Der Sommermörder (gebundene Ausgabe) / Nicci French Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Gering
Packender Psychothriller
Pro:
alles
Kontra:
nix
Empfehlung:
Ja
Nicci French Der Sommermörder
Bücher von Autorinnen oder Autoren, von denen ich noch nier gehört oder gesehen habe gibt es sicherlich eine Menge, und trotzdem freue ich mich immer, Neues ausprobieren zu können. Darunter sind dann teilweise hebe Enttäuschungen, aber auch das eine oder andere Juwel wartet auf seine Entdeckung.
So geschehen bei dem Buch von Nicci French DER SOMMERMÖRDE, das beim Bertelsmann – Buchclub für den Ramschpreis von knapp 5 Euro unter die Leute gebracht worden ist, und zwar als gebundenes Buch. Ein Zeichen dafür, dass man mit dem Absatz für dieses Buch nicht gerade begeistert war. Letzteres kann bei Büchern passieren, bei dem Buch DER SOMMERMÖRDE aber kann ich das nicht nachvollziehen.
INHALT:
Das Buch wird erzählt aus der Sicht dreier Frauen. Zoe ist eine junge Lehrerin, Jenny ist die Frau eines erfolgreichen Anwaltes und ehemaliges Handmodell. Nadia ist eine Endzwanzigerin auf der Suche nach ihrem beruflichen Traumbetätigungsfeld und bis zum Auffinden desselben beschäftigt als Kinderanimateurin auf Kinderpartys. Die drei Frauen zusammen könnten nicht unterschiedlicher sein, und dennoch verbindet sie ein grausamer Faden miteinander. Alle drei Frauen erhalten in der Reihenfolge der obigen Nennung Briefe von einem Mann, der ihnen ihren Tod ankündigt, genauer: der ankündigt, sie zu töten. Zoe und Jenny werden ermordet, Nadia rechnet auch fest damit und dennoch ist sie bemüht, es dem Täter so schwer wie möglich zu machen.
Ale drei Opfer stehen unter massiven Polizeischutz und dennoch kann es geschehen, dass die beiden Ersteren getötet werden. Jenny wird dabei am brutalsten ermordet.
Die Polizei ist bemüht, nichts von alledem an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, um eine Panik zu vermeiden, und so wissen Jenny und nach ihr auch Nadia nicht, dass ein Serientäter unterwegs ist, der schon einmal ein Opfer ermorden konnte. Das sich in Sicherheit wiegen hat zumindest für zwei der Frauen tragische Folgen, wobei die Polizei auch das Ihre dazu tut, durch Ermittlungspannen, falsche Annahmen und Verdächtigungen und dem auf dem Leim gehen von von dem Täter selbst gelegten Finten en Opferschutz löchrig wie einen Schweizer Käse werden zu lassen. Nadia erst erfährt über „Umwege“ davon, dass es eine Serientäter auf sie abgesehen hat. Und auch wenn die Polizei als solche als starrer Apparat erscheint, sind doch die Polizisten allein gesehen sich durchaus der Problematik bewusst.
Meinung
Mehr zum Inhalt zu sagen ist bei diesem Buch schwierig, den die Konstruktion desselben würde demjenigen, der das Buch in die Hand nimmt, schon auf den ersten Seiten einen Verdacht aufkommen lassen. Aber angemerkt sei, dass man sich über die Bedeutung jedes Ausspruches im Klaren sein sollte, eine von ihnen ist entscheidend.
Allgemein zum Buch: Allein schon die Erzählperspektive aus der Opfersicht, hin und wieder unterbrochen von Ansichten des Täters, macht den Reiz des Buches aus, den es aber so nicht geben könnte, von nicht nur die Handlung, sondern auch die Schilderung der Opfersicht an sich nicht Spannung aufbauen und Spannung weitergeben könnte. Das Miterleben der Panik und der Hoffnung, das Miterleben persönlicher Katastrophen vermittelt eine große Nähe zu Handlung und ist ein ungewohnt gekonnter Perspektivenwechsel.
Damit erreicht French, dass man dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Der Leser wird gleichzeitig auch zum Richter: Die Handlungen der Polizei, die der Opfer, all das wird quasi aus dem Off beim Lesen von einem Selbst intensiver als gewöhnlich abgewogen und bewertet. Nicht nur eine einfache Unterhaltungsliteratur, sondern in der Tat ein Buch zum Mitdenken und Mitmachen.
Insgesamt handelt es sich um einen subtilen, einfühlsamen Psychothriller, der mehr verdient hat, als für schlappe 5 Euro über den Ladentisch zu gehen, auch wenn ich mich natürlich freue, dieses Topbuch für einen aberwitzigen Preis gekauft zu haben.
Ich werde nach diesem Buch ein weiteres der mittlerweile vier Bücher von Nicci French lesen, um zu sehen, ob es sich bei diesem weiten Wurf um eine Eintagsfliege handelt, oder aber, ob da eine neue gute Autorin herangewachsen ist.
