Fahrlehrer/in Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Einstellungschancen:
- Aufstiegschancen:
- Verdienstmöglichkeiten:
- Sozialleistungen:
Erfahrungsbericht von Die_böse_Maus
\"Und dann wollen wir die nächste links...\"
Pro:
immer beliebter bei Frauen, Kontakt zu Menschen, flexible Zeiteinteilung
Kontra:
Verdienst, hoher Konkurrenzkampf unter den Fahrschulen, Streß
Empfehlung:
Ja
Willkommen bei der bösen Maus
Ich möchte Euch heute einen Beruf vorstellen, den ich ganz interessant finde, obwohl ich ihn nicht selber ausübe: den Job des Fahrlehrers. Da ich grad selbst dabei den Führerschein zu machen, habe ich dennoch einen guten Einblick bekommen und möchte Euch daher heute erzählen, wie man Fahrlehrer wird, wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt aussehen und was an diesem Spaß Freude machen bzw. auch nerven kann.
[1] Ausbildung
Um Fahrschüler ausbilden zu dürfen, muss man in Besitz des „Fahrlehrerscheins“ sein. Als Minimum muss man diesen in der Klasse BE machen, anschließen kann man danach noch den Fahrlehrerschein für die Klassen A, CE und DE. Die Klasse A umfasst die Krafträder, CE LKWs und DE Busse.
Um den Fahrlehrerschein für die Klasse BE muss der Bewerber / die Bewerberin folgende Vorraussetzungen erfüllen:
- bis zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung mindestens 22 Jahre alt sein
- geistig, körperlich und fachlich geeignet sein (amtsärztliche Untersuchung)
- keine groben Vorstrafen, keine „Punkte“ in Flensburg
- den Hauptschulabschluss mit anschließender Berufsausbildung in einem beliebigen Ausbildungsberuf oder alternativ Abitur (dann auch ohne Berufsausbildung)
- in Besitz der Führerscheine A, BE und CE sein (und diese nicht auf Probe)
- über ausreichend Fahrpraxis verfügen (d.h. innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 3 Jahre regelmäßig Fahrzeuge der Klasse B gefahren haben, innerhalb der letzten drei Jahre zum Fahrlehrer ausgebildet worden sein; danach »verfällt« die Ausbildung)
Die Fahrlehrerausbildung an sich dauert 5 Monate und findet in einer Fahrlehrer – Ausbildungsstätte statt. Adressen von Fahrlehrer Ausbildungsstätten findet ihr im Internet, in der Regel nach Bundesland differenziert.
In Ganztagskursen werden einem Inhalte aus den Bereichen Verkehrsverhalten, Technik, Recht, Umweltschutz, Pädagogik und praktisches Fahren vermittelt, nach drei Monaten muss man schon die „Fahrprüfung“ für die angehenden Fahrlehrer statt, nach fünf Monaten die Prüfung in den oben genannten Bereichen.
Hat man beide Prüfungen bestanden, so schließt sich daran ein Praktikum an, das noch einmal 4 ½ Monate dauert. In einer so genannten Ausbildungsfahrschule, einer Fahrschule, die Praktikanten aufnimmt, muss nun bereits theoretischer und praktischer Unterricht gegeben, sowie Prüfungen gefahren werden. Dabei sollte es so sein, dass ein erfahrener Fahrlehrer „einen unter seine Fittiche nimmt“ und in den Beruf einführt.
Die Ausbildung endet mit den Abschlussprüfungen, die einmal die Fahrpraxis umfassen und einmal jeweils eine schriftliche Klausur zu den Fachthemen sowie eine mündliche Prüfung. Nach Bestehen der Abschlussprüfung kann man sich um einen Job als Fahrlehrer in einer Fahrschule bewerben und sich nach einigen Jahren Berufserfahrung vielleicht sogar mit einer eigenen Fahrschule selbstständig machen.
Die Kosten für eine solche Ausbildung sind recht hoch, man sollte mit einem Gesamtbetrag von um die 3000 bis 6000 € rechnen.
[2] Aussichten
Der Job des Fahrlehrers erscheint auf den ersten Blick sehr zukunftsträchtig, denn welche nachfolgende Generation möchte nicht den Führerschein am 18.Geburtstag in Händen halten?
Allerdings ist der Konkurrenzkampf unter den Fahrschulen sehr groß, in den meisten Städten gibt es so viele Fahrschulen, die um die junge Kundschaft kämpfen, dass die Wahl sich zum Fahrlehrer ausbilden zu lassen, wohl überlegt sein sollte.
Der Verdienst als angestellter Fahrlehrer an sich ist nicht sonderlich hoch, er liegt etwa bei 1200 – 1500 € netto. Pro Fahrstunde verdient ein Fahrlehrer etwa 8 – 11 €, der Großteil dessen, was die Fahrschüler bezahlen wird in die Versicherung und die Wartung der Fahrzeuge sowie den Sprit investiert. Macht man sich selbstständig und die läuft die Fahrschule gut, so steigert sich der Verdienst natürlich dementsprechend.
