Gothika (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von BelgiumKing
PATIENT IN DER EIGENEN PSYCHOKLINIK...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
GOTHIKA – Kinostart Deutschland 18.3.2004
Nichts für schwache Nerven ist „Gothika“, den ich mir neulich im Kino anschaute und - soviel vorweg – recht gut fand.
Die Story
Dr. Miranda Grey, gespielt von Halle Berry, ist eine angesehene Kriminal-Psychologin und ist auch nach einem Therapiegespräch mit der Patientin Cloe (gespielt in einer Nebenrolle von Penelope Cruz) überzeugt, dass es für jede Geistesstörung eine logische Erklärung gibt. Auch im Falle dieser ehemals sexuell missbrauchten Frau, die ihren Peiniger tötete, ist sie dieser Meinung. Dass sie im Gespräch ausflippt, ist Teil ihrer Erlebniswelt und Traumatisierung.
Logische Erklärung jeder Geistesstörung? Eines Abends wird Dr. Grey eines Besseren belehrt. Auf dem Heimweg muss sie einen Umweg wegen einer Baustelle nehmen und sie überfährt fast ein Mädchen, dass sie auf der Straße gesehen haben will. Sie erstarrt in Trance und hat einen vollkommen Filmriß, einen Blackout.
Tage später erwacht Dr. Grey in einer Zelle, wie sie sonst nur von ihren Patienten bewohnt wird. An die letzten 3 Tage kann sie sich nicht erinnern und ist nun selbst Patientin ihrer eigenen psyschiatrischen Abteilung, weil sie angeblich ihren Ehemann Doug Grey (Charles Dutton) bestialisch ermordet haben soll.
Alle Spuren, die gefunden werden, sprechen gegen Dr. Miranda Grey, auch wenn sie ihre Unschuld immer wieder beteuert und das sonderbare Erlebnis vor ihrem Blackout erzählt. Doch das Mädchen, das sie sah, bleibt verschwunden. Selbst ihr Kollege Dr. Peter Graham (Robert Downey jr.) scheint ihr zwar beiseite zu stehen, aber dennoch kaum an ihre Unschuld glauben. Miranda beteuert immer wieder, dass sie ihren Mann liebte und es keinen Grund gegeben hätte, ihn zu töten. Die sachliche Ärztin versucht krampfhaft, die Situation zu analysieren und kommt keinen Schritt weiter.
Sie kann indes plötzlich flüchten und geht der Tragödie nach, indem sie ihr eigenes Haus heimsucht, in dem sie ihren Mann getötet haben soll. Das, was sie in der Folge entdeckt, stürzt sie in höchste Lebensgefahr, denn sie ist mitten in einer Geschichte, wie sie nur bestialische Psychopathen entfachen können, gelandet. Der Wahnsinn nimmt seinen absurden Lauf...
Daten zum Film
Titel: Gothika
Land: USA
Jahr: 2003
Start Deutschland: 18.3.2004
FSK: 16 Jahre
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Matthieu Kassovitz
Darsteller: Halle Berry, Robert Downey jr., Charles S. Button, Penelope Cruz
Infos im Web: www.Gothika-Der-Film.de
Eindrücke
Der Regisseur Matthieu Kassovitz ist bekannt für die Regie in „Die purpurnen Flüsse“, jener Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jean-Christophe Grangé. Wer diesen Film kennt, wird sofort den Fingerabdruck von Matthieu Kassovitz bei „Gothika“ entdecken. Er liefert extremste Spannung und einen klaren Thrill, der immer wieder zum Atemstillstand führt, wenn es gruselig und psychothisch wird. Die Kameraführung und der Schnitt, aber auch der perfekt Ton und die entsprechende Untermalung der Szenen mit Geräuschen wirken gelungen.
