Girls Club - Vorsicht bissig! (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von annaaa

Schwarzhumoriger Zickenterror der Extraklasse!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als Cady Herons (Lindsey Lohan) mit 16 aus Afrika nach Illinois ziehen muss, verändert sich ihr Leben auf einen Schlag. Schluss mit Privatunterricht, nun heißt es sich auf der Highschool zurechtzufinden! Da stellt sich als schwieriger heraus als angenommen. An welchem Tisch darf man sitzen? Welche Cliquen gibt es?
Anschluss findet Cady bei den Außenseitern Janis (Lizzy Caplan) und Damian (Daniel Franzese), mit denen sie schließlich gemeinsam einen Plan schmiedet: Die intriganteste, bekannteste und High- School- beherrschende Clique der „Plastics“ zu zerschlagen. Zu den Plastics zählen Gretchen (Lacey Charbert), Karen (Amanda Seyfried) und ihre Anführerin Regina (Rachel McAdams). Ihre Kennzeichen sind perfektes Styling („Mittwochs tragen wir rosa! Jeans oder Sporthosen sind nur freitags erlaubt. Und einen Pferdeschwanz darfst du auch nur einmal die Woche tragen.“) und die gnadenlose Verurteilung fast jedes Schülers. Doch Cady scheint interessant – hübsch, etwas naiv und manipulierbar. Das perfekte Mitglied für die Plastics!
Cady geht also auf das Dreiergespann ein und freundet sich mit ihnen an – wobei die drei Mädchen nicht wissen, dass Cady durch einen hintertückischen Plan die Clique von Innen zerstören will. Nun heißt es Zickenkrieg: Wer bekommt den süßen Exfreund von Regina? Gefällt Cady das Leben als „Plastic“ plötzlich wirklich? Wer betrügt hier wen und worauf läuft das hinaus?
Wer es wissen will, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen, denn ich hatte viel Spaß!

Mit der Erwartung, gleich einen durchschnittlichen Teeniefilm ohne Tiefgang, vielen Klischees und wohlmöglich auch noch Fäkalien- Humor zu sehen, ging ich ins Kino.
Doch ich war positiv überrascht: Der Film beinhaltet viel schwarzen Humor, der wirklich bissig rüberkommt. Gleich zu Anfang des Filmes gibt es eine Einspielung eines kaum zehnjährigen Jungens, der sagt: „Und am dritten Tag schuf Gott das Repetiergewehr, damit sich die Menschen gegen die Dinosaurier wehren konnten… und gegen die Juden.“ Das saß. Sofort war der Film in meiner Wertung gestiegen.
Ach sonst ist „Girls Club“ meiner Meinung nach wirklich der beste Tenniefilm, den ich gesehen hab. Zwar wird, wie erwartet, mit Klischees um sich geschmissen, doch scheint viel Ironie dahinter zu stecken. Ich musste wirklich ein einigen Stellen laut auflachen, was bei Filmen leider nicht so oft der Fall ist.

Die Schauspieler haben ebenfalls eine gute Leistung gebracht. Natürlich wurde hier nicht besonders viel von ihnen abverlangt – doch durch ihr attraktives Äußeres und die überzogenen Charaktere konnten alle ihre Rolle gut tragen. Vor allem glänzt natürlich Lindsay Lohan als Hauptdarstellerin. Die „Plastics“- Mitglieder wirkten teilweise etwas zu Barbie-haft. Doch vielleicht macht das gerade den Reiz aus…

Leider gibt es auch etwas zu kritisieren: Am Ende des Films wird der Moral-Hammer ausgepackt und ein riesiger, übertriebener Rundumschlag gemacht. Dazu kommen Klischees, die hier nicht mehr ironisch wirken (Es ist Abschlussball, die Pärchen finden sich, das Gute gewinnt und alles ist so unheimlich wunderbar, dass jedem von ihnen nur noch ein Heiligenschein fehlt). Schade – denn der Rest des Films ist wirklich witzig und sehr empfehlenswert.

Tina Fey, die Drehbuchautorin, hat also ganze Arbeit geleistet und auch noch die Rolle von Cadys Lehrerin Mrs. Norbury übernommen. Danke!

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