Hapag Lloyd Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Supercookie
TAXI !!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Meine Freundin wohnt, wie vielleicht einige von euch wissen, in Wesseling (liegt zwischen Köln und Bonn). Normalerweise fahre ich immer mit meinem Firmenwagen zu ihr hin, brauche von Kiel aus aber gut 5 Stunden, wenn ich bestens durchkomme. Dies ist nicht nur Stress, sondern meine Kilometerbegrenzung pro Jahr leidet auch.
Im Oktober 2002 hörte ich, dass neben Germanwings auch Hapag Lloyd eine Billig-Airline einführen will, sie soll sich
HLX.COM
nennen. Und so geschah es.
Der Jungfernflug ging am 06.12.02 von Köln / Bonn (dies ist auch die Basis von HLX.COM) nach Hamburg und dauerte ganze 40 Minuten - 20 Minuten schneller als erwartet. Schon hier wurde klar: Das kann was werden!
== Die Maschinen ==
Hapag Lloyd setzt für HLX.COM nur Boeing 737-700 Maschinen ein. Mallorcaflieger sozusagen. 3 Reihen links, 3 Reihen rechts. 25 Sitzreihen (eine mehr als Standard, nachträglich eingebaut, daher auch alles etwas enger) bieten knapp 150 Passagieren Sitzplatz.
Keine der Maschinen ist älter als 4 Jahre, also eine sichere Angelegenheit. Zudem werden sie regelmäßig gewartet, die Kabine wird geprüft und das Personal geschult (laut eigener Aussage).
Das Aussehen der Maschinen erinnert an ein New Yorker Taxi. Gelb, schwarz, weiß kariert, das ist HLX.COM. Die gelbe Heckflosse wird mit dem HLX.COM Logo geziert und fällt sofort ins Auge.
Extra für HLX.COM sind alle Flieger noch mit grauen Ledersitzen ausgestattet worden. Nobel, wie ich finde!
== Buchen ==
Buchen kann man auf 3 Wegen:
Weg 1: Der beste Weg
Ganz einfach übers Internet (www.hlx.com) buchen und ab 19,99 Euro durch Europa reisen. Es kommen dann keine weiteren Kosten auf einen zu.
Weg 2: Der Weg für \"Offliner\"
Einfach ins Reisebüro gehen und dort buchen. Kostet aber PRO FLUG (!) 7,50 Euro mehr.
Weg 3: Anrufen im Servicecenter, Kreditkartennummer hinterlassen und Tix erhalten. Auch hier: 7,50 Euro mehr pro Flugverbindung.
Wir sehen, dass HLX.COM aufs Internet setzt, um Kosten zu sparen. Sehr feine Angelegenheit - und wer hat heute denn nicht die Möglichkeit, \"drIN\" zu sein?
== Check-In ==
HLC.COM verzichtet auf das Ausstellen von Flugtickets. Stattdessen bekommt man bis 30 Minuten vor Abflug (wer später kommt hat Pech gehabt!) eine Nummer. Diese Nummer berechtigt den früher kommenden Personen, sich einen Sitzplatz auszusuchen. Personen mit späterer Nummer müssen nehmen, was übrig bleibt.
Auf dem Hinflug war ich unter den ersten 50 Leuten, auf dem Rückflug sogar Nummer 6!
== Boarding ==
Nachdem man durch die Kontrollen ist, wartet man in den gleichen Räumlichkeiten wie auch bei \"normalen\" Flügen.
Wenn die Maschine dann zum Einsteigen bereit ist, werden die Nummern aufgerufen (1 - 50 z. B. zuerst, danach 51 - 100 usw...).
Das Boarding an sich geht schnell und einfach, jedoch herrscht meist großen Gedrängel wegen der nicht vorhandenen Sitzplatzreservierung. \"Jeder ist sich selbst der Nächste\" - so könnte auch das Motto des Boardings sein. Der einzige Stressfaktor bei meinem Flug...
== In der Luft ==
Der Start lief glatt, meine Knie bohrten sich aber in den Sitz vor mir, denn durch die weitere Sitzreihe, die nachgebaut wurde, ist etwas weniger Platz vorhanden als bei den herkömmlichen 737-700 Maschinen. Ich bin 1,83 Meter lang, größere Personen können von Glück reden, dass die meisten Flüge unter einer Stunde dauern.
Die Stewardessen sind nett, fahren unmittelbar nach dem Start schon mit ihren Wägelchen durch den Gang und wollen eine kleine Auswahl an Waren, Getränken und Speisen an den Mann bringen. Cola für 2 Euro - naja, recht happig, daher lieber was eigenes mitnehmen. Das darf man nämlich hier.