Von den Schauspielern kann nur Halle Berry ohne Wenn und Aber überzeugend. Sie ist weniger auf ihre Schönheit in diesem Film getrimmt, sondern hat mehr Chancen durch schauspielerische und dramatische Ausstrahlung zu brillieren. Sie ist eine gelungene Besetzung der Hauptrolle. Bei Halle Berry gefällt mir auch seit jeher die perfekte deutsche Synchronstimme. Halle Berry spielt und verkörpert Dr. Miranda Grey perfekt und glaubwürdig.
Penelope Cruz, die eine vermeintlich irre Patientin in einer Nebenrolle spielt, beherrscht diese Rolle einfach perfekt. Ich mag diese Darstellerin nicht besonders, muss ihr aber Respekt für ihren Auftritt zollen. Selbst aus einer Nebenrolle zaubert sie einen gigantischen eigenen Auftritt und sieht sie „abgefuckt“ ab, dass sich der Zuschauer erschrickt. Das eigentlich unterstreicht ihr Talent.
Farblos und schlichtweg erbärmlich ist die Darstellung des Dr. Pete Graham durch Robert Downey jr. ...der Darsteller schauspielert an der Oberfläche herum und zeigt kein eigenes Charisma. Unscheinbar und ohne auch nur ansatzweise der Person Dr. Graham Persönlichkeit zu schenken, ist Robert Downey jr. Meines Erachtens der große Flop in diesem Filmstreifen. Und die Bedeutung dieser Rolle ist indes doch so bedeutend, dass dieser Darsteller das einzige Manko des Films ist. Er degradiert sich durch seine fehlende Ausstrahlung zum Statisten und ist für größere Aufgaben kaum vorbestimmt.
Fazit
Es handelt sich um einen Psychothriller der Extraklasse. Das verdankt der Film der spannenden Story und einem genialen Regisseur für dieses Genre. Eine Inszenierung durch Kassowitz lässt sogar die Fehlbesetzung namens Robert Downey jr. Teils verzeihen, denn umso prägnanter schlüpft Halle Berry in die Rolle der Psychologin Dr. Grey.
Ich habe Ambitionen, mir den Film sicher nochmals anzuschauen, wenn er in ein paar Monaten auf DVD erscheint.
JL
Nichts für schwache Nerven ist „Gothika“, den ich mir neulich im Kino anschaute und - soviel vorweg – recht gut fand.
Die Story
Dr. Miranda Grey, gespielt von Halle Berry, ist eine angesehene Kriminal-Psychologin und ist auch nach einem Therapiegespräch mit der Patientin Cloe (gespielt in einer Nebenrolle von Penelope Cruz) überzeugt, dass es für jede Geistesstörung eine logische Erklärung gibt. Auch im Falle dieser ehemals sexuell missbrauchten Frau, die ihren Peiniger tötete, ist sie dieser Meinung. Dass sie im Gespräch ausflippt, ist Teil ihrer Erlebniswelt und Traumatisierung.
Logische Erklärung jeder Geistesstörung? Eines Abends wird Dr. Grey eines Besseren belehrt. Auf dem Heimweg muss sie einen Umweg wegen einer Baustelle nehmen und sie überfährt fast ein Mädchen, dass sie auf der Straße gesehen haben will. Sie erstarrt in Trance und hat einen vollkommen Filmriß, einen Blackout.
Tage später erwacht Dr. Grey in einer Zelle, wie sie sonst nur von ihren Patienten bewohnt wird. An die letzten 3 Tage kann sie sich nicht erinnern und ist nun selbst Patientin ihrer eigenen psyschiatrischen Abteilung, weil sie angeblich ihren Ehemann Doug Grey (Charles Dutton) bestialisch ermordet haben soll.
Alle Spuren, die gefunden werden, sprechen gegen Dr. Miranda Grey, auch wenn sie ihre Unschuld immer wieder beteuert und das sonderbare Erlebnis vor ihrem Blackout erzählt. Doch das Mädchen, das sie sah, bleibt verschwunden. Selbst ihr Kollege Dr. Peter Graham (Robert Downey jr.) scheint ihr zwar beiseite zu stehen, aber dennoch kaum an ihre Unschuld glauben. Miranda beteuert immer wieder, dass sie ihren Mann liebte und es keinen Grund gegeben hätte, ihn zu töten. Die sachliche Ärztin versucht krampfhaft, die Situation zu analysieren und kommt keinen Schritt weiter.
