Grundwehrdienst Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von gOtNoPhEaR
Meine Grundausbildung. Dass War doch ne schöne Zeit =)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
AGA (allgemeine Grundausbildung)
Liebe Leute,
wie euch sicher aufgefallen ist „ ;-) “ habe ich in letzter Zeit nicht mehr die große Menge an Berichten geschrieben, wie dass vielleicht am Anfang hier probiert habe.
Die Begründung liegt ganz einfach daran, dass mich die Bundeswehr gepackt hat.
In der ersten Hälfte dieses Jahres bekam ich Post vom Kreiswehrersatzamt, dass ich mich doch am 01.07.2002 bei meinem Panzerbatallion melden soll um dort meine Ausbildung zum Wach- und Sicherungssoldaten anzutreten.
Gesagt, getan. Also begab ich mich mit dem Zug zu meiner zugewiesenen Kaserne. Dort wurde ich direkt am Tor von der Wache empfangen und zum Meldekopf geschickt. Dort begann dann auch schon der militärische Alltag in fast allen Aspekten. Lange warten und immer schön ruhig in der Schlange stehen.
Wie gewohnt lehnt man dabei auch ab und zu mal schön gemütlich an der Wand, doch bei der Bundeswehr wird man recht schnell darauf aufmerksam gemacht, dass die Wand so stabil gemauert ist, dass sie auch alleine steht.
So verlief mein erster lagner Tag, der doch tatsächlich bis 23.00Uhr dauerte. Zwischen den ganzen Wartereien auf Papierkram und zahlreiche Untersuchungen bekommt man dann auch schon dass Leben in einer Militärgemeinschaft beigebracht. Zum Beispiel, wie man schön in Formation steht und natürlich auch die äußerst wichtigen Dienstgradabzeichen, die man lernen sollte, da man sich dadurch sehr viel Ärger ersparen kann.Wenn man einen Hauptmann (vorausgesetzt man sieht einen solchen in der AGA) mit falschem Dienstgrad anspricht, kann das schonmal einen auf den Deckel geben.
Da der Tip: Wer zum Bund geht, sollte sich nichts draus machen, wenn er mal zusammen gekackt wird. Das passiert meist sehr häufig. Man sollte dann so tuen, als würde man eingeschüchtert sein und schnell versuchen weg zu kommen.
Aber es macht meistens auch tierisch Spaß bei der Bundeswehr, da man viel Aktion hat und auch viel lernen kann. Dabei sei auch gesagt, dass die, die sich freuen die Schule hinter sich zu haben und endlich nicht mehr lernen müssen sich irren. Bei der Bundeswehr gibt es eine Menge zu lernen und das sollte man auch machen, da man sonst auch schonmal als Trottel da steht. Schwer ist es aber wirklich nicht. Denkt einfach immer daran. Das hagben schon „zich„ tausende vor euch geschafft.
Was Spass macht, ist natürlich auch die Schießausbildung. Aber das ist nichts für Rambos. Bei der Bundeswehr kommt natürlich erstmal die ganze Theorie, wie sich das auch Gehört. Mein Tip: unbedingt die Sicherheitsbestimmungen lernen und sich auch mal durch den Kopf gehen lassen.
Wer sich darunter vorstellt, dass man da auf der Schießbahn dann den ganzen Tag wild rumballern kann irrt. Meist ist man mit bis zu 200 Mann auf der Schießbahn und muss dem ensprechen lange warten. Manchmal kommt es auch vor, dass man den ganzen Tag an der Schießbahn ansteht und keine einzige Übung schießt. Aber so ist das. Meistens hat man dann auch noch Parallelausbildungen, wo man anstelle zu warten eben was anderes lernt. Wie zum Beispiel Umgang mit Karte und Kopass, oder wie man flinkt wie ein Wiesel seine ABC-Schutzausrüstung anlegt und dann mal eben 15 Minuten wie ein Irrer in der Gegend rumrennen darf. Wenn ihr die Ausrüstung dann im strömenden Regen 20 mal anlegen und ausziehen dürft hängt euch das bestimmt auch zum Hals raus, aber danach fühlt man sich irgendwie geil.
