Die Farm (gebundene Ausgabe) / John Grisham Testbericht

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ab 10,73
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Erfahrungsbericht von frau_kerstin

Eine Geschichte wie sie schöner nicht sein könnte

Pro:

einfühlsame Geschichte

Kontra:

nicht Grisham-typisch

Empfehlung:

Ja

Bevor ich mich dazu entschieden habe dieses Buch zu lesen kannte ich vom selben Autor die beiden Romane \"Die Akte\" und \"Die Jury\".
Es sollte dem Leser jedoch von Anfang an bewußt sein, das er mit diesem Buch keinen typischen Grisham Juristen-Roman liest, sondern einen \"anderen\" Grisham kennen lernt.


kurze Inhaltsangabe
Die Geschichte spielt in Arkansas um das Jahr 1952. Sie ist aus der Sicht des siebenjährigen Luke geschrieben. Er lebt mit seine Eltern und den Großeltern väterlicherseits auf einer Baumwollplantage. Das Leben auf einer Baumwollplantage ist hart. Meilenweit wohnen keine Leute, den einzigen Kontakt zu gleichaltrigen wird ihm bei den sonntäglichen Ausflügen zur Lebensmittelbeschaffung und Kirchenbesuch in der nächsten Stadt Black Oak gewährt. Die Stadt ist für ihn atmenberaubend, da hier immer etwas Neues geschieht, was er von zu Hause nicht kennt. Alles beginnt also damit, dass die Erntezeit für Baumwolle beginnt und die Familie in die Stadt fährt, um Hilfsarbeiter für den Sommer anzuheuern. Mit der Anreise der \"Mexikaner\" und der Familie Spruill gerät sein bis jetzt sehr behütetes Leben aus den Fugen und er muss sich mit Problem konfrontiert sehen, von denen ein Jung von sieben Jahren eigentlich verschont bleiben sollte.
Das harte Farmerleben wird schonungslos offen gelegt. Auf der einen Seite ist da Luke\'s tiefe Verbundheit zu seiner Heimat, auf der anderen Seite wird im Laufe des Buches deutlich wie sehr es seine Mutter satt hat auf dem Land zu leben und jedes Jahr mehr Schulden zu machen, da die Baumwollernte immer schlechter wird. Der Kampf um die Hoffnung einer besseren Zukunft im Norden, wo der Vater einen Job in der Automobilindustrie annehmen könnte, wird deutlich.


persönliche Meinung
Mich persönlich hat Grisham mit dieser ganz neuen Art begeistert. Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, da er mich mit seinen Geschichten aus den Gerichtssälen der Welt sehr fasziniert hat. Nachdem ich mich aber erst einmal in die Welt des Buches \"eingelebt\" hatte, konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen bis ich es ausgelesen hatte...
Man kann sich durch die vielen Beschreibungen der Gegend ein genaues Bild machen, die Beschreibungen fließen aber eher nebensächlich in die Handlung mit ein. Es gibt nie lange Passagen durch die man sich quälen muss damit die Handlung vorangetrieben wird nachdem sie einmal im Gang ist.
Wie Grisham den Zwiespalt Lukes deutlich gemacht hat, hat mich zutiefst beeindruckt. Dieses Buch hat mich zum Ende hin so gerührt, dass mir Tränen runtergelaufen sind, aus Freude aber auch aus Trauer, wie das Buch endet und das das Buch nun ein Ende hat.

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • 78sunny

    15.02.2006, 14:18 Uhr von 78sunny
    Bewertung: sehr hilfreich

    klingt gut! LG Sunny