Hapag Lloyd Testbericht

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Erfahrungsbericht von Taschimaus

AB IN DEN SÜDEN...

Pro:

Nettes Personal, toller Service, leckeres Essen, schönes Unterhaltungsprogramm..

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser!

Einleitung:
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Vom Flughafen Paderborn-Lippstadt aus sind wir (meine Schwester und ich) am 11.4.03 Richtung Süden, genauer gesagt Teneriffa, gestartet . Heute möchte über die Fluglinie berichten, mit der wir diesen Weg angetreten sind. An Hapag Lloyd habe ich eine Menge Erinnerungen, denn ich bin früher sehr oft mit dieser Fluggesellschaft geflogen. Mit der Zeit wurde es weniger, es folgten viele Flüge mit der Condor (jetzt ja Thomas Cook genannt), doch dieses Mal hatte ich das Vergnügen endlich mal wieder in ein Flugzeug dieser Gesellschaft einzusteigen und ich freute mich darauf, denn ich wusste, was mich erwarten würde. Hapag Lloyd ist meines Wissens eine reine Charterfluggesellschaft, die zum größten Teil innerhalb Europas fliegt. Ich werde in diesem Bericht diese Fluggesellschaft vorstellen, bitte verzeiht, wenn es manchmal etwas verwirrend klingen könnte, aber ich muss den Hinflug und den Rückflug nun mal zusammenfassen.


Die Fluggesellschaft Hapag Lloyd:
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Vom Warteraum im Flughafen konnten wir schon das Flugzeug sehen, welches für unseren Flug eingeplant war. Da diese Fluggesellschaft seit neuestem zur TUI-Gruppe gehört, konnte man auf den neulackierten Flugzeugen natürlich auch das TUI-Zeichen bewundern. Von außen sah unser Flugzeug, eine Boing des Typs 737-800 mit 184 Sitzplätzen, schon vielversprechend aus. Wie gesagt, sie wurde neulackiert und hat nun ein viel moderneres Design bekommen, als es vorher der Fall war. Das Flugzeug war fast komplett in hellblau und ich war begeistert.

Die Mitarbeiter dieser Fluggesellschaft sind mir allesamt sehr positiv aufgefallen. Sehr hilfsbereit wurden wir schon beim Vorabend-Check-In empfangen, wo wir uns die Sitzplätze, die wir gerne haben wollten, aussuchen durften. Wir entschieden uns für einen Platz am Notausgang, wofür ich den Grund jedoch erst später erfahren habe. Auch beim Check-In am Rückflug waren die Mitarbeiter sehr bemüht uns zu helfen, obwohl das aufgrund Verständigungsproblemen etwas länger gedauert hat.

So wurden wir also aufgerufen das Flugzeug zu betreten. Beim Einstieg vorne hatten wir die Möglichkeit uns Zeitschriften auszusuchen. Leider war ich ziemlich spät dran, so dass das beste schon weggewesen ist, also entschied ich mich für den Focus und irgendeine Klatschzeitung. Hier muss ich sagen, dass ich den Service schon sehr gut finde. Klar bekommt man auf den Flügen meist kostenlose Zeitungen zum lesen, aber hier hat man wirklich eine riesige Auswahl gehabt, was mir beim Rückflug noch deutlicher aufgefallen ist. Man konnte dort sicherlich zwischen mindestens 10 verschiedenen Zeitschriften wählen, zu denen einige sehr teure gehört haben. Dies ist in meinen Augen schon mal ein absoluter Pluspunkt.

