Half Life - Counter Strike (PC Spiel Shooter) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Schejtan

Diagnose: Counter - Strike

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eine Seuche breitet sich in Deutschland aus. Immer mehr Bürger, vor allem Jugendliche sind von ihr befallen. Nicht in der Lage, etwas anderes zu tun oder über etwas anderes zu reden, verfallen sie ihr immer mehr. Der Name der Seuche: Counter – Strike. Doch wie kommt es, dass die Seuche sich so schnell verbreitet?

Der Virus, der diese Krankheit, hervorruft, entwickelte sich aus dem schon länger bekannten, mittlerweile besiegten und sowieso harmloseren Half – Life – Virus. Im Grundaufbau, was Aussehen und Kommunikation angeht, gleichen sie sich. Sprich, er ist in dieser Hinsicht veraltet...zu eckig und blockartig wirkt er, dazu ist seine Außenschicht sehr grobkörnig. Die Geräusche, die er von sich gibt, sind auch überholt und klingen künstlich. Besonders heimtückisch die einheimische Variante, die es vermag, Sätze wie „O.K., dann mal los“ oder besonders gemein „Los, raus da, gleich rummst es“ zu simulieren. Das Opfer erleidet eine Lachanfall und ist dem Virus hilflos ausgeliefert. Dabei ist es bemerkenswert, dass der Virus trotz der veralteten Bauweise so erfolgreich ist. Wo bei man sagen muss, dass der Steuermechanismus ausgezeichnet ist.

Der Erfolg liegt ganz klar in der Vorgehensweise. In der Inkubationszeit lässt er das Opfer glauben, in einem Kampf gegen Terroristen bzw. mit ihnen zu sein. Dabei darf das Opfer sogar wählen, wem er sich anschließt. Der Virus kennt viele verschiedene Schauplätze, von einer Wüstenstadt über eine aztekische Ruine zu einem Flugzeug. Dabei simuliert es Geiselnahmen oder Bombenattentate, seltener auch Geleitschutz, was aber nicht so häufig anschlägt. Dabei sind die Schauplätze alle sehr unterschiedlich, so dass der Virus dem Opfer genügend Abwechslung in dieser simulierten Welt geben kann.

Um die Opfer noch mehr zu überlisten, stellt der Virus ihnen viele Waffen zur Verfügung. Diese müssen sie sich aber kaufen, wofür ihnen aber Geld zur Verfügung gestellt wird. Das gibt es rundenweise, je nach Erfolg mehr oder weniger. Die Welt ist nämlich in Runden unterteilt...eine Runde ist vorbei, wenn alle Infizierten einer Seite tot sind oder das Missionsziel (Geiseln retten, Bombe entschärfen etc.) ausgeführt wurde. Von dem Geld lassen sich dann also Waffen kaufen. Zur Auswahl stehen Waffen aller Art: Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Scharfschützengewehre, MGs und natürlich auch Granaten. Außerdem kann man sich noch Zubehör wie Kevlarwesten oder Blendgranaten kaufen. Der Virus erlaubt es einem aber nicht, beliebig viele Waffen zu kaufen...man kann jeweils immer nur eine Pistole und eine Hauptwaffe tragen, auch die Anzahl der Granaten ist begrenzt. Außerdem ist es Terroristen zum Beispiel nicht gestattet eine Colt zu kaufen, während die „Anti – Terroristen“ (da ist wieder dieser gemeine Lachkrampf) auf Aks (ugs. Kalaschnikow) verzichten müssen.

Ausgestattet geht es dann in den Kampf. Dabei zwingt der Virus die Infizierten dazu, in den jeweiligen Teams zu kooperieren, um die Missionsziele zu erreichen bzw. die Gegner zu besiegen. Wir gehen davon aus, dass dies ein Trick ist, um möglichst viele unschuldige Menschen zu infizieren. Das ist das gerade das Gefährliche an dem Virus. Während Viren ähnlicher Art eher auf Einzelkämpfer oder bloßes Schießen abzielen, setzt der Counter – Strike – Virus auf Teamarbeit und Taktik. Die Action kommt trotzdem nicht zu kurz. Und so ist die Simulation des Virus ein spannender Mix aus Taktik und Action, der die Opfer in den Bann zieht. Dies geht sogar so weit, dass einige Opfer Gruppen, sogenannte „Clans“, gegründet haben, um zu „trainieren“. Diese armen Individuen sind meistens hoffnungslos dem Virus verfallen, schaffen sie es doch kaum noch, sich von der Fantasiewelt loszureißen.

