Geburt Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Tomcat01

Fehler !!!!!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.

Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.

Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.

Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.

Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.

Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!

Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.

Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!

Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.

In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.

Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.

Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.

Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.

Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.

Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!

Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.

Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.

Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.

Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.

Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.

In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).

Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.

Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.

Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.

Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.

Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.

Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.

Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.

Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.

Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.

Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.

Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.

Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.

Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:

Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!

Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.

Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.

Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.

Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.

Es war eine harte Zeit.

Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:50:36 mit dem Titel Fehler !!!!!

Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.

Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.

Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.

Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.

Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.

Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!

Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.

Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!

Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.

In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.

Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.

Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.

Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.

Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.

Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!

Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.

Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.

Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.

Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.

Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.

In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).

Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.

Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.

Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.

Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.

Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.

Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.

Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.

Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.

Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.

Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.

Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.

Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.

Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:

Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!

Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.

Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.

Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.

Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.

Es war eine harte Zeit.

Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:49:20 mit dem Titel Fehler !!!!!

Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.

Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.

Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.

Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.

Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.

Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!

Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.

Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!

Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.

In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.

Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.

Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.

Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.

Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.

Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!

Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.

Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.

Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.

Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.

Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.

In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).

Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.

Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.

Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.

Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.

Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.

Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.

Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.

Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.

Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.

Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.

Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.

Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.

Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:

Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!

Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.

Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.

Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.

Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.

Es war eine harte Zeit.

Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:48:50 mit dem Titel Fehler !!!!!

Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.

Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.

Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.

Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.

Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.

Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!

Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.

Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!

Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.

In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.

Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.

Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.

Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.

Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.

Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!

Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.

Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.

Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.

Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.

Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.

In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).

Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.

Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.

Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.

Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.

Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.

Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.

Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.

Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.

Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.

Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.

Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.

Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.

Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:

Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!

Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.

Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.

Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.

Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.

Es war eine harte Zeit.

Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:48:14 mit dem Titel Fehler !!!!!

Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.

Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.

Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.

Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.

Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.

Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!

Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.

Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!

Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.

In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.

Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.

Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.

Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.

Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.

Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!

Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.

Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.

Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.

Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.

Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.

In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).

Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.

Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.

Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.

Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.

Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.

Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.

Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.

Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.

Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.

Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.

Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.

Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.

Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:

Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!

Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.

Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.

Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.

Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.

Es war eine harte Zeit.

Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:29:11 mit dem Titel Eine Schwangerschaft mit Turbulenzen

Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.

Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.

Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.

Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.

Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.

Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!

Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.

Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!

Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.

In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.

Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.

Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.

Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.

Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.

Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!

Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.

Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.

Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.

Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.

Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.

In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).

Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.

Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.

Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.

Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.

Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.

Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.

Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.

Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.

Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.

Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.

Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.

Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.

Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:

Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!

Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.

Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.

Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.

Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.

Es war eine harte Zeit.

Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.

8 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Jakini

    25.03.2002, 11:00 Uhr von Jakini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön beschrieben, die Geschichte kommt mir jedoch bekannt vor, kann das sein?

  • hexe77

    25.03.2002, 08:59 Uhr von hexe77
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für diesen wunderschönen Bericht. Ich selber habe zwar noch keine Kinder, würde mir aber bei einer Schwangerschaft meine "eigen" Hebamme "besorgen", die nur für mich da ist und sich nicht um andere werdene M&U

  • maertens

    25.03.2002, 08:50 Uhr von maertens
    Bewertung: sehr hilfreich

    Huch, was ist Dir denn hier beim Einstellen passiert???

  • Billeschen

    25.03.2002, 08:41 Uhr von Billeschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe auch noch gut 3 Wochen bis zur Geburt und hoffe das alles glatt läuft.Euch wünsche ich weiterhin alles,alles gute!