Friedrichstadtpalast Testbericht

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Erfahrungsbericht von DagSonja

Im Friedrichstadtpalast mit Juliane Werding

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nun möchte ich euch wie versprochen erzählen, wie das Konzert im Friedrichstadtpalast Berlin mit Juliane Werding war. Leider hat Ciao noch immer nicht den Produktvorschlag angenommen, damit ich diesen Bericht in die Konzertberichte schreiben kann. Deshalb habe ich mich entschieden, ihn in diese Kategorie zu setzen und euch gleichzeitig den Friedrichstadtpalast Berlin mit vorzustellen.

Es gibt den Friedrichstadtpalast ja nun schon das zweite Mal, das erste Gebäude wurde aber abgerissen und dafür ein neuer gebaut. Der heutige Friedrichstadtpalast steht in der Friedrichstrasse 107 in Berlin, das ist in Berlin Mitte und viele andere Sehenswürdigkeiten haben in diesem Stadtbezirk auch ihren Platz. Zum Beispiel ist es nicht weit zum Berliner Dom, zum Alexanderplatz, der neuen Wache oder auch zum Pergamonmuseum mit Museumsinsel zu gelangen.

Geschichte
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Der erste Friedrichtstadtpalast wurde bereits 1867 gebaut, damals war es noch eine Markthalle, die sich aber nicht bewährte. Deshalb wurde aus diesem Gebäude im Jahre 1873 eine Zirkusarena gemacht. Darin hatten insgesamt 5000 Leute Platz. Dort gaben dann einige renommierte Zirkusunternehmen ihr Gastspiel.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde nun wieder umgebaut – nun wurde aus dem vorhandenen Gebäude ein Schauspielhaus, in dem 3000 Menschen Platz hatten. Bis zum Jahre 1945 stieg nun das „Grosse Schauspielhaus“, wie das Gebäude genannt wurde, in ein von Revuen und Künstlern gut bestücktes Haus auf. Unter anderem wurden viele Operetten, Musicals aufgeführt. Es traten Marlene Dietrich und Claire Waldoff auf. Die Operette „Frau Luna“ wurde insgesamt 400 Mal gegeben. Allerdings hiess es da schon wieder anders: „Theater des Volkes“ wurde das Haus nun genannt.

Leider wurde das Gebäude im Jahre 1945 – also im zweiten Weltkrieg – ausgebombt, so dass das Haus nun wieder neu aufgebaut werden musste. Es entstanden nun einige kleinere Säle, für Variete, Girlreihe, Ballett und Kinderensemble.

1947 wurde das Haus umbenannt in „Friedrichstadtpalast“ und er gehörte nun der Stadt Berlin und wurde nicht mehr privat geführt. Der damalige Magistrat hatte jetzt die Hand darauf. Es traten weltweit anerkannte Firmen auf, wie zum Beispiel das Bolschoi- oder das Indische Ballett und auch der Russische Staatszirkus und viele andere.

Ausserdem wurde in diesem Haus auch oft die Fernsehsendung „Ein Kessel Buntes“ aufgeführt und mitgeschnitten. In dieser Zeit kommen viele internationale Stars auf diese Bühne und der Friedrichstadtpalast war ein gefragter Standort für anerkannte Künstler der ganzen Welt.

Im Jahre 1980 wurde nun das Gebäude endgültig geschlossen, weil die Bausubstanz bröckelte.

Nachdem in 39 monatiger Bauzeit das Gebäude neu entstanden war, eröffnete er unter gleichem Namen – am 28. 4. 1984 – seine Türen und er war nun wieder ein sehr moderner und gefragter Veranstaltungsort in Berlin.

Als die Wende im Osten kam, blieb das auch für die Mitarbeiter des Friedrichstadtpalastes nicht ohne Folgen und die Besucherzahlen gingen zurück. Ausserdem waren sich die Mitarbeiter über ihre Zukunft der Arbeitsplätze nicht sicher. Aber als dann im Jahre 1993 ein neuer Intendant kam, ging es wieder bergauf.