Fassen wir mal zusammen: Der Virus simuliert eine recht realistische und spannende Welt, in der Terroristen gegen „Anti – Terroristen“ kämpfen. Der dabei entstehende Mix aus Taktik und Action ist extrem unterhaltsam, besonders da man mit bzw. gegen andere Infizierte kämpft. Der Virus ist also als extrem gefährlich einzustufen!!!

Jedoch gibt es Hoffnung!! Der Virus hat nämlich eine Fehlfunktion: Einige Infizierte verstehen das Prinzip der simulierten Welt nicht und wollen möglichst viele „Frags“, das sind Abschüsse, erreichen. Dabei schrecken sie vor nichts zurück: Von dem sogenannten „Campen“, bei dem das Opfer die gesamte Zeit an einer Stelle in der Welt bleibt und jeden vorbeikommenden Gegner ohne Probleme besiegen kann, über das geplante Vorschicken von schwächeren Infizierten, die die Gegner verwunden sollen, damit der andere sie dann problemlos besiegen kann, während der Vorgeschickte stirbt, bis zum „Cheaten“, was das Schlimmste Ausmaß dieser „Frag – Sucht“ darstellt. Dabei bedient sich der Infizierte bestimmter Drogen, die es ihm gestatten, die Scheinwelt zu manipulieren. So kann er z. B. durch Wände sehen, zielt immer automatisch auf den Kopf oder lässt die Position von anderen Opfern anzeigen, wodurch er sie schon aus weiter Entfernung sehen kann. Dadurch erhalten diese Opfer natürlich einen großen Vorteil und andere Opfer haben kaum eine Chance, was dagegen zu tun. Das verdirbt diesen dann den Spaß an dieser Simulation. Das Cheaten hat mittlerweile gigantische Ausmaße angenommen, wodurch viele Viren ihren Reiz verloren haben.

Aber das Cheaten und die Frag – Sucht sowie die Arroganz einiger Langzeitinfizierten hat noch andere Auswirkungen. Hat jemand mehr Frags als ein anderes Opfer, wird dieser häufig fälschlicherweise als Cheater bezeichnet. So etwas zieht häufig regelrechte Hetzkampagnen mit sich und vernichtet auch den Reiz der Scheinwelt. Weiterhin werden Opfer, die erst kürzlich infiziert wurden, häufig diskriminiert, da sie in der Simulation noch nicht so gut zu recht kommen, und abfällig als „Noobs“ oder „Newbies“ bezeichnet. Das bricht ebenfalls die Moral. Man sieht also, das viele Opfer durch ihr asoziales Verhalten andere Infizierte vor dem Virus retten, indem sie ihnen den Spaß an der wirklich unterhaltsamen Simulation nehmen.

Die einzige Möglichkeit davor gefeit zu sein, sind obengenannte „Clans“, da sie abgeriegelte „Trainingslager“ haben, die man ohne Passwort nicht betreten kann. Innerhalb eines Clans kommt oben beschriebenes selten vor. Jedoch bedeutet ein „Clan“ auch, dass man sich immer häufiger in die Scheinwelt begeben muss, um immer besser in ihr klarzukommen und so verbraucht man viel Zeit. Außerdem muss man schon eine gewisse Erfahrung haben, um einen Clan beizutreten. Und bevor man die hat, muss man erst mal so üben und sich oben erwähnten, asozialen Opfern stellen. Außerdem wären da noch die sogenannten „Clanwars“, in denen zwei Clans gegeneinander antreten. Ein Sieg hat dabei auch nicht selten zur Folge, dass man vom unterlegenen Clan als Cheater bezeichnet wird.

Wir sehen also, dass der Virus trotz der unterhaltsamen und spannenden Simulation durch das Verhalten immer mehr Opfer an Gefährlichkeit verliert. Dank dieser Infizierten verliert man den Spaß an der Simulation und man kommt ohne größere Probleme vom Virus los. Dazu trägt auch der Rundenmodus bei, da man durch ihn bedingt häufig lange warten muss, bevor man wieder eingreifen kann, da erst alle Opfer eines Teams besiegt sein müssen, bis eine neue Runde startet...das dauert bisweilen sehr lange. Aufgrund dieser Tatsachen, besonders des Verhaltens der Opfer, stufe ich schlussendlich den Virus in Gefahrenstufe 3 ein.

Dr. Schejtan

5 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Skywalker1

    22.05.2002, 21:45 Uhr von Skywalker1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein guter Vergleich