Nach dem Einsteigen wurden wir vom Bordpersonal auch schon freundlich begrüßt und wir begaben uns zu unseren Sitzen. Unser Flugzeug war nicht so groß und deswegen war der Weg zwischen den Sitzen auch etwas schmal, aber das ist man ja von den meisten Flugzeugen gewöhnt. Das Innere des Flugzeuges ist mir auch sofort positiv aufgehalten. Es war fast alles in blau gehalten und das sah wirklich sehr schön und modern aus. Am Platz angekommen haben wir dann unser Handgepäck verstaut (leichtes oben, schwereres unter den Vordersitzen), was auch kein Problem gewesen ist, denn hierfür war erstaunlicherweise eine Menge Platz vorhanden. Nun waren wir also fast startbereit, mussten nur noch unsere Plätze einnehmen und dann konnte es losgehen.

Beim Einnehmen meines Platzes (saß am Fenster *freu*) merkte ich sofort, was an diesem Platz ein großer Vorteil ist. Dadurch, dass er sich am Notausgang befunden hat, hatte man deutlich mehr Beinfreiheit, als man das in Flugzeugen normalerweise gewohnt ist. Viele Passagiere wissen dies natürlich und sind auf diese Plätze aus, aber es sind ja meist nur 6 vorhanden, so dass man sich ranhalten muss. Auf dem Rückflug waren diese Plätze beispielsweise schon alle besetzt und wir mussten mit einem „normalen“ Platz vorlieb nehmen.

Nachdem wir also Platz genommen und uns angeschnallt hatten, fuhren wir langsam auf dem Rollfeld herum, um die Startposition einzunehmen. Währendessen wurden die Bildschirme heruntergeklappt, die sich reichlich über den Köpfen der Passagiere befinden (ich glaube, ein Bildschirm für 3 Passagierreihen). Dort wurde man dann natürlich erst mal begrüßt und danach folgten die Sicherheitshinweise auf Deutsch mit englischen Untertiteln. Wir hatten auf dem Hinflug das Glück nicht direkt vor einem solchen Bildschirm zu sitzen (was auf dem Rückflug leider der Fall war) und somit konnten wir perfekt sehen.

Danach ging es also los. Der Pilot gab Gas und wir starteten. Ich muss sagen, dass ich es liebe, wenn man mit einem Flugzeug startet. Ich fliege grundsätzlich sehr gerne, aber der Start ist einfach das beste. Auf dem Bildschirm kann man nur beobachten, wie es immer höher geht und die Geschwindigkeit immer schneller wird. Einfach faszinierend. Und dann muss man natürlich auch noch des öfteren aus dem Fenster schauen (wenn man denn die Möglichkeit hat), denn auch dieser Blick ist einfach wunderbar. Der Pilot hatte also einen erfolgreichen Start hingelegt und informierte uns dann über den weiteren Verlauf des Fluges.

Auch hier kann ich wieder sagen, dass ich vom Service begeistert gewesen bin. Ich habe es selten erlebt, dass ein Pilot soviel zum Flug gesagt hat, wie dieses Mal (und das war beim Hin- und Rückflug der Fall). Er kündigte an, dass bald ein Frühstück (bzw. auf dem Rückflug ein warmes Mittagessen) und natürlich auch Getränke folgen werden. Außerdem berichtete er noch über die Dauer des Fluges, das Wetter auf Teneriffa usw. Wir waren als Passagiere also reichlich informiert. Während dieser Information gingen die Flugbegleiter/innen herum und verteilten Decken bzw. Kissen. Leider waren nicht genügend Kissen da, aber die Decken waren auch sehr bequem. Da solltet ihr auf jeden Fall zugreifen, wenn ihr die Chance habt, denn die waren echt bequem. Auch ein toller Service, den man jedoch bei vielen Airlines hat. Die Kinder haben von ihnen noch etwas zum Spielen bekommen, wo drüber sich die meisten anscheinend sehr gefreut haben :o)