Bis zum heutigen Tage ist er nun aber wieder ein sehr gefragter Veranstaltungsort der verschiedenendsten Möglichkeiten und zu 90 % ausgelastet. Ausserdem ist er auch eine landeseigene GmbH, also fast selbständig in der Führung, so dass den Betreibern freie Hand bleibt, um Revuen, Konzerte oder andere Events zu organisieren und durchzuführen.

In den heutigen Friedrichstadtpalast gehen 1895 Menschen hinein und der grosse Saal nennt sich „Grosse Revue“. Dieser Saal besteht aus Parkett, Hochparkett und Rang recht und links. Ausserdem gibt eine noch eine „kleine Revue“, das ist ein intimes Galerietheater.

So, aber nun zum


Juliane Werding-Konzert
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Wir waren ja am 15. 4. und am 29. 4. diesen Jahres dort und wir sassen an zwei verschiedenen Stellen für diesen Saal. Deshalb kann ich euch auf jeden Fall sagen, wie die Akustik auf die Plätze wirkt. Ich kann feststellen, dass es keinen Unterschied für das Hören gibt. Beim ersten Mal saßen wir im Innenparkett in der 3. Reihe in der Mitte. Wir haben Juliane Werding in Lebensgrösse , ca. 1,5 Meter von uns aus gesehen und natürlich auch gehört.

Bei keinem Ton hat sich die Lautstärke überschlagen und auch die Bandmitglieder waren gut eingestellt. Die Band besteht unter anderem aus dem Hintergrund-Gesang von zwei freistehenden Mädchen und die Konzertmusiker singen von ihrem Mikrofon aus auch noch mit. Wir konnten keine Dissonanzen der Regelung der Töne feststellen und hatten einen guten Klang im Ohr.

Beim zweiten Konzert saßen wir Hochparterre rechts und auch bei diesem Sitzstandort ist uns kein Laut verloren gegangen, die Bässe waren nicht im Vordergrund und auch hier gab es den vollen Klang. Der einzige Unterschied – logischerweise – die Juliane Werding war etwas weiter weg von uns.

Die Lautsprecher in diesem Saal sind so angebracht, dass man von jeder Stelle uneingeschränkt hören kann und wer die Musik und die Lieder kennt, der merkt fast keinen Unterschied zur CD-Qualität. Natürlich werden beim Konzert die Arrangements ein wenig verändert – aber nicht zum Nachteil der Klänge, sondern eher, um sie noch besser live wirken zu lassen von der Stimmung her.

Vom zweiten/dritten Lied an war diese Stimmung auch unter den Leuten, es wurde mitgeklatscht und auch mitgesungen. Dabei hielt Juliane Werding auch ab und zu das Mikrofon in das Publikum und forderte die Leute auch dazu auf. Bei zwei Titeln sollten sogar einzelne Personen in das Mikro singen.

Juliane Werding gestaltete das Konzert durchwachsen, sie brachte neue Hits aus dem aktuellen Album und auch ältere Titel, die sich bewährt haben und manche sang sie auch mit einem neuen Glanz. Bei jedem Titel oder auch einer Gruppe, die sie hintereinander sang, sprach sie eine Einleitung dazu und erklärte den Inhalt und den Wert dieses Liedes und was sie mit ihm verbindet.

Bei manchen Titeln wurden auf der Hinterwand Videos oder Bilder gezeigt, die zu dem jeweiligen Lied passten und das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

Ganz zu Anfang erschien ein männlicher Part in Form von einer Sprache, die aus dem Hintergrund kam. Es war eine Botschaft von Gott – und auch wenn ich wenig von diesem Kerl halte, war es doch ganz schön ergreifend. Dieser zu Gänsehaut neigende Beginn des Konzertes ging dann über in das Lied

01.Armageddon. Wer dieses Lied kennt, der weiss, dass die Art und Weise eine Aussage hat, die einen erschaudern lassen kann und trotzdem mitreisst.