Ein besonderer Anspekt bei der Bundeswehr ist natürlich auch die Kameradschaft, die nicht zu kurz kommen sollte. Ein gutes Klima unter den Kameraden ist sehr wichtig und kann leicht durch den Dauerstress zerstört werden. Dies geschieht oft auch gewollt durch sie Ausbilder. Versucht dann einfach immer cool zu bleiben. Immer daran denken, ihr seid Soldaten.
Alles in allem ist die AGA eine Spitze Zeit gewesen und ich würde die Zeit gerne nochmal mit machen. Man lernt dort seine Hemmungen zu überwinden und auch seinen inneren Schweinehund, weil man keine andere Wahl hat.
Natürlich ist es oft auch sehr lustig. Ich wusste ja voher gar nicht, wie viele Sprüche es bei der Bundeswehr gibt. Aber es sind garantiert ein paar Hundert. Wenn die Ausbilder in Ordung sind, hat man auch viel Spass.
Jetzt bin ich Gefreiter und es macht immernoch Spass. Nur das Geld ist ein wenig knapp, was ich aber noch verkraften kann.
Soweit von mir, Greetz, Eric
Wenn ihr noch Fragen und Anregungen habt, dann kommentiert doch einfach. Evtl. kann ich den Bericht ja noch erweitern.
17.10.2002
22:30
Wie versprochen erweitere ich meinen Bericht, wenn ihr dies Wünscht und noch fragen zu dem Thema habt.
Für alle die sich nicht so gut auskennen, ich bin nun mit der Grundausbildung fertig und habe in dieser auch schon einige Zeit auf Truppenübungsplätzen zugebracht. Vielleicht hat ja auch beim ersten Schreiben die Zeit etwas gedrängelt fertig zu werden.
Auf den Truppeübungsplätzen lernt der Rekrut (Soldat in der Grundausbildung) das Leben und Verhalten im Gelände. Man bekommt beigebracht, wie man sich im Gelände bewegen sollte ohne dabei viel Krach zu machen, wie man sich tarnt, was mit der Zeit sehr nervig ist, weil es immer die selbe Prozedur ist. Man schmiert sich mit Tarnschmicke schicke Muster ins Gesicht und schmückt seinen Helm und evtl. sich selbst mit der Umgebung angepasstem Material. In einem Laubwald z.B. mit Grünzeug und in Nadelwälder zusätlich mit brauntönen. Was dann auch nich Spass macht, wenn man im strömenden Regen durch den Schlamm kriechen muss und kaum voran kommt. Dann macht natürlich später auch das Reinigen der Ausrüstung riesen Spaß ;)
Bei der Bundeswehr ist es so, da kommen erst die Waffen, dann die Ausrüstung und dann irgendwann mal der Soldat. Aber das klingt alles schlimmer, als es wirklich ist.
Die Frage zu meiner Musterung. Ich selbst wurde T2 gemustert, weil ich ein klein wenig Bronchitis habe.
Für alle, die evtl. sich beim Bund verpflichten wollen der Tip: Lasst euch nicht zu schlecht Mustern, da es dann mit Stellen etwas schlecht aussieht.
In der Grundausbildung im Panzerbatallion ist es nichts so, dass man Panzer schrubben muss und Kartoffeln schälen. Man bekommt in der Kaserne natürlich seine Mahlzeiten in der Kantine. Kartoffeln schälen muss man nur im BIWAK (Bundeswehr im Wald ausser Kontrolle =) [kleiner Scherz], weiss nicht genau, was das heisst), wenn es Rohkost gibt. Wir haben uns da eine leckere Zwiebelsuppe gekocht. War echt aufregend.
BIWAK:
------
Wo wir beim Thema sind, kann ich ja direkt was über mein BIWAK erzählen. BIWAK ist einfach, dass z.B. eine Kompanie im Wald ausgesetzt wird und dort ein wenig Zeltet. Natürlich kann man das mit normalem Camping nicht vergleichen, da es nicht nur Saufgelage gibt, sondern teils harte Ausbildung.
