Geschwister Testbericht

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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Mischka27
Meine Schwester oder wir sind immer füreinander da
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Heute möchte ich hier einmal über meine Schwester berichten, mit der ich schon soviel im Leben durchgemacht habe. Schon als Kinder hatten wir es nicht gerade leicht, weil wir von unserer Mutter getrennt in einem Kinderheim aufwachsen mussten. So hatten wir nur uns auf die wir uns verlassen konnten.
So war ich immer der große Bruder der auf seine kleine Schwester aufgepasst hat, weil sie damals erst 5 Jahre alt war als wir abgeholt wurden. Sie verstand das ganze ja noch viel weniger als ich, da ich ja auch erst 8 Jahre alt war.
In unserer Kindheit habe ich immer versucht meiner Schwester im Kinderheim die Familie zu ersetzen, es ist nicht leicht für Kinder ohne Eltern die ständig da sind aufzuwachsen.
Da wir zuerst in getrennte Gruppen waren, besuchte ich sie so häufig wie es mir möglich war.
Später waren wir dann wieder zusammen und von da an wurde es einfacher für uns.
Unsere Erzieher sagten uns immer das es wenige Geschwister gibt, die so zusammenhalten wie wir.
Wir haben uns auch immer gegenseitig verteidigt, wenn uns mal ein Erzieher zu unrecht für etwas bestrafen wollte.
So erinnere ich mich wie heute, das ich mal das Fotolabor nicht richtig aufgeräumt hatte, weil es schon spät geworden war und ich das am andere Tag nach der Schule machen wollte, aber da war der AG-Leiter schon bei meiner Erzieherin und hatte sich dort beschwert.
Zufällig bekam das meine Schwester mit und machte sich gleich auf dem Weg in die untere Etage zu dem bewussten AG-Leiter, ging einfach in sein Büro und zeigte auf seinen unordentlichen Schreibtisch und sagte: „Wie sieht das hier aus, räumen sie erst einmal ihr Büro auf, bevor sie über meinen Bruder meckern.“
Der Mann war so fertig der wusste gar nicht was er sagen sollte, weil meine Schwester dann auch gleich wieder verschwunden war. Später konnte er auch darüber lachen.
Natürlich konnte so etwas nicht jeder machen, aber da wir sehr angesehen waren, bei den Erziehern und dem Direktor (der auch in unserer Heimatstadt geboren war), war das halb so wild.
Unsere Erzieherin sagte dazu das sie noch nie gesehen hat, das sich eine Schwester so für ihren Bruder eingesetzt hat. Sie fand das toll.
Ich konnte in der Schule vor allem in der Naturwissenschaft alles sehr schnell begreifen, meine Schwester wiederum nicht also half ich ihr immer bei den Schularbeiten. So manche Eins für einen Kurzvortrag ging auf mein Konto.
Da ich älter war, wurde ich auch eher aus dem Heim entlassen, ich wollte gerne noch länger dort bleiben, weil es mir dort nicht schlecht ging und ich nicht wusste was mich erwarten würde.
Zu dem Zeitpunkt hatten meine Schwester und ich eigentlich alle wichtigen Ämter die die Kinder im Kinderheim zur Selbstbestimmung ausübten. So leitete Sie das Heimaktiv ( tagte einmal in der Woche und legte mit fest, was alles gemacht wird z.B. Feste , Aber auch besonders schlimme Vergehen wie Diebstahl, wurden hier vorgelegt und gemeinsam mit dem Direktor über eine Strafe nachgedacht und festgelegt)
Ich war Jugendclub-Leiter und Heimaktiv-Mitglied.
Da diese Ämter von den Kindern durch Wahlen vergeben wurden, sahen wir das wir auch bei den Kindern beliebt waren und sie uns vertrauten.
Meine Schwester wollte dann nicht wieder zurück nach Hause, weil sie eine Lehrstelle auf einer Insel gefunden hatte.
Dort lebt sie heute und wir besuchen uns so oft wie möglich.
Mehrmals in der Woche telefonieren wir miteinander.
Sehr oft merke ich das sie großes Heimweh nach Hause hat, aber sie ist dort verheiratet und hat zwei Kinder.
Das jüngste ist jetzt am 14. Oktober 2002 geboren worden.
Für uns ist es nicht leicht das wir so weit auseinander wohnen, weil wir immer noch eine Enge Bindung aneinander haben, weil die Zeit der Kindheit uns für unser Leben geprägt hat.
Aber was sind 500 km in der heutige Zeit, ich weiß das ich immer für meine Schwester da bin, wenn Sie mich braucht, genauso wie Sie für mich immer da war und ist, wenn ich sie brauchte.
Ich hoffe das dies für alle Zeit so bleibt.
Ich kann mir keine bessere Schwester vorstellen.