Der zweite Komplex in diesem Konzert bezog sich auf das Leben – erstens der Gegenwart und zweitens auf das Geheimnisvolle in den Gedanken. Dazu passten die beiden Lieder


02. Das Leben ist schön und 03. (Do you believe in) Magic.

Nun folgte eine Rubrik in ihrem Programm, die drei verschiedene Erzählungen des Lebens widerspiegelten, es sind dabei Lieder, die mysteriöse Erlebnisse darstellen. Es handellt sich dabei um die Titel : 04. Nebelmond , 05 Würfelspiel und 06. Nur einmal. Nebelmond ist eine halbnacherzählte Variante des Erlkönigs, das Würfelspiel ein Wink des Schicksals und bei Nur einmal geht es um einen Mann, der ganz schnell illegales Geld herbeischaffen will und weiss, dass es falsch ist, aber er möchte aus seinem Teufelskreis heraus, deshalb will er „nur einmal“ eine schicksalhafte Tat begehen.

Die nächste Gruppe ihrer Lieder erzählt von drei Sehnsüchten, es sind nur drei von verschiedenen Möglichkeiten, die in uns als Menschen schlummern können. Zu diesem Thema also die Titel :

07. Zeit nach Avalon zu gehen, 08. Sehnsucht ist unheilbar und 09. Stimmen im Wind. Ich glaube nicht, dass ich diese drei Lieder erklären muss, denn sie müssten euch bekannt sein und der Titel sagt ja auch schon einiges aus, was sie bedeuten könnten.

Die letzten zwei Lieder – vor der Pause – erzählen von zwei Frauen, die zwei Geschichten schreiben. Da ist einmal die genervte Gattin, die sich von ihrem Ehemann entledigt und zum zweiten eine Lebedame, die sich die Männer nimmt, wie sie sie braucht. Das wären die Titel: 10. Der Hahn ist tot
und 11. Daisy – beide Lieder habe ich übrigens ausführlich bei ihrem neuen Album behandelt.

Nach einer Pause von 20 Minuten ging das Programm weiter und wieder mit der männlichen unheimlichen Sprach-Stimme. Dabei dreht es sich wieder um das Leben und seinen Wert und um die Botschaft, dass es für das Vergangene kein Zurück gibt, dazu auch das folgende gesungene Lied von Juliane Werding: 12. Es gibt kein Zurück . Dieses Lied ist auch der Album-Titel ihrer aktuellen CD.

Nun folgte etwas ganz besonderes. Juliane asoziierte Lieder mit drei verschiedenen Elementen, nämlich Stille, Wasser und Feuer. Dazu diese Titel – manche auch in englisch:

13. Sound of Silence
14. Imagine
15. Sag mir wo die Blumen sind
16. Wildes Wasser
17. Xxunbekanntes Liedxx (englisch)
18. Let the sunshine me

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Danach präsentierte sie einige der bekanntesten und auch stimmungsvollsten Lieder, die nun den Saal zum Kochen brachten, denn jeder kannte sie und viele sangen und klatschten mit. Es gab nun kein Halten unter den Zuschauern mehr. Einige kamen auch auf die Bühne und überreichten ihr Blumen und Geschenke. In den folgenden Komplex sang sie mit dem Publikum:

19. Weisst du wer ich bin
20. Geh nicht in die Stadt
21. Drei Jahre lang
22. Alles kann passieren
23. Du schaffst es
24. Wenn du denkst…

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Nachdem nun das offizielle Konzert zu Ende war, gab sie aber noch Zugaben, in dem sie zuerst das Lied Nr. 25. Nacht voll Schatten sang. Danach stellte sie ihre Band vor. Zu jedem Mitglied erzählte sie eine Geschichte – nicht nur die Namen – ausserdem bekam jeder ein kleines Solo

Der offizielle (fast) letzte Titel - 26. Engel wie du wurde von Juliane und den beiden Mädchen mit teilweisem Solo-Part von allen drei Mitwirkenden gesungen. Normalerweise singt dieses Lied ja Juliane mit Viktor Laslo und Maggy Reilly , aber mit diesen drei Damen klingt/klang es genauso gut.

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Auf Grund von tosendem Applaus kam sie nun noch einmal auf die Bühne und die Zuschauer sollten sich ein Lied wünschen. Es kristallisierte sich der Titel : 27. Conny Kramer – erste Version – heraus. Bei diesem Titel sang natürlich der ganze Saal mit und auch hier animierte sie einzelne Personen dazu, in das Mikrofon zu singen. Die Stimmung nahm fast kein Ende – das Konzert allerdings schon. Aber es ist ja meistens so, dass es einem so geht, irgendwann muss aber Schluss sein. Nach einer Zeit von 20.10 Uhr bis 22.45 beendete sie nun das Bühnenprogramm.

