Florida Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von rispetto
Hurrikan, heile Welt und die Keys
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als uns der Miami National-Airport ausspuckt, sind wir ziemlich fertig.
Die tropische Hitze nach der Kälte des Flughafens raubt uns den Atem, wir müssen jetzt noch unser Fahrzeug bei der Autovermietung Alamo abholen und dann nichts wie in die Wohnung und erst mal relaxen.
Vor dem Airport kreisen in endlosen Runden die Shuttlebusse der Autovermieter.
Die Schlange bei Alamo ist recht lang, doch die Abwicklung funktioniert amerikanisch schnell.
Unser Betreuer will uns mit eindringlicher Stimme noch ein paar angeblich unentbehrliche Zusatzversicherungen aufschwatzen, wir sind gewarnt und lehnen freundlich aber bestimmt ab.
Das Dauerlächeln des Mitarbeiters ändert sich dadurch in keiner Weise, es gibt eine Einweisung in unser Fahrzeug und wir können endlich starten.
Jetzt bloß konzentrieren, der Verkehr auf den Zubringern nach Miami ist ziemlich dicht, aber man fährt amerikanisch unaufgeregt, linke Spur, rechte Spur, wie es gerade passt.
Niemand hupt, niemand ist genervt und wir fühlen uns eigentlich ziemlich sicher.
Wenn dieser verfluchte Plan der uns zu unserem Haus führen soll bloß zu lesen wäre!
Wir verfahren uns hoffnungslos, die Nerven liegen langsam blank!
So geht es nicht weiter...
Wir halten an einem Taco Bell und fragen ein Pärchen nach dem Weg. Nach einem Blick auf unseren Plan teilen sie uns mit, das wir damit wohl nie ankommen würden!
Aber -No Problem- fahrt uns einfach hinterher, wir führen euch hin.
Nach 10 Minuten sind wir am Ziel, bedanken uns herzlich bei unseren netten Helfern und betreten erleichtert unser neues luxuriöses Domizil für die nächsten 10 Tage.
Völlig erledigt schauen wir uns nur kurz um und zappen routinemäßig durch die 1000 amerikanischen Fernsehprogramme.
Es ist dort immer wieder von einem Hurrikan die Rede, der sich der Küste Floridas nähert.
Wir nehmen das Ganze nicht sonderlich ernst, hat man ja schon so oft gehört!
Um 3 Uhr morgens wecken uns Geräusche die an startende Flugzeuge erinnern, die Wohnung ist unglaublich heiß, die Klimaanlage ist ausgefallen.
Licht gibt es auch nicht mehr, kompletter Stromausfall!
Beim Blick aus dem Fenster sehen wir die ersten umgestürzten Palmen, eine Regenflut ergießt sich vom Himmel, der Lärm ist ohrenbetäubend und lässt uns an den Weltuntergang denken.
Wir haben nun absolut keinen Plan mehr, Informationen gibt es ohne Strom ja auch keine!
Aber wir müssen jetzt wissen wie gefährlich die Situation ist!
Mir fällt das Autoradio ein, ich kämpfe mich durch den einfach unglaublichen Sturm zum Auto, es sind nur wenige Schritte, aber sie kommen mir wie eine Ewigkeit vor.
In den Nachrichten überschlagen sich die Meldungen, wir erfahren, das der Hurrikan nur ungefähr 10 Meilen von uns entfernt eine Spur der totalen Verwüstung hinterlassen hat und sich jetzt weiter ins Landesinnere bewegt.
Wir entscheiden uns, das Notstandsgebiet Miami zu verlassen.
Wir haben ja nur 10 Tage Urlaub und müssen jetzt neu planen.
Nach kurzer Beratung machen wir uns auf den Weg nach Orlando.
Wir fahren an der verwüsteten Küste entlang, vorbei an Fort Lauderdale und West Palm Beach.
Dann weiter in das Landesinnere und wir gönnen uns in Kissimee, Nähe Orlando, ein „Best Western“ Motel.
Diese Motelkette ist zwar etwas teurer, hat aber immer einen hohen Standard auf den man sich verlassen kann, wir können sie wirklich nur empfehlen.
Die Amerikaner sind wie immer sehr geschäftstüchtig, weil viele Touristen aus Miami geflüchtet sind, hat man die Motel-Preise mal eben um 30% erhöht, schönen Dank, wir sind begeistert!
Das passt ganz prima in unser Reisebudget!
Immerhin kann man jetzt schon günstige T-Shirts erwerben.
Aufschrift: Wir haben den Hurrikan überlebt!