Ein Hauptbestandteil ist z.B. einfach nur das Leben und Überleben im Gelände. Als erstes muss ein Gruppenlager errichtet werden, dass natürlich auch abgetarnt werden muss. Eine Feuerstelle gehört natürlich auch dazu. Dieses Feuer bekommt dann natürlich auch eine sog. Feuerwache, dass heisst, dass rund um die Uhr jemand auf das Feuer aufpassen muss. Die Wache wurde bei uns alle 2 Stunden abgelöst. Außerdem werden am Anfang des BIWAKs Kampfstände gebaut und ein Alarmposten errichtet. Dieser Alarmposten muss auch 24Std. besetzt sein, da dieser warnt, wenn Feind in sicht ist.
So heisst es dann, wenn ein Schuss fällt, muss die ganze Kompanie in Gefechtsbereitschaft gehen und alle Soldaten müssen in ihre Stellungen und am beten so schnell es geht und dazu noch so unauffällig wie es geht. Das heisst, dass man auch mal ein paar Meter gleiten muss. Gleiten ist die Bundeswehrbezwichnung für kriechen und geht ganz schön in die Arme, vor allem, wenn man die ganze Ausrüstung + Gewehr am Körper trägt.
Das ganze geht dann soweit, dass man teilweise die ganze Nacht von irgendwelchen Ausbilder, die nun den Feind spielen Angegriffen wird und eben auch auf Schlaf verzichten muss. Wenn man dann mal um 3Uhr morgens im Zelt liegt und gerade 10 mins schläft, kann es passieren, dass es wieder los geht. Also so schnell wie möglich anziehen (naja, nur drüberziehen) und so schnell wie möglich ab in die Stellung. Das dann auch bei allen Wetterlagen und Temperaturen. Und wenn dieses Spielchen meist länger als 4 Tage so ging, heisst es zurück in die Kaserne marschieren. Bei uns waren es run 20km mit etwa 30kg Gepäck und evtl. noch dem MG, was nochmal 12kg wiegt um den Hals. Wenn man dann Nachts um halb 5 wieder ins Bett kann und vorher ordentlich ducschen, fühlt man sich am nächsten Morgen wie ein besserer Mensch.
Bitte bereitet euch immer so auf die Märsche vor, wie man es euch bei bringt. Wem das jetzt alles sehr viel vorkommt, den kann ich trösten. Es wird einem alles bei gebracht und man kann auch immer Fragen, nur nicht zu dumme Fragen.
Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt es mir.....
Bis denne, Eric
Liebe Leute,
wie euch sicher aufgefallen ist „ ;-) “ habe ich in letzter Zeit nicht mehr die große Menge an Berichten geschrieben, wie dass vielleicht am Anfang hier probiert habe.
Die Begründung liegt ganz einfach daran, dass mich die Bundeswehr gepackt hat.
In der ersten Hälfte dieses Jahres bekam ich Post vom Kreiswehrersatzamt, dass ich mich doch am 01.07.2002 bei meinem Panzerbatallion melden soll um dort meine Ausbildung zum Wach- und Sicherungssoldaten anzutreten.
Gesagt, getan. Also begab ich mich mit dem Zug zu meiner zugewiesenen Kaserne. Dort wurde ich direkt am Tor von der Wache empfangen und zum Meldekopf geschickt. Dort begann dann auch schon der militärische Alltag in fast allen Aspekten. Lange warten und immer schön ruhig in der Schlange stehen.
Wie gewohnt lehnt man dabei auch ab und zu mal schön gemütlich an der Wand, doch bei der Bundeswehr wird man recht schnell darauf aufmerksam gemacht, dass die Wand so stabil gemauert ist, dass sie auch alleine steht.
So verlief mein erster lagner Tag, der doch tatsächlich bis 23.00Uhr dauerte. Zwischen den ganzen Wartereien auf Papierkram und zahlreiche Untersuchungen bekommt man dann auch schon dass Leben in einer Militärgemeinschaft beigebracht. Zum Beispiel, wie man schön in Formation steht und natürlich auch die äußerst wichtigen Dienstgradabzeichen, die man lernen sollte, da man sich dadurch sehr viel Ärger ersparen kann.Wenn man einen Hauptmann (vorausgesetzt man sieht einen solchen in der AGA) mit falschem Dienstgrad anspricht, kann das schonmal einen auf den Deckel geben.
Da der Tip: Wer zum Bund geht, sollte sich nichts draus machen, wenn er mal zusammen gekackt wird. Das passiert meist sehr häufig. Man sollte dann so tuen, als würde man eingeschüchtert sein und schnell versuchen weg zu kommen.