Michael
Bücher von Autorinnen oder Autoren, von denen ich noch nier gehört oder gesehen habe gibt es sicherlich eine Menge, und trotzdem freue ich mich immer, Neues ausprobieren zu können. Darunter sind dann teilweise hebe Enttäuschungen, aber auch das eine oder andere Juwel wartet auf seine Entdeckung.
So geschehen bei dem Buch von Nicci French DER SOMMERMÖRDE, das beim Bertelsmann – Buchclub für den Ramschpreis von knapp 5 Euro unter die Leute gebracht worden ist, und zwar als gebundenes Buch. Ein Zeichen dafür, dass man mit dem Absatz für dieses Buch nicht gerade begeistert war. Letzteres kann bei Büchern passieren, bei dem Buch DER SOMMERMÖRDE aber kann ich das nicht nachvollziehen.
INHALT:
Das Buch wird erzählt aus der Sicht dreier Frauen. Zoe ist eine junge Lehrerin, Jenny ist die Frau eines erfolgreichen Anwaltes und ehemaliges Handmodell. Nadia ist eine Endzwanzigerin auf der Suche nach ihrem beruflichen Traumbetätigungsfeld und bis zum Auffinden desselben beschäftigt als Kinderanimateurin auf Kinderpartys. Die drei Frauen zusammen könnten nicht unterschiedlicher sein, und dennoch verbindet sie ein grausamer Faden miteinander. Alle drei Frauen erhalten in der Reihenfolge der obigen Nennung Briefe von einem Mann, der ihnen ihren Tod ankündigt, genauer: der ankündigt, sie zu töten. Zoe und Jenny werden ermordet, Nadia rechnet auch fest damit und dennoch ist sie bemüht, es dem Täter so schwer wie möglich zu machen.
Ale drei Opfer stehen unter massiven Polizeischutz und dennoch kann es geschehen, dass die beiden Ersteren getötet werden. Jenny wird dabei am brutalsten ermordet.
Die Polizei ist bemüht, nichts von alledem an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, um eine Panik zu vermeiden, und so wissen Jenny und nach ihr auch Nadia nicht, dass ein Serientäter unterwegs ist, der schon einmal ein Opfer ermorden konnte. Das sich in Sicherheit wiegen hat zumindest für zwei der Frauen tragische Folgen, wobei die Polizei auch das Ihre dazu tut, durch Ermittlungspannen, falsche Annahmen und Verdächtigungen und dem auf dem Leim gehen von von dem Täter selbst gelegten Finten en Opferschutz löchrig wie einen Schweizer Käse werden zu lassen. Nadia erst erfährt über „Umwege“ davon, dass es eine Serientäter auf sie abgesehen hat. Und auch wenn die Polizei als solche als starrer Apparat erscheint, sind doch die Polizisten allein gesehen sich durchaus der Problematik bewusst.
Meinung
Mehr zum Inhalt zu sagen ist bei diesem Buch schwierig, den die Konstruktion desselben würde demjenigen, der das Buch in die Hand nimmt, schon auf den ersten Seiten einen Verdacht aufkommen lassen. Aber angemerkt sei, dass man sich über die Bedeutung jedes Ausspruches im Klaren sein sollte, eine von ihnen ist entscheidend.
Allgemein zum Buch: Allein schon die Erzählperspektive aus der Opfersicht, hin und wieder unterbrochen von Ansichten des Täters, macht den Reiz des Buches aus, den es aber so nicht geben könnte, von nicht nur die Handlung, sondern auch die Schilderung der Opfersicht an sich nicht Spannung aufbauen und Spannung weitergeben könnte. Das Miterleben der Panik und der Hoffnung, das Miterleben persönlicher Katastrophen vermittelt eine große Nähe zu Handlung und ist ein ungewohnt gekonnter Perspektivenwechsel.
Damit erreicht French, dass man dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Der Leser wird gleichzeitig auch zum Richter: Die Handlungen der Polizei, die der Opfer, all das wird quasi aus dem Off beim Lesen von einem Selbst intensiver als gewöhnlich abgewogen und bewertet. Nicht nur eine einfache Unterhaltungsliteratur, sondern in der Tat ein Buch zum Mitdenken und Mitmachen.
Insgesamt handelt es sich um einen subtilen, einfühlsamen Psychothriller, der mehr verdient hat, als für schlappe 5 Euro über den Ladentisch zu gehen, auch wenn ich mich natürlich freue, dieses Topbuch für einen aberwitzigen Preis gekauft zu haben.
Ich werde nach diesem Buch ein weiteres der mittlerweile vier Bücher von Nicci French lesen, um zu sehen, ob es sich bei diesem weiten Wurf um eine Eintagsfliege handelt, oder aber, ob da eine neue gute Autorin herangewachsen ist.
Michael
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