Sie kann indes plötzlich flüchten und geht der Tragödie nach, indem sie ihr eigenes Haus heimsucht, in dem sie ihren Mann getötet haben soll. Das, was sie in der Folge entdeckt, stürzt sie in höchste Lebensgefahr, denn sie ist mitten in einer Geschichte, wie sie nur bestialische Psychopathen entfachen können, gelandet. Der Wahnsinn nimmt seinen absurden Lauf...
Daten zum Film
Titel: Gothika
Land: USA
Jahr: 2003
Start Deutschland: 18.3.2004
FSK: 16 Jahre
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Matthieu Kassovitz
Darsteller: Halle Berry, Robert Downey jr., Charles S. Button, Penelope Cruz
Infos im Web: www.Gothika-Der-Film.de
Eindrücke
Der Regisseur Matthieu Kassovitz ist bekannt für die Regie in „Die purpurnen Flüsse“, jener Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jean-Christophe Grangé. Wer diesen Film kennt, wird sofort den Fingerabdruck von Matthieu Kassovitz bei „Gothika“ entdecken. Er liefert extremste Spannung und einen klaren Thrill, der immer wieder zum Atemstillstand führt, wenn es gruselig und psychothisch wird. Die Kameraführung und der Schnitt, aber auch der perfekt Ton und die entsprechende Untermalung der Szenen mit Geräuschen wirken gelungen.
Von den Schauspielern kann nur Halle Berry ohne Wenn und Aber überzeugend. Sie ist weniger auf ihre Schönheit in diesem Film getrimmt, sondern hat mehr Chancen durch schauspielerische und dramatische Ausstrahlung zu brillieren. Sie ist eine gelungene Besetzung der Hauptrolle. Bei Halle Berry gefällt mir auch seit jeher die perfekte deutsche Synchronstimme. Halle Berry spielt und verkörpert Dr. Miranda Grey perfekt und glaubwürdig.
Penelope Cruz, die eine vermeintlich irre Patientin in einer Nebenrolle spielt, beherrscht diese Rolle einfach perfekt. Ich mag diese Darstellerin nicht besonders, muss ihr aber Respekt für ihren Auftritt zollen. Selbst aus einer Nebenrolle zaubert sie einen gigantischen eigenen Auftritt und sieht sie „abgefuckt“ ab, dass sich der Zuschauer erschrickt. Das eigentlich unterstreicht ihr Talent.
Farblos und schlichtweg erbärmlich ist die Darstellung des Dr. Pete Graham durch Robert Downey jr. ...der Darsteller schauspielert an der Oberfläche herum und zeigt kein eigenes Charisma. Unscheinbar und ohne auch nur ansatzweise der Person Dr. Graham Persönlichkeit zu schenken, ist Robert Downey jr. Meines Erachtens der große Flop in diesem Filmstreifen. Und die Bedeutung dieser Rolle ist indes doch so bedeutend, dass dieser Darsteller das einzige Manko des Films ist. Er degradiert sich durch seine fehlende Ausstrahlung zum Statisten und ist für größere Aufgaben kaum vorbestimmt.
Fazit
Es handelt sich um einen Psychothriller der Extraklasse. Das verdankt der Film der spannenden Story und einem genialen Regisseur für dieses Genre. Eine Inszenierung durch Kassowitz lässt sogar die Fehlbesetzung namens Robert Downey jr. Teils verzeihen, denn umso prägnanter schlüpft Halle Berry in die Rolle der Psychologin Dr. Grey.
Ich habe Ambitionen, mir den Film sicher nochmals anzuschauen, wenn er in ein paar Monaten auf DVD erscheint.
JL
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