Aber es macht meistens auch tierisch Spaß bei der Bundeswehr, da man viel Aktion hat und auch viel lernen kann. Dabei sei auch gesagt, dass die, die sich freuen die Schule hinter sich zu haben und endlich nicht mehr lernen müssen sich irren. Bei der Bundeswehr gibt es eine Menge zu lernen und das sollte man auch machen, da man sonst auch schonmal als Trottel da steht. Schwer ist es aber wirklich nicht. Denkt einfach immer daran. Das hagben schon „zich„ tausende vor euch geschafft.
Was Spass macht, ist natürlich auch die Schießausbildung. Aber das ist nichts für Rambos. Bei der Bundeswehr kommt natürlich erstmal die ganze Theorie, wie sich das auch Gehört. Mein Tip: unbedingt die Sicherheitsbestimmungen lernen und sich auch mal durch den Kopf gehen lassen.
Wer sich darunter vorstellt, dass man da auf der Schießbahn dann den ganzen Tag wild rumballern kann irrt. Meist ist man mit bis zu 200 Mann auf der Schießbahn und muss dem ensprechen lange warten. Manchmal kommt es auch vor, dass man den ganzen Tag an der Schießbahn ansteht und keine einzige Übung schießt. Aber so ist das. Meistens hat man dann auch noch Parallelausbildungen, wo man anstelle zu warten eben was anderes lernt. Wie zum Beispiel Umgang mit Karte und Kopass, oder wie man flinkt wie ein Wiesel seine ABC-Schutzausrüstung anlegt und dann mal eben 15 Minuten wie ein Irrer in der Gegend rumrennen darf. Wenn ihr die Ausrüstung dann im strömenden Regen 20 mal anlegen und ausziehen dürft hängt euch das bestimmt auch zum Hals raus, aber danach fühlt man sich irgendwie geil.
Ein besonderer Anspekt bei der Bundeswehr ist natürlich auch die Kameradschaft, die nicht zu kurz kommen sollte. Ein gutes Klima unter den Kameraden ist sehr wichtig und kann leicht durch den Dauerstress zerstört werden. Dies geschieht oft auch gewollt durch sie Ausbilder. Versucht dann einfach immer cool zu bleiben. Immer daran denken, ihr seid Soldaten.
Alles in allem ist die AGA eine Spitze Zeit gewesen und ich würde die Zeit gerne nochmal mit machen. Man lernt dort seine Hemmungen zu überwinden und auch seinen inneren Schweinehund, weil man keine andere Wahl hat.
Natürlich ist es oft auch sehr lustig. Ich wusste ja voher gar nicht, wie viele Sprüche es bei der Bundeswehr gibt. Aber es sind garantiert ein paar Hundert. Wenn die Ausbilder in Ordung sind, hat man auch viel Spass.
Jetzt bin ich Gefreiter und es macht immernoch Spass. Nur das Geld ist ein wenig knapp, was ich aber noch verkraften kann.
Soweit von mir, Greetz, Eric
Wenn ihr noch Fragen und Anregungen habt, dann kommentiert doch einfach. Evtl. kann ich den Bericht ja noch erweitern.
17.10.2002
22:30
Wie versprochen erweitere ich meinen Bericht, wenn ihr dies Wünscht und noch fragen zu dem Thema habt.
Für alle die sich nicht so gut auskennen, ich bin nun mit der Grundausbildung fertig und habe in dieser auch schon einige Zeit auf Truppenübungsplätzen zugebracht. Vielleicht hat ja auch beim ersten Schreiben die Zeit etwas gedrängelt fertig zu werden.
Auf den Truppeübungsplätzen lernt der Rekrut (Soldat in der Grundausbildung) das Leben und Verhalten im Gelände. Man bekommt beigebracht, wie man sich im Gelände bewegen sollte ohne dabei viel Krach zu machen, wie man sich tarnt, was mit der Zeit sehr nervig ist, weil es immer die selbe Prozedur ist. Man schmiert sich mit Tarnschmicke schicke Muster ins Gesicht und schmückt seinen Helm und evtl. sich selbst mit der Umgebung angepasstem Material. In einem Laubwald z.B. mit Grünzeug und in Nadelwälder zusätlich mit brauntönen. Was dann auch nich Spass macht, wenn man im strömenden Regen durch den Schlamm kriechen muss und kaum voran kommt. Dann macht natürlich später auch das Reinigen der Ausrüstung riesen Spaß ;)
Bei der Bundeswehr ist es so, da kommen erst die Waffen, dann die Ausrüstung und dann irgendwann mal der Soldat. Aber das klingt alles schlimmer, als es wirklich ist.