Der Pilot informiert über Flughöhe usw., die Stewardessen informieren über die Reisedauer und alle sind glücklich und schauen aus dem Fenster, bzw. in die selbst mitgebrachte Zeitung, denn die gibt es ebenfalls nicht. Nicht mal ein Boardmagazin.
Ebenso Mangelware sind die sogenannten Kotztüten und das Sicherheitsblatt mit den Sicherheitsinstruktionen. Bei mir in der Reihe und in der Nachbarreihe gab es diese beiden \"Utensilien\" nicht...
== Unten angekommen ==
Wenn man Gepäck aufgegeben hat, dann bekommt man das nach der Landung auf den Förderbändern. Hier geht es SEHR schnell, ein zwischenteitliches \"Auf Toilette gehen\" sollte man sich verkneifen, da man sonst sein Gepäck (wie ich *g*) bei der Gepäckermittlung abholen darf.
== Gepäck? ==
Ja, Handgepäck in Trollygröße bis 5 kg (wird gewogen!) und herkömmliche Gepäckstücke bis 15 kg. Größere Gegenstände und schwereres Gepäck muss bezahlt werden. Ist aber auch nicht wirklich teurer. Pro Kilogramm 10 Euro.
== Flugziele ==
Köln/Bonn (Basis)
Berlin
Hamburg
London - Luton
Mailand - Bergamo
Neapel
Pisa - Florenz
Venedig
== Kosten ==
Bereits ab 19,99 Euro bekommt man einen Flug. Diese Sitzplätze sind begrenzt; wer früh bucht, der bucht für 19,99 Euro (Oneway!), wer später kommt, der kann immer noch für 35 Euro oder 55 Euro fliegen - immer noch verdammt günstig.
HLX.COM spart durch Internetbuchung und Weglassen von Flugtickets eine Menge Geld ein; diese Ersparnisse ermöglichen den günstigen Flugpreis ab 19,99 Euro.
== Tipps & Tricks ==
Früb buchen, wenn man ein Schnäppchen machen will. Ansonsten zahlt man mehr, aber immer noch wenig (tolle Logik, was?).
Auch sollte man selbst was zu trinken und essen mitnehmen, denn die Preise an Bord sind recht hoch.
Rechtzeitiges Erscheinen am Check-In sichert einen guten Platz im Flieger.
*************
}}} FAZIT {{{
*************
HLX.COM - mein neues Taxi! Ich bin wirklich begeistert, denn Sauberkeit, \"normaler\" Komfort und vor allem supergünstige Preise sorgen dafür, dass ich auch in Zukunft mit HLX.COM fliegen werde.
Güsntiger und schneller kann man fast nicht mehr reisen, auf jeden Fall empfehlenswert!
Danke,
Marc
Im Oktober 2002 hörte ich, dass neben Germanwings auch Hapag Lloyd eine Billig-Airline einführen will, sie soll sich
HLX.COM
nennen. Und so geschah es.
Der Jungfernflug ging am 06.12.02 von Köln / Bonn (dies ist auch die Basis von HLX.COM) nach Hamburg und dauerte ganze 40 Minuten - 20 Minuten schneller als erwartet. Schon hier wurde klar: Das kann was werden!
== Die Maschinen ==
Hapag Lloyd setzt für HLX.COM nur Boeing 737-700 Maschinen ein. Mallorcaflieger sozusagen. 3 Reihen links, 3 Reihen rechts. 25 Sitzreihen (eine mehr als Standard, nachträglich eingebaut, daher auch alles etwas enger) bieten knapp 150 Passagieren Sitzplatz.
Keine der Maschinen ist älter als 4 Jahre, also eine sichere Angelegenheit. Zudem werden sie regelmäßig gewartet, die Kabine wird geprüft und das Personal geschult (laut eigener Aussage).
Das Aussehen der Maschinen erinnert an ein New Yorker Taxi. Gelb, schwarz, weiß kariert, das ist HLX.COM. Die gelbe Heckflosse wird mit dem HLX.COM Logo geziert und fällt sofort ins Auge.
Extra für HLX.COM sind alle Flieger noch mit grauen Ledersitzen ausgestattet worden. Nobel, wie ich finde!
== Buchen ==
Buchen kann man auf 3 Wegen:
Weg 1: Der beste Weg
Ganz einfach übers Internet (www.hlx.com) buchen und ab 19,99 Euro durch Europa reisen. Es kommen dann keine weiteren Kosten auf einen zu.
Weg 2: Der Weg für \"Offliner\"
Einfach ins Reisebüro gehen und dort buchen. Kostet aber PRO FLUG (!) 7,50 Euro mehr.
Weg 3: Anrufen im Servicecenter, Kreditkartennummer hinterlassen und Tix erhalten. Auch hier: 7,50 Euro mehr pro Flugverbindung.
