammig aus. Verwaschene Texturen bei großer Entfernung sind jedoch auch manchmal der Fall. Als gutes Beipsiel tritt da das Münchner Olympiastadion in Erscheinung. Bei einem Abschlag sieht man auf der gegnerischen Seite, wie sich der Hintergrund nach und nach aufbaut und das Dach nach und nach besser zu erkennen ist. Die Effekte sind nicht mehr so grandios wie bei Fifa Weltmeisterschaft 2002, wo großer Jubel bei den Fans und den Spielern auftrat und die Fans teilweise mit Luftschlangen umsichwarfen. Jedoch sind emotionale Ausbrüche der Spieler nach Toren nicht die Seltenheit, was mich sehr erfreut. So sieht man einen Ronaldo schon einmal die Faust ballen, oder einen Beckham bei einem Rutscher auf dem Rasen. Die tollen Animationen tragen zur tollen Atmosphäre bei Fifa 2003 deutlich bei, auch wenn sie nicht so sensationell sind wie bei Fifa Weltmeisterschaft 2002. Sie sind dafür aber realistischer.
5)Allgemeines
---------------------------------------
Ich habe noch ein paar Dinge zu ergänzen, die ich nicht wirklich in einen bestimmten Abschnitt einzuteilen wusste. Hier spreche ich nocheinmal positive und negative Aspekte an.
Positive Aspekte:
+Vor dem Anstoß sind die Logos und der Spielstand auf dem Rasen eingeblendet. Das hat mich sehr gefreut, da dies auch bei heutigen Fußballübertragungen im Fernsehen der Fall ist.
+Das Menü ist sehr übersichtlich und auch für Neueinsteiger Fifas sehr gut zu überblicken.
+Es gibt Infos zu den Top Teams aus Europa, wie zum Beispiel Stadiongröße, bester Torschütze, Trainer, uvm.
+Super Stadien, tolle Fangesänge, die die Atmosphäre verbessern
+Zuschauer reagieren situationsabhängig, jedoch teilweise nicht realitätsgetreu, Stadionsprecher kann man hören, jedoch leider nur in Englisch
Auch eine tolle Erneuerung finde ich ist, dass man die Trikots der Mannschaft mit der man spielen will, vor dem Spiel auswählen kann. Hier kann man zwischen einem Heim- und Auswärtstrikot, bei manchen Teams aus zwischen einem Alternativen Trikot wählen. Unglücklich war EA Sport aber auch hier am Werke. So verwechselt EA Sports sehr oft die Heim und Auswärtstrikots und schrieb die falsche Trikotbezeichnung über das Trikot.
Negative Aspekte:
-Der Torwart kann den Ball nach einer Ecke von der Mitte des Strafraums meistens sehr unrealistisch weit wegfausten. Auch schlechte Torhüter brillieren oft bei unhaltbaren Bällen
-Kein Musikstil im Menü festlegbar, die Musik die man nicht mag, muss man sich leider anhören, oder die Boxen ausstellen
-Kein Trainingsmodus, was ich persönlich sehr vermisst habe. Freistöße und Elfmeter habe ich immer gerne trainiert.
-Immer noch zu wenig Statistiken
Die Musik, die man im Menü hören kann finde ich persönlich sehr gut. Eine gelungene Mischung aus aktuellen Songs wie von Avril Lavigne \"Complicated\" oder ein altes von Safri Duo \"Played alive\". Doch leider ist die Musik nicht individuell festlegbar, sodass manche Fifa-Spieler sicherlich nach einger Zeit von der Musik genervt sind. Jedoch muss man sagen, dass Fifa mit der Zeit mitgeht. So ist zum Beispiel auch die im letzten Jahr sehr erfolgreich gewesene Künstlerin Ms. Dynamite bei der Musik vertreten. Jedoch muss man sagen, dass Fifa auch in in diesem Punkt verbesserunsgwürdig ist...
Fazit
---------------------------------------
Fifa 2003 ist wieder einmal besser geworden als seine Vorgänger. Es ist sogar das realistischste Fußballspiel, was zur Zeit auf dem Markt ist. Jedoch hat es wieder einige Makel, die den Spielspaß manchmal ein wenig trüben. Es sind zahlreiche positive Erneuerungen vollzogen worden, wie zum Beispiel reale Spielergesichter, Stadionsprecher und ein neues, realistischeres Gameplay. Fifa hat sich wieder verbessert, hat aber nun schon Aufgaben für das nächste Entwicklungsjahr. Mir macht es immer noch Spaß Fifa 2003 zu spielen, obwohl mir der Weltklassemodus jetzt schon fast zu leicht ist. Dafür gibt es bei Fifa aber ein großes Angebot an Online und LAN-Turnieren, wo ich mich noch mit anderen Cracks messen kann. Insgesamt ist es das beste Fußballspiel für jeden, egal ob als Einsteiger oder Profi. Man hat sich schnell an die Bedienung gewöhnt. Kein Spiel kann meiner Meinung nach diese tolle Atmosphäre bei Fifa 2003 übertreffen. Bis zum nächsten Jahr!
Bewerten / Kommentar schreiben