Unser erstes Ziel in Orlando ist, natürlich, Disneyworld.
1971 eröffnet, hat diese perfekte Illusion der heilen Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren und zieht auch uns in seinen Bann.
Das unglaublich große Areal verlangt schon nach 2 Besuchstagen um auch nur annähernd einen Einblick zu bekommen, selbst dann sollte man Schwerpunkte setzten.
Als besonders interessant empfinden wir das Epcot-Center mit seinem Schnellkurs in Menschheitsgeschichte, das World Showcase zeigt ein typisch amerikanisches, klischeehaftes Bild der Welt und ihrer Nationen.
Faszinierend auch die MGM-Studios, Seaworld und Cape Canaveral.
Man sollte das Spektakel hier nicht allzu kritisch betrachten, sondern sich von der guten Laune der Besucher anstecken lassen und diese seltsame Atmosphäre zwischen Kitsch und Kommerz einfach nur genießen.
Alles hier ist heile Welt und niemand will es für diesen Moment anders!
Am Abend gehen wir in Kissimee essen.
Von Bekannten empfohlen, entscheiden wir uns für das „Sizzler“.
Steaks und das All You Can Eat Büfett sollen hier hervorragend sein!
Es lohnt sich wirklich, alles schmeckt hervorragend.
Das „Sizzler“ gehört zu einer Restaurantkette, die in ganz Florida zu finden ist.
Unbedingt einmal ausprobieren!
Vorbei am wunderschönen Lake Okeechobee nähern wir uns durch die Everglades wieder Miami. Aber noch herrscht dort das Chaos.
Wir wollen lieber für 2 Tage auf die sagenumwobenen Keys und steuern als erstes Key Largo an.
Auf dem Highway, der die 43 Inseln miteinander verbindet fährt man durch herrliche Buchten, kleine Fischerdörfer und der weiße Sand blendet die Augen.
Wir übernachten in Key West, einer kosmopolitischen Stadt mit einer Mischung der verschiedensten Kulturkreise, aufregend ist es hier und Kuba ist gar nicht mehr so weit weg.
„Das ist der beste Fleck Erde der mir je irgendwo untergekommen ist“
So kommentierte Hemingway 1928 Key West.
Danach bewegen wir uns langsam wieder Richtung Miami , unsere 10 Tage sind ja leider schon fast um.
Hier noch ein paar vielleicht nützliche Informationen.
Mietwagen:
Der Kampf um Kunden im Mietwagensektor ist in Florida sehr hart. Mein Tipp:
Fahrzeug schon in Deutschland buchen! Zusatzversicherungen sind dann in Florida nicht nötig, man sollte sich vor Ort auch keine mehr aufschwatzen lassen!
Nicht durch den teilweise aggressiven Verkaufstil der Mitarbeiter einschüchtern lassen!
Klima:
Tropische Temperaturen, aber auch häufige Regenschauer und Gewitter bestimmen das Klima in Florida
Das Jahresmittel beträgt zwischen 22° und27°
Leichte lockere Kleidung ist hier ein Muss.
Hurrikan-Saison ist von Juni bis Ende Oktober, diese Tatsache sollte man vielleicht berücksichtigen! Siehe oben!
Unterkunft:
Motels gibt es in Florida wie Sand am Meer, der Konkurrenzkampf ist auch hier sehr hart, die Preise dadurch noch einigermaßen moderat.
Am besten eine der großen Ketten wählen, die Standards sind hier immer gleich und die Möglichkeiten den Preis zu drücken am größten.
Vor 17 Uhr ein Motel aussuchen!
Ein Blick auf den Parkplatz lässt Rückschlüsse af die Belegung zu.
Ist er relativ leer, sollte ein günstiger Preis mit ein wenig Geschick auszuhandeln sein. Hier gilt: Frechheit siegt!
Ruhig andeuten das man ja auch wieder gehen kann, das wirkt oft Wunder.
Restaurants:
Immer gut sind die sog. Family Dinner, hier kann man nichts falsch machen und bekommt solide amerikanische Küche in netter Atmosphäre.
Alle anderen Küchen der Welt, bunt gemischt, sind hier natürlich auch vertreten. Hier gilt: einfach alles probieren!
Seafood ist natürlich immer zu empfehlen, leider liegen die Preise dafür meist im oberen Sektor.
Eigentlich war ja Miami unser Ziel, aber dafür müssen wir wohl noch einmal herkommen!
Das wird uns aber sicher nicht schwergefallen und den Hurrikan
haben wir ja schon überlebt!
