Gibt es Wege aus der Arbeitslosigkeit? Testbericht

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Erfahrungsbericht von NiemandIstPerfekt

Ein kleiner Weg oder wie es mir ging

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich muß sagen, das ich durch glückliche Umstände, noch nie wirklich Arbeitslos war. Aber eine Zeit lang immer kurz vor der Sozialhilfe stand, also Angst ohne Ende hatte, was nun wird. Ich muß noch dazu sagen, ich komme aus den neuen Bundesländern.
Ich war Selbstständiger im Baugewerbe, das Geschäft lief immer schlechter. Was nun?
Ich ging zum Arbeitsamt, um mich dort eventuell Arbeitslos zu melden. Dort hätte ich mich zwar Arbeitslos melden können, aber auf Grund meiner Länge der Selbstständigkeit, hätte ich als finazielle Mittel nur Sozialhilfe bekommen.Das wollte ich nicht. Ich wollte einen nahtlosen Übergang, um wieder in ein Angestelltenverhältnis zu kommen.
Von Beruf bin ich gelernter Baumschinist und Kranfahrer. Das Arbeitsamt hat mir auch ein paar Stellen in diesem Beruf vermittelt. Aber auf Grund dessen, das ich Abitur habe, bekam ich ich in meinem alten Beruf keine Stelle. Die Begründung von den Arbeitgebern war, sie seien Überqualifiziert oder wir brauchen Leute, die das machen was wir sagen, also so hatte ich das Gefühl, nicht mitdenken bei der Arbeit sondern nur Befehlsempfänger sind.

Wie weiter? Also wieder zum Arbeitsamt. Was mir dann dort mitgeteilt wurde, hielt ich für ein schlechten Witz. Man wollte mich auf eine Umschulung schicken. Die Idee fand ich nicht schlecht, aber dann kam der Haken. Die Umschulung bezahlte das Arbeitsamt. Es war eine Größenordnung von ungefähr 25000.- DM. Alles schön und gut. Aber dann wurde mir gesagt, ich bekommen kein Geld zum Lebensunterhalt und Krankenkasse etc. solle ich doch auch privat bezahlen.
Sozialhilfe sollte auch nicht gezahlt werden, weil bei denen eine Umschulung als Anstellung gilt. Das war die letzte Info, die ich von dort erhielt. Ich habe mich dann weiter nicht bemüht, weil ich mehr als unzufrieden war.

Also schrieb ich Bewerbungen, auf den freien Arbeitsmarkt. Es waren ingesamt 12 Bewerbungen. Ich bewarb mich in ganz Deutschland und auf verschiedene Berufe und das war gut so. Also vorn weg. ich hätte in einem Steinbruch und bei einer Baumarktkette anfangen können.
Unter anderem bewarb ich mich auch als Hausmeister bei einer Informatikfirma. Nach ca. 2 Monaten bekam ich von einen Anruf, ich sollte zu einem Bewerbungsgespräch. Ich fuhr hin, Gespräch, halt das übliche. Nach drei Tagen bekam ich per Telefon einen ablehnenden Bescheid. Der Personalchef meinte aber, er müßte noch etwas klären und ob er mich noch mal anrufen könnte. Ok. Ich fragte mich nur was das soll.
Einen Tag nach der Ablehnung, bekam ich wieder Anruf und ich sollte nochmals zu einem Bewerbungsgespräch.

Ich fuhr also nochmals 500 km in diese Informatikfirma.
Kurz um, jetzt überwache und bediene ich Großrechneranlagen. Ich wurde und werde von dieser Firma bei vollem Gehalt ausgebildet.
Als ich dieses Angebot der Stelle einmal las, sage ich zu mir, für diese Stelle hätte ich mich nie beworben, so wie sie ausgeschrieben war.

Mit diesem Artikel wollte ich sagen, man sollte sich auch auf Stellen bewerben, die eigentlich für einen nicht zutreffen. Es kann nie schaden und man weiß nie, was daraus wird. Man muß natürlich auch etwas mitbringen.

Lernbereitschaft, Teamwork, Offenheit, Umzugswillen, Flexibilität und noch einiges mehr.

Ich arbeite jetzt zwar im 3-Schichtsystem, aber mir macht die Arbeit Spaß, ich habe einen sehr sicheren Job und das Geld stimmt auch.

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