So das wollte ich hier mal berichten, das es auf dieser Welt neben den ganzen unangenehmen Dingen auch noch Menschen gibt die man lieb hat und mit denen man glücklich ist.
Also seit Lieb zu Euren Geschwistern !
Euer Mischka27
:o)
So war ich immer der große Bruder der auf seine kleine Schwester aufgepasst hat, weil sie damals erst 5 Jahre alt war als wir abgeholt wurden. Sie verstand das ganze ja noch viel weniger als ich, da ich ja auch erst 8 Jahre alt war.
In unserer Kindheit habe ich immer versucht meiner Schwester im Kinderheim die Familie zu ersetzen, es ist nicht leicht für Kinder ohne Eltern die ständig da sind aufzuwachsen.
Da wir zuerst in getrennte Gruppen waren, besuchte ich sie so häufig wie es mir möglich war.
Später waren wir dann wieder zusammen und von da an wurde es einfacher für uns.
Unsere Erzieher sagten uns immer das es wenige Geschwister gibt, die so zusammenhalten wie wir.
Wir haben uns auch immer gegenseitig verteidigt, wenn uns mal ein Erzieher zu unrecht für etwas bestrafen wollte.
So erinnere ich mich wie heute, das ich mal das Fotolabor nicht richtig aufgeräumt hatte, weil es schon spät geworden war und ich das am andere Tag nach der Schule machen wollte, aber da war der AG-Leiter schon bei meiner Erzieherin und hatte sich dort beschwert.
Zufällig bekam das meine Schwester mit und machte sich gleich auf dem Weg in die untere Etage zu dem bewussten AG-Leiter, ging einfach in sein Büro und zeigte auf seinen unordentlichen Schreibtisch und sagte: „Wie sieht das hier aus, räumen sie erst einmal ihr Büro auf, bevor sie über meinen Bruder meckern.“
Der Mann war so fertig der wusste gar nicht was er sagen sollte, weil meine Schwester dann auch gleich wieder verschwunden war. Später konnte er auch darüber lachen.
Natürlich konnte so etwas nicht jeder machen, aber da wir sehr angesehen waren, bei den Erziehern und dem Direktor (der auch in unserer Heimatstadt geboren war), war das halb so wild.
Unsere Erzieherin sagte dazu das sie noch nie gesehen hat, das sich eine Schwester so für ihren Bruder eingesetzt hat. Sie fand das toll.
Ich konnte in der Schule vor allem in der Naturwissenschaft alles sehr schnell begreifen, meine Schwester wiederum nicht also half ich ihr immer bei den Schularbeiten. So manche Eins für einen Kurzvortrag ging auf mein Konto.
Da ich älter war, wurde ich auch eher aus dem Heim entlassen, ich wollte gerne noch länger dort bleiben, weil es mir dort nicht schlecht ging und ich nicht wusste was mich erwarten würde.
Zu dem Zeitpunkt hatten meine Schwester und ich eigentlich alle wichtigen Ämter die die Kinder im Kinderheim zur Selbstbestimmung ausübten. So leitete Sie das Heimaktiv ( tagte einmal in der Woche und legte mit fest, was alles gemacht wird z.B. Feste , Aber auch besonders schlimme Vergehen wie Diebstahl, wurden hier vorgelegt und gemeinsam mit dem Direktor über eine Strafe nachgedacht und festgelegt)
Ich war Jugendclub-Leiter und Heimaktiv-Mitglied.
Da diese Ämter von den Kindern durch Wahlen vergeben wurden, sahen wir das wir auch bei den Kindern beliebt waren und sie uns vertrauten.
Meine Schwester wollte dann nicht wieder zurück nach Hause, weil sie eine Lehrstelle auf einer Insel gefunden hatte.
Dort lebt sie heute und wir besuchen uns so oft wie möglich.
Mehrmals in der Woche telefonieren wir miteinander.
Sehr oft merke ich das sie großes Heimweh nach Hause hat, aber sie ist dort verheiratet und hat zwei Kinder.
Das jüngste ist jetzt am 14. Oktober 2002 geboren worden.
Für uns ist es nicht leicht das wir so weit auseinander wohnen, weil wir immer noch eine Enge Bindung aneinander haben, weil die Zeit der Kindheit uns für unser Leben geprägt hat.
Aber was sind 500 km in der heutige Zeit, ich weiß das ich immer für meine Schwester da bin, wenn Sie mich braucht, genauso wie Sie für mich immer da war und ist, wenn ich sie brauchte.
Ich hoffe das dies für alle Zeit so bleibt.
Ich kann mir keine bessere Schwester vorstellen.
So das wollte ich hier mal berichten, das es auf dieser Welt neben den ganzen unangenehmen Dingen auch noch Menschen gibt die man lieb hat und mit denen man glücklich ist.
Also seit Lieb zu Euren Geschwistern !
Euer Mischka27
:o)
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