Bis denne, rispetto
©Rispetto, auch gepostet bei Ciao
Die tropische Hitze nach der Kälte des Flughafens raubt uns den Atem, wir müssen jetzt noch unser Fahrzeug bei der Autovermietung Alamo abholen und dann nichts wie in die Wohnung und erst mal relaxen.
Vor dem Airport kreisen in endlosen Runden die Shuttlebusse der Autovermieter.
Die Schlange bei Alamo ist recht lang, doch die Abwicklung funktioniert amerikanisch schnell.
Unser Betreuer will uns mit eindringlicher Stimme noch ein paar angeblich unentbehrliche Zusatzversicherungen aufschwatzen, wir sind gewarnt und lehnen freundlich aber bestimmt ab.
Das Dauerlächeln des Mitarbeiters ändert sich dadurch in keiner Weise, es gibt eine Einweisung in unser Fahrzeug und wir können endlich starten.
Jetzt bloß konzentrieren, der Verkehr auf den Zubringern nach Miami ist ziemlich dicht, aber man fährt amerikanisch unaufgeregt, linke Spur, rechte Spur, wie es gerade passt.
Niemand hupt, niemand ist genervt und wir fühlen uns eigentlich ziemlich sicher.
Wenn dieser verfluchte Plan der uns zu unserem Haus führen soll bloß zu lesen wäre!
Wir verfahren uns hoffnungslos, die Nerven liegen langsam blank!
So geht es nicht weiter...
Wir halten an einem Taco Bell und fragen ein Pärchen nach dem Weg. Nach einem Blick auf unseren Plan teilen sie uns mit, das wir damit wohl nie ankommen würden!
Aber -No Problem- fahrt uns einfach hinterher, wir führen euch hin.
Nach 10 Minuten sind wir am Ziel, bedanken uns herzlich bei unseren netten Helfern und betreten erleichtert unser neues luxuriöses Domizil für die nächsten 10 Tage.
Völlig erledigt schauen wir uns nur kurz um und zappen routinemäßig durch die 1000 amerikanischen Fernsehprogramme.
Es ist dort immer wieder von einem Hurrikan die Rede, der sich der Küste Floridas nähert.
Wir nehmen das Ganze nicht sonderlich ernst, hat man ja schon so oft gehört!
Um 3 Uhr morgens wecken uns Geräusche die an startende Flugzeuge erinnern, die Wohnung ist unglaublich heiß, die Klimaanlage ist ausgefallen.
Licht gibt es auch nicht mehr, kompletter Stromausfall!
Beim Blick aus dem Fenster sehen wir die ersten umgestürzten Palmen, eine Regenflut ergießt sich vom Himmel, der Lärm ist ohrenbetäubend und lässt uns an den Weltuntergang denken.
Wir haben nun absolut keinen Plan mehr, Informationen gibt es ohne Strom ja auch keine!
Aber wir müssen jetzt wissen wie gefährlich die Situation ist!
Mir fällt das Autoradio ein, ich kämpfe mich durch den einfach unglaublichen Sturm zum Auto, es sind nur wenige Schritte, aber sie kommen mir wie eine Ewigkeit vor.
In den Nachrichten überschlagen sich die Meldungen, wir erfahren, das der Hurrikan nur ungefähr 10 Meilen von uns entfernt eine Spur der totalen Verwüstung hinterlassen hat und sich jetzt weiter ins Landesinnere bewegt.
Wir entscheiden uns, das Notstandsgebiet Miami zu verlassen.
Wir haben ja nur 10 Tage Urlaub und müssen jetzt neu planen.
Nach kurzer Beratung machen wir uns auf den Weg nach Orlando.
Wir fahren an der verwüsteten Küste entlang, vorbei an Fort Lauderdale und West Palm Beach.
Dann weiter in das Landesinnere und wir gönnen uns in Kissimee, Nähe Orlando, ein „Best Western“ Motel.
Diese Motelkette ist zwar etwas teurer, hat aber immer einen hohen Standard auf den man sich verlassen kann, wir können sie wirklich nur empfehlen.
Die Amerikaner sind wie immer sehr geschäftstüchtig, weil viele Touristen aus Miami geflüchtet sind, hat man die Motel-Preise mal eben um 30% erhöht, schönen Dank, wir sind begeistert!
Das passt ganz prima in unser Reisebudget!
Immerhin kann man jetzt schon günstige T-Shirts erwerben.
Aufschrift: Wir haben den Hurrikan überlebt!
Unser erstes Ziel in Orlando ist, natürlich, Disneyworld.