[3] Ein Traumjob oder der Alptraum?
Den ganzen Tag herumfahren, seine Zeit selbst einteilen (mal abgesehen von den Zeiten des Theorieunterrichtes, den die Fahrschule festlegt), Kontakt zu jungen Menschen, das Gefühl ihnen etwas Wichtiges zu vermitteln: Hört sich gut an, oder? Viele Frauen, die an einer pädagogischen Tätigkeit interessiert sind, haben mittlerweile auch den Fahrlehrerjob für sich entdeckt, doch man sollte realistisch sein:
Der Fahrlehrerjob kann nicht nur Spaß machen, sondern auch ganz schön stressen. Oft muss man spät abends arbeiten, um die Nachtfahrten durchführen zu können ( vor allem im Sommer kann es da mal ganz schön spät werden) , sich mit unfreundlichen Fahrschülern herumschlagen, unglaublich viel Geduld aufbringen und auch mal im Privatleben zustecken.
[4] Bewertung
Wie gesagt, ich bin selbst keine Fahrlehrerin und habe auch nicht vor eine zu werden, aber ich habe während meiner nun 17 Übungsfahrten und einer Theorieprüfung, durch die ich gefallen bin recht viel vom Fahrlehrerjob mitbekommen. Mein Fahrlehrer wirkt an sich sehr ausgeglichen und hat Spaß an seinem Job, doch ab und an muss man auch mal mit einem etwas unfreundlicheren Kommentar rechnen, weil schon 3 Schüler vor einem den selben Unsinn verzapft haben.
Die Ausbildung war sehr zeitintensiv, sagt er und ohne die finanzielle und emotionale Unterstützung seiner Eltern wäre es ihm wohl auch nicht möglich gewesen diese Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Was ihn an dem Job am meisten reizt, sei der Spaß am Auto – und Motorradfahren und der ständige Kontakt zu jungen Menschen und ich denke, dass man mit dieser Einstellung als Fahrlehrer auch am weitesten kommt...
In diesem Sinne vielen Dank für Eure Lesungen, Kommentare und Bewertungen
Eure böse Maus (Mausimausmaus bei Ciao)
Ich möchte Euch heute einen Beruf vorstellen, den ich ganz interessant finde, obwohl ich ihn nicht selber ausübe: den Job des Fahrlehrers. Da ich grad selbst dabei den Führerschein zu machen, habe ich dennoch einen guten Einblick bekommen und möchte Euch daher heute erzählen, wie man Fahrlehrer wird, wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt aussehen und was an diesem Spaß Freude machen bzw. auch nerven kann.
[1] Ausbildung
Um Fahrschüler ausbilden zu dürfen, muss man in Besitz des „Fahrlehrerscheins“ sein. Als Minimum muss man diesen in der Klasse BE machen, anschließen kann man danach noch den Fahrlehrerschein für die Klassen A, CE und DE. Die Klasse A umfasst die Krafträder, CE LKWs und DE Busse.
Um den Fahrlehrerschein für die Klasse BE muss der Bewerber / die Bewerberin folgende Vorraussetzungen erfüllen:
- bis zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung mindestens 22 Jahre alt sein
- geistig, körperlich und fachlich geeignet sein (amtsärztliche Untersuchung)
- keine groben Vorstrafen, keine „Punkte“ in Flensburg
- den Hauptschulabschluss mit anschließender Berufsausbildung in einem beliebigen Ausbildungsberuf oder alternativ Abitur (dann auch ohne Berufsausbildung)
- in Besitz der Führerscheine A, BE und CE sein (und diese nicht auf Probe)
- über ausreichend Fahrpraxis verfügen (d.h. innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 3 Jahre regelmäßig Fahrzeuge der Klasse B gefahren haben, innerhalb der letzten drei Jahre zum Fahrlehrer ausgebildet worden sein; danach »verfällt« die Ausbildung)
Die Fahrlehrerausbildung an sich dauert 5 Monate und findet in einer Fahrlehrer – Ausbildungsstätte statt. Adressen von Fahrlehrer Ausbildungsstätten findet ihr im Internet, in der Regel nach Bundesland differenziert.
In Ganztagskursen werden einem Inhalte aus den Bereichen Verkehrsverhalten, Technik, Recht, Umweltschutz, Pädagogik und praktisches Fahren vermittelt, nach drei Monaten muss man schon die „Fahrprüfung“ für die angehenden Fahrlehrer statt, nach fünf Monaten die Prüfung in den oben genannten Bereichen.