Wir sehen, dass HLX.COM aufs Internet setzt, um Kosten zu sparen. Sehr feine Angelegenheit - und wer hat heute denn nicht die Möglichkeit, \"drIN\" zu sein?
== Check-In ==
HLC.COM verzichtet auf das Ausstellen von Flugtickets. Stattdessen bekommt man bis 30 Minuten vor Abflug (wer später kommt hat Pech gehabt!) eine Nummer. Diese Nummer berechtigt den früher kommenden Personen, sich einen Sitzplatz auszusuchen. Personen mit späterer Nummer müssen nehmen, was übrig bleibt.
Auf dem Hinflug war ich unter den ersten 50 Leuten, auf dem Rückflug sogar Nummer 6!
== Boarding ==
Nachdem man durch die Kontrollen ist, wartet man in den gleichen Räumlichkeiten wie auch bei \"normalen\" Flügen.
Wenn die Maschine dann zum Einsteigen bereit ist, werden die Nummern aufgerufen (1 - 50 z. B. zuerst, danach 51 - 100 usw...).
Das Boarding an sich geht schnell und einfach, jedoch herrscht meist großen Gedrängel wegen der nicht vorhandenen Sitzplatzreservierung. \"Jeder ist sich selbst der Nächste\" - so könnte auch das Motto des Boardings sein. Der einzige Stressfaktor bei meinem Flug...
== In der Luft ==
Der Start lief glatt, meine Knie bohrten sich aber in den Sitz vor mir, denn durch die weitere Sitzreihe, die nachgebaut wurde, ist etwas weniger Platz vorhanden als bei den herkömmlichen 737-700 Maschinen. Ich bin 1,83 Meter lang, größere Personen können von Glück reden, dass die meisten Flüge unter einer Stunde dauern.
Die Stewardessen sind nett, fahren unmittelbar nach dem Start schon mit ihren Wägelchen durch den Gang und wollen eine kleine Auswahl an Waren, Getränken und Speisen an den Mann bringen. Cola für 2 Euro - naja, recht happig, daher lieber was eigenes mitnehmen. Das darf man nämlich hier.
Der Pilot informiert über Flughöhe usw., die Stewardessen informieren über die Reisedauer und alle sind glücklich und schauen aus dem Fenster, bzw. in die selbst mitgebrachte Zeitung, denn die gibt es ebenfalls nicht. Nicht mal ein Boardmagazin.
Ebenso Mangelware sind die sogenannten Kotztüten und das Sicherheitsblatt mit den Sicherheitsinstruktionen. Bei mir in der Reihe und in der Nachbarreihe gab es diese beiden \"Utensilien\" nicht...
== Unten angekommen ==
Wenn man Gepäck aufgegeben hat, dann bekommt man das nach der Landung auf den Förderbändern. Hier geht es SEHR schnell, ein zwischenteitliches \"Auf Toilette gehen\" sollte man sich verkneifen, da man sonst sein Gepäck (wie ich *g*) bei der Gepäckermittlung abholen darf.
== Gepäck? ==
Ja, Handgepäck in Trollygröße bis 5 kg (wird gewogen!) und herkömmliche Gepäckstücke bis 15 kg. Größere Gegenstände und schwereres Gepäck muss bezahlt werden. Ist aber auch nicht wirklich teurer. Pro Kilogramm 10 Euro.
== Flugziele ==
Köln/Bonn (Basis)
Berlin
Hamburg
London - Luton
Mailand - Bergamo
Neapel
Pisa - Florenz
Venedig
== Kosten ==
Bereits ab 19,99 Euro bekommt man einen Flug. Diese Sitzplätze sind begrenzt; wer früh bucht, der bucht für 19,99 Euro (Oneway!), wer später kommt, der kann immer noch für 35 Euro oder 55 Euro fliegen - immer noch verdammt günstig.
HLX.COM spart durch Internetbuchung und Weglassen von Flugtickets eine Menge Geld ein; diese Ersparnisse ermöglichen den günstigen Flugpreis ab 19,99 Euro.
== Tipps & Tricks ==
Früb buchen, wenn man ein Schnäppchen machen will. Ansonsten zahlt man mehr, aber immer noch wenig (tolle Logik, was?).
Auch sollte man selbst was zu trinken und essen mitnehmen, denn die Preise an Bord sind recht hoch.
Rechtzeitiges Erscheinen am Check-In sichert einen guten Platz im Flieger.
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}}} FAZIT {{{
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HLX.COM - mein neues Taxi! Ich bin wirklich begeistert, denn Sauberkeit, \"normaler\" Komfort und vor allem supergünstige Preise sorgen dafür, dass ich auch in Zukunft mit HLX.COM fliegen werde.
Güsntiger und schneller kann man fast nicht mehr reisen, auf jeden Fall empfehlenswert!
Danke,
Marc
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