Die Frage zu meiner Musterung. Ich selbst wurde T2 gemustert, weil ich ein klein wenig Bronchitis habe.
Für alle, die evtl. sich beim Bund verpflichten wollen der Tip: Lasst euch nicht zu schlecht Mustern, da es dann mit Stellen etwas schlecht aussieht.
In der Grundausbildung im Panzerbatallion ist es nichts so, dass man Panzer schrubben muss und Kartoffeln schälen. Man bekommt in der Kaserne natürlich seine Mahlzeiten in der Kantine. Kartoffeln schälen muss man nur im BIWAK (Bundeswehr im Wald ausser Kontrolle =) [kleiner Scherz], weiss nicht genau, was das heisst), wenn es Rohkost gibt. Wir haben uns da eine leckere Zwiebelsuppe gekocht. War echt aufregend.
BIWAK:
------
Wo wir beim Thema sind, kann ich ja direkt was über mein BIWAK erzählen. BIWAK ist einfach, dass z.B. eine Kompanie im Wald ausgesetzt wird und dort ein wenig Zeltet. Natürlich kann man das mit normalem Camping nicht vergleichen, da es nicht nur Saufgelage gibt, sondern teils harte Ausbildung.
Ein Hauptbestandteil ist z.B. einfach nur das Leben und Überleben im Gelände. Als erstes muss ein Gruppenlager errichtet werden, dass natürlich auch abgetarnt werden muss. Eine Feuerstelle gehört natürlich auch dazu. Dieses Feuer bekommt dann natürlich auch eine sog. Feuerwache, dass heisst, dass rund um die Uhr jemand auf das Feuer aufpassen muss. Die Wache wurde bei uns alle 2 Stunden abgelöst. Außerdem werden am Anfang des BIWAKs Kampfstände gebaut und ein Alarmposten errichtet. Dieser Alarmposten muss auch 24Std. besetzt sein, da dieser warnt, wenn Feind in sicht ist.
So heisst es dann, wenn ein Schuss fällt, muss die ganze Kompanie in Gefechtsbereitschaft gehen und alle Soldaten müssen in ihre Stellungen und am beten so schnell es geht und dazu noch so unauffällig wie es geht. Das heisst, dass man auch mal ein paar Meter gleiten muss. Gleiten ist die Bundeswehrbezwichnung für kriechen und geht ganz schön in die Arme, vor allem, wenn man die ganze Ausrüstung + Gewehr am Körper trägt.
Das ganze geht dann soweit, dass man teilweise die ganze Nacht von irgendwelchen Ausbilder, die nun den Feind spielen Angegriffen wird und eben auch auf Schlaf verzichten muss. Wenn man dann mal um 3Uhr morgens im Zelt liegt und gerade 10 mins schläft, kann es passieren, dass es wieder los geht. Also so schnell wie möglich anziehen (naja, nur drüberziehen) und so schnell wie möglich ab in die Stellung. Das dann auch bei allen Wetterlagen und Temperaturen. Und wenn dieses Spielchen meist länger als 4 Tage so ging, heisst es zurück in die Kaserne marschieren. Bei uns waren es run 20km mit etwa 30kg Gepäck und evtl. noch dem MG, was nochmal 12kg wiegt um den Hals. Wenn man dann Nachts um halb 5 wieder ins Bett kann und vorher ordentlich ducschen, fühlt man sich am nächsten Morgen wie ein besserer Mensch.
Bitte bereitet euch immer so auf die Märsche vor, wie man es euch bei bringt. Wem das jetzt alles sehr viel vorkommt, den kann ich trösten. Es wird einem alles bei gebracht und man kann auch immer Fragen, nur nicht zu dumme Fragen.
Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt es mir.....
Bis denne, Eric
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