Hat man beide Prüfungen bestanden, so schließt sich daran ein Praktikum an, das noch einmal 4 ½ Monate dauert. In einer so genannten Ausbildungsfahrschule, einer Fahrschule, die Praktikanten aufnimmt, muss nun bereits theoretischer und praktischer Unterricht gegeben, sowie Prüfungen gefahren werden. Dabei sollte es so sein, dass ein erfahrener Fahrlehrer „einen unter seine Fittiche nimmt“ und in den Beruf einführt.
Die Ausbildung endet mit den Abschlussprüfungen, die einmal die Fahrpraxis umfassen und einmal jeweils eine schriftliche Klausur zu den Fachthemen sowie eine mündliche Prüfung. Nach Bestehen der Abschlussprüfung kann man sich um einen Job als Fahrlehrer in einer Fahrschule bewerben und sich nach einigen Jahren Berufserfahrung vielleicht sogar mit einer eigenen Fahrschule selbstständig machen.
Die Kosten für eine solche Ausbildung sind recht hoch, man sollte mit einem Gesamtbetrag von um die 3000 bis 6000 € rechnen.
[2] Aussichten
Der Job des Fahrlehrers erscheint auf den ersten Blick sehr zukunftsträchtig, denn welche nachfolgende Generation möchte nicht den Führerschein am 18.Geburtstag in Händen halten?
Allerdings ist der Konkurrenzkampf unter den Fahrschulen sehr groß, in den meisten Städten gibt es so viele Fahrschulen, die um die junge Kundschaft kämpfen, dass die Wahl sich zum Fahrlehrer ausbilden zu lassen, wohl überlegt sein sollte.
Der Verdienst als angestellter Fahrlehrer an sich ist nicht sonderlich hoch, er liegt etwa bei 1200 – 1500 € netto. Pro Fahrstunde verdient ein Fahrlehrer etwa 8 – 11 €, der Großteil dessen, was die Fahrschüler bezahlen wird in die Versicherung und die Wartung der Fahrzeuge sowie den Sprit investiert. Macht man sich selbstständig und die läuft die Fahrschule gut, so steigert sich der Verdienst natürlich dementsprechend.
[3] Ein Traumjob oder der Alptraum?
Den ganzen Tag herumfahren, seine Zeit selbst einteilen (mal abgesehen von den Zeiten des Theorieunterrichtes, den die Fahrschule festlegt), Kontakt zu jungen Menschen, das Gefühl ihnen etwas Wichtiges zu vermitteln: Hört sich gut an, oder? Viele Frauen, die an einer pädagogischen Tätigkeit interessiert sind, haben mittlerweile auch den Fahrlehrerjob für sich entdeckt, doch man sollte realistisch sein:
Der Fahrlehrerjob kann nicht nur Spaß machen, sondern auch ganz schön stressen. Oft muss man spät abends arbeiten, um die Nachtfahrten durchführen zu können ( vor allem im Sommer kann es da mal ganz schön spät werden) , sich mit unfreundlichen Fahrschülern herumschlagen, unglaublich viel Geduld aufbringen und auch mal im Privatleben zustecken.
[4] Bewertung
Wie gesagt, ich bin selbst keine Fahrlehrerin und habe auch nicht vor eine zu werden, aber ich habe während meiner nun 17 Übungsfahrten und einer Theorieprüfung, durch die ich gefallen bin recht viel vom Fahrlehrerjob mitbekommen. Mein Fahrlehrer wirkt an sich sehr ausgeglichen und hat Spaß an seinem Job, doch ab und an muss man auch mal mit einem etwas unfreundlicheren Kommentar rechnen, weil schon 3 Schüler vor einem den selben Unsinn verzapft haben.
Die Ausbildung war sehr zeitintensiv, sagt er und ohne die finanzielle und emotionale Unterstützung seiner Eltern wäre es ihm wohl auch nicht möglich gewesen diese Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Was ihn an dem Job am meisten reizt, sei der Spaß am Auto – und Motorradfahren und der ständige Kontakt zu jungen Menschen und ich denke, dass man mit dieser Einstellung als Fahrlehrer auch am weitesten kommt...
In diesem Sinne vielen Dank für Eure Lesungen, Kommentare und Bewertungen
Eure böse Maus (Mausimausmaus bei Ciao)
24 Bewertungen, 2 Kommentare
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11.02.2006, 23:29 Uhr von Contact62
Bewertung: sehr hilfreichSchon nicht schlecht für jemanden der den Job nicht macht. <br/>Aber was die Kosten betrifft für die Ausbildung ist das nicht richtig was du geschrieben hast, denn alleine die Schulische Ausbildung kostet um die 7000 Euro ! <br/>Lohnausfall usw. nicht mit
-
17.08.2005, 01:01 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichinformativ! Wg. "Punkten" wär ich schon mal ungeeignet;-) vg, mima
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