1971 eröffnet, hat diese perfekte Illusion der heilen Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren und zieht auch uns in seinen Bann.
Das unglaublich große Areal verlangt schon nach 2 Besuchstagen um auch nur annähernd einen Einblick zu bekommen, selbst dann sollte man Schwerpunkte setzten.
Als besonders interessant empfinden wir das Epcot-Center mit seinem Schnellkurs in Menschheitsgeschichte, das World Showcase zeigt ein typisch amerikanisches, klischeehaftes Bild der Welt und ihrer Nationen.
Faszinierend auch die MGM-Studios, Seaworld und Cape Canaveral.
Man sollte das Spektakel hier nicht allzu kritisch betrachten, sondern sich von der guten Laune der Besucher anstecken lassen und diese seltsame Atmosphäre zwischen Kitsch und Kommerz einfach nur genießen.
Alles hier ist heile Welt und niemand will es für diesen Moment anders!
Am Abend gehen wir in Kissimee essen.
Von Bekannten empfohlen, entscheiden wir uns für das „Sizzler“.
Steaks und das All You Can Eat Büfett sollen hier hervorragend sein!
Es lohnt sich wirklich, alles schmeckt hervorragend.
Das „Sizzler“ gehört zu einer Restaurantkette, die in ganz Florida zu finden ist.
Unbedingt einmal ausprobieren!
Vorbei am wunderschönen Lake Okeechobee nähern wir uns durch die Everglades wieder Miami. Aber noch herrscht dort das Chaos.
Wir wollen lieber für 2 Tage auf die sagenumwobenen Keys und steuern als erstes Key Largo an.
Auf dem Highway, der die 43 Inseln miteinander verbindet fährt man durch herrliche Buchten, kleine Fischerdörfer und der weiße Sand blendet die Augen.
Wir übernachten in Key West, einer kosmopolitischen Stadt mit einer Mischung der verschiedensten Kulturkreise, aufregend ist es hier und Kuba ist gar nicht mehr so weit weg.
„Das ist der beste Fleck Erde der mir je irgendwo untergekommen ist“
So kommentierte Hemingway 1928 Key West.
Danach bewegen wir uns langsam wieder Richtung Miami , unsere 10 Tage sind ja leider schon fast um.
Hier noch ein paar vielleicht nützliche Informationen.
Mietwagen:
Der Kampf um Kunden im Mietwagensektor ist in Florida sehr hart. Mein Tipp:
Fahrzeug schon in Deutschland buchen! Zusatzversicherungen sind dann in Florida nicht nötig, man sollte sich vor Ort auch keine mehr aufschwatzen lassen!
Nicht durch den teilweise aggressiven Verkaufstil der Mitarbeiter einschüchtern lassen!
Klima:
Tropische Temperaturen, aber auch häufige Regenschauer und Gewitter bestimmen das Klima in Florida
Das Jahresmittel beträgt zwischen 22° und27°
Leichte lockere Kleidung ist hier ein Muss.
Hurrikan-Saison ist von Juni bis Ende Oktober, diese Tatsache sollte man vielleicht berücksichtigen! Siehe oben!
Unterkunft:
Motels gibt es in Florida wie Sand am Meer, der Konkurrenzkampf ist auch hier sehr hart, die Preise dadurch noch einigermaßen moderat.
Am besten eine der großen Ketten wählen, die Standards sind hier immer gleich und die Möglichkeiten den Preis zu drücken am größten.
Vor 17 Uhr ein Motel aussuchen!
Ein Blick auf den Parkplatz lässt Rückschlüsse af die Belegung zu.
Ist er relativ leer, sollte ein günstiger Preis mit ein wenig Geschick auszuhandeln sein. Hier gilt: Frechheit siegt!
Ruhig andeuten das man ja auch wieder gehen kann, das wirkt oft Wunder.
Restaurants:
Immer gut sind die sog. Family Dinner, hier kann man nichts falsch machen und bekommt solide amerikanische Küche in netter Atmosphäre.
Alle anderen Küchen der Welt, bunt gemischt, sind hier natürlich auch vertreten. Hier gilt: einfach alles probieren!
Seafood ist natürlich immer zu empfehlen, leider liegen die Preise dafür meist im oberen Sektor.
Eigentlich war ja Miami unser Ziel, aber dafür müssen wir wohl noch einmal herkommen!
Das wird uns aber sicher nicht schwergefallen und den Hurrikan
haben wir ja schon überlebt!
Bis denne, rispetto
©Rispetto, auch gepostet bei Ciao
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