Ca. eine halbe Stunde später kam dann also das versprochene Frühstück (bzw. Mittagessen). Ich habe schon so einiges an Flugzeugessen erlebt, kann mich aber selten erinnern, dass es etwas so leckeres gegeben hat, wie auf diesem Flug. Beim Frühstück bekamen wir ein kleines Brötchen und ein Croissant plus 2 Scheiben Vollkornbrot. Zudem gab es reichlich Wurst und Käse, was ich auch selten erlebt habe, Marmelade, ein Stück Kuchen und natürlich noch etwas Obst. Es war reichlich und man war danach wirklich sehr gesättigt. Zudem konnte man sich dazu natürlich noch etwas zu trinken aussuchen. Wenn man Kaffee gewählt hat, bekam man meistens noch ein kaltes Getränk dazu. Bei den Getränken hat man eine ziemlich große Auswahl, alles was nicht alkoholisch ist, bekommt man umsonst. Die Flugbegleiter gehen 3-4 Mal pro Flug herum und verteilen die Getränke, was ich auch als reichlich empfunden habe. Zum Mittagessen auf dem Rückflug muss ich sagen, dass dies auch sehr lecker gewesen ist. Ich habe Hähnchenbrust mit Reis gegessen, dazu gab´s noch nen Kuchen und etwas Brot. Man konnte zwischen zwei Gerichten wählen, die jedoch beide mit Fleisch gewesen sind, so dass die Vegetarier nichts zur Auswahl hatten. Das finde ich etwas schade, obwohl es mich nicht betrifft. Alles in allem kann man aber gegen das Essen und die Getränke nichts negatives sagen!

Später folgte dann noch das Unterhaltungsprogramm auf den Bildschirmen bzw. auf den bordeigenen Musikkanälen. Zu diesem Zweck kann man für 2,50 Euro einen Kopfhörer erwerben, den man natürlich auf weiteren Flügen immer wieder benutzen kann. Auch die älteren Kopfhörer funktionieren hier natürlich noch. Ich folgte also dem Film (auf dem Hinflug kam „About a boy“ und auf dem Rückflug „Bella Martha“) und später dann noch ein wenig der Musik. Des weiteren kam noch ein Reisemagazin, ein paar Cartoons von Walt Disney und Mr. Bean. Ich finde es angenehm, dass man ein solches Unterhaltungsprogramm geboten bekommt und erfreulicherweise bekam man auf dem Hinflug und Rückflug ja unterschiedliche Filme zu sehen, was bei meinem letzten Flug mit Thomas Cook leider nicht der Fall war.

Später auf dem Flug hat man dann natürlich noch die Möglichkeit etwas einzukaufen. Dort gibt es Parfum, Zigaretten, Alkohol (beides nur auf Flügen zu den Kanaren, da diese zollfrei sind), Kinderspielzeug, Schmuck und vieles mehr. Ab und zu kann man dort schon mal ein kleines Schnäppchen machen, aber meist sind die genannten Sachen am Urlaubsort günstiger. Was ich ansonsten noch zum Flugzeug sagen muss ist, dass alles sehr sauber gewesen ist und auch die Toiletten nicht stinkig waren.

Nach ca. 4 ½ Stunden landeten wir dann auf dem Flughafen in Teneriffa. Eine hervorragende Landung, die wir übrigens auch auf dem Rückflug hatten, und ich habe mich während des gesamten Fluges sehr sicher gefühlt, was sicherlich einerseits an den freundlichen Mitarbeitern und andererseits an der modernen Maschine gelegen hat.


Fazit:
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Neben der Lufthansa die beste Fluggesellschaft, mit der ich bisher geflogen bin. Hier stimmt einfach alles. Der Service war topp, ich habe mich sehr sicher gefühlt, das Essen war lecker, es gab ein schönes Unterhaltungsprogramm und so weiter und so fort. Ich werde sicher noch des öfteren mit der Hapag Lloyd fliegen, denn diese Fluggesellschaft hat mich bisher noch nie enttäuscht. Ich kann sich euch deswegen auch 100%ig empfehlen und werde die beste Bewertung vergeben.


Danke für´s Lesen und Bewerten!

Liebe Grüße, ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage..
Eure immer noch erholte Taschimaus

© by Natascha, 2003-04-21 (erstmals erschienen bei ciao.com)

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