Wir gingen dann alle aus dem Zuschauersaal , aber wer wollte, konnte sie dann noch persönlich sehen und sprechen, denn es folgte am 15. 4. darauf noch eine Autogrammstunde. Im Foyer konnte man vorher in der Pause auch Artikel, wie CDs, ein Programm oder auch zwei verschiedene Bücher kaufen, die man dann signieren lassen konnte. Manche brachten auch andere Artikel dazu mit, denn es war bekannt, dass die Autogrammstunde stattfinden sollte. Nach 25 Minuten erschien sie dann auch und nach kurzer Wartezeit hatten wir unsere persönliche Widmung auf zwei Artikeln und eine Extra-Autogrammkarte von Juliane Werding.


Noch einmal zurück zum Friedrichstadtpalast
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Beim Aufgang zum Parkett, der mit einer Mitteltreppe zu erreichen ist, kommt man auf die Mitteletage zu einem Foyer. Dort ist an der rechten und linken Seite eine Bar, bei der man in der Pause kleine Snacks und auch hochwertige Getränke kaufen kann. Ausserdem bestehen dort auch Sitzplätze um das Ess- und Trinkbare einzunehmen. Man kann auch vor der Pause schon dort bestellen. Viel Wartezeit dafür besteht aber nicht.

Toiletten sind ebenfalls im Mittelteil für Herren und Damen getrennt vorhanden. Aber auch unten im Parterre sind noch einmal Toiletten zu finden und auch die Garderobe. Für einen Mantel oder Jacke bezahlt man 1,60 €. Auch hier haben wir beim Bringen und Holen ganz wenig Wartezeit gehabt.

Die Autogrammstunde fand im Haupteingang zum Parkett-Zuschauerraum statt, dafür wurde ein grosser Tisch mit rechts und links angrenzenden zwei kleineren Tischen zusammengestellt. Es war eine Assistentin dabei, die die Autogrammkarten vergab und eine Art Bodyguard oder Mitarbeiter, der Juliane Werding zur Seite stand. Als wir dran waren, fragte sie, welche Namen oder welchen Text sie schreiben sollte und alles ging dann ganz reibungslos vonstatten. Sie selbst hatte gar keine Starallüren und unterhielt sich ganz zwanglos und humorvoll mit den Leuten, die zu ihr kamen. Sie ist wirklich eine gestandene normale Frau, die es verdient hat, beachtet zu werden.

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Ausser, dass Konzerte im Friedrichstadtpalast stattfinden, werden immer wieder Revuen einstudiert, es kann auch eine Eisbühne herausgehoben werden oder ein Wasserbassin, womit auch Veranstaltungen stattfinden.

Es ist immer ein Erlebnis, bei solchen Events dabei zu sein und ich werde auf jeden Fall – egal bei welcher Veranstaltung – einmal wieder in den Friedrichstadtpalast kommen.

Zu erreichen ist er ganz einfach: Wir fahren von Berlin-Hellersdorf mit dem Auto von der Landsberger Allee aus, später heisst diese Moll- und dann Torstrasse und von dort ab später links in die Friedrichstrasse hinein. Auf der linken Seite – ca. nach 200 Metern ist er dann zu sehen. Er ist durch seinen festlichen Bau kaum zu verfehlen. Mit der U-Bahn-Linie 6 muss man nur bis Station Oranienburger Tor fahren und kann in 5 Minuten Spaziergang vor ihm stehen. Auch mit der S-Bahn ist er gut zu erreichen. Dazu benötigt man ebenfalls nur 5 Minuten Fussweg von der Station Friedrichstrasse aus. Die Buslinien 147 und 157 sowie die Strassenbahnlinien 1 und 50 bringen euch auch dahin. Je nachdem, wo ihr herkommt, ihr werdet sicher euren Weg finden.


Eure DagSonja